CH402978A - Einrichtung zur Zusammenschaltung von Fernsehempfangsantennen, Antennenverstärkern oder Umsetzern - Google Patents
Einrichtung zur Zusammenschaltung von Fernsehempfangsantennen, Antennenverstärkern oder UmsetzernInfo
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Description
Einrichtung zur Zusammenschaltung von Fernsehempfangsantennen, Antennenverstärkern oder Umsetzern Es ist bekannt, in verschiedenen Frequenzberei chen arbeitende Fernsehempfangsantennen, Anten nenverstärker oder Umsetzer über aus konzentrierten Schaltelementen aufgebaute Weichenanordnungen rückwirkungsfrei und unter gegenseitiger Entkopp- lung auf eine gemeinsame Leitung zusammenzuschal ten. Derartige Weichenanordnungen benötigen einen grossen Aufwand an Einzelteilen und müssen jeweils auf die zusammenzuschaltenden Frequenzbereiche abgestimmt werden.
Dabei sind die Anforderungen an die Güte und die Zahl der Schaltelemente um so grösser, je näher die zusammenzuschaltenden Kanäle beieinanderliegen. Die Zusammenschaltung unmittel bar benachbarter Kanäle ist mit einem für Emp- fangsantennenanlagen tragbaren Aufwand praktisch überhaupt nicht möglich, weil mit den gebräuchlichen Schaltelementen nicht die nötige Flankensteilheit er zielbar ist.
Es ist auch bekannt, zur Zusammenschaltung ein zelner Antennen Leitungen zu verwenden, deren Längen so gewählt sind, dass die Eingangswiderstän de der Antennen an der Zusammenschaltstelle jeweils hochohmig trasformiert erscheinen, so dass eine ge genseitige Entkopplung erzielt wird. Hierzu lassen sich jedoch nur Antennen -verwenden, deren Ein gangswiderstand für den jeweils von der anderen An tenne empfangenen Frequenzbereich so stark ab weicht, dass eine Transformation mittels der An- schlussleitung möglich ist.
Antennen, deren Frequenz bereiche nahe benachbart sind, weichen in ihrem Ein gangswiderstand für die benachbarten Frequenzen so wenig ab, dass die Transformation des Eingangswi derstandes auf sehr hochohmige Werte an der Zu sammenschaltstelle nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt vor allem die Aufgabe zu grunde, in einfacher Weise und mit geringem Auf- wand eine rückwirkungsfreie Zusammenschaltung von Zuführungsleitungen, die von Fernsehemp- fangsantennen, Antennenverstärkern oder Umsetzern ausgehen, zu ermöglichen, wobei mindestens zwei innerhalb eines Fersehbandes liegende Kanäle über tragen und auf mindestens eine zu Empfangsgeräten führende Verteilerleitung geschaltet werden.
Erfin- dungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zur ge genseitigen Entkopplung der einzelnen Leitungen bei der Zusammenschaltung der Kanäle des Fernsehban des eine Ringleitung verwendet ist, an die die einzel nen Leitungen derart angeschlossen sind, dass zwi schen zwei Zuführungsleitungen jeweils eine Vertei lerleitung liegt und die einzelnen Anschlusstellen durch Leitungsstücke der Ringleitung von h/4 ge trennt sind, wobei sich 2,
auf eine mindestens ange nähert in der Mitte zwischen den zusammenzuschal tenden Kanälen liegende Wellenlänge bezieht.
Durch die erfindungsgemässe Zusammenschal tung der beiden Fernsehkanäle ist eine ausreichende Entkopplung auch bei geringem Frequenzabstand der zusammenzuschaltenden Kanäle möglich. Es ist dabei lediglich die Bedingung zu erfüllen, dass die Vertei lerleitungen möglichst reflexionsfrei abgeschlossen sind, was z. B. durch am Ende der Verteilerleitung eingeschaltete Abschlusswiderstände erfüllt ist.
Wäh rend sonst bei Weichenanordnungen mit abnehmen dem Frequenzabstand zwischen den Kanälen der Aufwand an Schaltmitteln zunimmt, ist hier die Ent- kopplung um so besser, je näher die einzelnen Kanäle beieinanderliegen. Besonders vorteilhaft ist die An wendung der Erfindung in solchen Fällen, bei denen zwei oder mehr unabhängige Verteilerleitungen für die Versorgung der Teilnehmer vorgesehen sind,
weil dabei auch die Verteilerdosen mit den zur Entkopp- lung dienenden Widerständen entfallen können und damit auch die durch diese Verteilerdosen hervorge rufene Bedämpfung vermieden ist.
Anlagen, die nur eine Verteilerleitung für die Versorgung der Teilnehmer benötigen, können durch eine einfache Änderung in der Beschaltung der Ring leitung versorgt werden. Es wird dabei die Ringlei tung so aufgebaut, dass Anschlüsse für weitere Ver teilerleitungen vorgesehen sind. Die für die weiteren Verteilerleitungen vorgesehenen Anschlüsse sind durch ohmsche Widerstände abgeschlossen, um den Wellenwiderstand der sonst an dieser Stelle ange schlossenen Verteilerleitung zu ersetzen.
Weitere Einzelheiten sind anhand von Ausfüh rungsbeispielen der Erfindung näher erläutert, in denen die Zusammenschaltung zweier Fersehemp- fangsantennen dargestellt ist.
In Fig. 1 sind die Fernsehantennen 1 und 2 auf zwei getrennte Verteilerleitungen 3a und 3b geschal tet. Die beiden Fersehantennen arbeiten innerhalb des gleichen Bandes und können auch für den Emp fang unmittelbar benachbarter Kanäle verwendet werden. Die Verteilerleitungen, die zu hier nicht dar gestellten Empfängeranschlussdosen führen, sind durch Widerstände R reflexionsfrei abgeschlossen. Zwischen den Antennen 1 und 2 und den unsymme trischen Zuführungsleitungen 7 und 8 sind Symme- trierübertrager 4 und 5 eingeschaltet. Bei Verwen dung symmetrischer Zuführungsleitungen können diese Symmetrierübertrager entfallen.
Die Zusam menschaltung der beiden Zuführungsleitungen 7 und 8 auf die Verteilerleitungen 3a und 3b erfolgt über die Ringleitung 9, welche aus Einzelstücken 9a, 9b, 9c und 9d besteht. Dabei beträgt die elektrische Länge der Leitungsstücke<I>9a, 9b</I> und 9c h/4, wobei der Wellenlänge einer mittleren Frequenz zwi schen den beiden zusammenzuschaltenden Kanälen entspricht. Auf diese Weise sind die beiden Zufüh rungsleitungen 7 und 8 und die beiden Verteilerlei- tungen 3a und 3b gegeneinander entkoppelt. Der Wellenwiderstand der die Ringleitung 9 bildenden Leitungsteile und der Zuführungsleitungen 7 und 8 ist doppelt so gross wie der Wellenwiderstand der Verteilerleitungen 3a und 3b.
Es ist zweckmässig, den Wellenwiderstand der Verteilerleitungen 3a und 3b so festzulegen, dass die herkömmlichen An schlussdosen und Anschlusskabel verwendet werden können und dann die Ringleitung und die Zufüh rungsleitungen 7 und 8 dementsprechend zu dimen sionieren. Bei koaxialen Verteilerleitungen mit 60 Ohm Wellenwiderstand bestehen die Zuführungs leitungen 7 und 8 und die Ringleitung 9 deshalb aus koaxialen Leitungen mit 120 Ohm Wellenwiderstand.
Beim Aufbau der Ringleitung 9 ist an den Verbin dungsstellen 10 bis 13 darauf zu achten, dass die frei liegenden Innenleiter möglichst kurz ausgebildet sind und keine allzugrosse Störung des Wellenwider- standsverlaufes längs der Leitungen auftritt. Zur Verringerung der räumlichen Ausdehnung der Ring leitung 9 können die Leitungsstücke 9a und 9d aus flexiblen Leitungen bestehen, deren Raumbedarf durch die Bildung von Schleifen oder durch Aufwik- keln verringert werden kann.
Bei Antennen, welche in Kanälen innerhalb eines Bandes arbeiten, wird, sofern die Sender nicht zufäl- lig im Bereich einer Nullstelle der Empfangscharak teristik der Antenne liegen, auch jeweils ein Teil der Energie desjenigen Senders mit aufgenommen, für dessen Empfang die andere Antenne vorgesehen ist. Da diese zusätzlich aufgenommenen Spannungen nicht durch die Ringleitung unterdrückt werden, können am Eingang der Niederführungsleitungen 3a und 3b Spannungen des gleichen Kanals jedoch mit verschiedener Phasenlage auftreten, wodurch beim Empfang sogenannte Geisterbilder auftreten. Zur Unterdrückung der von den Antennen zusätzlich mit aufgenommenen Spannungen aus anderen Kanälen des gleichen Bandes werden Sperren bzw. Ableitun gen verwendet.
In Fig. 1 sind Ableitungen 14 und 15 dargzstellt, die in ihrer einfachsten Form aus auf den zu unterdrückenden Kanal abgestimmten Serienreso- nanzkreisen bestehen. Beim Einschalten von Sperren, die in Serie zu den Zuleitungen 7 bzw. 8 eingefügt werden, handelt es sich z. B. um Parallelresonanz kreise, welche für den zu sperrenden Kanal hochoh- mig sind. Der Abstand der Sperren oder Ableitungen vom Ring ist nicht kritisch, so dass diese an beliebi gen Stellen eingefügt werden können.
Für Anlagen mit nur einer einzigen Verteilerlei tung kann die dargestellte Anordnung dadurch eben falls verwendet werden, dass anstelle einer Verteiler leitung nur der ihrem Wellenwiderstand entsprechen de Abschlusswiderstand R eingeschaltet wird.
Diese Anordnung lässt sich gemäss Fig. 2 so ab wandeln, dass anstelle der Leitungsstücke 9c und 9d und des für die Verteilerleitung 3b eingeschalteten Ersatzwiderstandes R ein Widerstand 16 verwendet wird, während die beiden 1./4 Leitungsstücke 9a und 9b erhalten bleiben. Der Widerstandswert des Wider standes 16 ist dabei doppelt so gross wie der der Zu führungsleitungen 7 und B.
Die Wellenwiderstände der Zuleitungen 7 und 8 und der Verteilerleitung 3c können, dabei den gleichen Wert Z aufweisen, wobei dann der Widerstand 16 den Wert I/2 - Z und die: 7./4 Stücke 9a und 9b den Wert 1/2 - Z aufweisen müssen. Dadurch können für die Zuführungsleitungen 7 und 8 und für die Verteilerleitungen 3c herkömmliche Kabel z.
B. mit dem Wellenwiderstand 60 Ohm ver wendet werden, während für die Leitungsstücke 9a und 9b Wellenwiderstandswerte von etwa 85 Ohm notwendig sind.
Es ist auch möglich, durch eine Änderung des Widerstandswertes der Zuführungsleitung 7 und 8 auch für die Leitungsstücke 9a und 9b Kabel mit herkömmlichen Wellenwiderstandswerten zu verwen den. Hierzu wird der Wellenwiderstand der Zufüh rungsleitungen 7 und 8 und der Leitungsstücke 9a und 9b zu 120 Ohm gewählt, während die Verteiler leitung 3c einen Wellenwiderstand von 60 Ohm auf weist. Der Wert des Widerstandes 16 beträgt dann 240 Ohm. Der Widerstand 16 soll in seinen äusseren Abmessungen kurz sein gegenüber der Wellenlänge der empfangenen Frequenzen.
Hinsichtlich der Ent- kopplung entspricht die in Fig. 2 dargestellte Anord nung den bei der Ringleitung nach Fig. 1 erreichba ren Werten. Dagegen ist der äussere Aufbau in Fig. 2 wesentlich vereinfacht und der Raumbedarf geringer. Ausserdem ergibt sich für die Anordnung nach Fig. 2 eine grössere Bandbreite und eine grössere Unemp findlichkeit.
Der äussere Aufbau der erfindungsgemäss aufge bauten Zusammenschalteinrichtung lässt sich in vor teilhafter Weise dadurch vereinfachen und verbilli gen, dass die die Ringleitung bildenden Leitungsstük- ke in Form einer gedruckten Schaltung ausgeführt sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung in einer Empfangsanlage zur Zu- sammenschaltung von Zuführungsleitungen, die von Fernsehempfangsantennen, Antennenverstärkern oder Umsetzern ausgehen, wobei mindestens zwei innerhalb eines Fernsehbandes liegende Kanäle übertragen und auf mindestens eine zu Empfangsge räten führende Verteilerleitung geschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur gegenseitigen Ent- kopplung der einzelnen Leitungen (7,<I>8, 3a, 3b)</I> bei der Zusammenschaltung der Kanäle des Fernsehban des eine Ringleitung verwendet ist, an die die einzel nen Leitungen (7, 8, 3a, 3b) derart angeschlossen sind, dass zwischen zwei Zuführungsleitungen (7, 8) jeweils eine Verteilerleitung (3a) liegt und die einzel nen Anschlusstellen durch Leitungsstücke (9a, 9b, 9c) der Ringleitung 9 von 1/4 Länge getrennt sind, wobei sich h auf eine mindestens angenähert in der Mitte zwischen den zusammenzuschaltenden Kanälen liegende Wellenlänge bezieht. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Verwendung zweier Verteiler leitungen (3a, 3b) zwischen den Anschlusstellen der Verteilerleitungen und der Zuführungsleitung (7, 8) drei Leitungsstücke (9a,<I>9b, 9c)</I> der Ringleitung von jeweils 1/4 Länge vorgesehen sind, die durch ein Leitungsstück (9d) der Länge 3/4 7, zu einer ring förmig in sich geschlossenen Leitung ergänzt sind. 2.Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei koaxialen Verteilerleitungen der Wellenwiderstand der die Ringleitung (9) bilden den Leitungsstücke (9a,<I>9b, 9c,</I> 9d) und der Zuleitung (7, 8) für die beiden Kanäle 120 Ohm und der Wel lenwiderstand der Verteilerleitungen (3a, 3b) je 60 Ohm beträgt. 3. Einrichtung nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei nur einer ange schlossenen Verteilerleitung die an der Ringleitung vorhandenen Anschlusstelle für weitere Verteilerlei tung durch einen ohmschen Widerstand abgeschlos sen sind, um den Wellenwiderstand der sonst an die ser Stelle angeschlossenen Verteilerleitung zu erset zen. 4.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Verwendung nur einer Vertei lerleitung (3c) die Zuführungsleitungen über zwei h/4 Leitungsstücke (9a, <I>9b)</I> an die Verteilerleitung (3c) angeschlossen sind und die Ergänzung dieser h/4 Leitungsstücke zu einem Ring durch einen ohm- schen Widerstand (16) erfolgt, dessen Widerstands wert doppelt so gross ist wie der Wellenwiderstand der Zuführungsleitungen (7, 8). 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführungsleitungen (7, 8) und die Verteilerleitung (3c) den gleichen Wellenwi derstand (z.B. 60 Ohm) und die beiden A/4 langen Leitungsstücke (9a, 9b) den 1/2-fachen Wert des Wel lenwiderstandes der Zuführungsleitung (7, 8) und der Verteilerleitung (3c) aufweisen (z. B. 85 Ohm). 6. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenwiderstand der Zu führungsleitungen (7, 8) und der Wellenwiderstand der 2./4 langen Leitungsstücke (9a, 9b) doppelt so gross ist wie der Wellenwiderstand der Verteilerlei tung (3c). 7.Einrichtung nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ringleitung bildenden Leitungsstücke <I>(9a, 9b, 9c, 9d)</I> in Form einer gedruckten Schaltung ausgeführt sind.
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