CH352902A - Vorrichtung zur Überführung einer nassen Papierbahn bei Papiermaschinen - Google Patents

Vorrichtung zur Überführung einer nassen Papierbahn bei Papiermaschinen

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CH352902A
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CH
Switzerland
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suction
cloth
paper web
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suction roll
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English (en)
Inventor
Karl De Rochi
Original Assignee
Voith Ag J M
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Publication date
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Publication of CH352902A publication Critical patent/CH352902A/de

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F2/00Transferring continuous webs from wet ends to press sections

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description


      Vorrichtung        zur        Überführung    einer nassen     Papierbahn    bei     Papiermaschinen       Die     Erfindung    bezieht sich auf eine Vorrichtung  zur     überführung    einer nassen Papierbahn vom Sieb  zur ersten Presse bei Papiermaschinen.  



  Bekanntlich ist die     Papierblattabnahme    vom Sieb  und die Überführung des noch nassen     Faserbandes     zum Filz der ersten Presse jene Stelle der Papier  maschine, welche zu den meisten Einrissen Anlass  gibt und an welcher der meiste Ausschuss entsteht.  Die feuchte Papierbahn hat hier noch wenig Festig  keit und es genügen oft nur geringe Schwankungen  in der Stoffzusammensetzung, der Feuchtigkeit und  dem Papierzug, um ständig viele Abrisse und Aus  schuss zu haben. An dieser Stelle wirken verschiedene  Kräfte, wie der Papierzug von der ersten Presse, das  Eigengewicht der Papierbahn usw., welche die Pa  pierbahn abreissen wollen.  



  Zur Abhilfe dieses     übelstandes    hat     man    bei       Selbstabnahmemaschinen    ein über die obere     Gautsch-          oder        Presswalze    geführtes Obertuch vorgeschlagen,  das die feuchte Papierbahn vom Sieb     abnimmt    und  zur Presse oder zum     Selbstabnahmezylinder        führt.     Diese Anordnung ist die einfachste, kann jedoch nur  bis zu Papiergewichten von max. 45     g/m2    verwen  det werden und erlaubt keine höheren Geschwindig  keiten.  



  Für offene Maschinen ist weiter die Ausführung  einer kleinen     Saugwalze    bekannt geworden, welche  die Papierbahn vom Sieb auf ein Obertuch saugt  und damit zur ersten Presse bringt. Hierbei kann zum  Unterschied von der vorerwähnten Einrichtung im  Sieb eine Saugwalze verwendet werden. Jedoch ist  auch diese Bahnabnahme nur für leichte und dünne  Papiere bis zu mittleren Geschwindigkeiten geeignet.  



  Für schwere Papiere und hohe Geschwindigkeiten  ist eine Vakuumbahnüberführung vorgeschlagen wor  den, bei der das Sieb nach Passieren der     Siebsaug-          walze    in     Papierlaufrichtung    weiter über eine so-    genannte     Umkehrwalze        geführt    wird. Im freien Sieb  trum zwischen den genannten beiden     Walzen    wird       die    Papierbahn von einer kleinen Saugwalze auf ein  Obertuch gesaugt und mit     demselben        zur    ersten  Presse gebracht.

   Diese Ausführung ist für hohe     Ge-          schwindigkeiten    mit Erfolg angewendet worden, hat  aber folgende Nachteile: Verwendung einer teuren.       Saugwalze    im Obertuch, Einbau der     Umkehrsaub     walze im Sieb, welche die Lebensdauer des Siebes  ungünstig beeinflusst, für die Umkehrwalze ist ein  eigener Antrieb mit Zwischenrad von der Saugwalze  erforderlich; die     Umkehrwalze    macht das     Siebein-          ziehen    kompliziert.

   Bei neuen Maschinen kann der  Platz für die     Umkehrwalze    und die Siebverlängerung  von Haus aus vorgesehen werden, bei     nachträglichem     Einbau einer     Vakuumbahnüberführung        in    bestehende  Maschinen muss jedoch durch Versetzen der nach  folgenden Pressen und eventuell der Trockenpartie  Platzgeschaffen werden.  



  Bei einer Vorrichtung zur Entwässerung der  feuchten Papier- oder     Papierstoffbahn    mit     Hilfe    eines  Obertuches für     Papiermaschinen,    die mit einer an  Stelle der     Gautschwalzenpresse    angeordneten, um  laufenden     Saugwalze    arbeiten, wurde vorgeschlagen,  die Papierbahn durch einen Luftdruck zu     entwässern,     der auf dem mitlaufenden, den wirksamen     Teil    der       Saugwalze        umspannenden    Obertuch lastet und durch  eine Saug- oder Druckeinrichtung erzeugt wird.

   Bei  dieser Vorrichtung sind     zwei        Leitwalzen    als Führun  gen für das     Obertuch    vorgesehen.  



  Gemäss der     Erfindung    werden die geschilderten  Nachteile weitestgehend     beseitigt.    Die     erfindungs-          gemässe    Vorrichtung unterscheidet sich     bekannten     gegenüber dadurch,

   dass die     Leitwalzen    für das Ober  tuch zwischen einander höchstens einen Abstand von       einem        Leitwalzendurchmesser    frei lassen und das  Obertuch an die     Saugwalze    beim oder knapp nach      dem Ende deren Saugzone in     kurzem    Bogen von  höchstens einem Achtel des     Saugwalzenumfanges    an die  bereits     entwässerte    Papierbahn andrücken und dass  die Länge des kurzen Bogens mittels     einer    Schwenk  vorrichtung, auf der die     Leitwalzen    gemeinsam ge  lagert sind, verstellbar bzw.

   die     Berührung    gänzlich       aufhebbar    ist. Zwischen den     Leitwalzen        kann    zu  sätzlich zur     Heransaugung    der Papierbahn an das       Obertuch    ein Saugkasten vorgesehen sein.  



  Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung  anhand der Zeichnung, in deren     Fig.    1 und 2 bzw. 3  schematisch seitliche Ansichten bzw. eine     schaubild-          liehe    Darstellung zweier beispielsweiser Ausführungs  formen des Erfindungsgegenstandes ersichtlich sind,  erläutert.  



  An die in üblicher Weise ausgebildete und im  Sieb 1 liegende     Saugwalze    2 wird knapp nach der  Saugkammer 6, die zur Entwässerung der Papier  bahn dient, das Obertuch 3     mittels        zweier        Leit-          walzen    4     tangential    herangeführt.

   Zwischen den  beiden knapp nebeneinander liegenden Leitwalzen 4  die     zwischen    einander höchstens einen Abstand  von einem     Leitwalzendurchmesser    frei lassen, legt  sich das freie     Filztrum    des Obertuches sanft auf  das um die     Saugwalze    2 herumgeführte Sieb, und       zwar    beim oder ausserhalb des Endes der Saugzone 6;

    es umspannt dieses dabei in kurzem Bogen von höch  stens einem Achtel des     Saugwalzenumfangs.    Dadurch  wird normalerweise bereits das Papierblatt vom Sieb 1  auf das     Obertuch    3 übergeben.     Gewünschtenfalls     kann zusätzlich zwischen den Leitwalzen 4 ein ver  stellbarer Saugkasten 5 angeordnet werden, der das  Papierblatt durch den Filz auf das     Obertuch        saugt,     wodurch die Abnahme weiter unterstützt wird.  



  Die Mündung des Saugkastens 5 kann so ausge  bildet sein, dass sie zwischen den Walzen 4 abdichtet  und an das Obertuch 3     seitlich    herangeführt ist       (Fig.2),    so dass sich ein unter Vakuum stehender  Raum bildet, der vom     Obertuch    3, den beiden Leit  walzen 4, den an diesen dichtend anschliessenden, sich  oben verjüngenden Wänden des Saugkastens 5 und  von zwei feststehenden seitlichen Dichtungen 7     (Fig.    3)       begrenzt    wird, wobei nur mit letzteren reibende Be  rührungsstellen am Obertuch entstehen;

   sie kann aber  auch längs ihres     Umfanges        direkt    am     Filz    abdichten  und diesen dabei     berühren        (Fig.    1), wobei die Mün  dung dann entsprechend dem Radius der Saugwalze  gekrümmt ist.  



  Die     Walzen    4 sind verstellbar angeordnet und  gemeinsam     auf    einer (nicht dargestellten) Schwenk  vorrichtung gelagert; sie liegen entweder an der Saug  walze 2 an oder können in Abstand von dieser an  geordnet sein.  



  Der     Vorteil    dieser Anordnung ist, dass das Ober  tuch und     eventuell    der Saugkasten ein Stück der         Saugwalzenkrümmung    umspannen und daher     eine     Flächenberührung entsteht, wodurch die     Absaug-          fläche    grösser und die     Absaugung    wirksamer wird.  Saugkasten und     Leitwalzen    können     gemeinsam        ein-          und    ausgeschwenkt werden.

   Diese Ausführung ist be  deutend billiger als der Einbau einer     Saugwalze;    sie  kann auch in alle bestehenden Maschinen ohne     grosse     Umbauten nachträglich eingebaut werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Überführung einer nassen Pa pierbahn bei Papiermaschinen mit zwei Leitwalzen als Führungen für das Obertuch und einer vom Sieb umspannten Saugwalze, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitwalzen (4) für das Obertuch (3) zwischen ein ander höchstens einen Abstand von einem Leitwalzen- durchmesser frei lassen und das Obertuch (3) an die Saugwalze (2) beim oder knapp nach dem Ende deren Saugzone (6)
    in kurzem Bogen von höchstens einem Achtel des Saugwalzenumfanges an die bereits entwässerte Papierbahn andrücken und dass die Länge des kurzen Bogens mittels einer Schwenkvorrichtung, auf der die Leitwalzen (4) gemeinsam gelagert sind, verstellbar bzw. die Berührung gänzlich aufhebbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den Leitwalzen (4) zusätzlich zur Heransaugung der Papierbahn an das Obertuch (3) ein Saugkasten (5) vorgesehen ist. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mün dung des Saugkastens (5) längs ihres ganzen Um fanges an das Obertuch (3) dichtend herangeführt und entsprechend dem Radius der Saugwalze (2) ge krümmt ist (Fig. 1). 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mün dung des Saugkastens (5) dichtend an die beiden Leit- walzen (4) und seitlich an das Obertuch (3) dichtend herangeführt ist, so dass sich ein unter Vakuum stehen der Raum bildet, der vom Obertuch, den beiden Leit- walzen, den an diesen dichtend anschliessenden, sich oben verjüngenden Wänden des Saugkastens und den beiden feststehenden seitlichen Dichtungen (7) begrenzt ist, und nur mit letzteren reibende Berührungsstellen am Obertuch (3) entstehen (Fig. 2 und 3). 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der unter dem Vakuum des Saugkastens (5) stehende Teil des Obertuches (3) beim oder knapp nach dem Ende der der Entwässerung der Papierbahn dienenden Saugzone (6) der Siebsaugwalze (2) liegt.
CH352902D 1957-04-03 1957-04-03 Vorrichtung zur Überführung einer nassen Papierbahn bei Papiermaschinen CH352902A (de)

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