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Einrichtung zum Befeuchten der durch einen Luftkanal strömenden Luft Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Befeuchten der durch einen Luftkanal strömenden Luft mit Hilfe eines an einer Wand des Luftkanals befestigten mechanischen Flüssigkeitszerstäubers, der ein Gehäuse mit einer gegen den Luftkanal offenen Einlassöffnung für zu befeuchtende Luft und einen in den Luftkanal ausmündenden Austrittsstutzen für den im Zerstäuber erzeugten Nebelstrom aufweist.
Einrichtungen dieser Art sind bereits bekannt. In der schweizerischen Patentschrift Nr. 372.449 ist eine Ausführungsform der Einrichtung beschrieben und dargestellt, bei welcher an den Austrittsstutzen eine den Nebelstrom umlenkende und in den Luftkanal einführende Ausblasdüse angeschlossen ist, die auf dem Austrittsstutzen drehbar gelagert ist. Der Zweck der Austrittsdüse ist, den Nebelstrom in der Bewegungsrichtung der durch den Luftkanal strömenden Luft in diese abzugeben.
Die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe ist die Schaffung einer weiteren, noch vorteilhafteren Ausgestaltung einer Einrichtung der geschilderten Art.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassöffnung den Austrittsstutzen kreisringförmig umgibt, und dass ein an die äussere Peripherie der Einlassöffnung an- schliessender Luftfang an der Ausblasdüse derart befestigt ist, dass in jeder Drehlage der letzteren die Mündung der Ausblasdüse und die offene Seite des Luftfanges nach entgegengesetzten Richtungen weisen.
Wird bei dieser Ausbildung die Ausblasdüse in die Richtung der Luftströmung im Luftkanal eingestellt, so ist automatisch die offene Seite des Luftfanges der anströmenden, zu befeuchtenden Luft im Kanal zugewendet, weshalb eine grössere Menge Luft in das Gehäuse des Flüssigkeitszerstäubers eingeleitet und befeuchtet wird.
Weitere Einzelheiten der Einrichtung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der zugehörigen Zeichnung, in welcher rein beispielsweise und schematisch eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht ist.
Fig. 1 zeigt einen Luftkanal im Querschnitt und die Einrichtung zum Befeuchten der durch den Kanal strömenden Luft teils in Seitenansicht und teils im vertikalen Schnitt; Fig.2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1.
Entlang der Kante zwischen einer Wand 10 und der Decke 11 eines Gebäuderaumes verläuft ein Luftkanal 12 mit rechteckiger Querschnittsform. An der dem Gebäuderaum zugekehrten vertikalen Begrenzungswand 13 des Luftkanals ist das Gehäuse eines mechanischen Flüssigkeitszerstäubers 14 befestigt. Das Gehäuse des Zerstäubers 14 besteht aus einem mit der Kanalwand 13 verbundenen Basisteil 15, einem daran befestigten, ringförmigen Mittelstück 16, einem an der Unterseite des Mittelstückes 16 durch Schnellverschlüsse 17 lösbaren Vorratsbehälter 18 für die zu zerstäubende Flüssigkeit und einem hau- benförmigen Gehäuseoberteil 19, der lose und abnehmbar auf das Mittelstück 16 aufgesetzt ist.
Das im Innern des Gehäuses 15-19 vorhandene Zerstäu- beraggregat ist in der Zeichnung nicht sichtbar; seine Ausbildung ist an sich bekannt und beispielsweise in der schweizerischen Patentschrift Nr. 336.573 erläutert. Für das Verständnis der vorliegenden Erfindung muss man nur wissen, dass das Zer- stäuberaggregat unter anderem ein Gebläse zur Förderung von Luft durch das Zerstäubergehäuse aufweist, welche Luft zwecks Bildung eines Nebel-
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Stromes mit feinen Flüssigkeitströpfchen durchsetzt wird.
Im Basisteil 15 des Gehäuses ist ein Austrittsstutzen 20 für den erzeugten Nebelstrom vorhanden. Das eine Ende des Austrittsstutzens steht mit dem Innenraum des Gehäuseoberteiles 19 in Verbindung, während das andere Ende des Stutzens 20 eine in den Luftkanal 12 hineinragende Ausblasdüse 21 trägt. Letztere besteht aus einem Rohrstück, dessen äus- sere, vom Stutzen 20 abgekehrte Endpartie rechtwink- lig umgebogen ist. Die Ausblasdüse 21 ist auf dem Austrittsstutzen 20 drehbar gelagert, damit die Mündung an der abgewinkelten Endpartie in eine beliebige Richtung eingestellt werden kann.
Der Austrittsstutzen 20 ist von einer kreisringförmigen Einlassöffnung 22 für die zu befeuchtende Luft umgeben. Die Öffnung 22 ist in die gegen den Luftkanal gekehrte Wand des Basisteiles 15 eingearbeitet. Eine entsprechende oder gegebenenfalls etwas grössere Öffnung ist in die Kanalwand 13 eingeschnitten. Koaxial zu der mit dem Austrittsstutzen 20 verbundenen Partie der Ausblasdüse 21 ist zwecks Bildung eines Luftfanges ein halber Hohlzylinder 23 angeordnet, der an die äussere Peripherie der Einlass- öffnung 22 angeschlossen ist.
Der Hohlzylinder 23 ist an seinem vom Zerstäuber 14 abgekehrten Stirnende durch eine Halbkreisringscheibe 24 geschlossen, die sowohl mit dem Hohlzylinder 23 als auch mit der Ausblasdüse 21 in fester Verbindung steht. Der Luftfang 23, 24 ist zusammen mit der Ausblasdüse 21 um den Austrittsstutzen 20 drehbar. Die Mündung an der abgewinkelten Endpartie der Ausblasdüse 21 und die offene Seite des Luftfanges 23, 24 sind zueinander entgegengesetzt gerichtet.
Die auf dem Austrittsstutzen 20 gelagerte Endpartie der Ausblasdüse 21 enthält einen diametral angeordneten Steg 25, der bei abgenommenen Gehäuseoberteil 19 vom Innern des Zerstäubers 14 her durch den Austrittsstutzen 20 hindurch mit einer Hand zugänglich ist, um auf diese Weise das Einstellen der Ausblasdüse 21 und des Luftfanges 23, 24 in die gewünschte Lage zu ermöglichen, auch wenn der Zerstäuber 14 bereits am Luftkanal 12 befestigt ist.
Mit Hilfe des Steges 25 werden die Ausblasdüse 21 und der Luftfang 23, 24 in eine solche Lage gedreht, dass die offene Seite des Luftfanges 23, 24 der mittels eines nicht dargestellten Ventilators in Richtung der Pfeile P durch den Kanal 12 getriebenen Luftströmung zugekehrt und die Mündung am abgewinkelten Endstück der Ausblasdüse 21 von der genannten Luftströmung abgekehrt ist, wie Fig.2 veranschaulicht. Ein Teil der durch den Kanal 12 strömenden Luft wird dann gemäss den Pfeilen Q in den Luftfang 23,24 einströmen und durch die Einlass- öffnung 22 in den unteren Teil des Zerstäubers 14 gelangen.
Der im Zerstäuber 14 erzeugte Nebelstrom wird entsprechend den Pfeilen R aus dem Gehäuseoberteil 19 durch den Austrittsstuzen 20 und die Aus- blasdüse 21 in den Luftkanal 12 geleitet. In der Aus- blasdüse 21 erfährt der Nebelstrom eine solche Um- lenkung, dass er die Mündung der Ausblasdüse 21 in mit der Strömungsrichtung P übereinstimmender Richtung verlässt. Wie Fig. 1 zeigt, ist die Mündung der Ausblasdüse 21 zweckmässig wenigstens annähernd in der Mitte der Querschnittsfläche des Luftkanals 12 angeordnet.
Auf diese Weise erreicht man, dass der in den Kanal 12 austretende Nebelstrom sofort allseitig von der nicht durch den Zerstäuber 14 gegangenen Luft umgeben und mit dieser fortgetragen wird, wobei die Nebeltröpfchen allmählich verdampfen und schliesslich die gesamte durch den Kanal 12 strömende Luftmenge befeuchten. An der Mündung der Ausblasdüse 21 tritt infolge der an der Ausblasdüse vorbeiströmenden Kanalluft eine gewisse Ejektorwirkung auf, welche den Nebelstrom aus der Ausblasdüse 21 heraussaugt. Zusätzlich bewirkt die gegen den Luftfang 23, 24 anströmende Kanalluft einen Staudruck an der Einlassöffnung 22.
Die Ejektorwirkung und der Staudruck unterstützen die Wirkung des im Zerstäuber 14 vorhandenen Gebläses und steigern die pro Zeiteinheit in Form von Nebel in den Kanal 12 eingebrachte Flüssigkeitsmenge.
Die Ausblasdüse 21 und der Luftfang 23, 24 müssen deshalb drehbar sein, weil die Richtung des Luftkanals und die Strömungsrichtung der Kanalluft verschieden sein können, während der Zerstäuber 14 stets in der dargestellten Lage, bei welcher der Vorratsbehälter 18 für die zu zerstäubende Flüssigkeit unten ist, montiert werden muss. Der Luftkanal kann anstatt waagrecht auch vertikal oder schräg verlaufen, wobei die Strömung der Luft im Kanal von unten nach oben oder von oben nach unten gehen kann.
In jedem dieser Fälle wird die Ausblasrichtung der Düse 21 in übereinstimmung mit der Strömungsrichtung P durch den Kanal gebracht, indem die Ausblasdüse 21 und der Luftfang 23, 24 entsprechend gedreht werden.