CH322366A - Verfahren zur Herstellung metallischer Werkstücke mit sehr harten und verschleissfesten Oberflächen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung metallischer Werkstücke mit sehr harten und verschleissfesten OberflächenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung metallischer Werkstücke mit sehr harten und verschleissfesten Oberflächen Es ist bereits bekannt, dass zur Erhöhung der Oberflächengüte von metallischen Werk stücken, vor allem der Härte und Verschleiss festigkeit, Karbidbildner wie Chrom, Wolf ram, Molybdän usw. durch Diffusion in die Oberflächenschichten eingebracht werden.
iese Diffusionsbehandlung kann entweder mittels pulverisierter Metalle oder in einem Salzbad, zweckmässig in Gegenwart eines re duzierenden Gases oder auch mittels gasför miger Medien durchgeführt werden.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, die auf diese Weise erzeugten Oberflächenschich ten anschliessend einer Aufkohlungsbehand- lung oder Nitrierbehandlung zu unterziehen, um damit die Härte dieser Schichten zu stei gern.
Bei Anwendung derartiger Verfahren haben sich aber häufig die gewünschten Er folge nicht eingestellt. Insbesondere treten bei der Bildung von Molybdän-Diffusionsschichten in Legierungen des Eisens mit einem Kohlen- stoffgehalt von etwa 0,4 % und darüber durch die entkohlende Wirkung der Wasserstoff atmosphäre Schwierigkeiten auf.
Bei Kohlen- stoffgehalten über etwa 0,8% bildeten sich an der Oberfläche Gerüste von Karbidschich- ten, wodurch die Bildung der gewünschten Diffusionsschichten weitgehend gehemmt wurde. Ferner hat sich gezeigt, dass durch die bis her bekanntgewordenen Verfahren nicht im mer eine optimale Oberflächenbeschaffenheit erzielt werden kann.
Es bilden sich nämlich häufig schwammige Oberflächen, besonders hei der Molybdänisierung mittels einer Salz badbehandlung oder auch bei Verwendung von Metallpulver, die für die nachfolgende flufkohlung nicht sehr geeignet sind.
Ausserdem wurde festgestellt, dass sich zum Beispiel beim gleichzeitigen Eindiffundieren von Molybdän und Kohlenstoff in das Grund material über einer völlig entkohlten Zone eine sehr dünne Karbidschicht an der Ober fläche bildet, deren Verwendung für indu strielle Zwecke nicht möglich ist.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung metallischer Werk stücke mit sehr harten und verschleissfesten Oberflächen durch Anreicherung von karbid- bildenden Elementen in der Oberflächen schicht -Lind Aufkohlung des Kernes durch die gebildete Oberflächenschicht hindurch, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein aus Eisen oder einer Eisenlegierung bestehender Grund werkstoff verwendet wird, der höchstens so viel Eisenkarbid enthält, als einem Kohlen- stoffgehalt von 0;4% entspricht.
Die Oberflächenschicht kann mit Wolfram und/oder Molybdän angereichert werden. Für die Aufkohlung wird vorteilhaft ein gasförmiges Medium, bestehend aus 92 Vol.O/o Wasserstoff und 8 Vol.O/a Propan-Butan- gemisch, verwendet.
Beispiele 1.. An Proben aus handelsüblichem Armco - Eisen mit 0,03% C wurde aus einem Salz- schmelzbad in einer Wasserstoffatmosphäre durch eine Behandlung von 10 Stunden Dauer bei 1050 C Molybdän zur Eindiffundierung gebracht.
Anschliessend wurden diese Proben aus der Gasphase, bestehend aus 92 Vol.% Wasserstoff und 8 Vol.% Propan-Butan- gemisch, aufgekohlt. Zu Vergleichszwecken wurden Proben aus dem gleichen Werkstoff lediglich der Aufkohlungsbehandlung unter zogen.
2. An Proben aus handelsüblichem Armco - Eisen mit 0,03% .C wurde aus einem Salz- schmelzbad in einer Wasserstoffatmosphäre durch eine Behandlung von 8 Stunden Dauer bei 1150 C Wolfram zur Eindiffundierung gebracht.
Anschliessend wurden diese Proben aus der Gasphase, bestehend aus 92 Vol % Wasserstoff und 8 Vol.% Propan-Butan- gemisch, durch Behandlung von 2 Stunden Dauer bei 1050 C aufgekohlt. Zu Vergleichs zwecken wurden auch in diesem Falle Proben des gleichen Materials lediglich der Aufkoh- lungsbehandlung unterzogen.
Die Prüfung der Proben nach Wasser abschreckung von 960 C ergab, dass die nach dem erfindungsgemässen Verfahren behandel ten Proben eine bis zu<B>30014</B> höhere Oberflä chenhärte als jene zeigten, die lediglich der Aufkohlungsbehandlung unterzogen worden waren.
3. An Stahlproben mit 0,5% C, 0,3% Si, 0,80,10 Mn, 1,1% Cr und 0,
1% V wurde aus einem Salzschmelzbad durch eine Behandlung von 12 Stunden Dauer bei 1030 C Wolfram zur Eindiffundierung gebracht.
Anschliessend wurden diese Proben aus der Gasphase, be- stehend aus 92 V ol.% Wasserstoff - und 8 Vol.O/o Propan-Butangemisch, aufgekohlt. Zum Vergleich wurden Proben aus dem gleichen Material lediglich der Aufkohlungs- behandlung unterzogen.
Die Prüfung der Oberflächenhärte nach Abschrecken in Öl von 850 C ergab, dass die der Diffusions- und Aufkohlungsbehandlung unterzogenen Proben nur eine um 15 bis 20 % höhere Oberflächenhärte als jene Proben zeig ten, die lediglich der Aufkohlungsbehandlung unterzogen worden waren.
Dieses Beispiel zeigt, dass sich bei Grund werkstoffen mit oberhalb der erfindungsgemä ssen Höchstgrenze liegenden Eisenkarbidantei- len durch eine Diffusionsbehandlung vor der Aufkohlungsbehandlung auch hinsichtlich der erreichbaren Härte eine wesentliche Verbes serung der Oberflächenschichten nicht erzie len lässt.
Die erfindungsgemässe Vorschrift bezüg- iich des Eisenkarbidanteils des Grundwerk stoffes ist somit von entscheidendem Einfluss auf die erreichbare Qualität der Oberflächen schichten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herste11ang metallischer Werkstücke mit sehr harten und verschleiss festen Oberflächen durch Anreicherung von karbidbildenden Elementen in der Oberflä chenschicht und Aufkohlung des Kernes durch die gebildete Oberflächenschicht hindurch, da durch gekennzeichnet, dass ein aus Eisen oder einer Eisenlegierung bestehender Grundwerk stoff verwendet wird, der höchstens so viel Eisenkarbid enthält, als einem Kohlenstoff- gehalt von 0,4% entspricht. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die Oberflächen schiebt der Merkstücke mit Molybdän ange reichert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Oberflächen schiebt der Werkstücke mit Wolfram angerei chert wird. 3. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die Oberflächen- sehicht der Werkstücke gleichzeitig mit Wolf ram und 11lolybdän angereichert wird.Verfahren -nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Aufkohlung ein gasförmiges Medium, bestehend aus 92 Vol.o,1o Wasserstoff und 8 Vol.o/o Propan- Butangemisch, verwendet wird.
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