DE1257907C2 - Hochfrequenzuebertrager fuer die Kopplung eines Eingangskreises an wenigstens zwei Ausgangskreise - Google Patents
Hochfrequenzuebertrager fuer die Kopplung eines Eingangskreises an wenigstens zwei AusgangskreiseInfo
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- H01F17/00—Fixed inductances of the signal type
- H01F17/04—Fixed inductances of the signal type with magnetic core
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hochfrequenzübertrager
für die Kopplung eines Eingangskreises an zwei Ausgangskreise mit einer Primärwicklung und
zwei symmetrisch zueinander gewickelten Sekundärwicklungen sowie mit einem für alle drei Wicklungen
gemeinsamen Kern aus magnetischem Material mit zwei den Kern vollständig durchsetzenden öffnungen.
Derartige Übertrager haben die Aufgabe, ein auf die Primärwicklung gegebenes Signal ohne wesentliche
Dämpfung sowohl auf die eine als auch auf die andere Sekundärwicklung zu übertragen, gleichzeitig
jedoch dafür zu sorgen, daß in der einen Sekundärwicklung auftretende Signale in der anderen Sekundärwicklung
nur sehr gedämpfte Effekte verursachen.
Bekannte Schaltungen dieses Typs, die zur Erzielung dieser Eigenschaften mit einer geeigneten und mit
den drei Wicklungen kombinierten Ausgleichsimpedanz arbeiten, sind bereits in der Fernsprechtechnik
als Gabelschaltungen bekannt, lassen sich jedoch nur mit großen Schwierigkeiten auf dem Hochfrequenzgebiet
einsetzen.
Andere bekannte, demselben Zweck dienende Schaltungen machen von Hochfrequenz-Richtungskopplern
Gebrauch.
Ferner ist ein Hochfrequenz-Transformator für die Kopplung eines Eingangskreises an zwei Ausgangskreise
mit einem Kern aus Ferrit, der zwei parallele, den Kern vollständig durchsetzende Bohrungen aufweist,
sowie mit einer Primärwicklung und mit zwei symmetrisch zueinander gewickelten Sekundärwicklungen
bekannt. Die nur eine einzige Windung aufweisende Primärwicklung ist mit ihren beiden Enden
auf der einen Seite des Kerns herausgeführt, während die einen Enden der beiden Sekundärwicklungen,
welche nur aus zwei die eine Bohrung bzw. die andere Bohrung des Kerns durchsetzenden Halbwicklungen
bestehen, auf der gleichen Seite des Kerns miteinander verbunden und die anderen
Enden der beiden Sekundärwicklungen auf der entgegengesetzten Kernseite herausgeführt sind. Bei
diesem bekannten Hochfrequenztransformator induziert jedoch der in der einen Sekundärwicklung
fließende Strom vermittels des in der Primärwicklung induzierten Stromes in der anderen Sekundärwicklung
ebenfalls einen erheblichen Strom, so daß der für die eingangs erwähnten Übertrager anzustrebende Dämpfungseffekt
zwischen den beiden Sekundärwicklungen nicht vorhanden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hochfrequenzübertrager des eingangs beschriebenen
Typs zu schaffen, der einfacher und wirtschaftlicher ist als die bisher bekannten Übertrager und der die
Kopplung der Ausgangskxeise an den Eingangskreis über ein breites Frequenzband mit einer nur sehr geringen
Kopplung zwischen den Ausgangskreisen ermöglicht. Der Übertrager nach der Erfindung ist insbesondere
für die Kopplung von mehreren Empfängern mit einer Antennenleitung geeignet, vorzugsweise
als Empfangsverteiler bei Fernsehinstallationen mit einer Gemeinschaftsantenne, bei welchen die von
der Antenne empfangenen Signale möglichst gleichmäßig an alle einzelnen Empfänger ohne wesentliche
Dämpfung übertragen werden sollen, während jedoch gleichzeitig verhindert werden muß, daß eventuell
von einem der Empfänger ausgesandte Störsignale die anderen Empfangskreise merklich beeinflussen;
zu diesem Zweck soll die Übertragungsdämpfung zwischen den Sekundärwicklungen eines derartigen Übertragers
wenigstens 20 db betragen.
Zur Lösung der genannten Aufgabe ist der Hochfrequenzübertrager nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß jede der beiden Sekundärwicklungen die eine der beiden erwähnten Kernöffnungen mit
einer Leiterzahl durchsetzt, die das 1,5- bis 2fache der die andere Kernöffnung durchsetzenden Leiterzahl
der gleichen Sekundärwicklung beträgt, und daß in jeder der beiden Kernöffnungen die eine Sekundärwicklung
mit der größeren und die andere Sekundärwicklung mit der kleineren Leiterzahl vertreten ist.
Außerhalb der Kemöffnungen sind die Sekundärspulen derart gewickelt, daß sich die eine bzw. die
andere Ausgangsklemme jeder Wicklung auf der
einen bzw. anderen Seite des Kerns befindet, während
die Primärwicklung vorzugsweise in beiden Kernöffnungen
die gleiche Anzahl von Leitern aufweist. Diese Leiterzahl der Primärwicklung kann gleich oder
ungleich der größeren Zahl von Leitern einer der Sekundärwicklungen in den öffnungen sein. Auf diese
Weise befinden sich die Ausgangsklemmen der Primärwicklung auf ein und derselben Seite des Kerns.
Außer als Empfangsverteiler bei Fernsehgemeinschaftsantennen
kann der Übertrager nach der Erfindung andererseits auch als Kopplungsglied dazu
dienen, ein und denselben Fernsehempfänger ständig mit zwei verschiedenen Antennen zu verbinden, die
entweder den gleichen Frequenzbereich oder aber unterschiedliche Frequenzbereiche empfangen. Im
ersten Fall wird von beiden Antennen das gleiche Signal empfangen, wobei dafür zu sorgen ist, daß die
in den beiden Sekundärwicklungen des Übertragers induzierten Signale die richtige Phasenlage haben; im
zweiten Fall handelt es sich um den wahlweisen a0
Empfang zweier verschiedener Frequenzbereiche bzw. Fernsehkanäle.
Selbstverständlich können mit dem Übertrager nach der Erfindung auch zwei Signale, die von irgendwelchen
beliebigen anderen Quellen als Antennen a5
herrühren, derart gemischt werden, daß keine Wechselwirkung zwischen den beiden Signalen auftritt.
Ferner läßt sich der Übertrager nach der Erfindung mit Vorteil als Richtkoppler verwenden, wobei der
Vorzug besteht, daß er eine wesentlich größere Frequenzbandbreite
verarbeiten kann als die bisher bekannten üblichen Richtkoppler. Im Fall, daß der
Richtkoppler mit einer Übertragungsleitung verbunden ist, wird eine derartige Anwendung des Übertragers
nach der Erfindung dadurch möglich, daß man die beiden Sekundärwicklungen an zwei getrennte
Punkte der Leitung anschließt, um einem an die Primärwicklung angeschlossenen Kreis Energie zuzuführen,
ohne daß der Übertrager eine unerwünschte Verbindung zwischen diesen beiden Punkten verursacht.
Unabhängig davon, auf welche Weise der Übertrager nach der Erfindung angewendet wird, läßt er sich
derart ausführen, daß seine guten Trenneigenschaften innerhalb eines sehr großen Frequenzbandes, nämlich
etwa zwischen 40 und 1000 MHz unverändert bleiben; d. h., sein Betriebsfrequenzbereich umfaßt das
gesamte bisher verwendete Spektrum der Fernsehfrequenzen. Die Übertragungsdämpfung zwischen der
Primärwicklung und den Sekundärwicklungen liegt 5„
dabei lediglich in der Größenordnung von 3 db. Diese Ergebnisse werden durch eine besondere Wicklungskonfiguration derart erreicht, daß die Kopplungsfaktoren
zwischen der Primärwicklung und den Sekundärwicklungen einerseits und zwischen den beiden
Sekundärwicklungen andererseits kleiner als Eins sind und ein geeignetes Verhältnis aufweisen. Optimale
Entkopplungseigenschaften lassen sich dann erreichen, wenn alle drei Wicklungen durch eine Impedanz
geeigneter Größe abgeschlossen sind, wobei die Werte aller drei Impedanzen zweckmäßigerweise gleich groß
gewählt werden.
Im einfachsten Ausführungsbeispiel besteht der Übertragerkern aus einem oder aus zwei Teilen und
weist zwei parallel zueinander orientierte öffnungen g5
auf; die Primärwicklung hat zwei Windungen, während jede der beiden Sekundärwicklungen mit je einer
Windung in der einen öffnung und mit je zwei Windungen
in der anderen öffnung vertreten ist, was man dadurch erreicht, daß jede Sekundärwicklung, ausgehend
von der einen Kemseite, zunächst die eine Öffnung durchquert, dann auf der anderen Seite des
Kerns zur zweiten Öffnung geführt ist, diese durchsetzt, auf der ersterwähnten Kernseite zur ersten
öffnung geführt ist, diese zum zweitenmal durchsetzt
und dann auf der anderen Kernseite endet.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Kern aus zwei Teilen, die je eine
öffnung aufweisen, derart aufgebaut sein, daß die öffnungen der beiden Kerne wenigstens näherungsweise
auf einer Geraden liegen. .
Als Kernmaterial wird vorzugsweise Ferrit verwendet.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigt
Fi g. 1 den Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines Übertragers nach der Erfindung,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht des Übertragers nach F i g. 1,
F i g. 3 ein erstes Schaltschema zur Messung der Filtereigenschaften eines Übertragers nach der Erfindung,
Fig. 4 ein dem gleichen Zweck dienendes zweites Schaltschema,
F i g. 5 und 6 den Verlauf der Dämpfung zwischen den Sekundärwicklungen zweier Ausführungsformen
des Übertragers in graphischer Darstellung,
F i g. 7 ein Blockschaltbild für die Anwendung des Übertragers nach der Erfindung alsEmpfangsverteiier
zwischen einer gemeinsamen Fernsehantenne und den einzelnen Fernsehempfängern,
F i g. 8 ein Blockschaltbild zur Anwendung des Übertragers nach der Erfindung als Kopplungsglied
zwischen zwei verschiedenen Fernsehantennen,
F i g. 9 und 10 perspektivische Ansichten zweier weiterer Ausführangsfonnen der Erfindung und
Fig. 11 und 12 Schnitte durch zwei weitere Aus
führungsformen des Übertragers nach der Erfindung.
Die erste, in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform des Übertragers weist eine Primärwick
lung2 mit zwei Windungen und den Ausgangsklemmen 10 und MK sowie zwei symmetrisch angeordnete
Sekundärwicklungen 4 und 4' mit den Ausgangsklemmen 16 und 16' bzw. 18 und 18' auf. /
Zur besseren Veranschaulichung sind die Primärwicklung mit durchgehenden Linien, die erste Sekundärwicklung
4 mit kurzen unterbrochenen Linien und die zweite Sekundärwicklung 4' mit langen unterbrochenen
Linien dargestellt.
Alle drei Wicklungen sind auf einem Kern 6 gewickelt, der beispielsweise aus Ferrit besteht und zwei
parallel zueinander orientierte öffnungen 8 und 8' zur Durchführung der Wicklungen aufweist.
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 liegen in der ersten öffnung 8 des Kerns 6 zwei Leiter
der Primärwicklung, zwei Leiter der ersten Sekundärwicklung 4 und ein Leiter der zweiten Sekundärwicklung
4', während symmetrisch dazu in der anderen öffnung 8' zwei Leiter der Primärwicklung, ein Leiter
der ersten Sekundärwicklung und zwei Leiter der zweiten Sekundärwicklung angeordnet sind.
Der Übertrager arbeitet folgendermaßen: Man kann annehmen, daß die magnetische Kopplung zwischen
den Leitern der Wicklungen im Ferritkern hauptsächlich in einer verhältnismäßig dünnen Schicht in der
Nähe der Wände jeder öffnung lokalisiert ist, während
die Kopplung zwischen diesen Leitern außerhalb der Kernöffnungen, also in den Wicklungsabschnitten,
die sich auf den Außenseiten des Kerns zwischen den beiden Löchern erstrecken, praktisch vernachlässigbar
ist, wenn der Wicklungsweg außerhalb des Kerns in der freien Luft nicht zu lang ist. Man kann daher
vereinfachend voraussetzen, daß die magnetische Kopplung zwischen den Leitern der Wicklungen
praktisch nur innerhalb der von den Wicklungen durchsetzten Öffnungen des Kerns existiert. Um diesen
Sachverhalt graphisch zu veranschaulichen, sind in F i g. 1 die in den Löchern 8 und 8' des Kerns verlaufenden
Leiter der Wicklungen mit dickeren Linien gezeichnet als die außerhalb der öffnungen bzw. des
Kerns verlaufenden Leiterabschnitte.
Da sich erfindungsgemäß die Anzahl der »Durchgänge« der einen Sekundärwicklung in der einen
Kernöffnung von der Zahl der »Durchgänge« der anderen Sekundärwicklung in der gleichen Kernöffnung
unterscheidet, induziert ein die eine Sekundärwicklung durchlaufender Strom nur einen verhältnismäßig
schwachen Strom in der anderen Sekundärwicklung. Beispielsweise erzeugt ein die Sekundärwicklung
4 passierender Strom im Innern der Öffnung 8 des Kerns ein Magnetfeld, welches seinerseits
einen Strom in den beiden Leitern I1 und 22 der
Primärwicklung sowie im Leiter 4/ der anderen Sekundärwicklung 4' induziert. Die Leiter 4/ und 42'
der zweiten Sekundärwicklung in der Öffnung 8' des Korns unterliegen der Resultierenden der magnetischen
Felder, welche durch den Strom im Leiter 43 der ersten Sekundärwicklung und durch den erwähnten
induzierten Strom erzeugt werden, der ebenfalls die Leiter 2.j und 24 der Primärwicklung passiert. Diese
beiden Ströme haben eine entgegengesetzte Phase, und das durch den Strom in den Leitern 23 und 24
der Primärwicklung erzeugte Feld herrscht vor. Daraus folgt, daß der in den Leitern 4/ und 42' induzierte
Strom demjenigen Strom entgegengerichtet ist, der im zur selben Sekundärwicklung wie die Leiter 4X'
und 42' gehörenden Leiter 43' induziert wird.
Die in der Sekundärwicklung 4' induzierten Ströme heben sich also weitgehend auf, und ein eventuelles
Störsignal, das in der ersten Sekundärwicklung auftiitt, wird höchstens sehr geschwächt auf die zweite
Sekundärwicklung übertragen.
Ein numerisches Anwendungsbeispiel soll die oben qualitativ erläuterten Eigenschaften des Übertragers
erläutern:
Wenn man an die Ausgangsklemmen 10 und 10' der Primärwicklung 2 einen Hochfrequenzgenerator
12 (Fig. 3) anschließt, der beispielsweise eine übliche Ausgangsimpedanz von 75 Ohm hat, und wenn man
die erste Sekundärwicklung 4 an ihren Klemmen 16 und 16' mit einem Widerstand 14 von ebenfalls
75 Ohm belastet, dann ist die an den Klemmen 16 und 16' dieser ersten Sekundärwicklung gemessene
Spannung um entweder ungefähr 3 oder 5 db geringer als die Primärspannung, je nachdem, ob die andere Sekundärwicklung 4' ebenfalls mit einem Widerstand
14' von 75 Ohm belastet ist oder aber offenbleibt.
Die gleichen Resultate erhält man, wenn man die zweite und die erste Sekundärwicklung vertauscht,
d. h. die entsprechende Messung an der zweiten Sekundärwicklung 4' vornimmt.
Wenn m.u) den Generator 12 an die Klemmen
einer der beiden Sekundärwicklungen anschließt, beispielsweise an die erste Sekundärwicklung 4, wie
in F i g. 4 dargestellt, und die Primärwicklung 2 mit einem Widerstand 14" von 75 Ohm belastet, dann
ist das an den Klemmen 10 und 10' dieser Primärwicklung gemessene Signal um etwa 3 db gegenüber
dem Eingangssignal an der ersten Sekundärwicklung 4 geschwächt, während das an den Klemmen
18 und 18' der zweiten Sekundärwicklung 4 empfangene Signal um etwa 25 db geschwächt ist; dieser
letztgenannte Schwächungswert gilt ungefähr sowohl für den Fall, daß diese Sekundärwicklung 4' durch
einen Widerstand belastet ist, als auch für den Fall, daß diese Wicklung offenbleibt.
Wegen der symmetrischen Anordnung der Wicklungen erhält man selbstverständlich die gleichen
Ergebnisse, wenn man die Rollen der ersten und der zweiten Sekundärwicklung vertauscht. Wenn die
Primärwicklung nicht belastet ist, dann ist die
ao Schwächung des Signals zwischen den beiden Sekundärwicklungen
weniger ausgeprägt und liegt bei nur etwaTdb.
Die oben erläuterten Eigenschaften des Übertragers sind praktisch innerhalb eines Frequenzbereichs von
a5 40 bis 1000 MHz unverändert, d. h. also für alle
praktisch in der Fernsehtechnik verwendeten Frequenzen. Das Stehwellenverhältnis liegt nicht über 2,
gemessen auf einer Übertragungsleitung mit einem Wellenwiderstand von 75 Ohm, die an die Primär-
3„ wicklung angeschlossen ist, und bei Belastung der
beiden Sekundärwicklungen mit 75 Ohm.
In F i g. 5 sind für einen Übertrager vom Typ, wie er in den F i g. 1 und 2 dargestellt ist, Schwächungskurven angegeben; und zwar handelt es sich um die
Schwächung in Dezibel zwischen der ersten und der zweiten Sekundärwicklung des Übertragers als Funktion
der Frequenz in Megahertz, wobei der Durchmesser des Kerns 6 des Übertragers etwa 5,5 mm,
die Höhe H 2 mm und der Durchmesser der öffnungen 8 und 8' 1,2 mm betrug und die Wicklung aus
einem Draht mit etwa 0,2 mm Durchmesser bestand; der aus Ferrit bestehende Kern hatte eine magnetische
Anfangspermeabilität in der Größenordnung von 100 bis 250 mit einem Verlustfaktor (Tangens des
Verlüstwinkels) von größenordnungsmäßig 0,01.
Die Kurven 20, 22 bzw. 24 in Fig. 5 beziehen sich auf die Fälle, daß die Primärwicklung mit 300 bzw.
75 Ohm belastet bzw. unbelastet, also offen ist.
In F i g. 6 sind die entsprechenden Schwächungskurven für einen analogen Übertrager dargestellt, bei dem jedoch die Höhe H des Kerns etwa 12 mm betrug. Die Kurven 20', 22' bzw. 24' beziehen sich wiederum auf die Belastungen der Primärwicklung mit 300 bzw. 75 Ohm bzw. auf eine offene Primär-
In F i g. 6 sind die entsprechenden Schwächungskurven für einen analogen Übertrager dargestellt, bei dem jedoch die Höhe H des Kerns etwa 12 mm betrug. Die Kurven 20', 22' bzw. 24' beziehen sich wiederum auf die Belastungen der Primärwicklung mit 300 bzw. 75 Ohm bzw. auf eine offene Primär-
wicklung. · ,
Man sieht, daß für beide Übertragerausführungen die Schwächung zwischen der mit 75 Ohm belasteten
Primärwicklung und der Sekundärwicklung ungefähr 3 db beträgt.
Wie im Schaltschema nach F i g. 7 gezeigt, können mehrere Übertrager 26 nach der Erfindung in Kaskade
geschaltet werden, um eine Vielzahl von Fernsehempfängern 28 an eine gemeinsame Kollektivantenne
30 anzuschließen.
Das Schaltschema nach F i g. 8 zeigt eine weitere Anwendungsmöglichkeit, bei welcher der Übertrager
26 als Kopplungsglied einer Doppelantenne oder Simultanantenne dient, um einen Fernsehempfänger
28 an zwei Antennen 30 und 30' anzuschließen, die
für zwei verschiedene Frequenzbänder bestimmt sind. In der in F i g. 9 dargestellten Ausführungsform
eines Übertragers nach der Erfindung kann der Kern aus zwei Ferritzylindern 6' und 6" bestehen, die vorzugsweise
längs einer gemeinsamen Mantellinie seitlich aneinander befestigt sind, beispielsweise durch
Kleben. Auf diese Weise wird die Länge der die Wicklungen bildenden Leiterabschnitte außerhalb der
zentralen öffnungen 8' bzw. 8" beider zylindrischer Kerne verringert. Die Dämpfung der Sekundärwicklungen
4 oder 4' gegenüber der jeweils anderen Sekundärwicklung 4' bzw. 4 beträgt in diesem Fall
etwa 20 db bei einer optimalen Belastung der Primärwicklung 2 mit 75 Ohm. Die Dämpfung der Primärwicklung
gegenüber der mit 75 Ohm belasteten Sekundärwicklung liegt in der Größenordnung von
3,5 db.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 sind zwei zylindrische Kerne 6' und 6" koaxial hintereinanderliegend
derart angeordnet, daß die beiden zentralen öffnungen der Kerne etwa auf einer Linie liegen.
Diese zentralen öffnungen werden in analoger Weise von den entsprechenden Leiterabschnitten der Wicklungen
durchsetzt, wie in dem bisher betrachteten Ausführungsbeispiel. Bei dieser in F i g. 10 dargestellten
Geometrie des Übertragers ist der Trenneffekt jedoch nicht so ausgeprägt, weil die Länge L
der außerhalb der Kerne in der Luft verlaufenden Wicklungsabschnitte größer ist. Das bestätigt, daß
man die magnetische Wechselwirkung der Leiter als in den Kernöffnungen konzentriert betrachten muß.
Die Bezugsziffern2, 4 und 4' in Fig. 10 haben dieselbe
Bedeutung wie in F i g. 9. I
Bisher war stets angenommen worden, daß die Primärwicklung des Übertragers zwei Windungen und
jede der beiden Sekundärwicklungen etwa 1,5 Windungen aufweist, wie in F i g. 1 dargestellt. Diese
Ausführungsform ist die einfachste und wirtschaftlichste. Es kann jedoch in bestimmten Fällen vorteilhaft
sein, Wicklungen mit größeren Windungszahlen zu verwenden, bzw. genauer ausgedrückt, die Anzahl
der je Kernöffnung angeordneten Leiter zu erhöhen. In Fig. 11 ist schematisch ein Übertrager dargestellt,
dessen Primärwicklung 32 vier Windungen aufweist, d. h. also, in jeder der beiden Kernöffnungen
8 und 8' verlaufen vier Primärleiter. Die erste Sekundärwicklung 34 durchsetzt mit vier Leitern die
öffnung 8 und mit zwei Leitern die öffnung 8', da, wie in F i g. 11 dargestellt, zwei Windungen 36 und
38 den nach Fig. 11 rechten äußeren Teil des Kerns 6 umgeben. Die zur ersten Sekundärwicklung
symmetrisch angeordnete zweite Sekundärwicklung 34' durchsetzt mit zwei Leitern die Kernöffnung 8
und mit vier Leitern die Kernöffnung 8', wobei diesmal der nach Fig. 11 linke äußere Teil des Kerns
von zwei Windungen umgeben ist.
Bei dieser Ausführungsform ist die Übertragungsdämpfung von der Primärwicklung auf die Sekundärwicklungen zwar stärker als im Fall des Übertragers nach Fig. 1, jedoch ist auf Grund der Wechselbeziehung die Übertragungsdämpfung zwischen den Sekundärwicklungen größer als 25 db, so daß die relativen Trennqualitäten dieses Übertragers praktisch die gleichen sind wie beim Übertrager nach Fig. 1.
Prinzipiell kann man selbstverständlich die Anzahl
Bei dieser Ausführungsform ist die Übertragungsdämpfung von der Primärwicklung auf die Sekundärwicklungen zwar stärker als im Fall des Übertragers nach Fig. 1, jedoch ist auf Grund der Wechselbeziehung die Übertragungsdämpfung zwischen den Sekundärwicklungen größer als 25 db, so daß die relativen Trennqualitäten dieses Übertragers praktisch die gleichen sind wie beim Übertrager nach Fig. 1.
Prinzipiell kann man selbstverständlich die Anzahl
ίο der die Kernöffnungen durchsetzenden Leiter der
Windungen beliebig groß machen, wobei lediglich dafür zu sorgen ist, daß die Anzahl der Leiter einer
der beiden Sekundärwicklungen in der einen Kernöffnung etwa doppelt so groß, d.h. also praktisch
etwa 1,5- bis 2mal so groß wie die Anzahl der Leiter der anderen Sekundärwicklung in derselben öffnung
ist, während die Primärwicklung jede der beiden öffnungen mit etwa so vielen Leitern durchsetzen
muß, wie sie die Sekundärwicklung mit der größeren
ao Leiterzahl in derselben öffnung aufweist; das gilt für
den Fall, daß alle drei Wicklungen mit wenigstens näherungsweise der gleichen Impedanz belastet sind.
Ferner schließt die Erfindung auch solche Übertrager ein, in denen einige der Leiter einer Sekundärwicklung
nur einen Teil der Länge einer der Übertragerkernöffnungen einnehmen. Eine derartige Ausführungsform
ist in F i g. 12 dargestellt. Wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 weist die Primärwicklung
2 zwei Windungen auf, während einer der Leiter 4 bzw. 4' jeder der beiden Sekundärwicklungen
den Kern durch seitliche öffnungen 42 bzw. 42' verläßt, die senkrecht zu den Hauptöffnungen 8 und 8'
in die äußeren Kernteile 40 bzw. 40' des Kerns 6 eingelassen sind. Der Vorteil der Ausführungsform
nach Fig. 12 besteht darin, daß man die maximalen Kopplungen zwischen den Wicklungen genauer
justieren kann, als es beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 möglich ist, indem man nämlich die Lage der
seitlichen öffnungen 42 bzw. 42' in den äußeren Kernteilen und damit die exakte »effektive Länge«
der betreffenden Wicklungen in den Hauptkernöffnungen beliebig wählen kann.
Bei der praktischen Anwendung der beschriebenen Übertrager ist gewöhnlich jede einzelne Wicklung an
eine Übertragungsleitung angeschlossen, wobei man vorzugsweise eine Koaxialleitung wählen wird. In
diesem Fall existiert im allgemeinen ein beiden Sekundärwicklungen gemeinsamer Punkt, der an den
Außenleiter der Koaxialleitungen angeschlossen ist.
Nach Fig. 1 ist beispielsweise die Klemme 16' mit der Klemme 18' verbunden, oder aber man kann im
Beispiel nach Fig. 12 die beiden Klemmen 16 und 18 miteinander verbinden. Eine derartige Schaltung
bringt keine Nachteile mit sich, und die mögliche Existenz einer beiden an dje Sekundärwicklungen
angeschlossenen Kreisen gemeinsamen schwachen Impedanz kann den vorstehend beschriebenen Trenneffekt
noch verbesern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209 685/462
Claims (5)
1. Hochfrequenzübertrager für die Kopplung eines Eingangskreises an zwei Ausgangskreise
mit einer Primärwicklung und zwei symmetrisch zueinander gewickelten Sekundärwicklungen sowie mit einem für alle drei Wicklungen gemeinsamen
Kern aus magnetischem Material mit zwei den Kern vollständig durchsetzenden Öffnungen,
dadurch gekennzeichne t, daß jede der beiden Sekundärwicklungen (4, 4'; 34,
34') die eine der beiden Kernöffnungen (8 bzw. 8') mit einer Leiterzahl durchsetzt, die das 1,5- bis
2fache der die andere Kernöffnung durchsetzenden Leiterzahl der gleichen Sekundärwicklung
beträgt, und daß in jeder der beiden Kernöffnungen die eine Sekundärwicklung mit der größeren
und die andere Sekundärwicklung mit der kleine-• ren Leiterzahl vertreten ist.
2. Übertrager nach Anspruch 1, dadurch ge- ao kennzeichnet, daß der Kern (6) aus einem Stück
besteht und zwei parallel zueinander orientierte öffnungen (8, 8') aufweist, welche von der Primärwicklung
(2; 32) und den Sekundärwicklungen durchsetzt sind. as
3. Übertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung (2) zwei
Windungen aufweist, welche jede der beiden Kernöffnungen (8, 8') mit je zwei Leitern durchsetzt,
und daß jede der beiden Kernöffnungen zwei 3« Leiter (41( 42 bzw. 4/, 42') der einen Sekundärwicklung
sowie je einen Leiter (43' bzw. 43) der
anderen Sekundärwicklung enthält, wobei alle drei Wicklungen durch wenigstens näherangsweise
gleiche Impedanzen belastet sind.
4. Übertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ubertragerkern aus zwei
Teilen besteht(6', 6" nach Fig. 10), die jedes eine Öffnung aufweisen', und daß die Öffnungen
beider Kernteile wenigstens näherungsweise auf einer Geraden liegen.
5. Übertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anpassung der exakten,
innerhalb einer der erwähnten Kernöffnungen verlaufenden effektiven Länge der Wicklungen *S
zwei den beiden Kernöffnungen zugeordnete HilfsÖffnungen (42, 42' nach F i g. 12) vorgesehen
sind, welche die Herausführung einer Wicklungin beliebiger Höhe der betreffenden Hauptöffnung
(8 bzw. 8') erlauben.
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1257907C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4785273A (en) * | 1985-03-27 | 1988-11-15 | Doty David F | Strip-line-core transformer |
-
1965
- 1965-01-22 DE DE1965S0095112 patent/DE1257907C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1257907B (de) | 1968-01-04 |
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