CH322018A - Andrehmotor für Brennkraftmaschinen - Google Patents

Andrehmotor für Brennkraftmaschinen

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CH322018A
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Inventor
Bechstein Herbert
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Bosch Gmbh Robert
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      Andrehmotor    für     Brennkraftmaschinen       Die Erfindung bezieht. sieh auf     Andreh-          motoren    für     Brennkraftmasehinen    mit einem  auf der Antriebswelle des Motors angeord  ueten Treibglied, das bei einer relativen Ver  drehung gegen die Antriebswelle durch eine       Schraubverbinclung        selbsttätig    in Eingriff mit  einem Teil der     Brennkraftmaschine    geschoben  wird und an dem zur Sicherung der     Vorsehub-          hewegung    eine     Bremsvorrichtung    angreift.  



  Es sind     Andrehmotoren    dieser Art be  kannt, bei denen ein auf einem Steilgewinde       versehraubbares    Ritze] nur zu Beginn des       Vorschubweges        abgebremst,    jedoch im     einge-          spurten    Zustand nicht mehr gebremst. wird.  Diese     Andrehmotoren    neigen zu vorzeitigem       Ausspuren    des     Ritzels,    wenn an der     Brenn-          kraftmasehine    die ersten Zündungen auftre  ten.

   Bei einem andern bekannten     Andrehmotor     wird das Treibglied dauernd mit einem     gleieh-          @rossen    Bremsmoment belastet. Das hat, den       Nachteil,    dass während des ganzen     Andreli-          vorganges    dauernd das volle Bremsmoment        < ini    Ritze]     wirksam    ist., das von dem     Andreh-          motor        zusätzlich    überwunden werden muss.  



  Durch die     Erfindung    sollen diese Nachteile       vermieden    werden. Insbesondere soll erreicht       werden,    dass einerseits das Ritze] sicher ein  spurt, ohne am Zahnkranz der     Brennkra.ft-          masehinen    sich blockieren zu können und       z        ander-        #-"eitm        ein        vorzeitiges        kn        Ausspuren        des        Rit-          zels    vermieden wird und dass überdies sowohl  das Ritze] als auch der Anker nach dem 

  Aus-    spuren rasch stillgesetzt werden. Gemäss der  Erfindung wird     zu    diesem Zweck die Brems  wirkung der Bremsvorrichtung in Abhängig  keit von der Stellung des Treibgliedes im Ver  lauf des     Vorschubes    selbsttätig auf einen be  stimmten Wert verringert.  



  In der     Zeichnung        ist    ein Ausführungsbei  spiel des     Gegenstandes    der Erfindung darge  stellt.  



       Fig.1.    zeigt. einen elektrischen     Andreh-          rnotor    in der     Ruhestellung    teils im Schnitt,  teils in Ansicht,       Fig.    2 einen Querschnitt des     Andrehmotors     in der Arbeitsstellung und       Fig.    3 einen Schnitt nach der Linie       III-III    der     Fig.1.     



  Der     Andrehmotor    hat, ein Gehäuse 10 mit  Feldpolen und einen Anker 11, .der auf einer  Welle 12 sitzt,     die    in     Lagern    13 und     1-I     gelagert. ist.. Der dem Lager 13 zugekehrte  Teil der     @#l'elle    hat einen glatten Abschnitt  15, auf dem ein     R.itzel    16 frei dreh- und ver  schiebbar     sitzt.    und einen Abschnitt 17, der  mit.

   einem Steilgewinde 18 versehen     ist.    Auf  diesem Teil sitzt eine Hülse 19, die innen mit  einem Gewinde versehen ist, das mit dem der       Welle        zusammenarbeitet.    Die Hülse ist über  eine     Rollenfreilaufkupplung    20 mit. dem Ritze]  verbunden. Zwischen der Hülse und     .dein     Anker Il befindet sich eine die Welle 12  umschliessende Schraubenfeder 21, von der      ein Ende in der     Welle    12, das andere in der  Hülse 19 verankert ist..  



  Am äussern Ende des     Wellenabschnittes    15  sitzt. ein Bund 34, der den     Vorsehub    des       Ritzels    in der     eingespurten    Lage begrenzt.  



  Um das aus der Hülse 19, der     Kupplung    20  und dem     Ritzel    16 bestehende Treibglied beim  Vorschub zum Einspuren des     Ritzels    in den  Zahnkranz 22 einer nicht     dargestellten        Brenn-          kraftmaschine    gegen eine Drehung mit. der  Welle 12 zu sichern, ist eine Bremsvorrichtung  23 vorgesehen. Diese besteht aus drei gleichen       ringförmigen        Reibseheiben        2.1,    die auf meh  reren im     Lagerdeekel    31 des Motors befestig  ten Bolzen 25 sitzen,     lind    zwei     Reibseheiben     26 und 27.

   Jede dieser beiden     Reib:seheiben     sitzt     zwischen    zwei Scheiben 24 und hat am       innern    Rand radial nach innen vorstehende  Zungen<B>28,</B> die in Längsnuten 29 der Hülse 19  hineinragen. Der     Durchmesser    des Innenran  des der Scheibe 27 ist grösser als der     Aussen-          durcbmesser    der Hülse, während der Innen  rand der Scheibe 26 bis nahe an den Hülsen  umfang heranreicht. An dem innern Ende  der Hülse befindet sich am Umfang zwischen  den Nuten je ein     bundartiger    Vorsprung 30,  der nur so weit vorsteht, dass er unter dem  innern Rand der Scheibe 27     hindurchtreten     kann.  



  Die Reibscheiben stehen unter dem Druck  von Federn 32, die auf den Bolzen 25 sitzen  und sieh gegen den Lagerdeckel 31     abstützen.     Als     Widerlager    der Scheiben dienen mehrere  aus dem Gehäuse 10 nach innen vorstehende       Vorsprünge    33.  



  Der     Andrehmotor    arbeitet in folgender  Weise  In seiner Ruhestellung nach     Fig.1        stehen.     sämtliche Reibscheiben unter dem Druck der  Federn 32. Die     Bremsvorrichtung    übt daher  bei dieser     Stellung    ihr grösstes Moment auf  das Treibglied aus.

   Wenn die Weile 12 zum  Andrehen der     Brennkraftmaschine    durch Ein  schalten des     Andrehmotors    in dem durch den  eingezeichneten Pfeil I angegebenen Drehsinn  angetrieben wird, schraubt sieh zunächst die  Hülse 19, die durch die Bremse an einer  Drehung mit der Welle verhindert, wird, zu-         sanimen    mit dem Ritze] 16     gegen    den Zahn  kranz 22 vor. Wenn die     Ritzelzähne    auf die ;       _Zalinlücken    des Zahnkranzes treffen, kann das       R.itzel    ohne     Hemmurg    in die     eingespurte    Lage       naeli        Fig.    2 gelangen.

   Wenn die     Ritzelzähne     jedoch     stirnseitig        gegen    die     Zahnkranzzählie     stossen, wird die     Längsbewegung    des     Ritzels          lind    der Hülse aufgehalten und das Treibglied  von der Welle gedreht.

   Sobald die     Ritzelzä.hne     den Zahnlücken .des Zahnradkranzes     gegen-          überstehen,    wird .das     Ritzel    durch die     Sehub-          kraft    des     Sehraubgewindes        vollends    in den     f     Zahnkranz     geschoben,        bis    es am     Bund    31  anliegt.

   Kurz bevor das     Ritzel    den     Bund          erreicht    und von diesem noch den Abstand -1  hat, kommen die     Vorsprünge    30 der Hülse ? 9  in     Berühran.g    mit der Reibscheibe 26, nach- c  dem sie     zuvor        durch    die     erweiterte        Öffnun;-          cler        Reib:seheibe    27     hindurehgetreten    sind.

    Wenn das     Ritzel    den     Weg    A     vcllends        zurüek-          legt,    wird die     Reibseheibe    26 von dem     Vor-          splung    30 um diesen Betrag entgegen dein ;       Druck    der Feder 32 von den     Reibscheil;eci     abgehoben, die zwischen ihr und dem An  schlag 33 liegen     (Fig.2).        Nunmehr    ist nur  noch das kleinere Bremsmoment an der     Hübe     19 wirksam, das von der     Reibseheibe    26 und ;

    der     zwischen    ihr und der Feder 32     lie--end--n          Scheibe        2.1    erzeugt wird. Dieses kleine Brems  moment muss     während    des     Durchdrehens    der       Brennkraftmaschine    vom     Andrehmotor        aufge-          braeht    werden. Die Zugfeder 21     zwischen        E     Anker 11 und Hülse 19 wird beim     Vorsehub     des     Ritzels    gespannt     (Fig.    2).  



  Sobald die     Brennkraftmasehine    aus eigener  Kraft zu laufen beginnt, treibt sie das Ritze]  16 an, das wegen der     Freilaufkupplung    20     p     frei auf der Weile 12 umlaufen kann. Die       Kupplung    überträgt jedoch infolge ihrer       innern    Eigenreibung ein dieser entsprechen  des Drehmoment auf die     Hüse    19, das aber  in allen Fällen kleiner ist als das an der       Hülse        wirksame    Bremsmoment der     Reibsehei-          ben.    Solange der     Andrehmotor        ein;

  gesehaltet     ist, wirkt daher auf die Hülse stets eine gegen  das Lager l3 gerichtete     Sehubkraft.    Das  Ritze] bleibt     also@sicher    im Eingriff, solange 5       der        Andrehmotor        einge..sehaltet        ist.    Nach dem      Abschalten des     Andrehmotors    ist von dessen  Seite her nur noch die kinetische Energie des       Ankers        vorhanden,    die durch Lagerreibung       und    die     Bremswirkung    der Reibscheibe '?6  und der an der Feder 32 anliegenden Seheibe       21        ra,

  süh    so stark     vermindert    wird, dass die       gespannte    Feder 21 die auf die Hülse ein  wirkencle Schubkraft. überwindet     und    die       hülse    mit. dem     Ritzel        zurückzuziehen    beginnt.

         Wenn    dabei der     )lieg    A     zurückgelegt        ist,        kom-          inen    wieder alle Reibscheiben miteinander in       Berührung,    weil die Vorsprünge 30 der Hülse  <B>19</B> sieh von der Reibscheibe 26 gelöst haben,       lind    üben ein kräftiges Bremsmoment auf  die 1     ülse    aus. Dabei treten während des     Aus-          laufes    des Ankers     kurz    nacheinander versehre.  Jene     Crleiehgewiehtsziistände    ein.

   Zuerst hal  ten sich die Zugkraft der Feder 21 und die  dieser     entgegengeriehtete,    durch das Gewinde       wirksame    Schubkraft. an der Hülse das     Gleich-          o-ewieht,    so dass die Hülse während     dieser    Zeit.       #egeniiber    der Ankerwelle feststeht, d. h. mit.  dieser unter     L'beiwindung    des vollen     Brems-          monientes    der Reibscheiben umläuft,     was    zu       einem    sehr raschen     Stillsetzen        des    Ankers       führt.     



  Nach dieser Zeit, wenn die Schubkraft.       der    Hülse unter den Wert der Federzugkraft       ge,,#unken        ist,    zieht die Feder die Hülse vol  lends in die Ruhelage     zurück,    wobei der Anker  sich in entgegengesetzter Richtung drehen       iunss,    weil die Hülse von den Bremsscheiben       1'estgelialten    wird.

   Durch die beschriebene Ein  richtung wird auf völlig selbsttätige Weise  erreicht, dass erstens das     Ritzel    während des       Andrehvorgange.s    so lange sicher im Eingriff       -elfalten    wird, bis der     Andrehmotor        a'bge-          sehaltet.    wird, und zweitens nach dem     Ab-          schalten    des     Andrehmotors    der Anker Lind       das        Ritzel    ,sehr rasch zum Stillstand kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIT Anclreliniotor für Br ennkraftmasehinen mit einem auf der Antriebswelle angeordneten Treibglied, das bei einer relativen Verdrehung @,e@,
    en die Antriebswelle durch eine Schraub- @-erbindung selbsttätig in Eingriff mit einem Teil der Brennkraftmaschine geschoben wird und an dem zur Sicherung der Vorschubbewe- gling eine Bremsvorrichtung angreift, dadurch gekennzeichnet, dass .die Bremswirkung dieser Vorrichtung in Abhängigkeit von der Stellung des Treibgliedes im Verlauf des Vorschubes selbsttätig auf einen bestimmten Wert ver ringert wird.
    UNTERANSPRG'CHE 1. Andrehmotor nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine zwischen dem Treib glied und einem feststehenden Teil des An- dTehmotors angeordnete, aus mehreren Reib seheibenpaaren bestehende Bremse,
    deren sänit- liehe Reibscheibenpaare mindestens bis zum Eingreifen des Antriebsgliedes in den ent sprechenden Teil der Brennkraftmaschine durch Federdruck gegeneinandergepresst sind, dessen durch ihn hervorgerufene Bremsswir- kung sich über den letzten Teil des Vorschubes selbsttätig verringert..
    ?. Andrehmotor nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Federdruck über den letzten Teil des Vorschubweges höchstens noch auf die Hälfte der Reibscheibenpaare einwirkt. 3.
    Andrehmotor nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, -d'ass die Aufhebung der Wirkung eines Teils der Reibscheibenpaare nicht vor dem letzten Viertel des Vorsehubweges des Treibgliedes erfolgt.
    :l. Andrehmotor nach Patent.ansprueh und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich net, dass ein mit dem Treibglied sich verschie bender 11litnehmer einen Teil der in der Vor- schubrichtung hinten liegenden Reibscheiben paare von den dann unwirksam werdenden Reibseheibenpa.aren unter Überwindung der die Reibscheiben gegeneinanderpressenden Fe derkraft abhebt. 5.
    Andrehmotor nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dessen Treibglied aus einer Schraubhülse und einem mit dieser Hülse über eine Freilaufkupplung verbun denen Ritzel besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die auf das Verstellglied einwirkenden Scheiben der Bremskupplung an der Schraub- hülse angreifen.
    6. Andrehmator nach Patentanspruch uir.1 Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zwifichen der Schraubhülse una dem umlaufenden Teil des Andrehmotors eine als Schraubenfeder ('1) ausgebildete Zu- - feder angeordnet ist.
CH322018D 1953-07-04 1954-06-01 Andrehmotor für Brennkraftmaschinen CH322018A (de)

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