CH397757A - Bremseinrichtung an Schienenfahrzeugen für Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb - Google Patents

Bremseinrichtung an Schienenfahrzeugen für Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb

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Publication number
CH397757A
CH397757A CH272563A CH272563A CH397757A CH 397757 A CH397757 A CH 397757A CH 272563 A CH272563 A CH 272563A CH 272563 A CH272563 A CH 272563A CH 397757 A CH397757 A CH 397757A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
brake
adhesion
gear
braking device
braking
Prior art date
Application number
CH272563A
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English (en)
Inventor
Schelling Eduard
Original Assignee
Sig Schweiz Industrieges
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H9/00Brakes characterised by or modified for their application to special railway systems or purposes
    • B61H9/04Brakes characterised by or modified for their application to special railway systems or purposes for preventing or controlling movement in one direction or, selectively, in either direction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description


      Bremseinrichtung    an Schienenfahrzeugen     für    Zahnrad- und     Adhäsionsbetrieb       Die Erfindung     betrifft    eine     Bremseinrichtung    an  Schienenfahrzeugen für gemischten Zahnrad- und  Adhäsionsbestrieb, mit einem von einem Bremszylin  der betätigten Bremsgestänge für die Adhäsions- und  die Zahnradbremse.  



  Da die Bremsung von solchen Schienenfahrzeu  gen mittels der Zahnradbremse unangenehme Geräu  sche und Schwingungen erzeugt und die Bremsaggre  gate der Zahnradbremse einer starken Abnützung       unterworfen    sind, ist man bestrebt, den Einsatz der  Zahnradbremse nur auf Notbremsungen und auf sehr  steile Gefällstrecken zu beschränken, während auf  flacheren Zahnstangenabschnitten und bei normalen  Betriebsbremsungen nur die Adhäsionsbremse in  Funktion treten soll.  



  Es ist bereits bekannt, diese Aufgabe dadurch zu  lösen, dass man die Adhäsions- und die Zahnrad  bremse mit separaten Bremsaggregaten ausrüstet. Bei  Druckluftbremsen wurden dann die Steuerorgane  derart eingestellt, dass das     Steuerventil    der Adhä  sionsbremse auf kleinere Druckverminderungen in  der Bremsleitung anspricht und die Bremsung einlei  tet, während das trägere Steuerventil der Zahnrad  bremse erst auf grössere Druckverminderungen an  spricht und die Zahnradbremsung auslöst. Diese  Bauart ist jedoch verhältnismässig teuer und kompli  ziert und führt oft auch aus Platzgründen     zu    Schwie  rigkeiten, da zwei Bremszylinder vorgesehen werden  müssen. Bei Vakuumbremsen tritt diese Schwierig  keit noch in stärkerem Masse auf, da solche Bremsen  grössere Bremszylinder benötigen.  



  Die Erfindung bezweckt, die genannte Aufgabe  mit einfacheren mechanischen Mitteln unter Verwen  dung von nur einem Bremszylinder zu lösen. Sie ist  dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsgestänge der  Adhäsionsbremse einen verschiebbaren Anlenkpunkt    aufweist, der unter der Vorspannung einer Feder  steht, so dass er nur eine Verschiebung erfährt, wenn  eine vorbestimmte Bremskraft im Adhäsionsbremsge  stänge überschritten wird, und dass das Zahnrad  bremsgestänge derart am Adhäsionsbremsgestänge  angelenkt ist, dass es von letzerem erst bei der Ver  schiebung des Anlenkpunktes betätigt wird.  



  Vorzugsweise wird die Vorspannung der Feder  derart eingestellt, dass sie etwa 90 0/o der durch das  Adhäsionsbremsgestänge auf den Anlenkpunkt aus  geübten maximalen Kraft     beträgt.    Auf diese Weise  kommt die Zahnradbremse erst zur Wirkung, wenn  die     Bremskraft    der Adhäsionsbremse etwa 90 0/o der  vollen Bremskraft überschreitet.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes dargestellt. Sie zeigt schema  tisch das Bremsgestänge einer Adhäsions- und Zahn  radbremse in verschiedenen Bremsstellungen.  



  Der Druckluft- oder Vakuumbremszylinder 1 ent  hält einen verschiebbaren Kolben 2, der mit einer  Kolbenstange 3 verbunden ist. Diese ist gelenkig mit  dem einen Ende einer Stange 4 verbunden, deren an  deres Ende gelenkig mit der Stange 5 in Verbindung  steht, die auf den Bremsklotz 6a der Adhäsions  bremse     wirkt,    d. h. auf das Laufrad 7a. Der auf     das     Laufrad 7b wirkende Bremsklotz 6b ist über die  Stangen 8, 9, 10 mit der Stange 4 verbunden. Die  Stange 9 ist mit ihrem oberen Ende im     Anlenkpunkt     11 gelagert. Der     Anlenkpunkt    11 sitzt am Ende einer  Stange 12, die unter der     Vorspannung    einer Feder 13  steht. Die Stange 12 ist in der Stirnwand des Gehäu  ses 14 axial verschiebbar gelagert.

   Sie wird jedoch  nur verschoben, wenn auf den     Anlenkpunkt    11 eine  Kraft wirkt, die grösser ist als die     Gegenkraft    der vor  gespannten Feder 13. Die Feder 13 wird mittels der  Mutter 15 derart     vorgespannt,    dass ihre Federkraft      etwa 90 % derjenigen     Kraft    beträgt, welche die  Stange 9 bei Vollbremsung auf den Anlenkpunkt 11  ausübt.  



  Die Kolbenstange 3 ist ferner gelenkig mit einem  auf einer schwenkbaren Welle 16 befestigten Arm 17  verbunden. Auf der Welle 16 sitzt ferner ein     Arm    18,  der mit einem     an    seinem Ende angeordneten Zapfen  19 in ein Gleitstück mit einem Längsschlitz 20     ein-          greift.    Dieses Gleitstück sitzt -am Ende einer Stange  21, die auf den Bremsklotz 22 des     Zahnrades    23  wirkt.  



  Die Kolbenstange 3 ist in     bekannter    Weise mit  einer Handbremse 24 verbunden. Mit 25 sind Ge  stängesteller bezeichnet, welche die Gestängeleerwege  beider Bremsen konstant halten.  



  In der Zeichnung wurde das Bremsgestänge in  drei verschiedenen Stellungen gezeichnet, wobei die  Gelenkpunkte, die sich beim Betätigen der Bremse  verschieben, mit<I>a, b</I> und c bezeichnet sind. Es be  deuten:  a = Stellung bei gelöster Bremse,  b = Stellung bei 90 %     wirksamer    Adhäsions  bremse und Wirkungsbeginn der Zahnradbremse,  c = Stellung bei Vollwirkung beider Bremsen.  Die Wirkungsweise der Bremseinrichtung ist fol  gende: Wenn sich der Kolben 2 aus der Stellung a  (gelöste Bremse) in die Stellung b bewegt,     wird    das  Bremsgestänge 3, 4, 5, 8, 9, 10 entsprechend verstellt  und die beiden Bremsklötze 6a, 6b der Adhäsions  bremse werden beim Erreichen der Stellung b mit  einer Kraft gegen die Räder 6a, 6b gedrückt, die etwa  90 % der bei Vollbremsung erreichten Kraft beträgt.

    Der Anlenkpunkt 11 der Stange 9 bleibt in Ruhe,  d. h. in der Stellung<I>a, b.</I> Der Arm 18 bewegt sich  dabei     derart,    dass der Zapfen 19 sich im Schlitz 20  von a nach b um Abstand Sz bewegt. Die Stange 21  und der Bremsklotz 22 der Zahnradbremse werden  somit nicht betätigt.  



  Wird nun aber für Vollbremsung der Kolben 2  und mit ihm das Bremsgestänge in die Stellung c ver  schoben, so übertrifft die von der Stange 9 auf den  Anlenkpunkt 11 ausgeübte Kraft, die Kraft der Feder  13. Der Anlenkpunkt 11 verschiebt sich dadurch um    die Strecke SA in die Stellung c. Gleichzeitig ver  schiebt sich der Arm 18 mit dem Zapfen 19 in die  Stellung c. Dadurch wird auch die Stange 21 bewegt  und der Bremsklotz 22 an das Zahnrad 23 gepresst.  Im Bereiche zwischen 90 % des Anteils der Adhä  sionsbremse und Vollbremsung werden somit die  Adhäsionsbremse und die Zahnradbremse betätigt.  



  Durch die beschriebene Vorspannung der Feder  13 kann somit erreicht werden, dass die Adhäsions  bremse über einen beträchtlich     grösseren    Bereich  allein wirksam ist, als dies bei Verwendung einer  nicht vorgespannten Feder möglich wäre. Das gleiche  Prinzip lässt sich selbstverständlich auch anwenden,  wenn die Adhäsionsräder mit Scheibenbremsen und  das Zahnrad mit einer Bandbremse ausgerüstet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Bremseinrichtung an Schienenfahrzeugen für ge mischten Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb, mit einem von einem Bremszylinder betätigten Bremsgestänge für die Adhäsions- und die Zahnradbremse, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsgestänge der Adhä sionsbremse (6a, 6b) einen verschiebbaren Anlenk punkt (11) aufweist, der unter der Vorspannung einer Feder (13) steht, so dass er nur eine Verschiebung <I>(SA)</I> erfährt, wenn eine vorbestimmte Bremskraft im Adhäsionsbremsgestänge überschritten wird, und dass das Zahnradbremsgestänge (21) derart am Adhäsionsbremsgestänge angelenkt ist, dass es von letzterem erst bei der Verschiebung des Anlenkpunk- tes betätigt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Bremseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der Feder (13) mindestens annähernd 90 % der durch das Adhäsionsbremsgestänge auf den verschiebbaren An lenkpunkt (11) ausgeübten, maximalen Kraft bei Vollbremsung beträgt. z. Bremseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel (15) zur Verände rung der Vorspannung der Feder (13) vorgesehen sind.
CH272563A 1963-03-04 1963-03-04 Bremseinrichtung an Schienenfahrzeugen für Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb CH397757A (de)

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