Tragbarer Behälter zur Aufbewahrung von Insulin für Diabetiker
Die Erfindung bezieht sich auf einen tragbaren Behälter, insbesondere auf Tnagkoffer oder Reisetasche, zur Aufbewahrung von Insulin, gegebenenfalls von einer Injektionsausrüstung, für Diabetiker.
An bestimmten Arten von Diabetis erkrankten Personen benötigen in regelmässigen Zeitabständen Insulin-Injektionen. Zur sachgemässen Verabreichung muss Insulin auf einer Temperatur von etwa 4 C (40 F) gehalten werden. Solange der Patient zu Hause wailt, kann er seinen Insulinvorrat in einem Eisschrank auf der erforderlichen Temperatur halten, unterwegs und auf Reisen ; stellen sich ihm jedoch diesbezüglich Schwierigkeiten entgegen.
Im tragbaran Behälter für Insulin kann z. B. ein leichtes Gehäuse zur Aufnahme einer Insulinflasche sowie eine Dosiervorrichtung für die jeweilige Ver abreichuogsmenge, beispielsweise eine Injektions- spritze, Vorratskanülen, eine Flasche mit Alkohol, einen Wattespender wie auch eine Eimchtung, um den Insulinvorrat für wenigstens 24 Stunden auf der erforderlichen sicheren Temperatur aufzubewah- ren, vorgesehen sein.
Es kann ferner eine Temperaturregeleinrichtung von besonders einfacher Bauart vorgesehen sein, die weder elektrische Energie noch chemische Reaktionen für ihren Betrieb erfordert. Bei einem Tragbehälter dieser Art sind die darin enthaltenen Emzelteile zweckmässig so bemessen und angeordnet, dass die Gesamtanordnung äusserst gedrängt, leicht. im Ge wicht und von Hand tragbar ist. Man kann ausserdem den Behälter so aufteilen, daJ3 die in bestimmten Zeibabständen herauszunehmenden oder zu ersetzen- den Gegenstände leicht zugänglich sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der sie baispielsweise wiedergebenden Zeichnung im einzel- nen beschrieben.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht eines Tragbehälters gemäss der Erfindung.
Fig. 2 ist ein Seitenriss entsprechend d'er Blick- richtung von links in Fig. 1.
Fig. 3 ist eine Draufsicht.
Fig. 4 ist eine Ansicht von unten.
Fig. 5 zeigt einen Vertikalschnitt längs der er Schnittlinie 5-5 in Fig. 2.
Fig. 6 zeigt einen ähnlichen Schnitt längs der Schnittlinie 6-6 in Fig. 5.
Fig. 7 zeigt einen Teil eines Axialschlnittes Idurch das Kältemittel-Steuerventil im Axialschnitt.
Fig. 8 ist eine Seitenansicht der Kühlmittelflasche, teilweise im Axialschnitt, mit einem Ausführungs- beispiel für die Kompressionseinrichtung für Kühlgas.
Fig. 9 zeigt in ähnlicher Darstellung ein abge ändertes Ausführungsbeispiel der Kompressionsein mchtung, und
Fig. 10 ist eine ähnliche Darstellung wie Fig. 9 mit einem weiteren Ausführungsbeispiel der Kom pressionseinmchtung.
Der Tragbehälter besteht aus einem Gehäwse 10 zur Aufnahme verschiedener Einzelteile in platzsparend bemessenen und angeordneten Unterteilungen oder Abteilen, die sowohl zum Herausnehmen als auch zum Ersetzen der Instrumente, Behälter und dergleichen leicht zugänglich sind.
Der Behälter 10 ist aus einem wärmeisolierenden Kunststoffmaterial geformt, denn er enthält einen Wärmeaustauscher, um die Temperatur der Insulinflasche auf dem erforderlichen Wert von etwa 4 C zu halten.
Unter Berücksichtigung üblicher Verfahren und Form-und Spritzmaschinen für Kunststoffe ist der Behälter 10 in einer mittleren isenkrechten Ebene in zwei trennbare zusammenpassende Hälften 10a und
10b miterteilt, die miteinander verschraubt sein können. Ein besonderer Vorteil des Aufbaus besteht in der Einfachheit, mit der bestimmte darin unterge- brachte Einrichtungen zugänglich gemacht oder zum Auswechseln, zur Wartung oder für Reparaturen entfernt wejjden können. Ein nicht dargestellter Hand- griff für den Behälter 10 kann. an der Obersaite vorgesehen sein.
Aus funktionellen Gründen ist der Behälter 10 in Längsrichtung gestreckt und verhältnismässig schmial. Wie aus Fig. 2, 3 und 4 hervorgehen, besitzen die aufeinaniderpassenden Hälssten 10a und 10b des Behälters 10 Innenflächen, die sich in der mittleren vertikalen Ebene P-P treffen.
Da beide Hälften in. ihren-inneren Flächen ieingeformte Ab- teile ziur Aufnahme der Ausrüstungsgeganstände auf- weisen, entstehen miteinander fluchtende Wandun- gen, welche diese Abteilungen umgeben bzw. um raissen. Um die fluchtenden Abschnitte dieser Wan idungem zu verstärken und. auch die Stabilität des gesamten Behälters zu erhöhen, sind die aufeinanderstossenden Kanten der entsprechenden Wandungen gegeneinander gefügt oder mit Falzen versehen. Die beiden Behälterhälften sind mit. entfernbar. en Schrau- ben 10c halbperman ent miteinander verbunden, welohe die fluchtenden Abteilwandungen im Beraich der Ecken durchdringen.
Die somit in üblicher Weise miteinander verbundenen Bshälterhälften brauchen nur dann voneinander getrennt zu werden, wenn einmal eine aussergewöhnliche Reparatur oder der Ersatz grösserer Bauteile erforderlich sind. Einige Abteile dienen zur Aufnahme von hamfig benötigten Teilen, wie. die Insulin-und Kühlmittelflasche usw., weshalb dort schnell zu öffnende Verschliisse vorge- sehen sind.
Auf einer Seite des Behälters 10 (links. in Fig. 1 und 5) ist ein Insulinabteil 11 mit niedri, gerer Höhe vorgesehen. Dieses Abteil trägt. an seiner Oberwand einen Schraubverschluss 12 mit ausreichendem Durchmesser, um den Durchgang einer Insulinflasche mit üblicher Form und Inhalt zu ermöglichen. Das Abteil 11 steht seitlich mit einem in Vertikalrichtung längeren Abteil 14 in Verbindung, das sich am went- lichen über die gesamte Höhe. des. Behälters 10 er- streckt und zur Aufnahme des. Kühlmittelv. orrats und der. dazugehörigen Steuerung diant.
Die senkrechten Wandungen der Abteile 11 und 14 sind zusätzlich durch eine Vakuum enthaltende Auskleidung 15 wärmeisoliert, die sich nahezu bis auf die Höhe des Abteils 11 erstreckt. Die Auskleidung 15 besitzt horizontale SeitenSansohe 15a, die verschiebbar in waagrechten Vertiefungen in den entsprechenden Abteilwandungen eingreifen, so dass. die Auskleidung leicht herausnehmbar ist, wenn die Behälterhälftan getrennt werden.
Ein Stossdämpferkissen 16 aus nachgiebigem Material, beispielsweise Kunststoffschaum, liegf auf dem Baden. der Auskleidung 15 derart. befestigt, dass es mit der Öffnung 12 fluchtet. Wenn durch die Offnung 12 eine noue Insulinflasche 13 eingeführt wind, kann man sie ohne Beschädigung. auf das Kissen 16 fallen lassen.
Eine mit Aussengewinde versehene rohrförm. ige Kappe 17 sitzt auschraubbar in der Offnung 12 des Abteils 11 und trägt aine mittlere Querwand 18, in der sich eine mittlere Offnung 19 befindet, durch die eine Kanüle einer Spritze einführbar ist, wenn aus der Insulinftasohe 13 eine Dosis entnommen werden soll. Die Flasche besitzt amen mit der Kaniile zu durchstechenden, abdichtenden Verschluss 20 aus gummiähnlichem Material ; ein zusätzlicher Verschluss 21 ist auf das Oberteil der Kappe 17 aufgedrückt.
In den Abteilen 11 und 12 ist ferner eine Mniatur-Kiihleinheit 22 untergebracht. Hauptbestandteil der Einheit 22 ist ein zylindrischer Ventilkörper 23, der in der Mitte zwischen Ober- und Unterwand des Abteils 14 abnehmbar auf laine Stütze 24 aufgeschraubt ist, die von dem angrenzenden Abschnitt ídier Vakuum-Behältemuskeidung 15 nach oben ragt.
Das obere Ende des Ventilkörpers 23 trägt einen sich nach oben erweiternden Sockel 25, in dem der Hals einer nach unten gedrehten Flasche 26 aufgenommen ist, in der ein. geeignetes komprimiertes Kühlmittel, beispielsweise Freon, enthalten ist.
Diese Kältemittel enthaltende Flaschen zur Verwendung in dem Tragbehälter smd z. Zt. noch nicht handelsüblich. Aus diesem Grund wird eine Flaschenkonstruktion vorgeschlagen, die den hier zu stellen- den Anforderungen genügt. Aus Fig. 8, 9 und 10 geht hervor, dal3 die Flasche 26 in zwei Kammern unterteilt ist, nämlich in eine Hauptkammer 26' zur Aufnahme von flüssigem Freon und in eine Druckkammer 26 zur Aufnahme eines unter Druck stehenden nachgiebigen Mittels, beispielsweise komprimiertes Gas (Fig. 8) oder ioine. metallische Druckfeder 27 (Fig. 9).
Zwischen den Kammern 26'und 26"befindet'sich ein in Axialrichtung verschiebbares Organ,. beiispielsweiise ein Kolben 28 in Fig. 8 und 9, ader eine biegsame Membrane 29 in Fig. 10. Das Mundstück des Flaschenhalses ist durch eine mit einer Nadel durchstechbare Membran 30 abgeschlossen.
Der Ventilkörper 23 enthält eine mittlere Ven bilkammer 31, die über eine exzentrisch angeordnete Einlassöffnung 32 kleineren Durchmessers mit dem Sockel 25 zur Aufnahme der Flasche in Verbindung steht. Am Fuss dos Sockels 25 ist eine. axial angeordnete, nach oben weisende Nadel 33 befestigt, um die abdichtende Membran einer Kühlmittelflasche zu durchstechen, wenn diese in den Sockel 25 eingedrückt wird.
In dem unteren Abschnitt der Ven tilkammer 21 befindet sich ein sich nach obier konisch erweiternder Ventilsitz 34 für ein hin und her bewegbares Ventilglied 35 mit entsprechender sich nach oben kegelstumpfförmig erweiternder Ausbil- dung. Das Ventilglied 35 trägt einen fest mit ihm verbundenen Stössel 36, der sich in dsn. unteren Abschnitt des Abteils 14 durch eine vergrösserte axiale Bohruing 37 erstreckt, in der ein Innengewinde zur Aufnahme eines mit Aussengewinde versehenen Dichtstopfens 38 mit ringförmigem Querschnitt vorgesehen ist,
der den Ventilstössel 36 umgibt und eine sich nach oben verjüngende abdichtende Mem bran 39 in Balgform festklemmt, deren oberes Ende den Ventilstössel luftdicht umgibt. Die Membran 39 besteht aus elastischem gummiähnlichem Material.
Ihr oberes Ende mit geringerem Durchmesser muss auf den Ventilstössel 36 mit Kraft aufgezogen werden, so dass dadurch eine wirksame luftdichte Abdichtung entsteht.
Direkt unterhalb des Ventilsitzes 34 und oberhalb der abdichtenden Membran 39 steht eine Auslass- Öffnung 40 mit der Bohrung in Verbindung, so dass sich die Ventilkammer 31 radial nach aussen Idurch die Seitenwand des Ventilkörpers 23 bis in das Abteil 11 erstreckt. In dem Abteil 11 befindet sich ein Wärmeaustauscher 41 in Form eines wendelförmigen Metallrohres, das die Insulinflasche 30 innerhalb des Abteils 11 umgibt. Das obere Ende des Wärmeaustauschers 41 verläuft tangential und ist mit der Auslassöffnung 40 des Ventils verbunden. Das untere Ende des Wärmaaustauscher 41 Isteht mit dem Inne- ren des Abteils 11 frei in Verbindung.
Gasförmiges Kühlmittel (Freon), das in das Abteil 11 strömt, wird über eine kleine Öffnung 42 in der Nähe der Oberwand des Abteils an die Atmosphäre abgegeben.
Die Einlassöffnung 32, die Ventilkammer 31 und die Auslasskammer 40 bilden eine Leitung four ide nach unten, gerichtete Kühlmittelströmung aus dem Sockel 25 zum Wärmeaustauscher 41.
Der obere Abschnitt des Abteils 14 ist so ge formt, dass eine im wesentlichen zylindrische Kühl- mittelflasche 26 fest darin aufgenommen wird. Entsprechend Fig. 6 ist in der Vorderwand der Be hälterhälfte 10a eine in Vertikalrichtung verlaufende längliche Offnung 43 zur Einführung einer frischen Kühlmittelflasohe 26 vorgesehen, und eine Abdeck- platte 44 sitzt abnehmbar abdichtend in der Öffnung 43 und wird dort durch federnd vorgespannte Ku- gelrasten 45 gehaltert.
Der Oberteil oder die Abdeckun des Abteils 14 ist kuppeiförmig gestaltet, so dass er sich an den halbkugelförmigen Boden einer üblichen KühlmitteMlasche anpal3t. Es ist jedoch ein Hohlraum 14a zur entlasteten Unterbringung der Kühlmittelflasche vorgesehen.
Der Oberteil der Öffnung 43 in der vorderen Hälfte 10a des Behälters 10 fällt in Richtungnachinnenleicht ab, bis auf eine Höhe etwas unterhalb der Deckplatte des Abteils 14, so dass eine nach unten gerichtete Fiihrungsfläche 46 entsteht, über die die eingesetzte Kühl mittelflasche 26 nach unten gedrückt und mit der Dichtungsmembran 30 und der Nadel oder Spitze 33 dss Sockels 25 innerhalb des Ventilkörpers 23 in Berührung gebracht wird, so dass diie Membran zerstochen wird. Im Unterteil des Sockels 25 ist eine die Spitze 33 umgebende Schraubenfeder 47 vorgesehen, um die Flasche 26 selbsttätig nach oben in den Hohlraum 14a zu drücken, wenn die Flasche beim Einführen an der Kurvenfläche 46 vorbeige- drückt worden ist.
Ein Polster 48 aus nachgiebigem Material, beispielsweise. aus Kunststoffsdhiaum, ist an der Innenfläche der Abdeckplatte 44 befestigt, um sich. direkt an die Kühlmittelflasche 26 anzulegen.
Zur leichteren Entnahme einer eingeführten Kühlmittelflasche 26 nach ihrer Entleerung dient sin federnd zurückgezogener Auswurfstift 49, der in einer Durchgangsöffnung 50 in der senkrechten Wandung der hinteren Behälterhälfte 10b verschiebbar geführt ist und in den oberen Abschnitt des Abteils 14 hineinragt.
Zur Abdichtung des oberen Endes des Sockels 25 in dem VenbiLkörper 23 und zur Verhinderung von Kühlmittelverlust in dem oberen Abschnitt des Abteils 14 ist ein Dichtungsring 51 aus elastischem Material, beispielsweise aus Polytetrafluoräthylen, im verengten Abschnitt des Sockels untergebracht.
In Fig. 5 ist ferner eine thermostatische Regel- einrichtung für das Drosselventil 35 gezeigt. Die Einrichtung. umfasst einen doppelt abgebogenen Ha- ken 52, der eine Fortsetzung des unteren Endes des Ventilstössels 36 bildet. Das obere freie Ende des Hakens 52 liegt seitlich an dem oberen freien Ende eines Bimetalls 53 an, das an seinem Unterteil in , einem Block 54 aus geeignetem Material befestigt ist, der seinerseits mittels Schrauben 55 an einem L-förmigen Rahmenteil 56 angeschraubt ist. Der Rahmenteil 56 ist mit der Innenfläche der Aus kleidung 15 beispielsweise durch Löten verbunden.
Die Anordnung zwischen dem Ventilglied 35 und dem Bimetall 53 ist so getroffen, dass bei einer Temperatur in dem Abteil 11 von etwa 4 C das freie Ende des Bimetalls in leichter Berührung mit dem freien Ende des Hakens 52 steht. Immer wenn die Temperatur im Abteil 11 über 4 C steigt, biegt sich das Bimetall 53 nach rechts in Fig. 5 und be tätigt das Ventilglied 35 auf dem Sitz 34 in der Weise, dass flü, ssiges Kühlmittel (Freon) durch die Venbilöffnung und die Ausgangsöffaung 40 in cuve Wärmeaustauscherwicklung 41 strömt, in der die Flüssigkeit aufgrund der der Insulinflasche 30 entzogenen Wärme verdampft.
Hat die Temperatur wieder den erforderlichen Wert von 4 C erreicht, befindet sich das Bimetall 53 in seiner gestreckten Ruhelage, bei der das Ventilglied 35 wieder dicht auf seinem Sitz aufliegt und die Kühlmittelströmung unterbnicht. Die umgekehrte Unterbringung der Kühl mittelflasche 26 hat ihren Grund darin, dass das Kühlmittel in seinem flüssigen Zustand aufgrund der Schwerkraft auf. die perforierte Mündung der Flasche drückt. Wenn der Auslass der Flasche 26 umgedreht sein würde, könnte gasförmiges Kühlmittel in die Wärmeausbauschenschlange 41 strömen. Nur wenn das Kühlmittel (Freon) in flüssigem Zustand der Wicklung 41 zuströmt, findet die beabsichtigte Wärmeaustauscherwirkung statt.
Um festzustellen, wann leine eingesetzte Kühl- mittelflasche 56 leer ist, dient ein auf der Vorderwand der vorderen Behälterhälfte 10a befestigten Manomeber 57. Dieser Druckmesser kann beliebiger Bauart sein,. und ist iiber eine Leitung 58 mit der exzentrisch liegenden Einlassöffnung 32 des Ventilkörpers 23 verbunden (siehe Fig. 1 und 6). Zeigt der Durchmesser 57 einen entscheidenden Druckabfall an, so weiss der Benutzer, dass die gegenwärtig eingesetzte Kühlmittelflasche durch eine neue ersetzt werden muss.
Es ist ferner erforderlich, den Insulinverbrauch aus der Flasche 13 jederzeit feststellen zu können.
Dazu befindet sich an der Vorderwand der vorderen Behälterhalifte 10a ein durchsichtiges senkrechtes Fenster 59 längs der Flasche, über das die Füllhöhe von aussen beobachtet werden kann. Geeignet funter- teilte Skalen mit linearer Massangabe 60 und 61 sind zu beiden Seiten des Fensters 59 vorgesehen, um die Anzahl der verabreichten Dosen bzw. Idie Ges, amt- menge der verabreichten Insulinmenge in cm3 ablesen zu können. Um mit der letzten Ablesung vergleichen zu können, ist ein Schieber 62 vorge sehen, der in bekannter Weise durch Reibungsein- griff in dem Fenster 59 gehaltert ist.
Dieser Schieber besteht aus zwei in Vertikalrichtung versetzten Zei , gern 63 und 64, die mit den jeweiligen Werten auf den Einteilungen der Skalen 60 und 61 in Übereinstimmung gebracht werden.
Zusätzlich sind in dem Behälter weitere Vorratsabteile enthalten, die aufgrund des häufigen Ge brauchs der darin enthaltenen Materialien leicht zugänglich sein müssen. Drei dieser Abteile innerhalb des Behälters 17 sind von oben zugänglich und durch einen Klappdeckel mit Scharniergelenk 65 verschlossen. Diese Abteile besitzen die jeweilige erforderliche Grösse für die in Fig. 5 gezeigten Gebrauchsgegenstände ; ein kleines Abteil 66 für Vor- fatskamilen 66c ; ein längliches Abteil 67 zur Auf- nahme einer Injektionsspritze 67a ; ein grösseres Ab- tedl 68 für eine Alkoholflasohe 68a mit einer mittels einor Nadel durchstechbaren Kappe 68b und ein ähnliches Abteil 69 für einen Wattespender.
Da die Injektionsspmtze 67a zerbrechlich ist, ist . auf der Unterseite der Verschlussklappe 65 eine Feder 70 angeordnet, die gegen das obere Ende der Spritze und damit deren unteres Ende fest gegen einen Schraubstopfen 71 drückt, der abschraubbar in der unteren Wand des Abteils 67. sitzt.
Das Wattespenderabteil 69 ist an seiner Oberseite durch eine Kappe 72 besonderer Konstruktion abgeschlossen. Die Kappe 72 besitzt einen Hals 74 mit geringerem Durchmesser, die in das obere Ende des Abteils 69 eingedrückt ist. Ein Dichtungsring 75 aus elastischem Material, beispielsweise Polytetrafluoräthylen, ist in der Seitenwandung der Öffnung des Abteils 69 eingelassen und'drückt mit Rei- bungseingriff gegen den Hals 74 der Kappe 72. Die Kappe 72 enthält eine Öffnung 76, durch die ean spiralförmiges Watteband 77 herausgezogen werden kann. In der Offnung 76 ist eine Abschneideinrichtung 78 vorgesehen, mit der die herausgezogene Lange der Wattelage abgeschnitten werden kann.
Wenn der Verbrauch des Wattevorrates angezeigt werden soll, kann eine Markierung 79 mit bestimm- tem Ausseben an dem innenen Ende jeder spiralförmigen Wattelage angebracht sein. Der vollständige Verbrauch das Wattevorrates wird beispielsweise durch einen farbigen Faden 80 iangezeigt. Mitden vorbeschriabenen Massnahmen wird die Watte in hygienischer W. eise aufbewahrt und dem Verbraucher zur Verfügung gestellt.
Auf dem Boden des Behälters 10 idirekt unterhalb der Abteile 68 und 69. ist ein mittelgrosses Abteil 81 zur Aufbewahrung von mehreren frischen Kühlrn, ittelflaschen 26 vorgeschen. Das Abteil 81 besitzt m der Bodenwandung des Gehäuses 10 eine Öffnung, die durch eine Verschlussplatte 82 iabgedeckt wird, deren Zunge 83 mit einer Nute 84 im Behälter 10 in Eingriff kommt. Am äusseren Ende der Verschlussplatte 82 ist eine Kugelrast 85 vorgesehen, welche die plaste in verschlossener Stellung hält.
Ein Block 86 aus elastischem Material, bei- spielsweise Kunststoffschaum, befindet sich zwischen den Kühlmittelflaschen 27 und der inneren vertikalen Wand des Abteils 81.
Nimmt man für den Betriebsgebrauch an, dass sämtliche für eine Reise notwendigen Ausriistungs- gegenstände in den entsprechenden Abteilen untergebracht sind, dann werden noch die Abteile 11 und 14 mit, den ihnen zugeordneten Vorräten aufge- füllt. Die Kappe 17 des Abteils 11 wird abgenommen und eine frische Insulinflasche. aus dem gekühlten Vorr, at durch die Öffnung 12 innerhalb des Wärme austauschers41eingeführt,.bissie auf dem Stossdämpferkissen 16 ruht.
Nach dem Verschliessen der Kappe 17 wird die Abdeckplatte 44 für die seitliche Offnung 43 in dem oberen Abschnitt des Abteils 14 : abgenommen un eine frische Kühlmittelflasche 26 in umgekehrter Lage durch Binführung ihres Fla- schenhalses in dien Sockel 25 des Ventilkörpers 23 eingesetzt und anschliessend hin und her bewegt, bis der Bodenteil an der Kurvenfläche 46 anliegt. Nunmehr wird die Flasche 26 waagerecht nach innen gedrückt, wobeiihr die Kurvenfläche 46 einen nach unten gerichteten Druck gegen den Widerstand der Feder 47 erteilt und die Nadel 33 die Dichtmembran 30 der Flasche zerreisst. Nachdem die Flasche. an der Kurvenfläche vorbeigeschoben worden ist, wird sie von der Feder 47 in die druckfreie Aufnahme 14a bewegt.
Durch diesen Vorgang kann flussiges Kühl- mittel durch die zerstochene Membran 30 in die Einlassöffnung 32 des Ventilkörpers 23 fliessen.Wenn sich das bewegliche Drosselventil 35 in der in Fig. 5 gezeigten geschlossenen Stellung befindet, läuft kein weiteres Kühlmittel aus.
Wenn die Temperatur des Insulins in der Flasche 13 innerhalb des Abteils 14 mehr. als etwa 4 C beträgt, krümmt sich das Bimetall 53 nach rechts in Fig. 5 und drückt an den Haken 52 des Ventilstössels 36 in der Weise, dass das Ventilglied 35 auf seinem Sitz 34 verschoben wind, bis flüssiges Kiihl- mittel. an dem Ventilglied vorbei in den oberen Ab schnitt der Öffnung 37 und durch die Auslassöffnung 40 in den Wärmeaustauscher 41 fliesst. Innerhalb der Wärmetauscherwicklung 41 verdampft das flüs sige Kühlmittel aufgrund der absorbierten Wärme aus der Insulinflasche 13 und kühlt dadurch das In sulin.
Sobald. die Temperatur des Insulins unter 4 C liegt, biegt sich das Bimetall 53 in entgegengesetzter Richtung, so dass. sich das Ventilglied 35 wieder in die geschlossene Stellung bewegen kann. Diese in gegensätzlichen Richtungen erfolgenden Reguliervor- gänge gehen ohne Verzögerung. und selbsttätig bei Temperaturänderungen des Insulins vor sich. Sollte es notwendig g werden, den Kühlmittelvorrat und die Temperatursteuerteile zu warten oder auszuwechseln, so kann durch Lösen der Schnauben 10 und Trennen der beiden Behälterhälften 10a und 10b leicht ein Zugang geschaffen werden.
Will sich der Benutzer eine Injektion verabrei- chen, öffnet er die Klappe 65, zieht die Spritze 67a ausdemAbteil 67 heraus, und versieht sie mit einer frischen Kanüle aus der Packung 66a des Abteils 66. Im Zusammenhang mit der Benutzung der Spritze 67a kann Alkohol aus der Flasche 68a in dem Abteil 68 und Watte 67 taules dem Abteil 69 entnommen werden. Dann wird der Verschlussstopfen 21 von der Kappe 17 entfernt und die Kanüle der Spritze 67a durch. den Verschluss 20 der Flasche 13 gesteckt, um die erforderliche Anzahl cm3 Insulin anzusaugen.
Das von der Kanüle in dem Verschluss 20 eingestochene Loch schliesst sich wieder von selbst, so dass nach. dem Ansaugen. des Insulins nur der Stopfen 21 in die Öffnung in der Kappe 17 eingefügt zu werden braucht. Nach der Injektion wird die benutzte Kanüle von der Spritze 67a ent- f, ernt und abgelegt. Die Spritze wird sterilisiert, und wieder im Abteil 67 untergebracht und der Deckel 65 geschlossen.
Die Erfindung betrifft somit einen einfachen, in seinem Inhalt vollständigen, tragbaren Behälter für unterwegs befindliche oder reisende Diabetiker, der alle notwendigen Instrumente und Einrichtungen zur Verabreichung einer grossen Anzahl von Insulininjektionen enthält. Durch die neuartige Kühlein mchtunginnerhalbdesBehälterswinddaisInsulin für wenigstens 24 Stunden auf der für die Erhaltung seiner Eigenschaften notwendigen Temperatur von etwa 4 C aufbewahrt.