CH370457A - Hochspannungsschiene - Google Patents
HochspannungsschieneInfo
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Description
Hochspannungsschiene Es ist bekannt, dass Hochspannungs-Stromleiter, wie z. B. Sammelschienen in Schaltstationen, mit kleineren Abständen gegen Erde, gegen benachbarte Phasen und gegen kreuzende Schienen versehen wer den dürfen, wenn durch Einbettung in feste Isolier stoffe die Zonen höchster Spannungsgradienten durch letztere aufgenommen und zudem eine Schirmwirkung erzielt wird. Die Abstützung solcher Schienen. erfolgt durch Isolierstutzer. Es zeigt sich aber, dass bei Über spannungsdurchschlag der Luftzone, allgemeiner der Zone des als Umgebungsmedium verwendeten Gases, der Funke rasch gegen die Schienenden wandert und dort zum Überschlag nach dem freien Ende des Hoch spannungsleiters führt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine .ganz erhebliche weitere Erhöhung der Spannungssicherheit respektive eine weitere Verminderung der Schienen abstände. Dies wird erfindungsgemäss dadurch er reicht, dass mindestens die Isolation der beiden Schie nenenden aus Schichtstoff besteht und die beiden Enden Kondensatorsteuerbeläge aufweisen, welche für die Nennspannung ausgelegt sind, wobei der äusserste Steuerbelag nicht geerdet ist und dass die radiale Dicke der Schienenisolation mindestens so gross be messen ist, dass das angrenzende umgebende Gas min destens bei Betriebsspannung noch koronafrei ist und dass die Schienenisolation so bemessen ist,
d'ass sie bei kurzzeitigem Durchschlag des umgebenden Gases der Spannung standhält. Es ist nicht notwendig, dass sich Steuerbeläge oder der äusserste Belag vom einen Ende zum anderen hinzieht; es erweist sich im Gegenteil als vorteilhaft, Steuerbeläge nur an Enden einzu betten, da dies an die Qualität des Materials gerin gere Ansprüche stellt und bei Stossspannung der Aus breitungsverzug günstig wirkt.
Da die elektrische Feld beanspruchung der festen Isolation bei normalem Betrieb sehr klein ist und nur in Momenten von Durchschlägen der Luft, allgemeiner des den Raum ausfüllenden Gases, insbesondere Stossspannungs- durchschlägen, hoch ist, kann die radiale Bemessung der Isolation wesentlich kleiner sein als bei Durch führungsisolatoren derselben Spannungsreihe.
Insbesondere ist aus wirtschaftlichen Gründen vorteilhaft und aus technischen Gründen zulässig, den nicht gesteuerten Teil der Schienen mit kleinerer radialer Isolierstoffdicke auszuführen.
Sind die gesteuerten Schienenenden geeignet ge bogen, .so können die Enden der Hochspannungs schiene bei genügendem Abstand von Erde blank sein, so dass sich dort Schienenverbindungen, Schienen abzweigungen und Trennerpole anbringen lassen.
Hochspannungsschienen lassen sich unter Ver wendung verschiedener Isolierstoffe isolieren, welche sich zur Einfügung von Kondensatorbelägen eignen, also z. B. aus aufgebandeltem Papier, das mit ö1, einem Chlordiphenyl oder einem Isoliergas, wie z. B. Schwefelhexafiuorid, imprägniert ist. Es muss dann ein dichter Isoliermantel angebracht sein, welcher das Entweichen des Imprägniermittels verhindert.
Der nicht gesteuerte Teil kann auch mit dem Gas allein gefüllt sein, wobei dann aber wenigstens die gesteuer ten Enden zwecks Festhaltung der Steuerbeläge mit Schichtstoff umhüllt sein müssen.
Besonders vorteilhaft ist aber eine harte, mecha nisch und dielektrisch feste Trockenisolation, beste hend aus unter Zug aber ohne radialen Druck auf- gebandeltem respektive aufgewickeltem Kreppapier, das mit .einem im Applikationszustand flüssigen, nach der Polyaddition festen Epoxyharz imprägniert ist.
Die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeitsaufnahme und gegen Fortpflanzung eines Brandes kann erhöht werden, indem die äusserste Schicht aus anorganischen Körnern, vorzugsweise von 0,2 bis 1,7 mm Durch messer, hergestellt wird, wobei sowohl der papier- haltige wie auch der körnige Teil mit Epoxyharz imprägniert werden.
Als Werkstoff zur Schienenisolation eignen sich ferner, mindestens für den nicht potential gesteuer ten Teil, thermoplastische Kunststoffe, z. B. Poly äthylen. Die gesteuerten Enden können auch in die sem Falle vorteilhaft in aufgebandeltem Papier nach obiger Beschreibung hergestellt sein. Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfin dung erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Hochspannungsschiene; 1 ist die Hochspannungsschiene in U-Form, 2 das feste Di- elektrikum, welches die Schiene auf ihrer ganzen Länge umhüllt; 3 sind die Kondensator-Steuerungs- beläge der Enden, 4 die Isolierstützer.
In Fig. 2 ist das nicht gesteuerte Teil der Isolation mit kleineren Wandstärken gezeichnet. Die Bezeich nungen der einzelnen Teile stimmen mit denen von Fig. 1 überein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH In Isolierstoff eingebettete, durch Isolierstützer getragene Hochspannungsschiene, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens die Isolation der Schienen enden aus Schichtstoff besteht und die Enden Konden- sator-Steuerbeläge aufweisen, welche für die Nenn spannung ausgelegt sind, wobei der äusserste Steuer belag nicht geerdet ist, und dass die radiale Dicke der Schienenisolation mindestens so gross bemessen ist,dass das angrenzende umgebende Gas mindestens bei Betriebsspannung noch koronafrei ist und dass die Schienenisolation so bemessen ist, d'ass sie bei kurz zeitigem Durchschlag des umgebenden Gases der Spannung standhält. UNTERANSPRÜCHE 1. Hochspannungsschiene nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Dicke des ungesteuerten Schienenteiles kleiner ist als diejenige der gesteuerten Enden. 2. Hochspannungsschiene nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, d'ass die 'beiden gesteuerten Schienenenden bogenförmig sind.3. Hochspannungsschiene nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenisolation aus einem Hartschichtstoff besteht. 4. Hochspannungsschiene nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die feste Schienenisola tion aus aufgeband'eltem Papier besteht, das mit einem fliessbaren Dielektrikum imprägniert und durch einen Mantel aus festem Isolierstoff umhüllt ist. 5. Hochspannungsschiene nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der nicht gesteuerte Teil der Schienenisolation aus einem Thermoplast besteht. 6.Hochspannungsschiene nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die äusserste Schicht von einer weiteren Schicht um hüllt ist, welche aus anorganischen Körnern und aus Epoxyharz besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7356559A CH370457A (de) | 1959-05-25 | 1959-05-25 | Hochspannungsschiene |
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| CH7356559A CH370457A (de) | 1959-05-25 | 1959-05-25 | Hochspannungsschiene |
Publications (1)
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| CH370457A true CH370457A (de) | 1963-07-15 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH370457A (de) |
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1959
- 1959-05-25 CH CH7356559A patent/CH370457A/de unknown
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