CH370600A - Lager für Ölschmierung - Google Patents
Lager für ÖlschmierungInfo
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Description
Lager für Ölschmierung Bei Teilen, die mit hoher Geschwindigkeit um laufen, können durch Unstabilität des Ölfilmes in Lagern mit sehr geringer Belastung oder mit einer Wellendrehzahl, die der doppelten Drehzahl der ersten kritischen oder um nur weniges kleineren als der ersten kritischen Umlaufzahl entspricht, Schwin gungen entstehen. Im Falle der Drehzahl, die dem doppelten oder annähernd doppelten Wert der ersten kritischen Drehzahl entspricht, werden die Schwin gungen vom Ölfilm im Lager bewirkt, der durch den Umlauf keilförmig ausgebildet ist und mit halber Drehzahl um das Lager läuft, so dass Resonanz mit der Welle auftritt. Es wurde eine Reihe von Lagerkonstruktionen vorgeschlagen, die speziell dazu bestimmt sind, die Entstehung solcher Schwingungen zu verhüten. Hals lager mit Kippunterlagteilen beispielsweise waren in dieser Hinsicht besonders vorteilhaft. Aber auch fest angebrachte konische Lagerflächenstreifen können diesen Zweck erfüllen. Es sind noch weitere Lager typen verfügbar, z. B. unsymmetrische und in.sbeson- ders mit Kanälen versehene Lager. Alle bisher be kannten Konstruktionen sind jedoch schwierig her zustellen und ihre Fabrikation ist deswegen verhält nismässig teuer. Es ist das Ziel dieser Erfindung, ein Halslager bil liger und wohlfeiler Konstruktion zu schaffen, das Mittel umfasst, die den um die Welle laufenden keil förmigen Ölfilm unterbrechen, um so den vom Öl be, wirkten Schwingungsanstoss und die Wellenschwin gung weitgehend zu beseitigen. Ein Lager für Ölschmierung besitzt nach dieser Erfindung eine zylindrische, die Lagerfläche aufwei sende Lagerhülse, die aus zwei halbzylindrischen Hülsenhälften besteht. Das Lager zeichnet sich gemäss der Erfindung dadurch aus, dass sich die Lagerfläche der Hülse zumindest aus drei gebogenen Teilen zu sammensetzt, ein Öleinlass in Drehrichtung der Welle gesehen an dem vorderseitigen Ende jedes Lagerflä- chenteiles von der Aussenseite zur Innenseite führt, Ölauslässe je an beiden Stirnenden der Lagerhülse münden, wobei in der Drehrichtung der Welle gese hen je beim hinteren Ende jedes Lagerflächenteils ein Ölauslass vorgesehen ist, und dass der Abstand zwi schen öleinlass und ölauslass für jeden Teil der Lager fläche verschieden ist, so dass diese Teile in Umfangs- richtung von verschiedener Ausdehnung sind. Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der beigefügten Zeichnung veranschaulicht und werden nachfolgend an Hand dieser Zeichnung be schrieben. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt quer durch ein Halslager, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 und Fig. 3 eine weitere Ausführungsform im Schnitt gemäss Fig. 2. Der Teil 1 eines Lagers ist eine Lagerhülse und besitzt einen inneren Kanal 2, dem über eine Öffnung 3 Öl zugeführt werden kann, das um die Hülse ver teilt werden soll. Ein Teil des Öles fliesst durch den Öleinlass 4 in der Hülse zu der Lagerinnenfläche 5 und zum ölauslass 10. Die Lagerhülse 1 ist zylindrisch aus zwei Hälften 6 und 7 aufgebaut. Die Lagerinnenfläche 5 ist in drei unsymmetrische Teile 5a, 5b und 5c unterteilt, wel che die Lagerflächen bilden. Der Teil 5a trägt die Last, ist im Aufriss vom Ende her gesehen halbkreis förmig und stehlt die Lagerfläche der unteren Hülsen hälfte 6 dar. Die Lagerfläche der oberen Hälfte 7 setzt sich. aus zwei Teilen 5b und 5c von in Umfangs richtung gesehen ungleicher Länge zusammen. Jeder der Teile 5a,<I>5b</I> und 5c ist mit einer Ausnehmung 8 versehen, von denen zwei in einer radialen End- fläche je einer der Hülsenhälften angeordnet sind und mit dem Ende der anschliessenden Hülsenhälfte 6 oder 7 einen öleinlass 4 bilden. Die dritte Ausneh- mung ist ungefähr in der Mitte der oberen Hälfte 7 angeordnet. Ein Teil der Lagerfläche ist bei jeder Ausnehmung 8 schräg ausgekehlt. Diese ausgekehl ten Teile 9 erstrecken sich, wie Fig. 2 zeigt, über den grössten Teil der Hülsenlänge und bilden ein Mittel, um Filme des Öls, das durch die Einlässe 4 eintritt, zu verteilen. Die Teile 9 erstrecken sich von der Aus- nehmung 8 weg und nehmen unter Näherung zur Lagerfläche hin an Tiefe ab. Die Auskehlung braucht sich in Umfangsrichtung nicht weiter als um 30 zu erstrecken. In der Zeichnung ist sie mit 15 bis 20 dargestellt. Bei dem Ende, das von der Ausnehmung 8 entfernt liegt, ist jeder Teil der Lagerfläche mit einer rechteckigen Nut 10 versehen, die sich axial über die ganze Länge der Lagerfläche erstreckt, d. h. an den Stirnenden der Lagerhülse mündet, und von dem nachfolgenden öleinlass durch einen in Umfangs richtung des Lagers schmalen Streifen 11 der Lager fläche getrennt ist. Angenommen der Lagerzapfen dreht sich im Lager entgegen dem Uhrzeigersinne, dann besitzt in der in Fig. 1 dargestellten Ausfüh rungsform jeder Lagerflächenteil 5a,<I>5b</I> und 5c in Drehrichtung der Welle gesehen am vorderen Ende der Lagerfläche einen öleinlass und beim hinteren Ende der Lagerfläche einen ölauslass 10. Der Abstand zwischen öleinlass und ölauslass ist für jeden der Teile 5a, 5b, 5c verschieden, so dass diese Teile in Umfangsrichtung von verschiedener Länge sind. Im Betrieb trägt die Lagerfläche 5a der unteren Hülsenhälfte die Last in üblicher Weise und die Teile 5b und 5c der oberen Hülsenhälfte bieten eine zu sätzliche radiale Stütze für den Lagerzapfen, um einer Unstabilität entgegenzuwirken, während die Ölaus- lässe 10 und die Oberflächenstreifen 11 eine plötzliche Änderung im Ölfilm bewirken und das Umlaufen des Ölkeiles rund um das Lager, was die Ursache von Resonanzschwingung würde, verhüten. Wie jeder Fachmann erkennen wird, können kon struktive Änderungen vorgenommen werden, die den Bereich der Erfindung, wie sie hier beansprucht wird, nicht verlassen. Beispielsweise kann, wie in Fig. 3 dargestellt, die Ausnehmung 8 in der Trennfläche bei dem Oberflächenstreifen 11 einer jeden gebogenen Lagerhälfte angeordnet werden, während die andere Trennfläche jeder Hälfte axial von Ende zu Ende eben ist. In manchen Fällen kann es zweckmässiger sein, zwei oder mehr axial in Abstand voneinander angeordnete Ausnehmungen 8 in jedem Hülsenteil vorzusehen, so dass der Ölzufluss längs der ausgekehlten Teile 9 ver teilt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Lager für Ölschmierung mit einer zylindrischen, die Lagerfläche aufweisenden Lagerhülse, die sich aus zwei halbzylindrischen Hülsenhälften zusammensetzt, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Lagerfläche der Hülse zumindest aus drei gebogenen Teilen zusam mensetzt, ein Öleinlass in Drehrichtung der Welle ge sehen an dem vorderseitigen Ende jedes Lagerflächen teiles von der Aussenseite zur Innenseite führt, Ölaus- lässe je an beiden Stirnenden der Lagerhülse münden,wobei in der Drehrichtung der Welle gesehen je beim hinteren Ende jedes Lagerflächenteiles ein Ölauslass vorgesehen ist, und dass der Abstand zwischen Ölein- lass und Ölauslass für jeden Teil der Lagerfläche ver schieden ist, so dass diese Teile in Umfangsrichtung von verschiedener Ausdehnung sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Lager nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die untere Hülsenhälfte eine einzige Lagerfläche aufweist, die sich in der Hauptsache über die ganze Innenfläche erstreckt, die obere Hülsen hälfte eine unterteilte Innenfläche aufweist, um zwei Lagerflächen ungleicher Ausdehnung in Umfangs richtung zu schaffen, wobei zwei Öleinlässe sich in der, in der Drehrichtung der Welle gesehen, vorderen Trennnfläche jeder Hülsenhälfte befinden,und ein dritter öleinlass sich durch die obere Hülsenhälfte bei deren Mitte zwischen den beiden Lagerflächen er streckt. 2. Lager nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass bei jeder Lagerhülsenhälfte in der vor deren Trennfläche eine Ausnehmung vorgesehen ist und diese Ausne'hmungen mit den hinteren Trennflä chen der ergänzenden Lagerhälfte einen öleinlass zur Lagerfläche bilden. 3.Lager nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die untere Hülsenhälfte eine einzige Lagerfläche besitzt, die sich in der Hauptsache über die ganze Innenfläche erstreckt, die obere Hülsen hälfte eine unterteilte Innenfläche aufweist, um zwei Lagerflächen ungleicher Ausdehnung in Umfangs richtung zu schaffen, wobei zwei Öleinlässe sich in der, in der Drehrichtung der Welle gesehen, vorderen Trennfläche jeder Hülsenhälfte befinden, und ein drit ter Öleinlass sich durch die obere Hülsenhälfte bei deren Mitte zwischen den beiden Lagerflächen er streckt,und dass jeder ölauslass von dem benachbar ten Öleinlass durch einen schmalen Streifen der Lager fläche getrennt ist. 4. Lager nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass in jeder Lagerhülsenhälfte in deren in Drehrichtung gesehen hinteren Trennfläche eine Aus- nehmung angeordnet ist und diese quer zur Lager achse gerichtete Ausnehmung zusammen mit den anschliessenden vorderen Trennflächen der ergänzen den Hülsenhälften dazu dienen, Öleinlässe zur Lager fläche zu schaffen. 5.Lager nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Teil der Lagerinnenfläche bei jedem Öleinlass in die Lagerfläche auslaufend ausgekehlt ist, wobei die ausgekehlten Teile sich axial über den grö sseren Teil der Lagerhülse erstrecken, um für jeden Eimass einen Ölverteiler zu schaffen. 6.Lager nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ölauslässe durch Nuten gebildet werden, die in axialer Richtung über die ganze Länge der Lagerfläche von einem Ende zum andern Ende angeordnet sind und dass die Nuten von den benach- barten Öleinlässen durch einen schmalen Streifen der Lagerfläche getrennt sind.
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