CH368043A - Verfahren zum Sintern von Formlingen aus pulverförmigem Material - Google Patents

Verfahren zum Sintern von Formlingen aus pulverförmigem Material

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CH368043A
CH368043A CH6159958A CH6159958A CH368043A CH 368043 A CH368043 A CH 368043A CH 6159958 A CH6159958 A CH 6159958A CH 6159958 A CH6159958 A CH 6159958A CH 368043 A CH368043 A CH 368043A
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furnace
sintering
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CH6159958A
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Edward Antill John
Lloyd Henry
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Atomic Energy Authority Uk
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/10Sintering only

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description


      Verfahren    zum     Sintern    von     Formlingen    aus pulverförmigem Material    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum  Sintern von Formlingen aus pulverförmigem Material.  



  Die Erzeugung dichter metallischer und kera  mischer Artikel aus Pulvern findet zunehmende tech  nische Anwendung. Die insbesondere in der kera  mischen Industrie seit Jahren ausgeübte Methode be  steht darin, das Pulver zunächst kalt zu einem soge  nannten      Grünling     von gewünschter Form zu ver  dichten und dann durch Sintern bei genügend hoher  Temperatur und während genügend langer Zeit in  einen harten, dichten Körper umzuwandeln. Der kalt  verdichtete Körper kann auf verschiedene Arten her  gestellt werden, z. B. durch     Druckguss,        Strangpressen,     hydraulische     Verpressung    oder Füllung einer Form  mit lockerem Pulver.

   Keramische Produkte, die sich  an der Luft erhitzen lassen,     sintert    man     gewöhnlich     in Tunnelöfen. Körper aus giftigen oder reaktions  fähigen Materialien müssen jedoch in kleinen Öfen  und     inerter    Atmosphäre gebrannt werden. Dies ist  besonders bei grossen Gegenständen und Tempera  turen über 1500  C oft schwierig zu bewerkstelligen.  Ein weiteres, speziell bei Tonerde auftretendes Pro  blem ist, dass beim Brennen beträchtliche Verwerfun  gen oder     Verzerrungen    auftreten     können.     



  Ein schwerwiegender Nachteil bei der Herstellung  von Artikeln durch Sintern verdichteter Körper aus  Metallpulver oder keramischen Pulvern ist die durch  die Ofengrösse gegebene Beschränkung, welche die  Herstellung sehr grosser Artikel verhindert. Selbst die  grössten     herstellbaren    Artikel erleiden infolge un  gleichmässiger Erhitzung und Verbiegung infolge von       Auflageschwierigkeiten    Qualitätseinbussen.  



  Die Erfindung soll es ermöglichen, grössere Sinter  artikel von besserer Qualität als bisher herzustellen.  Gemäss der Erfindung werden     Artikel    durch       Sinterung    von Formlingen aus pulverförmigem Mate  rial, z. B. Metall- oder keramischen Pulvern, herge-         stellt,    indem man den Formling und einen Durch  gangsofen, dessen Länge kleiner ist als die Länge  des Formlings, relativ zueinander bewegt, so dass  die von     einem    Ende des Formlings zum andern auf  einanderfolgenden Teile nacheinander auf     Sintertem-          peratur    erhitzt werden.  



  Die heisse, auf der     Sintertemperatur    des Materials  (das heisst unter dessen     Schmelzpunkt)    gehaltene  Zone erstreckt sich also in jedem gegebenen Zeit  punkt nur über einen Teil der Länge des     Formlings     und durchläuft die Länge desselben.  



  Eine     bevorzugte        Ausführungsform    besteht darin,  einen Ofen so über einen verdichteten Körper zu  führen, dass die im Innern des Ofens befindliche  Partie gesintert wird, wodurch fortschreitend der       ganze    Körper gesintert wird,     wenn    der Ofen über  ihn hinweggeht und die     Sinterzone    sich längs dessel  ben von einem Ende zum andern bewegt. Eine  Kontraktion der erhitzten Zone bewirkt     Einschnü-          rung    der Körper, doch wurde gefunden, dass die dabei  zu erwartende     Rissbildung    in der Praxis nicht auf  tritt.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    eignet sich ins  besondere zur Herstellung von Gegenständen wie  Stäben und Rohren, besonders für kontinuierliche  Arbeitsweise.  



  Da der im     erfindungsgemässen    Verfahren verwen  dete Ofen im Vergleich zu einem     Tunnelofen    oder  einem technischen Ofen verhältnismässig klein ist,  ist die Kontrolle der Temperatur entsprechend viel  leichter. Dadurch     wird    das Werkstück über seine  ganze Länge gleichmässig gesintert,     einschliesslich    der  Enden. Der Brenngrad kann leicht mittels der Ofen  temperatur und Ofengeschwindigkeit gesteuert wer  den.  



  Das Verfahren hat insofern den gleichen Vorteil  wie die Verwendung eines     Tunnelofens,    als jeder           Teil    des Werkstückes die gleiche Wärmebehandlung,  nur     aufeinanderfolgend,    erfährt. Dieser     Vorteil    zeigt  sich selbst in der konstanten Schrumpfung und  Dichte, die längs eines bestimmten Stabes oder  Rohres erhalten werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren arbeitet rascher  als bisher verwendete     Methoden.    Die Geschwindig  keit, mit welcher die     Sinterzone    dem Formling ent  lang     geführt    wird, wird weitgehend durch die Zeit       begrenzt,    die notwendig ist, um die zur     Sinterung     erforderliche Wärmemenge in das Werkstück einzu  führen. Im Falle von     Metallpresslingen    sind ausser  ordentlich hohe Produktionsgeschwindigkeiten mög  lich, da man Induktionsöfen verwenden kann, wobei  die Wärmeentwicklung im Metall selbst erfolgt.  



  Die höchsten mit Erfolg angewendeten Geschwin  digkeiten zeigten, dass bei dichten kalten     Presslingen     der grösste Teil der Schrumpfung innerhalb der ersten  15 Minuten bei     Sintertemperatur    stattfindet. Diese  Tatsache war schon seit Jahren bekannt, doch ge  wöhnlich ohne Bedeutung, da der grösste Teil der  Brennperiode auf das Erhitzen und auf das Ab  kühlen von der     Sintertemperatur    entfiel.

   Es zeigte  sich ferner, dass     grosse    keramische Gegenstände mit  einer     Geschwindigkeit    von 25     cm/h    hergestellt wer  den können, und dass für     Presslinge    aus Metallpulver  und kleine keramische Artikel Geschwindigkeiten von  75     cm/h        möglich    sind. Diese Geschwindigkeiten kön  nen als für ein Herstellungsverfahren wirtschaftlich  betrachtet werden und könnten durch Verlängerung  des Ofens weiter erhöht werden. Bei den in den  nachfolgenden Beispielen 1 bis 5 beschriebenen Ver  suchen waren die Öfen nur 25 cm lang, doch ist die  mögliche Ofenlänge natürlich nicht darauf begrenzt.  



  Man kann nach diesem Verfahren relativ lange  Artikel herstellen.     Ihre.Länge    wird durch die Länge  der     Grünlinge    oder im Falle eines reagierenden Mate  rials von der Methode der Abschirmung desselben  vor der Atmosphäre, nicht aber durch die     Sinterungs-          technik    bestimmt.  



  Die Anwendung von Sicherheitsmassnahmen wird  durch die Verminderung des Ofenvolumens verein  facht und die Bearbeitung von     Stoffen    wie Beryllium  oxyd sicherer gestaltet.  



  Die Deformation der Werkstücke wird wesent  lich reduziert; der     grösste    Teil der     Artikel    kann wäh  rend des     Sinterns    aufliegen, und in jedem Moment  wird nur ein kleiner Teil desselben     gesintert.    Man  kann so lange     Artikel    ohne Verbiegung herstellen.

    Man erhält sehr kleine Toleranzen, weil a) das ganze  Werkstück die gleiche Hitzebehandlung erhält und  deshalb     gleichmässig    schrumpft; b) das Werkstück  sich nicht durchbiegen oder verzerren kann, da nur  eine schmale, von     gesintertem    und     ungesintertem     Material gestützte Zone erhitzt wird, während in den  üblichen Öfen oder Tunnelöfen das ganze Werkstück  auf     Sintertemperatur    gebracht wird; und c) ein ge  rades Produkt erhalten werden kann, indem man  beidseitig des Ofens bei Zimmertemperatur wirkende,  verstellbare     Führungselemente    vorsieht oder in einem    geraden Behälterrohr oder Schiff, in welchem das  Werkstück ruht, arbeitet.  



  Die Kapital- und Betriebskosten der Anlage  lassen sich ausserordentlich gering halten im Vergleich  zu einem Tunnelofen oder üblichen Ofen mit langer  gleichmässiger Temperaturzone; der Ofen muss nur  so gross sein, dass der Artikel ihn in Längsrichtung  passieren kann.  



  Das Verfahren ist nicht auf     irgendein    spezielles  Material beschränkt, sondern kann für Metalle und  keramische Stoffe mit oder ohne Anwesenheit eines       Flussmittels    verwendet werden.  



  Das Wesen der Erfindung wird durch die folgen  den Beispiele besser verständlich.  



  <I>Beispiel 1</I>       Thoriumpulver,    das erhalten wurde durch Reduk  tion von     Thoriumoxyd    mit     Calzium,    wurde hydrau  lisch zu Stäben von 21 cm Länge und 1,2-2,9 cm  Durchmesser     verpresst.    Jeder Stab wurde in einem  Rohr aus     Mullit,    das mit einer Vakuumpumpe in  Verbindung stand,     gestützt    und zonenweise     gesintert,     indem man einen normalen Platinofen von 10 cm  Länge, dessen Temperatur in der Mitte     13400C     betrug, darüber     hinwegführte.    Die Dichte der  grü  nen  Stäbe war 9,

  4     g/cm3.    Die Wirkung der Ofen  geschwindigkeit auf die mittlere Dichte wurde er  mittelt. Im Bereich von 0,75     cmrh    nahm die Dichte  mit zunehmender Geschwindigkeit leicht ab; oberhalb  75     cm/h    erreichten die Stäbe infolge ungenügendem       Wärmeübergang    durch das     Mullit-Schutzrohr    die       Sintertemperatur    nicht und die Dichte nahm ausge  sprochen ab.

   Für Geschwindigkeiten bis zu 75     cm/h     waren die Dichten an verschiedenen Stellen längs des       Stabes        innerhalb        1%        von        11,4        glcm3,        und        unter     Ausserachtlassung kleiner Schrumpfungen des Durch  messers von 1 cm Länge an jedem Ende lag der  Durchmesser der fertigen Stäbe innerhalb einer     Tole-          ranz        von        1%,

          bezogen        auf        die        Abweichung        von        den     Dimensionen der  grünen>> Stäbe. Die prozentuale  Längs- und Querschrumpfung, bezogen auf die     Di-          mensionen        der        grünen        Stäbe,        betrug        etwa        7,5        %        bzw.          5,

  5        %        und        ein        Reissen        oder        Verzerren        der        Stäbe     trat nie ein.  



  <I>Beispiel 2</I>  Lockeres     Thoriumpulver,    das in Tiegel aus       Berylliumoxyd    von 21 cm Länge und 2,7 cm Innen  durchmesser gestopft war, wurde wie im Beispiel 1 in  einem     Mullitrohr    im Vakuum der     Zonensinterung     unterworfen, wobei die Ofentemperatur in der Mitte  aber 1340-1450  C betrug. Die  grünen  Stäbe hat  ten eine Dichte von 5,5     g/cm3.    Bei einem ersten Ver  such rissen die Stäbe, da ihre     Längsschrumpfung    für  ihre  Grünfestigkeit  zu gross war.

   Das Problem  wurde bewältigt, indem man die Stäbe zweimal durch  den Ofen     führte,    einmal bei     920     C und dann bei  der     Sintertemperatur.    Für beide Durchgänge wurde  die gleiche Ofengeschwindigkeit verwendet. Die Be  ziehung zwischen Ofengeschwindigkeit,     Sintertempe-          ratur    und Dichte ist in der Tabelle zusammengestellt.      Um eine annehmbare     Sinterung    zu erreichen, musste  man bei niedrigen Geschwindigkeiten arbeiten.

    
EMI0003.0002     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Zonensinterung <SEP> von <SEP> lockerem <SEP> Thoriumpulver
<tb>  Ofengeschwindigkeit <SEP> Temperatur <SEP> Dichte
<tb>  cmlh <SEP> f <SEP> C <SEP> g/cm3
<tb>  2,0 <SEP> 1340 <SEP> 9,9
<tb>  7,5 <SEP> 1450 <SEP> 11,0       <I>Beispiel 3</I>  Uranpulver, hergestellt durch Reduktion von  Urandioxyd mit     Calzium,    muss in lockerem Zustand  gesintert werden, da es sich kalt nicht verdichten  lässt. Das Pulver wurde in einen Tiegel aus Beryllium  oxyd (16 cm Länge und 1 cm     Innendurchmesser)     gestopft und in einem     Mullitrohr    im Vakuum bei       11009C    Ofentemperatur der     Zonensinterung    unter  worfen.

   Der Ofen und die Apparatur waren die  gleichen wie in den Beispielen 1 und 2. Die Dichte  der grünen Stäbe war 10,7     g/cm3.    Eine     Rissbildung     infolge Längsschrumpfung wurde wie beim lockeren       Thoriumpulver    dadurch     vermieden,    dass man den  Ofen zweimal, einmal bei     9000C    und dann bei       Sintertemperatur,    über das Objekt führte.

   Beide  Durchgänge     erfolgten    mit einer Ofengeschwindigkeit  von 5     cm/h.    Die Dichte längs der Stäbe war     konstant,     zuerst 10,8     g/cm3,    nahm dann aber stark zu bis zu  einem     Maximum    von 13,6     g/cm3.    Die Ergebnisse  stimmen mit denjenigen für     Thoriumpulver    insoweit  überein, als mit lockerem Pulver die     schliesslich     erreichbare Dichte von der Geschwindigkeit     abhängt,     und dass zur Erreichung einer annehmbaren     Sinte-          rung    kleine Geschwindigkeiten zur Anwendung ge  langen müssen.  



  <I>Beispiel 4</I>  Die     Zusammensetzung    von      Hylumina ,    einem  hitzebeständigen Material auf     Tonerdebasis,    herge  stellt von der K. L. G.     Sparking        Plugs    Ltd., ist nach  dem Brennen:

       94,35Q/oTonerde,    3,259/o     Siliziumoxyd,          1,49/a        Kalk        und        1,0        %        Magnesiumoxyd.        Grüne        ausge-          presste    Stäbe und Rohre aus      Hylumina ,    die bei 1000        vorgebrannt    waren, wurden von den Herstellern in  zwei Grössen erhalten. Die kleinste war 30 cm lang mit  1,2 cm Durchmesser (Wandstärke der Rohre 0,2 cm)  und die grösste 120 cm lang mit 2,5 cm Durchmesser  (Wandstärke der Rohre 0,7     cm).     



  Die kleineren Stäbe wurden mit Erfolg bei  1600, 1650 und 1700  C bei Ofengeschwindigkeiten  von bis zu 75     cm/h    der     Zonensinterung    unterworfen.  Der Ofen bestand aus einer     Molybdänwiderstands-          spule    von insgesamt 25 cm Länge mit einer Zone  gleichmässiger Temperatur von etwa 5 cm Länge.  Die höchsten erreichten Dichten waren 3,69 bis  3,70     g/cm3.    Die Längs- und Querschrumpfung     betrug     15-16     9/o    bzw. 16-18 9/0. Es zeigten sich keine Risse  in teilweise gesinterten Stäben oder Rohren.

      Die grössten Stäbe und Rohre wurden hergestellt,  um zu zeigen, dass man durch     Zonensinterung    lange,  gerade Artikel erhalten kann. Bei einer Ofentempe  ratur von     1650     C und Ofengeschwindigkeiten von  7-30     cm/h    rissen die grössten Stäbe; die     Rissbildung     trat ein, bevor der Stab die     Sintertemperatur    erreichte  und plastisch war und wurde mit zunehmender Ge  schwindigkeit schlimmer. Niedrigere Geschwindig  keiten würden wahrscheinlich zu befriedigenden Pro  dukten geführt haben.  



  Die grössten Rohre wurden bei 1650  C mit Ge  schwindigkeiten von 15-25     cm/h    in befriedigender  Weise gesintert. Höhere     Geschwindigkeiten    führten  zu     Rissbildung.    Die Geschwindigkeitsgrenze war ziem  lich scharf und     mit    verschiedenen Rohren     reprodu-          zierbar.    Das Rohr wurde im Anfang an einem Ende  festgehalten und der Ofen über das andere Ende  geführt.

   Wenn das gesinterte Ende aus dem Ofen  heraustrat, wurde es festgehalten und das andere  Ende freigegeben, jedoch auf einer     Klammer    gela  gert, so dass das Rohr auf zwei     Klammern,    eine an  jedem Ende des Ofens, und dem Boden des aus  Tonerde bestehenden Rohres des Ofens auflag. Das  Werkstück wurde so am gesinterten Ende durch die  Klammer festgehalten, konnte sich jedoch in Rich  tung seiner Achse     durch    die andere     Klammer    hin  durch verschieben und so eine     Längsschrumpfung     ausführen.

   Die Längsschrumpfung war beträchtlich       (15-1611/o,),    so dass die letztere     Klammer    sorgfältig  eingestellt werden musste, damit der Ofen und das  Rohrende diese gleichzeitig erreichten.     Schliesslich     wurde diese zweite     Klammer    entfernt und der Ofen  über den ganzen Stab geführt. Die seitliche und  vertikale Einstellung der     Klammer    musste sorgfältig  geschehen, um     ein    gerades     Produkt    zu erhalten.

    Manchmal wiesen die Enden dieser Rohre Risse auf,  was dadurch     vermieden    werden konnte, dass man  die     Geschwindigkeit    verlangsamte,     gewöhnlich    auf  5     cm/h,    wenn die Enden in den Ofen eintraten und  bis sie dessen Mitte erreicht hatten. Diese Arbeits  weise war für gerade  grüne  Rohre befriedigend.  Gebogene     Rohre    wurden ebenfalls gesintert, indem  man die Krümmung der Rohre in einer vertikalen  Ebene anordnete und die Höhe der zweiten Klam  mer während des Versuchs änderte. Auf diese Weise  wurde das Werkstück während der     Sinterung    teil  weise     geradegerichtet.     



  Zwischen den Schrumpfungen und den     End-          dichten    der grossen und kleinen Werkstücke bestand  kein     merklicher    Unterschied. Die Vakuumdichtigkeit  der Rohre wurde     ermittelt,    indem man diese eva  kuierte, das Rohr von der Pumpe     absperrte    und den  Druckabfall als Funktion der Zeit mass. Die     Undich-          tigkeit    bei grossen und kleinen Rohren war kleiner  als     10-s        cm3    Luft     NTP/h/cm2        Innenfläche.        (NTP     = normale Temperatur und Druck).  



  <I>Beispiel 5</I>  Versuche über die Herstellungsmethode und das       Sinterungsverhalten    von     Magnesiumoxydpulver    haben      gezeigt, dass durch Brennen von     Magnesiumhydroxyd     oder     -carbonat    bei niedrigen Temperaturen ein Pulver  erhältlich ist, das leichter     sintert    als bei höheren Tem  peraturen gebranntes     Material    und sich zur Her  stellung hitzebeständiger Artikel eignet.

   Aus     Magne-          siapulver,    das erhalten wurde durch zweistündiges  Brennen bei 800  C, wurden     Presslinge    hydraulisch  geformt (1,0 cm Durchmesser, 13,0 cm Länge) und  bei 1550-1650  C der     Zonensinterung    unterworfen.  Der Ofen war der gleiche, wie er im Beispiel 4 ver  wendet wurde.

   Die Gründichte betrug 2,0     g/cm3    und  die Längs- und Querschrumpfung während des Bren  nens     1611/9.    Im Vergleich zu      Hylumina     wurde die       Enddichte    durch Änderung der Ofentemperatur und  Geschwindigkeit nur wenig     beeinflusst.    Dieser Unter  schied beruht     vermutlich    auf dem verschiedenen  Charakter der beiden Materialien,     indem    die Magnesia  rein ist, während      Hylumina     ein     Flussmittel    enthält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Sintern von Formlingen aus pul- verförmigem Material, dadurch gekennzeichnet, dass man den Formling und einen Durchgangsofen, dessen Länge kleiner ist als die Länge des Formlings, relativ zueinander bewegt, so dass die von einem Ende des Formlings zum anderen aufeinanderfolgenden Teile nacheinander auf Sintertemperatur erhitzt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Formling zwei oder mehr Durchgängen bei steigenden Temperaturen unterwirft.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Formling in einer rohrförmigen Hülse gehalten wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Formling an einem Ende gestützt wird, während sein anderes Ende in den Ofen eintritt und durch diesen hindurchgeht, wonach er am andern Ende gestützt wird.
CH6159958A 1957-07-11 1958-07-10 Verfahren zum Sintern von Formlingen aus pulverförmigem Material CH368043A (de)

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GB2202157A GB848571A (en) 1957-07-11 1957-07-11 Improvements in or relating to the sintering of ceramic compacts
GB192558 1958-01-20

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