CH382525A - Giessform für die aluminothermische Schienenschweissung - Google Patents
Giessform für die aluminothermische SchienenschweissungInfo
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Description
Giessform für die aluminothermische Schienenschweissung Bei der bekannten aluminothermischen Verbin dungsschweissung von Schienen werden die mit einer Lücke versehenen Schienenenden mit einer in allen Teilen aus ein und d'emsel'ben feuerfesten Formsand bestehenden Giessform umgeben, im Innern der Form vorgewärmt und dann durch den in die Formen hohlräume einlaufenden aluminothermisch erzeugten Stahl im Zwischen- und Umguss miteinander ver schmolzen.
Bei der aluminothermischen Auftragsschweissung wird nach Möglichkeit eine die Aufschweissstelle um fassende Giessform aus feuerfestem Formsand benutzt, die entsprechend der äusseren Form des aufschwei ssenden Stahles ausgebildet ist. Nach Vorwärmung der Aufschweissstelle wird die erforderliche Menge aluminothermisch erzeugten Stahles aufgegossen.
Beim Giessvorgang fliesst der etwa 2400 C heisse aluminothermische Stahl in einem von der Giessfüh rung abhängigen Ausmass an den Formwänden vor bei. Hierbei und beim Erstarrungsvorgang kann er durch Aufnahme von Bestandteilen der Sandform entsprechend auflegiert werden, eine Tatsache, die bei der Metallurgie des Verfahrens berücksichtigt wer den muss.
Bei der bekannten aluminothermischen Schi'enen- schweissung haben die hierbei verwendeten Giessformen zur Ermöglichung einer gleichmässigen Vorwärmung und zur Erzielung einer guten Umspülung und Ruf schmelzung der Schienenenden durch den flüssigen aluminothermischen Stahl über die zwischen den Schienen bestehende Zwischengusslücke hinaus ver grösserte Giessformhohlräume. Hierdurch entstehen an der Schweissstelle an sich unnötige Stahlwulste, die nach Abnehmen der Form nur am Schienenkopf ent fernt werden müssen, im übrigen aber verbleiben können.
Auf Grund der verfahrenstechnisch bedingten Gestaltung dieser Giessformhohlräume und der damit verbundenen ungleichen Massenverteilung des ein gegossenen Stahles tritt bei der zeitlich und örtlich unterschiedlichen Abkühlung der Schweissung in der Stegzone eine senkrechte Schrumpfung ein. Es ent steht hierdurch für die aluminothermischen Stahl wülste am Steg bereits in glühendem Zustand die Gefahr des Anreissens, wenn das Formenänderungs vermögen des Stahles in diesem Zustand überschrit ten wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine aus feuer festen Formstoffen hergestellte Giessform für die aluminothermische Schweissung von Schienen, welche Giessform das Schweissgut entsprechend dem ange strebten Endzustand abkühlungstechnisch und metall urgisch beeinflussen und so den Erstarrungsvorgang günstig lenken soll. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass von den beim Schweissvorgang an die Stegwülste und an die Kopfwülste der Schweissung angrenzenden Formteilen mindestens die einen aus Siliciumcarbid bestehen.
In umfangreichen Versuchen wurde festgestellt, dass bei der Schienenschweissung die Rissgefahr für die Stegwülste praktisch ausgeschaltet wird, wenn die die Stegwülste der Schweissung umfassenden Form teile ganz oder teilweise aus Siliciumcarbid bestehen. Neben den metallurgischen Einflüssen spielt das be deutend höhere Wärmeleitvermögen des Silicium carbids gegenüber anderen Formstoffen und die damit verbundene schnellere Erstarrung der Stegwülste eine massgebende Rolle.
Weiterhin wurde beobachtet, dass mit Hilfe die ser erfindungsgemässen Giessform die Verschleissfe stigkeit der aluminothermischen Schweissung an be liebigen Stellen auf einfache Weise erhöht werden kann. Bestehen z. B. bei der Schienenschweissung die an die Kopfwülste der Schweissung angrenzenden Giessformteile aus Siliciumcarbid, so wird die Ver schleissfestigkeit der Schweissung an diesen verschleiss beanspruchten Stellen erhöht, während der restliche, von normalem Formsand umgebene Teil der Schwel ssung weicher bleibt.
In der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes darstellt, zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine geschweisste Schiene mit im Bereich des Schienensteges und -fusses vorhandenen Schweisswülsten, bei am Schienenkopf entfernten Schweisswülsten, Fig.2 einen Querschnitt gemäss der Linie II-II in Fig. 3 durch eine an der zu schweissenden Schiene angebrachten Giessform mit aus Siliciumcarbid be stehenden Formteilen, Fig. 3 einen waagrechten Schnitt gemäss der Linie III-III der Fig. 2.
Zwei miteinander zu verschweissende Schienen stücke 3 werden gemäss Fig.3 gleichachsig zuein ander ausgerichtet unter Belassung eines verhältnis mässig geringen Zwischenraumes zwischen den ein ander zugekehrten Stirnflächen der Schienenstücke. Dann werden die Enden der Schienenstücke 3 und der besagte Zwischenraum von einer feuerfesten Giess form umgeben, die aus zwei spiegelbildlich gleichen Hälften besteht, von denen jede aus einem Haupt formteil 2 und einem zusätzlichen Formteil 4 zusam mengesetzt ist.
Die zur Aufnahme von aluminother- misch erzeugtem Stahl dienende Giessform ist derart ausgebildet, dass sie einen Hohlraum 5 (Fig. 3) um schliesst, welcher an der Schweissstelle über die Aussenflächen der Schienenstücke 3 vorstehende Wülste entstehen lässt, die, wie Fig. 1 zeigt, nur am Schienenkopf entfernt werden müssen. Die am .Schie nensteg zu bildenden Wülste 1 werden beim Schweiss vorgang durch die Formteile 4 geformt, die aus Sili ciumcarbid bestehen, welches ein verhältnismässig gutes Wärmeleitvermögen hat. Die Hauptformteile 2 hingegen bestehen aus billigerem Klebesand oder aus anderen auf Quarzsand, Schamotte oder dergleichen aufgebauten Formstoffen, die bedeutend geringere Wärmeleitfähigkeit besitzen.
Bei der Herstellung der Giessform können die qualitativ hochwertigeren Formteile 4 als feste Kör per in die übrigen Formteile 2 eingesetzt oder ein gestampft werden. Es ist jedoch besonders vorteil haft, mit einem beliebigen Bindemittel versehene Stampfmasse aus Siliciumcarbid bei der Herstellung der Giessform an den betreffenden Stellen in be stimmter Menge miteinzustampfen.
Beim aluminothermischen Schweissvorgang leiten die aus Siliciumcarbid bestehenden Formteile 4 die Wärme des aluminothermischen Stahls besser ab als die übrigen Formteile, weshalb eine raschere Erstar rung der an die Formteile 4 angrenzenden Stegwülste 1 auftritt, wodurch Rissbildungen vermieden werden. Ausserdem übt das Siliciumcarbid der Formteile 4 günstige metallurgische Einflüsse auf das Schweiss gut aus, das an den betreffenden Stellen eine höhere Verschleissfestigkeit erhält.
Die letztere Erscheinung macht es gegebenenfalls vorteilhaft, die an die Schweisswülste des Schienen kopfes angrenzenden Formteile aus Siliciumcarbid herzustellen, um auf diese Weise die Verschleissfestig keit der Schweissung an dem in der Regel stark dem Verschleiss unterworfenen Schienenkopf zu erhöhen.
Selbstverständlich ist es auch möglich, sowohl die an die Stegwülste als auch an die Kopfwülste an grenzenden Formteile aus. Siliciumcarbid zu bilden.
Da bei der beschriebenen Giessform nur der klei nere Teil der Form aus teurem Siliciumcarbid, der grössere Teil jedoch aus billigerem Formstoff be steht, ist die Erzielung des erwiesenen technischen Nutzens mit verhältnismässig geringem Kostenauf wand erreicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Aus feuerfesten Formstoffen hergestellte Giess form für die aluminothermische Schweissung von Schienen, dadurch gekennzeichnet, dass von den beim Schweissvorgang an die Stegwülste und an die Kopf wülste der Schweissung angrenzenden Formteile min destens die einen aus Siliciumcarbid bestehen.
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