CH353089A - Elektronenstrahlröhre mit einem Lumineszenzschirm - Google Patents
Elektronenstrahlröhre mit einem LumineszenzschirmInfo
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Description
Elektronenstrahlröhre mit einem Lumineszenzschirm Es ist bekannt, Schirme für Elektronenstrahlröh ren aus Körnern eines lumineszierenden Stoffes her zustellen, die, bevor sie in der Röhre auf dem Schirm angebracht werden, mit einer dünnen Schicht aus Siliciumoxyd umgeben sind. Diese Schicht hält positive Ionen zurück und lässt die Primärelektronen des Elek tronenbündels mit geringem Energieverlust passieren. Da die positiven Ionen zurückgehalten werden, ent steht kein Ionenfleck, wie dies in Röhren mit einem Schirm aus Körnern ohne eine solche Schutzschicht auftritt.
Es bleibt jedoch der Nachteil, dass das Po tential des Lumineszenzschirmes nicht stabil ist. Be kanntlich kann man dieses Potential fixieren, indem man auf der Seite der Spritze den Schirm mit einer dünnen, für Elektronen durchlässigen Metallschicht versieht. Die Anbringung einer solchen Metallschicht erfordert jedoch :eine verhältnismässig verwickelte und somit kostspielige Arbeit.
Die Erfindung bezweckt nun, ein Mittel zu schaffen, um das Potential eines Lumineszenzschir- mes auf andere Weise zu stabilisieren.
Eine Elektronenstrahlröhre nach der Erfindung enthält eine Elektronenspritze, die einen Elektronen strahl mit nur schnellen Elektronen erzeugt, eine zu- sätzliche Elektronenquelle, die einen Elektronenstrom mit Elektronen liefert, deren mittlere Geschwindigkeit nicht grösser als 2/#, der mittleren Geschwindigkeit der Elektronen in dem Elektronenstrahl ist, und einen Bildschirm mit körnigem lumineszierendem Material, wobei die Körner mit einer Schicht aus einem Stoff umhüllt sind,
der für die erzeugte Lumineszenzstrah- lung durchlässig ist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Umhüllung der lumineszierenden Körner so gross ist, dass die schnellen Elektronen die Umhüllung mit einem geringen Verlust passieren und die lumineszierenden Körner aufleuchten lassen, wobei jedoch die langsamen Elektronen der zusätzlichen Elektronenquelle praktisch ganz zurückgehalten wer den.
Der erfindungsgemäss erzielten Potentialstabilisie- rung des Schirmes liegt die Tatsache zu Grunde, dass langsame Primärelektronen eine Sekundäremission des Schirmes hervorrufen, die grösser ist als ein Se kundärelektron pro Primärelektron.
Das Potential des Schirmes stabilisiert sich dann derart, dass es den Wert des Potentials der Anode der Elektronenspritze und der damit verbundenen Wandschicht annimmt. Die Primärelektronen des konzentrierten Elektronen- bündels sind bei vielen modernen Röhren so schnell, dass die von ihnen erzeugte Sekundäremission kleiner ist als ein Sekundärelektron pro Primärelektron. Wenn also die Quelle der langsamen Elektronen nicht vor handen wäre,
wäre das Potential des Schirmes nicht stabil. Der Schirm würde sich infolgedessen aufladen mit allen innewohnenden Folgen. Eine dieser beein- trächtigenden Folgen ist bekanntlich eine Verrin gerung der zur Anregung der Lumineszenzstoffe zur Verfügung stehenden Energie. Dies äussert sich in einer verringerten Lichtausbeute des Schirmes.
Ein weiterer Nachteil ist der, dass manchmal bei Schrei ben eines Rasters ein sogenanntes Paaren zweier geschriebener Bildzeilen eintritt.
Die Verwendung einer zusätzlichen Elektronen quelle langsamer Elektronen ergibt also an ,sich eine Stabilisierung des Potentials des Lumineszenzschir- mes. Diese langsamen Primärelektronen können jedoch die Lumineszenzstoffe anregen und erzeugen ,also eine Streubeleuchtung,
die naturgemäss den Kontrast in dem erzeugten Bild verringert. Daher wird gemäss der Erfindung jedes Korn von Lumi- ,neszenzmaterial von einer Schicht aus einem Stoff mit solcher Stärke umgeben, dass die langsamen Elektronen praktisch ganz aufgehalten werden.
Die schnellen Elektronen erfahren zwar einen gewissen Energieverlust, aber halten doch eine solche Menge Energie zurück, dass sie die Lumineszenzkörner leicht aufleuchten lassen können.
Die Umhüllung der Lumineszenzkörner hält ausserdem positive und negative Ionen in hohem Masse auf. Die Stärke der Umhüllungsschichten der Lumi- neszenzkörner muss grösser sein als die Stärke der Schichten, die bereits zum Aufhalten von Ionen vor geschlagen wurden. Die Elektronen, auch wenn sie langsam sind, haben ja ein bedeutend grösseres Durch dringungsvermögen.
Geeignete Stoffe für die Umhüllung der Körner sind z. B. Aluminiumoxyd, Magnesiumoxyd, Silicium dioxyd oder Gemische daraus.
Die Stärke der umhüllenden Schicht in einer Röhre nach der Erfindung liegt vorzugsweise zwischen 75 und 250 m,a bei einer Anodenspannung des konzen- trierten Elektronenstrahls von 15 kV.
Der Strom der langsamen Elektronen braucht nicht konzentriert zu sein. Man kann z. B. in der Nähe des Schirmes eine Anzahl von Quellen langsamer Primärelektronen anbringen. Es kann auch eine Elek tronenspritze vorgesehen werden, die ein divergieren des Bündel langsamer Elektronen aussendet, die gleichzeitig den ganzen Schirm bestrahlen. Die lang samen Elektronen können jedoch auch in einem Bün- dcl konzentriert werden, durch das der Schirm un unterbrochen abgetastet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektronenstrahlröhre mit einem Lumineszenz schirm und einer Elektronenspritze, die einen; Elek- tronenstrahl mit nur schnellen Elektronen erzeugt, fer ner mit einer zusätzlichen Elektronenquelle, die einen Elektronenstrom mit Elektronen liefert, deren mittlere Geschwindigkeit nicht grösser als 2/3 der mittleren Geschwindigkeit der Elektronen im Elektronenstrahl ist, und mit einem Bildschirm mit körnigem Lumi neszenzmaterial,wobei die Körner mit einer Schicht eines Stoffes umhüllt sind, der für die erzeugte Lu- mineszenzstrahlung durchlässig ist, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stärke der Umhüllung der Lumi- neszenzkörner so gross ist, dass die schnellen Elektro nen die Umhüllung praktisch ohne Verlust passieren und die Lumineszenzkörner aufleuchten lassen, wobei jedoch die langsamen Elektronen der zusätzlichen Elektronenquelle praktisch ganz aufgehalten werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Elektronenstrahlröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die umhüllenden Schichten der Lumineszenzkörner aus mindestens einem der Oxyde von Aluminium, Magnesium und Silicium be stehen. 2. Elektronenstrahlröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stärke der umhüllen- den Schichten zwischen 75 und 250 m, bei einer Anodennennspannung des konzentrierten Elektronen bündels von 15 kV liegt. 3.Elektronenstrahlröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Elektronen quelle eine Elektronenspritze ist, die ein stark diver gierendes Elektronenbündel erzeugt, das gleichzeitig den ganzen Bildschirm mit Elektronen belegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL353089X | 1956-07-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH353089A true CH353089A (de) | 1961-03-31 |
Family
ID=19785118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH353089D CH353089A (de) | 1956-07-25 | 1957-07-23 | Elektronenstrahlröhre mit einem Lumineszenzschirm |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH353089A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3222465A1 (de) * | 1981-06-15 | 1982-12-30 | Sony Corp., Tokyo | Kathodenstrahlroehre |
-
1957
- 1957-07-23 CH CH353089D patent/CH353089A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3222465A1 (de) * | 1981-06-15 | 1982-12-30 | Sony Corp., Tokyo | Kathodenstrahlroehre |
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