CH327872A - Verfahren zum Verwerten eines armen Brenngemisches und Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Verwerten eines armen Brenngemisches und Einrichtung zum Durchführen des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Verwerten eines armen Brenngemisches und Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zum Verwerten eines armen Brenn- gemisches und auf eine Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
Arme Brenngemische fallen z. B. an bei der Bewetterung von Kohlengruben, wo die aus der Grube austretende Luft Grubengas, insbesondere Methan, oft in Mengen von bis zu 2 Prozent der Luft, enthält, ferner z. B. als Abluft der Sichter von Kohlenstaub mühlen und von Getreidemühlen, wo die Ab luft brennbare Feststoffe in Pulverform zwar noch nicht in solcher Menge enthält, dass ein brennfähiges oder gar ein explosibles reiches Gemisch entsteht, aber doch in einer Menge, dass die Verwertung des zwar armen Gemi sches sieh noch lohnen kann.
Auch Abgase von Verbrennungsmotoren und von Feuerun- gen können unter Umständen noch so viel im- verbra-nnte gasförmige, flüssige oder Feste Brennstoffreste enthalten, da.ss sie, gegebenen falls nach Auffrischung ihres Sauerstoff gehaltes durch Luftzumischung, als arme Brenngemische verwertbar sind.
Solche armen Brenngemische lohnend zu verwerten ist schwierig. Zwar lässt sich z. B. methanhaltige Grabenluft der Kohlenfeue- rung eines Dampfkessels als Verbrennungs- luft zuführen, wobei das Methan zusammen mit der Kohle im Sauerstoff der Grubenluft verbrennt.
Hierbei ist aber die verwertbare Menge der Grubenluft begrenzt durch den Sauerstoffbedarf der Feuerung, da bei Zu fuhr einer zu grossen Menge Grubenluft die Flammentemperatur der Feuerung, sinkt und die Verluste an Rauchgaswärme ansteigen und diese den Wärmegewinn aus .dem verhält nismässig kleinen Methanmenge schon recht bald überwiegen können.
Noch schwieriger ist es, ein Brenngemisch zu verwerten, welches ausser dem Stickstoff gehalt seiner Luft noch weitere inerte oder schon verbrannte Gase enthält, weil dann unter Umständen schon geringe Zusätze eines solchen Brenngemisches zur Verbrennungs- luft einer Feuerung die Flammentemperatur der Feuerung senken und die Verluste an Rauchgaswärme den Gewinn durch den Brennstoff des Gemisches übersteigen lassen können.
Die Erfindung besteht .darin, dass das Brenngemisch in einer Gasturbinenanlage ver- brannt wird und dass dem zur Verbrennungs- zone strömenden Brenngemisch ein feinkörni ger, einen VerbrennuLugskatalyten enthalten der Stoff beigemischt wird,
welcher nach dein Durchlaufen der Verbrennungszone aus den entstandenen Verbrennungsgasen wieder ab geschieden und im Kreislauf erneut dem zur Verbrennungszone strömenden Brenngemisch beigemischt wird.
Dadurch, dass man das arme Brenn- gemisch in einer Gasturbinenanlage ver brennt., wird der Vorteil erzielt, dass ein Teil der vorerwähnten Schwierigkeiten be seitigt wird. Bei einer Gasturbinenanlage wird nämlich die -Temperatur der Verbren nungsgase ohnehin durch die Haltbarkeit der Baustoffe, insbesondere der Turbnenschaa- feln beschränkt und muss daher entsprechend niedrig .gehalten werden.
Anstatt. nun- za die sein Zwecke mittels eines reichen Brenn- gemisches zuerst eine unzulässig -hohe Tempe ratur zu erzeugen und diese Temperatur erst nachträglich wie üblich durch- Hinzufügen kühlet Mischluft aiif .die zulässige Höhe zu vermindern, ist es zweifellos günstiger, gleich von vornherein, wie gemäss der Erfindung vorgeschlagen,
ein in der Regel billig zur Verfügung stehendes armes Brenngemisch in der Gasturbinenanlage zu verbrennen und auf fliese Weise gleich von vornherein Verbren nungsgase von niedriger Temperatur zu er halten.
Eine hierbei etwa zu niedrig ausfal lende Temperatur kann durch Zusatz gerin ger Mengen eines reichen Brenngemisches, und daher unter nuir geringem Aufwand, dann immer noch auf eine für den Gasturbi- nenprozess günstige Höhe gesteigert werden.
Durch die ferner gemäss der Erfindung vorgeschlagene Art, in welcher das arme Brenngemisch in der Gasturbinenanlage -i,#er- brannt werden soll, wird nicht nur eine vor teilhafte, vorzugsweise flammenlose Verbren nung bei verhältnismässig niedriger Tempera tur, also mit nur geringen Wärmeverlusten, erzielt, sondern es wird unter anderem ausser dem bei Verbrennung von flüssigen oder staubförmigen Brennstoffen der Vorteil er zielt, dass feste oder flüssige Brennstoffteile,
die beim ersten Durchlaufen der Verbren nungszone .etwa. noch unverbrannt geblieben sein sollten oder sich dort etwa neu gebildet haben sollten, sich zusammen mit dem Kata- lyten aus .den Verbrennungsgasen abscheiden lassen und zusammen mit ihm kreislaufend erneut in die Verbrennungszone geführt und auf diese Weise vollständig verbrannt wer den können.
Ferner kann erreicht werden, dass sich der Katalyt bei seiner Beimischung in erhitztem Zustand befindet, wodurch die Verbrennungsreaktion beschleunigt wird. 'Es kann sich empfehlen, nach dein Durch laufen der Verbrennungszone auch einen Teil der entstandenen Verbrennungsgase abzu zweigen und ihn kreislaufend dem zur Ver brennungszone strömenden Brenngemisch bei zumischen.
Hierdurch wird erzielt, dass ins besondere auch schon im Anfangsteil derVer- brennimgszone erhöhte Temperaturen herr- sehen und dadurch die Geschwindigkeit,- mit welcher die Verbrennungsreaktion abläuft, erhöht wird.
Die Einrichtung zum Durchführen des er findungsgemässen Verfahrens besitzt einen Gemischkanal, welcher einen Kanal einer Gas turbinenanlage bildet und das Brenngemisch zur Verbrennungszone hinleitet, eine Brenn- kammer, welche die Verbrennungszone ent hält, einen Gaskanal, welcher die entstan denen -Verbrennungsgase ihrer Verwertung in der Gasturbinenanlage zuführt, eine Ein mündung in den genannten Gemischkanal, mittels welcher der Katalyt dem Brenn gemisch beigemischt wird,
einen in den ge nannten Gaskanal eingeschalteten Abscheider zum Wiederabscheiden des Katalyten aus den Verbrennungsgasen und einen Verbindungs kanal zwischen dem genannten Abscheider und der genannten Einmündung, durch wel chen Kanal der Kreislauf des Katalyten ge schlossen wird.
Als Abscheider kann hierbei ein Zyklon Verwendung finden.
An der Einmündung in den Gemischkaual kann ein vom Brenngemisch durchströmter Injektor angeordnet sein, in dessen Saugraum der den Kreislauf des Katalyten'schliessende Verbindungskanal einmündet.
Die leichte Weite des Verbindungskanals kann derart gewählt sein, dass sie ausser dein kreislaufenden Katalyten auch noch einem kreislaulenden Teil der entstandenen Ver brennungsgase Durchtritt gewährt.
Als einen Verbrennungska,talyten enthal tende Stoffe lassen sich z. B. verwenden: Feinkörnige und poröse keramische Stoffe, welche als Trägerunterlage für spurenweise auf ihrer Porenoberfläche verteiltes Platin dienen, - Eisenoxyde, - kombinierte - Eisen- Nickel-Katalyte, Palladium-Katalyte: Die Figur zeigt in schematisch dargestell tem Aufriss ein Ausführungsbeispiel der, er findungsgemässen Einrichtung.
Ein Verdichter einer nicht gezeichneten Gasturbinenanlage drückt ein armes Brenn gemisch durch den Gemischkanal 1 und aen Injekto-r -2.. in den Brennraum 3.
Im - Sau raum 4 des Injektors 2 wird dem Brenn gemisch mittels des Verbindungskanals 5 der feinkörnige, einen Verbrennimgskatalyten enthaltende Stoff beigemischt., der, durch das Brenngemisch getragen, mit letzterem zusam men im Brennraum 3 hochsteigt. Mittels der in den Brennraum 3 eingebauten Schlang#jn- windungen ist dafür gesorgt,
dass Brenn- gemisch und Katalyt immer wieder einander durchdringen und hinreichend lange =nit- einander in bewegtem Kontakt bleiben, um die Verbrennungsreaktion zu vollziehen. Die hierbei entstandenen Verbrennungsgase -und der Katalyt gelangen dann in den Zyklon 6, wo Verbrennungsgas und Katalyt voneinan der geschieden werden.
Vom Katali#ten be freites Verbrennungsgas wird mittels des (laskanals 7 seiner Verwertung in der Tur bine der nicht gezeichneten Gasturbinenanlage zugeführt, während der abgeschiedene Kata- lyt zusammen mit etwa noch unverbrannt ge bliebenen und daher gleichfalls abgeschiede nen festen<B>*</B>oder flüssigen Brennstoffteilchen durch den Verbindungskanal 5 kreislaufend erneut in den Saugraum 4 des Injektors 2 und von dort erneut in den Brennraum 3 ge langt.
Die lichte Weite des Verbindungs kanals 5 ist. in ihrem Verhältnis zur Menge des kreislaufenden Katalyten so gross gewählt, dass sie ausser diesem auch noch einem Teil der in den Zyklon 6 eingetretenen heissen Verbren nungsgase Durchtritt gewährt, welcher Teil, der zudem noch mittels der Drosselklappe ä geregelt werden kann, sich im Injektor 2 zu sammen mit dem ebenfalls noch heissen Katä- ly ten dem Brenngemisch beimischt 1--Lud so dazu beiträgt,
dass schon in den ersten Windungen des Brennraumes 3 eine angemessene, für die Reaktionsgeschwindigkeit günstige Tempera turhöhe eingehalten wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCIIE I. Verfahren zum Verwerten eines armen Brenngemisches, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe in einer Gasturbinenanläge ver brannt wird und dass dem zur V erbrennungs- zone strömenden Brenngemisch ein feinkörni ger, einen Verbrennungskatalyten enthalten der Stoff beigemischt wird, welcher nach ;lern Durchlaufen der Verbrennungszone aus den entstandenen Verbrennungsgasen wieder ab geschieden und im Kreislauf erneut dem zur Verbrennungszone strömenden Br enngeinisch beigemischt wird.II. Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe einen Gemisch kanal, welcher einen Kanal einer Gasturbinen anlage bildet und das Brenngemisch zur Ver brennungszone- hinleitet, eine Brennkammer, welche die Verbrennungszone enthält, einen Gaskanal, welcher die entstandenen Verbren nungsgase ihrer Verwertung in der Gästur- binenanlage zuführt, eine Einmündung in den genannten Gemischkanal, mittels welcher der Katalyt dem Brenngemisch beigemischt wird,einen in den genannten Gaskanal ein geschalteten Abscheider zum WiederaIschei- den des gatalyten aus den Verbrennungs gasen und einen Verbindungskanal zwischen dem genannten Abscheider und der genann ten Einmündung besitzt, .durch welchen Ka nal der Kreislauf des Katalyten geschlossen wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass nach dem Durch laufen der Verbrennungszone auch ein Teil der entstandenen Verbrennungsgase abge zweigt und kreislaufend dem zur Verbren nungszone strömenden Brenngemiseh beige mischt wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Abseheider ein Zyklonabseheider ist. 3.Einrichtung nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass bei-. der genann ten Einmündung ein vom Brenngemisch durchströmter Injektor angeordnet ist, in dessen Saugraum der den Kreislauf des Ka- talyten schliessende Verbindungskanal ein-. mündet. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II, ziun Durchführen des Verfahrens nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Weite des Verbindungskanals derart gewählt ist, dass sie ausser dem kreislaufen- den Katalyten auch dem kreislaufenden Teil der entstandenen Verbrennungsgase Durch tritt gewährt.
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