Ringkern-Matrix für einen Festwertspeicher, insbesondere für elektronische Rechenanlagen Die Erfindung betrifft eine Ringkern-Matrix für einen Festwertspeicher, insbesondere für elektronische Rechenanlagen.
Bei den bekannten Festwertspeichern besteht die Einschreibwicklung der Ringkerne aus einem einzelnen Draht, der nacheinander durch die einem Festwert zugeordneten Ringkerne in der richtigen Richtung durchgefädelt werden muss. Für diese Arbeit kann man nur hochqualifizierte Kräfte einsetzen und auch dann ist keine Sicherheit gegeben, dass der Draht auch in allen Fällen in der richtigen Richtung den Ringkern durchsetzt. Eine fehlerhafte Führung des Drahtes stellt sich jedoch erst nach der Fertigstellung des gesamten Speichers heraus.
Noch schwieriger ist es, den falsch angeschlossenen Ringkern ausfindig zu machen, da hier für wiederum jeder einzelne Einschreibdraht in seinem Verlauf verfolgt werden muss.
Diese Nachteile lassen sich vermeiden, wenn erfin dungsgemäss die unregelmässig geführten Einschreib- leitungen zwischen den einzelnen Kernen als Leiter bahnen auf einen Träger aus Isolierstoff aufgedruckt sind und die eigentliche Einschreibwicklung jedes Ring kernes als Drahtbrücke durch den Ringkern gesteckt und an den zugeordneten Enden der gedruckten Leiter bahnen angelötet ist.
An Hand der Zeichnung sind im folgenden Aus führungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die Oberseite, Fig. 2 die Unterseite eines mit Leitungsbahnen bedruckten Trägers, Fig. 3 die Oberseite eines abgewandelten Ausfüh- rungsbeispieles eines Festwertspeichers, Fig. 4 einen Ausschnitt eines dritten Ausführungs beispielen der Erfindung und Fig. 5 einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 4 mit der Umgebung des Ortes eines Ringkernes.
Die als Träger dienende Platte 1 aus Isolierstoff ist mit einer Anzahl der für den Festwertspeicher erfor derlichen Ringkerne 2 in matrizenförmiger Anordnung ausgerüstet.
Auf der Oberseite der Platte 1 ist zwischen je zwei Ringkernen 2 einer Zeile 3 eine Leitungsbahn 4 auf gedruckt, die in geringer Entfernung vom Ringkern in Anschlussenden 5 ausläuft. Innerhalb des Bereiches jedes Anschlussendes 5 ist die Platte durchbohrt. Diese Bohrungen 6 dienen zur Aufnahme von Enden der Lesewicklung 7 des Ringkernes. Die Bohrungen 6 sind zweckmässigerweise beim Aufdrucken der Leitungsbah nen ebenfalls mit dem Material der Leitungsbahnen ausgekleidet und auf der Rückseite von einem kreis förmigen, leitenden Bereich 5a umgeben. An den bei den Längsseiten der Platte 1 sind weitere kurze Lei tungsbahnen 8 mit gleichartigen Anschlussenden 8a auf gedruckt.
Diese Leitungsbahnen 8 dienen zum Anschluss der Abfrageleitungen, die aus einzelnen Drähten be stehen und jeweils durch alle Ringkerne einer Spalte hindurchgesteckt sind.
Auf der in Fig. 2 dargestellten Unterseite der Platte 1 ist ein einzelner Einschreibleitungszug 9 aufgedruckt (in Fig. 1 gestrichelt dargestellt). Dieser Leitungszug 9 führt nacheinander zu einer Anzahl von Ringkernen in verschiedenen Zeilen. An jeden zu belegenden Ring kern enden jeweils zwei gedruckte Leitungsbahnen des Einschreibleitungszuges 9 in Anschlussenden 10, die in gleicher Weise wie die Anschlussenden 5 der Leitungs bahnen 4 ausgebildet sind.
Auf die Fig. 1 gesehen befindet sich das am Ort des dem Ringkern dem linken Plattenrand nergelegene Anschlussende 10 jeweils oberhalb der Leitungsbahn 4, das dem rechten Ende der Platte nähergelegene Anschlussende 10 unterhalb der Leitungsbahn 4. In bezug auf den Mittelpunkt des Ortes des Ringkernes liegen sich die Anschlusspunkte 10 diametral gegenüber, d. h. sie liegen auf einer durch den Mittelpunkt gezogenen Geraden.
Die in den An- schlussenden 10 vorgesehenen Bohrungen 11 dienen zur Aufnahme einer durch den Ringkern 2 gefädelten Drahtbrücke 16, welche die Anschlussenden 10 ver bindet.
Die Anordnung der Anschlussenden 10 in bezug auf den Ort des Ringkernes gewährleistet einerseits, dass der Einschreibstrom jeden Ringkern in der gleichen Richtung durchsetzt und anderseits eine leichte visuelle Kontrolle, dass die zu verschiedenen Einschreibleitungs- zügen gehörenden Anschlussenden 10 in richtiger Weise miteinander verbunden sind.
In Fig. 3 ist ein Festwertspeicher mit mehreren Einschreibleitungszügen dargestellt. Diese Ausführungs form hat die Eigenart, dass die gedruckten Leitungs bahnen, die ohne gegenseitige Überkreuzung verlaufen, auf der Oberseite der Platte 1 aufgedruckt sind, wäh rend diejenigen Leitungsbahnen, welche entweder andere Leitungsbahnen 9 oder Leitungsbahnen 4 schnei den würden, auf der Unterseite der Platte aufgedruckt sind. Letztere sind in Fig. 3 gestrichelt dargestellt.
In Fig. 4 ist eine andere Ausführung dieses Fest wertspeichers dargestellt. Hier besteht der eigentliche Träger aus zwei Platten 12 und 13. Beide Platten sind an den Kreuzungsstellen von Spalten und Zeilen durch brochen. Die Oberseite der Platte 12 ist bei dieser Ausführung mit den Einschreibleitungszügen 9 und den Leitungsbahnen 8 zum Anschluss der Abfrageleitungen bedruckt,- während die Unterseite der Platte 13 die Leitungsbahnen 4 zur Verbindung der Enden der Lese wicklungen 7 trägt.
In jeden Durchbruch innerhalb der Platte 13 ist von der Oberseite her das Ende eines Ständers 14 aus thermoplastischem Werkstoff eingesetzt, welches auf der bedruckten Seite durch Heisssiegeln zu einem Nietkopf verformt ist. Der mit der Lesewicklung 7 bewickelte Ringkern 2 ist auf dem Ständer aufgestellt und die Enden der Lesewicklung 7 sind in zwei seitlichen Ein schnitten 15 des Ständers eingelegt, durch die zugehöri gen Bohrungen 6 in den Anschlussenden 5 der Lei tungsbahnen 4 hindurchgesteckt und auf der Unterseite mit den Anschlussenden 5 verlötet.
Der Durchmesser der Ständer 14 ist grösser als der Durchmesser der Durchbrüche in der Platte 12 gewählt. Auf die vorbereitete Platte 13 ist die Platte 12 auf gelegt, wobei die Ringkerne 2 über die Oberseite der Platte 12 überstehen. Durch die von oben her zugäng liche Öffnung der Ringkerne sind dann die Draht- brücken 16, welche die Einschreibleitungszüge 9 ver binden, und die Drähte der Abfrageleitungen 17 hin durchgefädelt und mit den zugehörigen Anschlussenden 10 bzw. 8a verlötet.
Die Umgebung eines Ringkernes, der von mehreren Einschreibleitungen belegt ist, zeigt Fig. 5. . Neben den beschriebenen und zeichnerisch darge stellten Ausführungsbeispielen sind noch eine grosse Zahl von Abwandlungsmöglichkeiten des Erfindungs gedankens möglich.