CH376135A - Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung chemischer oder physikalischer Vorgänge - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung chemischer oder physikalischer Vorgänge

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CH376135A
CH376135A CH5834158A CH5834158A CH376135A CH 376135 A CH376135 A CH 376135A CH 5834158 A CH5834158 A CH 5834158A CH 5834158 A CH5834158 A CH 5834158A CH 376135 A CH376135 A CH 376135A
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    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur     Durchführung    chemischer oder physikalischer Vorgänge    Die bekannten     Konverter-Verfahren,    z. B.     Thomas-          und        Bessemer-Verfahren    in der Eisenindustrie, sind  sehr leistungsfähige Verfahren, haben aber den Nach  teil, dass die Qualität des nach ihnen erzeugten Stahls  immer weniger den heutigen Anforderungen genügt.  Sie verlangen ferner eine bestimmte Zusammensetzung  des zu verblasenden Roheisens und beschränken daher  vielfach die Anwendbarkeit dieser Verfahren auf  breiter Grundlage.  



  Durch Anreicherung des Windes mit Sauerstoff,  gegebenenfalls bis nahezu     100 ,-ö,    und Übergang zum       Oberwindfrischen    konnten die engen Grenzen der  Zusammensetzung des Rohstoffes bei den klassischen       Konverter-Verfahren    etwas weiter gezogen werden.  



  Bei einem neuerdings bekanntgewordenen Ver  fahren erfolgt das Frischen mit Sauerstoff oder sauer  stoffangereicherter Luft in einem rotierenden Gefäss,  um offenbar eine bessere     Durchmischung    des Ein  satzes zu erreichen. Die Einführung des Windes zum  Teil in das Bad, zum anderen oberhalb des Bades,  bewirkt ein Verbrennen des bei der     Entkohlung    ent  stehenden Kohlenoxyds zu Kohlensäure, so dass ein  erheblicher Teil der hierbei freiwerdenden Wärme für  den Prozess nutzbar gemacht wird. Mit diesem Ver  fahren konnte bereits eine erhebliche Verbesserung  der Qualität des     erblasenen    Stahls erreicht werden.  



  Bei den bekannten Verfahren erfolgt der Reaktions  ablauf nur in einem begrenzten Teil des     Badvolumens,     wodurch die Beschaffenheit des Bades ungleichmässig  wird. Die Bewegung des Bades, die sich keineswegs  gleichmässig über das ganze Bad erstreckt, kann hier  nur zum Teil einen Ausgleich herbeiführen, weshalb  Durchsatz, Qualität und Ausbringen durchaus noch  erheblich verbessert werden können, wenn der Ablauf  der Reaktion möglichst gleichmässig über das ganze  Bad verteilt erfolgt.

      Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Ver  fahren zur Durchführung von chemischen oder physi  kalischen Vorgängen in einem Bad aus     flüssigen     Stoffen, wobei dem Bad Stoffe zugeführt werden,  mittels deren Strömungsenergie das Bad in eine  drehende Bewegung versetzt wird, das dadurch ge  kennzeichnet ist, dass die dem Bad zuzuführenden  Stoffe derart durch in einer horizontalen Ebene  praktisch gleichmässig verteilte Düsen dem Bad zu  geführt werden, dass dem Bad eine     schraubenlinien-          förmige    Drehbewegung erteilt wird.

   Die bei aus  reichender Geschwindigkeit der zugeführten Reak  tionsmittel im Bade eintretende     schraubenlinien-          förmige    Drehbewegung sorgt für eine ständige inten  sive und gleichmässige     Durchmischung    des Bades.  



  Die horizontale     Querschnittsfläche    des     Badraumes     kann in der Regel kreisförmig sein. Die Achse der im  Bade erzeugten schraubenlinienförmigen Drehbewe  gung wird dann ein Kreis von etwa dem halben Durch  messer des Bades sein. In gewissen Fällen kann es  zweckmässig sein, dem horizontalen Querschnitt des       Badraumes    eine elliptische oder dieser ähnliche Form  zu geben, wenn besondere Bewegungsverhältnisse des  Bades erreicht werden sollen oder bauliche Verhält  nisse dies nützlich erscheinen lassen.  



  Die erfindungsgemäss erzeugte Bewegung des Bades  fördert besonders wirksam den ständigen Wechsel  zwischen Bad und Schlacke an deren Grenzfläche. Er  wird noch unterstützt durch aus dem Bad austretende  gasförmige Reaktionsprodukte und die saugende Wir  kung der Wirbelsenke im Zentrum der     Badoberfläche     oder an der Gefässwand derselben, entsprechend dem  Drehsinn der schraubenlinienförmigen Drehbewegung.  



  Die Drehbewegung des Bades kann durch die  Strömungsenergie zugeführter Reaktionsmittel auf  rechterhalten werden. Durch Wahl der Eintritts  geschwindigkeit, der Eintrittsrichtung und des Ein-           trittsortes    von Reaktionsmitteln in das Bad kann  dessen Bewegung dem jeweiligen Reaktionsablauf an  gepasst werden. Hierbei wird durch die unmittelbare  Berührung des Bades mit den Reaktionsmitteln prak  tisch deren gesamte Strömungsenergie dem Bad mit  geteilt und die günstigsten Bewegungsverhältnisse des  Bades erzielt. Die hierfür benutzten     Reaktionsmittel     sind im allgemeinen     gasförmig,    wie Luft, sauerstoff  angereicherte Luft, Sauerstoff oder andere Gase. Auch  die Durchführung von Prozessen mit flüssigen Reak  tionsmitteln ist auf diese Weise möglich.

   Feste, in  staubförmiger oder feinkörniger Form vorliegende  Reaktionsmittel können mit Hilfe von Trägergasen,  die gleichzeitig Reaktionsmittel sein können, in das  Bad eingeführt werden. Trägergase oder andere Gase,  die sich an der Reaktion nicht beteiligen, wirken dem  nach nur als Energieträger; nebenbei können sie auch  als Wärmeträger dienen, wenn sie im erhitzten Zustand  eingeführt werden.  



  Auf diese Weise können auch Brennstoffe in den  Reaktionsraum eingeführt werden, die zur     Aufheizung     der Einsatzstoffe oder/und zur Deckung des Wärme  bedarfs des Prozesses oder/und zur Reduktion des  Rohstoffes oder eingesetzter Reaktionsmittel ganz  oder teilweise verbrannt werden. Hierfür sind sowohl  gasförmige als auch     flüssige    oder feste Brennstoffe  geeignet. Diese Massnahme gestattet eine universelle  Anwendung des vorliegenden Verfahrens. Die Einsatz  stoffe können im Reaktionsraum eingeschmolzen und  weitgehend erhitzt werden, bevor das Verfahren, z. B.  der metallurgische Prozess, durchgeführt wird.

   Auch  während eines metallurgischen Prozesses ist auf diese  Weise die Zufuhr von Wärme möglich, wenn eine  Reaktion nicht ausreichend     exotherm    oder wenn sie       endotherm    abläuft. Die Brennstoffe gestatten ferner,  wenn sie nicht oder nur zum Teil verbrannt werden,  eine reduzierende Wirkung auf Einsatzstoffe aus  zuüben. Diese kann zur     Vorbehandlung    oder Nach  behandlung von     eingesetzten    Stoffen sowie zur Ver  arbeitung mit eingesetztem Erze dienen.  



  Falls das Verfahren zum Windfrischen verwendet  wird, ist man daher nicht mehr an     Roheisensorten     bestimmter Zusammensetzung gebunden. Die Ver  brennungswärme eingeführter Brennstoffe vermag den  Mangel des Roheisens an Silicium, Phosphor oder  Kohlenstoff zu kompensieren. Es ist daher möglich,  minderwertiges Roheisen und Stahlschrott zu ver  arbeiten. Der Prozess lässt sich auch so leiten, dass  Zusätze an Zunder oder Eisenerzen zu metallischem  Eisen reduziert werden.  



  Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Reaktions  mittel, Zuschläge, Legierungsstoffe     oder/und    Erze, die  in feinkörniger oder staubförmiger Form vorliegen,     mit     Hilfe von gasförmigen     Reaktionsmitteln    oder     inerten     Gasen als Trägergase dem Bad zugeführt werden  können. Ihr Schmelz- und     Lösungsprozess    vollzieht  sich im heissen Bad infolge ihrer geringen Abmessungen  und     gleichmässigen    Verteilung sehr rasch. Ihre Reak  tion mit Bestandteilen das Bades setzt daher unmittel  bar danach ein und läuft in kürzester Frist ab. Auch    flüssige Stoffe können auf ähnliche Weise in das Bad  eingeblasen werden.

   Das Trägergas dient dann gleich  zeitig als     Zerstäubungsmittel.    Entweichen aus dem  Bad während der Durchführung metallurgischer  Prozesse brennbare, gasförmige Reaktionsprodukte,  so können sie durch unmittelbar über dem Bad ein  geführte und über dessen     Oberfläche    gleichmässig  verteilte Verbrennungsmittel, z. B. Luft,     sauerstoff-          angereicherte    Luft oder Sauerstoff, verbrannt werden.  Ein Teil der hierbei freiwerdenden Wärme wird auf  das Bad übertragen, wodurch eine bessere Wärme  ausnutzung erreicht wird.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung gestattet,  mehrere Prozesse in einem Arbeitsgang auszuführen.  Neben metallurgischen sind auch Prozesse physi  kalischer Art durchführbar, z. B. können die Einsatz  stoffe, wenn sie nicht in flüssiger Form vorliegen, in  das Bad eingebracht werden, wobei sie geschmolzen  werden, sodann kann der Einsatz oder ein Bestandteil  desselben, wie Metalloxyde, einer Reduktion unter  worfen werden. Anschliessend erfolgt das Windfrischen  und schliesslich können noch Legierungsbestandteile  dem Bad zugeführt werden. Selbstverständlich sind  auch vorbereitende Arbeitsgänge, wie Verdampfen von  flüchtigen Bestandteilen, Herstellen der für die Pro  zesse geeigneten Schlacken sowie alle anderen metall  urgischen Prozesse durchführbar, die in flüssiger  Phase stattfinden können.  



  Bei Auftreten von gasförmigen Reaktionsproduk  ten werden diese zweckmässig über     Wärmeaustauscher     und Trocken- oder/und     Nassentstauber    bekannter  Bauart abgesaugt. In den     Wärmeaustauschern    geben  die Gase ihre fühlbare Wärme zur     Vorwärmung    der  Reaktionsmittel, Dampferzeugung oder dergleichen ab.  Die     Entstauber    befreien die Gase von den mitgeführten  Stäuben, die vorteilhaft wieder in den metallurgischen  Prozess zurückgeführt werden. Die abgekühlten und  entstaubten Gase werden einer Weiterverarbeitung  zugeführt, wenn sie verwertbare Bestandteile ent  halten. Bei der Abführung der Gase ins Freie sind  keine     Immissionsschäden    zu befürchten.  



  In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele  der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens  gemäss Erfindung schematisch dargestellt, und zwar  zeigen     Fig.    1 und 2 ein Reaktionsgefäss in Längs  schnitt und Querschnitt     A-B,    in welchem dem Bad  eine in sich geschlossene,     schraubenlinienförmige    Dreh  bewegung etwa um eine horizontal verlaufende, kreis  förmige Schraubenachse erteilt wird. Es sind auch  Einrichtungen vorgesehen, um gegebenenfalls die  brennbaren, aus dem Bad entweichenden gasförmigen  Reaktionsprodukte unmittelbar über dem Bad zu  verbrennen. Zur     Aufheizung    des Reaktionsgefässes  oder/und des Einsatzes oder Deckung des Wärme  bedarfs sind Einrichtungen vorhanden, um Brennstoff  und Verbrennungsmittel zuzuführen.

   Diese Einrich  tungen sind auch wahlweise für die Zuführung von in  staubförmiger oder feinkörniger     Form    vorliegenden  Reaktionsmitteln, Zuschlägen, Legierungsmitteln und  dergleichen zu benutzen.      Das Reaktionsgefäss 1 enthält ein Bad 2 aus bei  spielsweise     flüssigem    Roheisen, über dem sich eine  Schlackenschicht 3 befindet, die aus Kalk und Erz  gebildet wird. Durch über den Umfang des Reaktions  gefässes gleichmässig verteilte Düsen 4, in der Zeichnung  durch Pfeile angedeutet, wird sauerstoffangereicherte  Luft eingeblasen. Diese Düsen sind schräg zum Radius  des Gefässquerschnittes gestellt. Ihre Richtung tangiert  einen konzentrisch gedachten Kreis 5, der kleiner als  die Begrenzungslinie der Wand des Gefässes 1 ist       (Fig.    2).

   Die Strömungsenergie des eingeblasenen  Windes überträgt sich grösstenteils auf das Bad, das in  heftige Bewegung versetzt wird. Betrachtet man ein  unendlich kleines     Badelement    6 und zerlegt seinen  Geschwindigkeitsvektor 7 in zwei Komponenten 8  und 9 in Richtung des Radius des Gefässes und senk  recht dazu, dann ergibt sich zunächst, dass das Bad  element, in der Projektion auf eine horizontale Fläche  gesehen, um die senkrechte Achse des Gefässes rotiert  und gleichzeitig zur Gefässmitte strebt. Da ferner an  den Öffnungen der Düsen 4 und dahinter durch den  strömenden Wind eine Saugwirkung auftritt, wird  dem Bad auch eine kreisende Bewegung in Pfeil  richtung 10 um eine horizontale Achse 11 vermittelt.

    Diese Achse ist eine um die senkrechte Gefässachse  verlaufende Kreislinie, die etwa durch den Schwer  punkt der erzeugenden     Badquerschnittfläche    gebildet  wird. Aus den geschilderten Bewegungsverhältnissen  des Bades resultiert der Weg eines     Badelements    in  einer geschlossenen, schraubenlinienförmig gewunde  nen Kreisbahn um die senkrechte Gefässachse, die sich  auf den ganzen     Badraum    gleichmässig erstreckt. Durch  die turbulente Strömung treten noch sekundäre Wirbel  bildungen auf, die sich gleichfalls über das ganze Bad  gleichmässig verteilen, so dass eine ständige intensive       Durchmischung    des Bades erreicht wird.

   Die gleich  mässig heftige     Badbewegung    förderte den ständigen  Wechsel zwischen Schlacke und Bad sehr wirkungs  voll, weshalb Reaktionen zwischen den beiden rasch  und gleichmässig über deren Grenzfläche verteilt statt  finden.  



  Die aus dem Bad austretenden Reaktionsgase, die  hauptsächlich aus Kohlenoxyd und Stickstoff be  stehen, werden durch     sauerstoffangereicherte    Luft, die  durch die über den Umfang des Reaktionsgefässes  gleichmässig verteilten Düsen 12 über die     Badoberfläche     geblasen wird, verbrannt und aus dem Reaktionsgefäss  durch den Abgasaustritt 13 abgeführt.  



  Die Düsen 14 und 15 sind für die Zuführung von       Brennstoffen    und Verbrennungsmitteln sowie wahl  weise Reaktionsmitteln, Zuschlägen oder Legierungs  stoffen vorgesehen. Sie sind abwechselnd über den  Umfang des Reaktionsgefässes gleichmässig verteilt  angeordnet und unter einem Winkel von kleiner als  90', vorzugsweise 45 bis 60 , auf die     Badoberfläche     gerichtet. Sie sind ausserdem, ähnlich wie die Düsen 4,  schräg zum Gefässradius gestellt. Die Brennstoffe  werden durch die Düsen 14, die Verbrennungsmittel,  z. B. Luft, Sauerstoff, durch die Düsen 15 eingeführt.  Die Düsen 14 können auch als Brenner ausgebildet    sein, durch die der Brennstoff gemeinsam     mit    dem  Verbrennungsmittel im gewünschten Verhältnis in das  Reaktionsgefäss eingeblasen wird.

   Es entsteht eine  heisse, gut     durchwirbelte        Flamme,    die in innige Be  rührung mit der     Badoberfläche    gebracht wird. Durch  die Düsen 15 werden bei Bedarf Reaktionsmittel oder  Zuschläge, die die Viskosität der Schlacke beeinflussen,  Erze oder Legierungsmittel in feinkörniger Form     mit     gasförmigen Reaktionsmitteln oder     inerten    Träger  gasen in das Bad geblasen.  



  Die Funktion der verschiedenen Düsen wird man  den jeweiligen Bedürfnissen anpassen und können  anders sein, als     im    vorstehenden Beispiel beschrieben.  So können z. B.     mit    dem Wind durch die Düsen 4  Reaktionsmittel, Zuschläge und dergleichen in das  Bad gefördert werden. Die Funktion der Düsen 12,  14 und 15 können beliebig vertauscht werden, wenn  die Verhältnisse es erfordern oder günstiger erscheinen  lassen.  



  Für das Einbringen der Einsatzstoffe in flüssiger  oder fester Form ist eine Arbeitstür 16 oder mehrere  vorgesehen. Die Entleerung des Reaktionsgefässes  erfolgt durch     Abstichöffnungen    17 für das Metall,  z. B. Stahl, und durch     Abstichöffnungen    18 für die  Schlacke. Zweckmässig werden mehrere Abstich  öffnungen, insbesondere für die Schlacke, in ver  schiedener Höhe des Reaktionsgefässes angeordnet.  Das Reaktionsgefäss kann auch mit einer Kippvor  richtung versehen werden, so dass sein Inhalt in be  kannter Weise durch Kippen entleert wird. Die Zu  führung der     Reaktionsmittel    und Stoffe zu den Düsen  erfolgt dann in üblicher Weise durch Leitungen, die  durch die Tragzapfen des Reaktionsgefässes gelegt  werden.  



  Die Beschaffenheit einer Auskleidung des Reak  tionsgefässes ist in bekannter Weise den Einsatzstoffen  und den Betriebsbedingungen anzupassen. Ein Futter  wird - den zu verarbeitenden Stoffen gemäss - entweder  basisch, sauer oder neutral ausgeführt unter Berück  sichtigung der auftretenden Arbeitstemperaturen. Eine  längere Haltbarkeit kann durch Kühlung der Aussen  wand erreicht werden. Hierzu dient ein Doppelmantel  oder ein Röhrensystem, durch den oder das ein Kühl  mittel geleitet wird. Als Kühlmittel können Luft,  Wasser oder andere Gase oder Flüssigkeiten ver  wendet werden. Das Reaktionsgefäss kann auch als  Dampfkessel ausgebildet sein.  



  Die weiteren Ausführungsbeispiele, die in den     Fig.    3  bis 10 dargestellt sind, zeigen einige ausgewählte Düsen  anordnungen, die für die Durchführung des     erfindungs-          gemässen    Verfahrens geeignet sind. Sie beschränken  sich nur auf jene Düsen, welche die     Badbewegung     herbeiführen. Alle anderen Einrichtungen, die bereits  erwähnt wurden, sind der klareren Übersicht wegen  fortgelassen worden.  



       Fig.    3 und 4 stellen im Längsschnitt und Querschnitt  nach Linie     C-D    ein Reaktionsgefäss 21 dar, in dem das  Bad 22 durch die Einführung von Reaktionsmitteln  unmittelbar über dem Boden 23 des Gefässes in Be-           wegung    gehalten wird. Von einer Ringleitung 24  zweigen Leitungen 25 für die     Reaktionsmittel    zu den  Düsen 26 ab, die schräg zu den Radien des Reaktions  gefässes ausmünden. Die     hierdurch    erzielbare Bewe  gung des Bades ist durch die Pfeile P und Q angedeutet.  



       Fig.    5 und 6 zeigen im Längsschnitt und Quer  schnitt nach Linie     E-F    ein Reaktionsgefäss 31, in dem  der     Frischprozess    durch Aufblasen des Windes auf das  Bad 32 erfolgt, wobei die     Blasrichtung    der Düsen 33  unter steilem Winkel auf das Bad und schräg zu den  Radien des Reaktionsgefässes gewählt wurde. Dem  zufolge wird das Bad in eine gleichzeitig drehende  (nach Pfeil P) und rollende (nach Pfeil Q) Bewegung  versetzt, die eine innige     Durchnnischung    bewirkt und  durch die dem Wind dauernd neue     Angriffsflächen     dargeboten werden.  



  In den     Fig.    7 und 8 ist im Längsschnitt und Quer  schnitt nach der Linie     G-H    ein Reaktionsgefäss 41 mit  zentraler Einführung des Frisch- oder Reaktions  mittels durch Leitung 42 veranschaulicht. Das untere  Ende dieser Leitung endigt in Düsen 43, die seitlich  am Leitungsumfang gleichmässig verteilt in Richtung  schräg zu den Radien des Gefässes ausmünden. Die  Bewegung des Bades 44 ist wieder durch die Pfeile P  und Q in der Zeichnung gekennzeichnet. Die Leitung  42 kann verschiebbar angeordnet sein. Bei Stellung  der Düsen etwa in mittlerer Höhe des Bades erreicht  man zwei     übereinanderliegende,    gegenläufige     Roll-          bewegungen    bei gleichzeitiger Drehung des Bades.

    In höherer Lage der Düsen ist die     Rollbewegung    der  in der Zeichnung dargestellten gegenläufig. Ob die  eine oder andere Stellung vorzuziehen ist, hängt von  der erforderlichen Dauer der Berührung zwischen Bad  und Wind ab. Massgeblichen Einfluss hierauf haben die  Reaktionsgeschwindigkeit und die Viskosität des  Bades, die im allgemeinen beide temperaturabhängig  sind. Lässt man ferner das Düsenrohr 42 rotieren,  kann die Drehung des Bades gemäss Pfeil P verstärkt  werden.  



  Führt man das Düsenrohr 42 durch einen     abheb-          baren    Deckel des Reaktionsgefässes, kann es ganz  herausgezogen werden. Die entstehende Öffnung kann  zur Beschickung dienen und bei kippbarer Anordnung  des Gefässes auch zur Entleerung.  



  Die     Fig.    9 und 10 zeigen im Längsschnitt und Quer  schnitt nach Linie     L-M    ein Reaktionsgefäss 51, durch  dessen Deckel 52, gleichmässig über den Umfang ver  teilt,     längsverschiebbare    und drehbare Düsenlanzen 53  von oben her in das Bad 54 eingeführt werden. Sie  können auch so beschaffen sein, dass sie über dem Bad  enden und der     Blasvorgang    von oben her erfolgt. Die  Stellung der Düsen gemäss der Erfindung bewirkt  wieder die charakteristische Bewegung des Bades, die  durch Pfeile P und Q angedeutet ist. Der Deckel 52  ist     abhebbar    und kann mit den Düsenlanzen heraus  gezogen und entfernt werden, wodurch das Bad zu  gänglich wird. Durch Kippen des Gefässes findet die  Entleerung statt.  



  Die durch die Zeichnung veranschaulichten Bei  spiele sind nicht vollständig. Jede denkbare Kombina-         tion    der erwähnten Ausführungsformen ist möglich,  wobei die Art der durchzuführenden Prozesse, die  Beschaffenheit der Einsatzstoffe und dergleichen zu  berücksichtigen sind.  



  Die Düsen selbst sind je nach Art der zu verarbei  tenden Stoffe und der herrschenden Temperatur aus       Baustoffen    hergestellt, die deren     Einflüssen    wider  stehen. Im allgemeinen werden bei hohen Temperatu  ren Düsen aus Stahl oder Kupfer verwendet, die vor  zugsweise     bestiftet    sind und mit einem Überzug aus  geeignetem Baustoff oder Schlacke, die bei der Durch  führung des Prozesses vorliegt, versehen sind. Im  letzteren Fall taucht man die Düsen in die     flüssige     Schlacke ein. Durch die Wasserkühlung überzieht sich  die Düse     mit    einer festen Schlackenschicht, die durch  die Stifte festgehalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Durchführung von chemischen oder physikalischen Vorgängen in einem Bad aus flüssigen Stoffen, wobei dem Bad Stoffe zugeführt werden, mittels deren Strömungsenergie das Bad in eine drehende Bewegung versetzt wird, dadurch gekenn zeichnet, dass die dem Bad zuzuführenden Stoffe derart durch in einer horizontalen Ebene praktisch gleich mässig verteilte Düsen dem Bad zugeführt werden, dass dem Bad eine schraubenlinienförmige Drehbewegung erteilt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass feste Stoffe feinkörnig oder staub- förmig mit Hilfe von Gasen dem Bad zugeführt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass aus dem Bad austretende gas förmige Reaktionsprodukte mit unmittelbar über dem Bad zugeführten und über dessen Oberfläche gleich mässig verteilten gasförmigen Reaktionsmitteln ge mischt werden.
    PATENTANSPRUCH Il Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gefäss von praktisch kreisförmigem oder ovalem Querschnitt zur Aufnahme des Bades und Düsen zur Einführung von Stoffen in das Bad aufweist, wobei die Düsen derart einer horizontalen Ebene praktisch gleichmässig angeordnet sind, dass das Bad durch die in das Bad eingeführten Stoffe in eine schraubenlinien- förmige Drehbewegung versetzt wird. UNTERANSPRÜCHE 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen gleichmässig verteilt am Umfang des Reaktionsgefässes angeordnet sind. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen verschiebbar und/oder drehbar angeordnet sind. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem Düsen für die Ein führung von Brennstoffen und Düsen für die Einfüh- rung von Verbrennungsmitteln für diese Brennstoffe aufweist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen solche für die Ein führung von feinkörnigen oder staubförmigen Stoffen mit Hilfe eines Trägergases sind. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem unmittelbar über dem Bad Düsen zur Einführung von Verbrennungs mitteln aufweist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem über dem Bad an geordnete Düsen zur Einführung von Stoffen aufweist.
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