CH427751A - Verfahren und Vorrichtung zum Oxydieren von reduzierten Katalysatoren - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Oxydieren von reduzierten KatalysatorenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Oxydieren von reduzierten Katalysatoren
Beim Ausbauen von Katalysatoren, die in einem Reaktor in reduziertem Zustand vorliegen, werden diese, sobald sie mit Luft zusammentreffen, oft durch Oxydation stark erwärmt, wobei so hohe Temperaturen erreicht werden können, dass die Katalysatoren geschädigt werden. Dies kann sogar so weit-führen, dass hierbei die Sintertemperaturen erreicht werden, wodurch die einzelnen Katalysatorkörner zusammenbackjen.
Zur Vermeidung dieser Erscheinungen wird der Katalysator vor dem Ausbauen einer schonenden Oxydation unterworfen, wobei man als Oxydationsmittel Inertgase anwendet, die geringe Sauerstoffmengen von z. B. etwa 1 % enthalten. Ein Katalysatorwechsel ist bei dieser Arbeitsweise sehr zeitraubend, da die für die Oxydation und anschliessende Abkühlung des Katalysators er forderliche Zeit je nach der Grösse des Reaktors 1 bis 2 Wochen in Anspruch nimmt, was die Aufstellung von Reservereaktoren erforderlich macht ; ausserdem lässt sich so auch keine völlige Oxydation des Katalysators erzielen, so dass sich beim anschliessenden Ausbauen Nachoxydationen nicht vermeiden lassen.
Es wurde nun gefunden, dass man die für die Oxydation des Katalysators benötigte Zeit erheblich verkürzen kann, wenn man den noch heissen Katalysator in dünner Schicht aus dem Reaktor abzieht, wobei man ihn mit einem Überschuss an Luft über die für die Oxydation des Katalysators erforderliche Menge in Blerührung bringt und gegebenenfalls über den so abgezogenen Katalysator zwecks vollständiger Oxydation und Abkühlung unter stetiger Bewegung einen weiteren Luftstrom leitet.
Durch die erfindungsgemässe Arbeitsweise lässt sich die insgesamt für einen Katalysatorwechsel erforderliche Zeit auf 1 bis 2 Tage reduzieren. Das Abziehen des Katalysators erfolgt in noch heissem Zustand, d. h. der Katalysator ist nicht nach Abstellen des Reaktors zunächst zu kühlen.
Zweckmässig führt man das Verfahren so aus, dass man die Luft im Gegenstrom über den in dünner Schicht aus dem Reaktor abgezogenen Katalysator leitet. Die überschüssige Luftmenge wird vorzugsweise so 0 bemessen, dass die durch die Oxydation auftretende Wär, memenge im, gleichen Masse abgeführt wird, wie sie entsteht. Hierdurch werden Temperaturen vermieden, bei denen eine Schädigung des Katalysators eintritt.
Für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann man an der Ausgangsschleuse eines Reak- tors, durch die der Katalysator abgezogen wird, ein schräg nach unten geneigtes Rohr anbringen, an dessen oberem Ende gegebenenfalls ein Gebläse mit seinem , Saugteil angeschlossen ist. Es ist aber auch möglich, den Katalysator auf eine unterhalb der Ausgagsschleuse angeordnete schiefe Ebene herabrieselnzulassen.Der von dem Rohr bzw. von der schiefen Ebene ablaufende Katalysator ist im allgemeinen noch nicht vollständig durchoxydiert, doch reicht die Voroxydation und die dabei erzielte Abkühlung aus, um den Katalysator in transportablen Behältern einer weiteren an sich bekann- ten Oxydationsanlage zuzuführen.
Diese Oxydationsanlage kann z. B. aus einer Trommelsiebmaschine bestehen, bei. der. gleichzeitig das feinkörnige Material abgesichbt wird. Beim Durchlaufen des Katalysators durch die Siebmaschine ist zweckmässig dafür Sorge zu tragen, dass durch oder über die Siebe ein Strom überschüssiger Luft gesaugt wird, durch die der Katalysator vollständig oxydiert und gleichzeitig abgekühlt wird. Der so behandelte Katalysator ist nun ohne weiteres lagerfähig , und kann zum Füllen des. Reaktors wieder verwendet werden.
In den Fig. 1 und'2 sei ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens an Hand eines für die Konvertierung verwendeten Katalysators näher erläutert.
Für die Konvertierung wird bekanntlich ein Eisenchrom oxydkatalysator verwendet, bei dem das Eisen in der dreiwertigen Form vorliegt. Während des Betriebes im Reaktor wird das Eisen- (III)-oxyd je nach den Betriebsbedingungen zu Magnetit (Fe3O4) bzw. metallischem Eisen reduziert.
Nach Abstellen des Reaktors l wird die Ausgangs- schleuse 2 geöffnet, so dass der noch heisse Katalysator, der je nach den im Reaktor eingehaltenen Bedingungen eine Temperatur zwischen 350 und 600 C aufweist, durch das unterhalb der Schleuse anbringbare Ablass- rohr 3 in eine transportablen Behälter 4 rieselt. Die Schleuse wird so weit geöffnet, dass die Dicke der Katalysatorschicht auf dem Ablassrohr maximal etwa dem 5fachen desdurchschnittlichenKorndurchmessers des Katalysators entspricht. Durch Kaminwirkfung strömt dem m herabrieselnden Katalysator Luft entgegen, durch die der Katalysator voroxydiert wird. Die bei der Oxydation auftretende Reaktionswärme wird durch den Luftstrom abgeführt.
Ist die durch-die Kaminwir- kung sich einstellende Luftmenge für die Ableitung der Reaktionswärme nicht ausreichend, kann durch Drosseln der Schleuse der Katalysatorfluss verringert werden.
Es ist aber auch möglich, durch Einschalten eines am oberen Ende des Rohres mit, der Saugseite angebrach- ten Gebläses 5 die durch das Rohr strömende Luftmenge zu vergrössern, wodurch, die gewünschte Kühlung ebenfalls erzielt werden kann. Der Katalysator kann gegebenenfalls zur weiteren Oxydation einer Anlage zu geführt vwerden, die aus einem an sich bekanaten Trommelsieb 6 besteht. Der Katalysator wird uber einen Trichter 7, an dessen unterem Ende ein Regulierschieber 8 angeordnet ist, aufgegeben. Durch das Trom- melsieb wird mittels eines Gebläses 9, vor dem sich ein Abscheider 10 zum Absetzen etwa mitgerissenen Kata lysatorstaubes befindet, ein konstanter Luftstrom gesaugt.
Die Verweilzeit des Katalysators in dem Trom melsieb lässt sich durch Veränderung-der Neigung ent- sprechend einstellen. Der aus dem Ablassstutzen 11 abgezogene Katalysator kann ohne weitere Nachbe- handlung wieder in den Reaktor eingefüllt werden. Abrieb und Feinkornanteil werden durch den Stutzen 12 abgelassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Oxydieren von in einem Reaktor in reduziertem oder teilweise reduziertem Zustand vorliegenden Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass man den noch heissen Katalysator in dünner Schicht aus dem Reaktor abzieht, wobei man ihn während des Abziehens mit einem Überschuss an Luft liber. dix-finir die Oxydation des Katalysators erforderliche Menge in Berührung bringt.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ausgansschleuse (20 eines Reaktors (1) ein schräg nach unten verlaufendes Rohr (3) angebracht ist.UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I,, dadurch gekennzeichnet, dass man ide lut im Gegenstlrom über den in, dünner Schicht bewegten Katalysator leitet.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man über den so abgezogenen Katalysator zwecks vollständiger Oxydation und Abkühlung unter stetiger Bewe, gung einen weiteren Luftstrom leitet.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Ende des schräg nach unten verlaufenden Rohres (3) ein Gebläse, (5) m, it seinem Saugteil angeordnet ist.
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