CH346232A - Verfahren zur Herstellung einer Giessform, deren Binder mittels Kohlensäure zum Erstarren gebracht wird, und Verwendung der nach dem Verfahren hergestellten Giessform - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Giessform, deren Binder mittels Kohlensäure zum Erstarren gebracht wird, und Verwendung der nach dem Verfahren hergestellten Giessform

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CH346232A
CH346232A CH346232DA CH346232A CH 346232 A CH346232 A CH 346232A CH 346232D A CH346232D A CH 346232DA CH 346232 A CH346232 A CH 346232A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
casting mold
binder
carbonic acid
water glass
sand
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Application number
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English (en)
Inventor
Ernst Dipl Ing Krueger
Original Assignee
Elektro Thermit Gmbh
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/16Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents
    • B22C1/162Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents use of a gaseous treating agent for hardening the binder
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K23/00Alumino-thermic welding

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer Giessform, deren Binder mittels Kohlensäure  zum Erstarren gebracht wird, und Verwendung der nach dem Verfahren hergestellten Giessform    Es ist bekannt, bei der     aluminothermischen          Schienenschweissung    Giessformen zu verwenden, die       vorzugsweise    auf der Baustelle hergestellt werden.  Feuerfester, feuchter Formsand wird über einem  Modell in Formkästen gestampft. Die Formen werden       vorteilhafterweise    an die zu verschweissenden Schie  nen feucht angesetzt und während der     Vorwärmung     der Schienenenden getrocknet und ausgeglüht.  



  Ferner ist es im     Giessereiwesen    bekannt, harte  und transportfähige Giessformen nach dem Kohlen  säure-Erstarrungsverfahren herzustellen.  



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel  lung einer Giessform aus Sand und einem Wasserglas  enthaltenden, mittels Kohlensäure zum Erstarren ge  brachten Binder. Das Verfahren gemäss der Erfindung  besteht darin, dass man einen Sand verwendet, dessen  Korngrösse 0,1 mm nicht übersteigt.  



  Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der  nach dem obigen Verfahren hergestellten Giessform  für die     aluminothermische        Schienenschweissung.    Da  durch kann die zeitraubende Arbeit für die Herstel  lung der Giessformen auf der Baustelle eingespart  werden.  



  Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der  Erfindung erläutert.  



  Die Ausgangsstoffe für die Herstellung dieser  Giessformen sind trockener Silbersand, feinkörnige  Schamotte oder ähnliche feuerfeste Sandsorten, z. B.       Zirkonsand,        wasserglashaltige    Spezialbinder und Koh  lensäure. Die aus den genannten Bestandteilen zusam  mengesetzte Mischung wird nur leicht in die Form  kästen eingestampft oder mit der Hand angedrückt.  Mittels einer Spezialdüse wird dann Kohlensäure  unter einem Druck von 2-4 atü in die Form einge  blasen, wobei innerhalb weniger Sekunden die Erstar  rung und Härtung eintritt.     Vorteilhafterweise    werden    die Innenwände der Form mit einer Schlichte, z. B.  aus     Zirkonoxyd,    bestrichen.

   Die auf diese Art herge  stellten Giessformen sind sofort trocken und können  ohne weitere Behandlung für die     Schienenschweissung     benutzt werden. Sie besitzen ein Maximum an Poren  volumen, sind daher sehr gasdurchlässig und geben  somit die Gewähr für eine porenfreie, dichte     Schwei-          ssung.     



  Zur Erzielung einer grossen mechanischen Härte  und zur Erhöhung der Widerstandskraft gegen     atmo-          sphäre    Einflüsse wird sehr feiner Sand mit einer  Korngrösse unter 0,1 mm verwendet. Fernerhin ist es  zweckmässig, als Binder ein Wasserglas von einem  möglichst hohen     Baume-Grad,    vorzugsweise 50      Be,     zu verwenden.  



  Eine noch grössere mechanische Festigkeit der  Giessformen kann dadurch erzielt werden, dass die       Begasung    mit Kohlensäure so vorgenommen wird,  dass die     Absättigung    des Wasserglases nicht sofort  restlos erfolgt, sondern eine Nachhärtung durch den  Kohlensäuregehalt der Luft eintritt.  



  Eine nachträgliche Härtung der Giessformen kann  mit Hilfe verschiedener Chemikalien vorgenommen  werden. So können die ein- oder     mehrteiligen    Giess  formen mit Lacken oder Kunststoffen überzogen  werden. Auch     Erstarrungsöle    oder Lösungen von  hochkondensierten     Silikonharzen    allein oder in Mi  schung mit     Silikonölen    in Gegenwart eines     Härtungs-          beschleunigers    können besonders vorteilhaft ange  wendet werden. Dazu sind besonders solche     Härtungs-          beschleuniger,    z.

   B.     Alkoxyverbindungen    von Elemen  ten der 3-5 Gruppe des periodischen Systems, vor  zugsweise der     4-Gruppe,    notwendig, die eine voll  ständige Vernetzung des     Polysiloxanharzes    bei ge  wöhnlicher oder erhöhter Raumtemperatur bewirken.  Als organische Lösungsmittel eignen sich niedrig      siedende     Kohlenwasserstoffe,    wie z. B. Benzin, vor  zugsweise aber chlorierte     Kohlenwasserstoffe,    wie  z. B.     Tetrachlorkohlenstoff,        Methylenchlorid    usw.,  die ohne Erhitzung bei gewöhnlichen Temperaturen  langsam aus den Giesskörpern ausdampfen.  



  Auch     wässrige    Lösungen von     Alkalisalzen    der       Methylkieselsäure,    z. B. Natrium- oder     Kaliumsili-          konat,    sind geeignet, entweder in Form eines dünnen  Anstriches oder gegebenenfalls in Mischung mit dem  Wasserglas.  



  Da die Herstellung der Giessform nicht an den  Ort der     Schweissung    gebunden ist, können die Giess  formen in beliebiger Stückzahl irgendwo vorgefertigt  und infolge ihrer grossen Haltbarkeit über beliebig  weite     Entfernungen    transportiert werden. Die nach  dem     Kohlensäure-Erstarrungsverfahren    hergestellten  Giessformen     können    trotz grosser     Abriebfestigkeit     durch mechanische Werkzeuge, wie Raspeln und  dergleichen, bearbeitet werden, so dass eine     Anpas-          sung.an    die zu verschweissenden Schienen leicht mög  lich ist.

   Die zur Trocknung der Giessformen bei der       Vorwärmung    der zu schweissenden Stösse erforder  liche Zeit sowie der dafür erforderliche Brennstoff  werden eingespart. Ferner     entfällt    die bei dem bis  herigen Verfahren erforderliche Qualitätskontrolle des  Sandes hinsichtlich Feuchtigkeit,     Schlämmstoffgehalt,          Korngrössenverteilung    und Gasdurchlässigkeit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer Giessform aus Sand und einem Wasserglas enthaltenden, mittels Kohlensäure zum Erstarren gebrachten Binder, da- durch gekennzeichnet, dass man einen Sand verwen det, dessen Korngrösse 0,.1 mm nicht übersteigt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Binder Wasserglas von mindestens 50 Baume benutzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Begasung mit Kohlen säure so durchführt, dass nicht sofort eine vollständige Absättigung des Wasserglases eintritt und eine Nach härtung durch den Kohlensäuregehalt der Luft erfolgt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Giessform nachträglich durch Überziehen mit einem Lack oder einer Kunst stofflösung härtet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Giessform nachträglich einer Schutzbehandlung mit einem Erstarrungsöl oder einer polymeren Silikonverbindung in einem orga nischen Lösungsmittel in Gegenwart eines Härtungs- beschleunigers unterzieht. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Giessform nachträglich einer Schutzbehandlung mit einer wässrigen Lösung eines Methyl-Silikonates unterzieht.
    PATENTANSPRUCH 1I Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Giessform für die aluminothermische Schienenschweissung.
CH346232D 1955-10-08 1956-09-22 Verfahren zur Herstellung einer Giessform, deren Binder mittels Kohlensäure zum Erstarren gebracht wird, und Verwendung der nach dem Verfahren hergestellten Giessform CH346232A (de)

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