CH320040A - Verfahren zur Herstellung von Werkstücken auf pulvermetallurgischem Wege - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Werkstücken auf pulvermetallurgischem Wege

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CH320040A
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Weber Richard Dipl Dr Ing
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Metallgesellschaft Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description


  verfahren zur Herstellung von Werkstücken auf     pulvermetallurgischem    Wege    Die Herstellung von Werkstoffen aus Me  tallpulvern ging bisher entweder direkt von  dem losen Pulver selbst oder von     Kaltpress-          lingen    oder von Sinterkörpern aus, die durch  Druck oder Druck und Wärme, gleiehzeitig  bzw. nacheinander, erhalten wurden. Hierbei  kann die Druekanwendung mit einer Ver  formung verbunden sein. Das verformende  Pressen kann beispielsweise im Gesenk oder  auf der Strangpresse durchgeführt werden.  



  Der Verformungsgrad muss bei diesen  Verfahren, insbesondere wenn eine     Sinte-          rungsglühung    nicht mehr angeschlossen wer  den soll, eine gewisse Höhe aufweisen. Bei  Formkörpern aus Aluminiumpulver bzw.  Aluminiumsinterlegierungen, ist beispiels  weise eine Querschnittsverminderung von min  destens 50 %, vorzugsweise sogar über 7 %,  erforderlich, um feste, genügend Zusammen  halt aufweisende Sinterstränge zu erzielen.  Bei einem niedrigeren Verformungsgrad ist  das Produkt noch körnig oder zumindest  rissig. Wenn man daher ein Erzeugnis von  bestimmter Abmessung, z. B. bestimmtem  Quersehnitt, herstellen will, ist man in solchen  Fällen unter Umständen gezwungen, Aus  gangsduerschnitte zu wählen, die sehr gross  sind und entsprechend grosse und kostspielige  Maschinen und hohen Kraftbedarf verlangen.

    



  Anderseits gibt es Pulvergemenge bzw.  Legerungen, die an sieh schwer verformbar  sind, so dass man bei jedem Verformungsgang    nur einen geringen Verformungsgrad erzielen  kann und die Pressleistung der Pressen oft  nicht ausreicht.  



  Bei diesen verschiedenen Aufgaben war  man daher seither an bestimmte maximale  Querschnitte gebunden, die aus technischen  Gründen schwer oder gar nicht zu über  sehreiten waren.  



       Gegenstand    der     Erfindung    ist nun ein       Verfahren    zur     Herstellung    von     Werkstücken     auf pulvermetallurgischem Wege, gegebenen  falls unter Mitverwendung nichtmetallischer  Pulver, bei dem ein (bezogen auf das jeweils  verwendete Pulvergemisch sowie den ge  wünschten Querschnitt des Formkörpers)  hoher Verformungsgrad des Werkstoffes       unter    relativ geringem Aufwand an Maschi  nen undloder Kraft erreicht werden kann.

    Dies gelingt erfindungsgemäss dadurch, dass  man Metallteilchen, insbesondere Metallpul  ver, gegebenenfalls unter Mitverwendung  nichtmetalliseher Pulver, durch mehrere nach  einander vorgenommene Verformingsgänge  zu einem     Werkstück    vereinigt, wobei in     min-          destens    einem     Verformunäsgang    mehrere be  reits     verformte        Vorkörper        gemeinsam    zu  einem neuen Formkörper vereinigt     werden.     



       Erfindungsgemäss    können     beispielsweise.     aus     Metallpulver        und/oder        Pulverpresslingen          und/oder    aus Pulver oder     Pulverpresslingen     gesinterten Körpern durch verformendes  Pressen, z. B.     Stran;gTressen,    Stauehen oder      Gesenkpressen, zunächst Teile kleineren Quer  schnittes     hergestellt,    diese gebündelt und ge  meinsam erneut verformt werden. Anstatt  Einzelteile länglicher Form zu einem Bündel  parallel nebeneinander zu legen, können auch  beispielsweise Ronden auf- oder aneinander  gelegt werden.

      Auf diese Weise gelingt es beispielsweise,  bereits durch Verformung in ihren Eigen  schaften     verbesserte    Pulverkörper mit weite  rer Querschnittsverminderung zu verformen  und im Endergebnis zu Körpern grösseren  Querschnittes zu kommen.    Bei dem Verfahren kann man. aus Metall  pulver,     gegebenenfalls    unter     Mitverwendung     von nichtmetallischem Pulver, zunächst Stan  gen oder Profile vom beliebigem Querschnitt  herstellen, wobei man den Kraftbedarf und  die     Abmessungen    des Rezipienten sowie die  für den betreffenden Werkstoff und die Ver  formungsart jeweils günstigste Temperatur  in erster Linie berücksichtigen kann.

   Diese  Stangen, denen man einen solchen Quer  schnitt geben kann, dass sie sich zwischen  raumfrei bündeln lassen, legt man dann zu  einem Bündel von einem solchen Querschnitt  zusammen, dass für einen angestrebten Ver  formungsgrad durch die nachträgliche Ver  formung der gewünschte Querschnitt erreicht  wird. Der Verformungsgrad dieser für die       Vereinigung    der Profile     durchgeführten          Verformung    richtet sich nach dem Ausgangs  material sowie nach den     gewünschten    Erfor  dernissen hinsichtlich Festigkeit, die an das  Endprodukt gestellt werden.

   Man kann bei  spielsweise Stangen, die aus Aluminiumpul  ver unter Anwendung eines     Verformungs-          grades    von 1:50, gemessen als Verhältnis des  Endquerschnittes zum Rezipientenquerschnitt  (d2: D2), hergestellt waren, vereinigen, wenn  man sie zu einem Bündel     zusammenfasst    und  bei Anwendung eines Verformungsgrades von  1:10 verpresst. Das auf diese Weise erhaltene  Material ist völlig einheitlich und in seinen       Festigkeitseigenschaften    den     Eigenschaften     der 1:50 verformten Stangen zumindest  gleichwertig.    Sowohl, bei der Herstellung der Vorkörper  als auch bei der Vereinigung derselben zu  Werkstücken kommt man auf sehr verschie  dene Weise zu günstigen Ergebnissen.

   Es ist  nur jeweils erforderlich, das Ausgangsmate  rial     mehrmals    hintereinander einer Formge  bung zu unterwerfen und dabei in mindestens  einem Verformungsgang bereits verformte  Vorkörper gemeinsam zu einem neuen Form  körper zu vereinigen. Als Ausgangsmaterial  können Pulver unlegierter Metalle, Gemische  von Metallpulvern, Legierungspulver, Gemi  sche aus Legierungspulvern und gegebenen  falls Metallpulvern, Pulver intermetallischer  Verbindungen sowie Gemische, die nicht  metallische Bestandteile enthalten, verwendet  werden. Neben Metallpulver können auch  andere Pulver     mitverwendet    werden, bei  spielsweise Silicium, Kohlenstoff, Carbide  oder Oxyde, wie sie in der Metallkeramik ver  wendet werden.

   Die Gemische können auch  gröbere Anteile wie Späne und     Granalien    ent  halten oder aus solchen bestehen. Im folgen  den     ist    der Einfachheit halber immer von       Metallpulver    gesprochen.  



  Da man bei dem erfindungsgemässen Ver  fahren Legierungsbestandteile in fast beliebi  gen Verhältnissen mischen kann, ist es mög  lich, zu     Pressstangen    solcher Zusammenset  zung zu kommen, wie sie auf dem Weg über  den     Gussblock    nicht herzustellen sind, und  ausserdem ohne hierbei an kleine Querschnitte  gebunden zu sein.  



  Dieses Verfahren eignet. sich besonders  auch dafür, Werkstücke     aus    Metallpulver  herzustellen," die einen hohen Anteil an an  sich schwer verformbarem     Material    besitzen.  Man kann hierbei so vorgehen, dass man von  vornherein das gewünschte Mischungsverhält  nis zwischen dem leichter     verformbaren    und  .dem schwerer verformbaren     Material    im Pul  vergemisch anwendet.

   Es ist. jedoch auch  möglich, zunächst     Vorkörper    zu     verpressen,     bei .denen ein. geringerer Anteil an dem schwe  rer verformbaren Material im     Pulveräemiseh     eingesetzt wird und erst bei weiteren     Verfor-          mungsgängen    das schwerer verformbare Ma  terial in das Bündel einzubringen und da-      durch seinen Gehalt zu erhöhen.

   Dies kann       beispielsweise    dadurch geschehen, dass man  die Vorkörper oder Teile von ihnen vorzugs  weise in möglichst kleinen Abschnitten in den  Rezipienten der Verformungsvorrichtung ein  bringt und mit Pulver oder Kaltprcsslingen  des schwerer     verformbaren    Materials oder mit  Vorpresslingen, die einen höheren Anteil an  schwerer verformbarem Material besitzen, ge  mischt, verformt. Sorgt man hierbei für eine  gründliche Durchknetung, das heisst einen  hohen Verformungsgrad, sei es in einer oder  verteilt auf mehrere Verformungen, so erhält  man einen Formkörper, der selbst. Gehalte. an       schwerer    verformbarem Material enthalten  kann, die mit den seither bekannten Mitteln  nicht einzubringen waren und die trotzdem  eine hohe Festigkeit besitzen.  



  Beispielsweise lassen sich auf diese Weise  Formkörper aus Aluminium mit sehr erheb  lichen Siliziumgehalten von 30 und mehr Pro  zent herstellen, das heisst Legierungen des  Aluminiums mit Siliziumgehalten, wie sie auf  dem Schmelzwege nicht erreicht werden kön  nen und auch mit den seither bekannten     pul-          vermetal'lurgisehen    Verfahren nicht     als    stabil  mit brauchbaren     Festigkeitseigenschaften    er  halten werden konnten.  



  Auch andere, schwer oder nicht verform  bare, insbesondere, nichtmetallische Bestand  teile lassen sich auf die erfindungsgemässe  Weise in Formkörper einbringen, beispiels  weise Oxyde, Nitride, Karbide. Das erfin  dungsgemässe     Verfahren    kann demnach     zur     Herstellung von Hartmetallen oder von     Cera-          mets    angewendet werden. Für die Herstellung  von Werkstücken, die solche schwer verform  baren Bestandteile enthalten, ist     eine    mehr  faebe Verformung besonders vorteilhaft, weil  es durch eine solche Verformung möglich ist,  insgesamt einen hohen Verformungsgrad zu  erzielen, ohne eine allzu grosse Querschnitts  verminderung in Kauf nehmen zu müssen.

    Man kann dabei sowohl die Vorkörper mehr  mals     nacheinander    verformen als auch die  Bündel mehrfach hintereinander verformen  oder mehrfach bündeln, wobei die Verfor  mung durch Strangpressen, Stauchen, Wal-         zen,    Ziehen und dergleichen     vorgenommen     werden kann und auch verschiedene Verfor  mungsarten hintereinander einsgesetzt werden  können.  



  Es wurde beispielsweise ein Pulvergemisch  von 25 % Silizium und 75 % Aluminiun von  einer Korngrösse um etwa 0,06 mm mit einem  Verformungsgrad 1:50 auf der Strangpresse  zu Rundstangen von einem Durchmesser von  13 mm verpresst. Etwa 25 solcher Stangen  wurden zu einem Bündel     zusammengefasst,    in  den Rezipienten der Strangpresse eingelegt  und mit einem Verformungsgrad von 1:12  verpresst. Man erhielt einen Strang von  20 mm  , der über den gesamten Querschnitt  ein vollkommen homogenes Gefüge aufwies.  Die     Ausgangsstangen    hatten eine     Härte    von  75-85 BE und eine Zugfestigkeit von  20 kg/mm2 bei einer Dehnung von 2,5 %.  Diesen Werten stehen eine Härte von 79 bis  86 BE, eine Festigkeit von 22,5 kg/mm2 und  eine Dehnung von 2,5 % der Endstange ge  genüber.  



  Die Primärprofile, die durch eine weitere  Verformung zu Werkstüeken mit grösserem  Querschnitt vereinigt werden solslen, können  auf verschiedene Weise herbestellt sein. Man  kann hier jeweils die Erfordernisse der ein  zelnen Pulver und die zur Verfügung stehen  den Verformungswerkzeuge berücksichtigen.  Die Pulver können als solche oder nach vor  angehender Verdichtung durch Kalt- oder  Warmpressen oder Nachpressen von     Kalt-          presslingen    undloder Sintern zunächst ver  einigt werden und dann durch eine     sparlose     Verformung zu einem     Vorkörper    vereinigt  werden.

   Diese     Verformung    kann     beispiels-          vveise    durch     ,Strangpressen,    Schmieden, Stau  chen oder Walzen durchgeführt werden. Um  Profilstücke zu erhalten,     können    .die     Vorkör-          per        mich        mittels        Profilwalzen    hergestellt wer  den.

   Es ist     beispielsweise        möglich,        PulWer     zunächst kalt zu v erpressen und durch Pres  sen     vorzuverformen,        beispielsweise    durch  Stauehen oder auf der     Strangpresse,    wobei  auch mehrere     Kaltpresslinge    durch Strang  pressen bei erhöhter Temperatur     vereinigt     werden können. Man kann     hierbei    auch durch      wiederholtes Strangpressen zu dem erwünsch  ten Verformungsgrad gelangen und dann  diese Profile in genügender Anzahl bündelt  und durch Nachverformung vereinigen.

   Es ist  hierbei nicht nur möglich, Profile zu einem  Bündel nebeneinanderzulegen, sondern es ist  auch möglich, zunächst beispielsweise vorver  formte Ronden herzustellen und diese durch  Stauchen zu vereinigen.  



  Insbesondere bei schwer verformbarem  Material kann der gewünschte Verformungs  grad durch mehrfaches spanloses Verformen,  beispielsweise durch mehrfaches Strangpres  sen oder Stauehen oder Walzen oder durch  Anwendung mehrerer dieser Verfahren hin  tereinander vorgenommen werden.  



  Die so erhaltenen Vorkörper werden dann  mit andern gleich oder anders vorbehandelten  Vorkörpern durch spannlose Verformung zu  einem neuen Formkörper vereinigt. Diese  Vereinigung kann beispielsweise auf der  Strangpresse erfolgen, wobei die einzelnen  gleichen oder verschiedenen Profile gebündelt  in den Rezipienten eingesetzt werden. Es ist  dabei nicht notwendig, dass alle oder ein Teil  der verwendeten Vorkörper mit ihrer     Längs-          aehse    der Achse des Bündels parallel liegen,  sondern man kann sie auch in beliebig anderer  Lage anordnen. Hierzu können auch Ab  schnitte der Vorpresskörper verwendet wer  den.

   Der angewendete Verformungsdruck  wird hierbei vorzugsweise mindestens so gross  gewählt, dass der Zusammenhalt der einzelnen  Vorkörper so weit erreicht ist, dass eine Hand  habung des Gesamtkörpers ohne Auseinander  fallen möglich ist. Er     kann    jedoch auch so  gross gewählt werden, dass bereits in einem  Verformungsgang die Verreinigung der     Vor-          körpe-r    zu einem     fugenlosen    und fest ver  schweissten Gesamtkörper stattfindet. Ander  seits ist es auch möglich, den festen Zusam  menhalt des Gesamtkörpers durch mehrfache  Verformung der gebündelten Vorkörper her  beizuführen.  



  Besonders vorteilhaft ist es, die Verfor  mungsgänge auf der Strangpresse durchzu  führen, wobei     mann    durch Verwendung von  Rezipienten verschiedenen Durchmessers je-    weils auf den gewünschten Querschnitt kom  men kann. Es ist nicht erforderlich, bei dem  ersten und dem zweiten oder einem folgenden  Pressprozess stets denselben Verformungsgrad  anzuwenden. Es ist auch nicht erforderlich,  stets vos demselben Rezipientendurchmesser  auszugehen. Man kann vielmehr für die zweite  oder eine folgende Pressung einen andern,  z.

   B. einen grösseren Rezipientendurehmesser       als    bei einer     vorhergehenden        Presszeug    ver  wenden, und entsprechend weitere     Vorpress-          linge    oder bereits kombinierte Presslinge ver  einigen, wobei vorzugsweise der Bündeldurch  messer für jede Presseng dem jeweiligen  Rezipientendurchmesser angepasst wird.  



  An Stelle der Verformung auf Strang  pressen kann auch die Verformung von ge  bündeltem Material durch Stauchen oder Zie  hen vorgenommen werden, wobei auch klei  nere Verformungsgrade zur Erreichung ge  wünschter Eigenschaften des erhaltenen  Formkörpers ausreichen können.  



  Mit. dein erfindungsgemässen Verfahren ist  es     auch    möglich, Stangen verschiedenen Mate  rials zu einem     Presskörper    grösseren Quer  schnittes zusammenzufügen. Man kann hier  bei zonenweise     verschiedene    Werkstoffe im  Bündel anordnen, wie sie     nachher    im     Endkör-          per    gebraucht werden.

   Anderseits kann man  auch Werkstoffe, die sieh im     Gusszustand     schlecht mischen, lassen, in Gestalt dünner Pro  file     zusammensetzen    und durch das     gemein-          same        Verpressen    zu einem einheitlichen Strang       umformen.    Hierbei kann man     beispielsweise    so  vorgehen, dass man zunächst dünne Profile  unter hoher Verformung bei weitgehender       Durchknetiuig        mi    einem,

   einheitlichen Werk  stoff verarbeitet und dann diese Stangen oder  Profile nochmals miteinander bündelt und zu  dem Körper des     gewünschten    Querschnittes       nachpresst.    Auf diese Weise lassen sieb bei  spielsweise höhere     Bleimisätze    in     Aluminium-          oder          einbringen        Lund    dabei  eine gute Verteilung erreichen.  



  Hierbei ist es auch möglich, Komponenten,  wie     beispielsweise    Blei, als ,gegossene, gegebe  nenfalls nachverformte Körper     oder    als ledig  lich durch Pressen     zu    Profilen     vereinigte,         eventuell gesinterte Pulver in das Bündel  niteinzusetzen, wenn dies technisch zweck  mässiger ist. Es kann beispielsweise vorteil  haft sein, zwischen dem vorverformten Pul  vermaterial lediglich durch Kaltpressen, ge  gebenenfalls mit anschliessendem Sintern ver  einigte Profile einzulegen und durch die  Naehverformung mit den übrigen Profilen  zu vereinigen. Beispielsweise kann man ge  gossenes oder geknetetes Material bzw.

   Profile  als Schale einsetzen und vorverformte aus  Pulver herbestellte Profile in diese einlegen  und durch gemeinsame Verformung verbin  den.  



  Da es möglich ist, für ein Werkstück Vor  körper verschiedener Zusammensetzung oder  Vorkörper verschiedenen Verformungsgrades  gemeinsamen zu verformen, ist es auch mög  lich, ein Werkstück aus Vorkörpern herzu  stellen, die sowohl untereinander verschiedene  Zusammensetzung als auch einen verschiede  nen Verformungsgrad haben.  



  Bei den einzelnen Verformungsvorgängen,  rei denen vorverformtes Material vereinigt  wird, ist es möglich, weiteres     Metallpulver     mitzuverformen; beispielsweise kann man die  Zwischenräume zwischen den einzelnen Profi  len durch Metallpulver ausfüllen oder den  gebildeten Vorkörpern anderweitig lockeres  Metallpulver oder Kaltpresslinge beifügen. Es  können beispielsweise für das zu verpressende  Bündel Rohre verwendet oder mitverwendet  werden, die man mit Metallpulver füllt, deren  Charakter je nach dem Verwendungszweck  erhalten bleiben kann. Auf diese Weise lassen  sich beispielsweise in das durch Kneten ver  einigte Material Zonen einbringen, in denen  der Pulvercharakter noch mehr oder weniger  gewahrt ist.

   Auf diese Weise können auch  zonenweise verschiedene Zusammensetzungen  bzw. verschiedene Eigenschaften, beispiels  weise durch verschiedene Verformungsgrade  herbeigeführt werden.  



  leben Metallpulver     können    auch andere  Pulver mitverwendet werden, beispielsweise  Silizium, Kohlenstoff, Carbide oder Oxyde,  wie sie in der Metallkeramik verwendet wer  den.    Beider Verformung auf der Strangpresse  werden bekanntlich über den Querschnitt hin  nicht alle Zonen gleichmässig verformt.

   Will  man ein Material gewinnen, das über den  ganzen Querschnitt hin weitgehend einheit  lich verformt ist und dadurch einheitliche       Struktur    besitzt, so kann man     beispielsweise     so vorgehen, dass man Stangen oder Profile  verschiedenen Verformmungsgrades so zusam  menlegt, dass die Zonen, die beim Nachpres  sen stark verformt werden, mit Stangen einer  geringeren Vorverformung belegt sind und  die Zonen, die beider     Nachverformung    weni  ger stark verformt werden, mit Stangen, die  bei der ersten Verformung eine stärkere Ver  formung erhalten haben.  



  Anderseits ist es auch manchmal er  wünscht, an bestimmten Stellen Zonen stär  kerer     Verformung        und    an andern Zonen  weniger starke Verformung vorliegen zu  haben, wie sie sieh durch     einfaches    Strang  pressen nicht erreichen lassen. In diesem Fall  kann man auch beim Zusammenbündeln ent  sprechend vorverformtes Material an der be  treffenden Zone anordnen und auf diese  Weise in dem nachverformten Körper zonen  weise verschiedene     Verformungsgrade    im     ge-          n-ünschten    Sinne erhalten.  



  Es ist auch möglich, verschiedene Werk  stoffe     in        zonenweiser        Anordnung    zu     verwen-          den.,    indem man Stangen oder Profile der ge  wünschten Zusammensetzung     zonenweise    ein  setzt. Bei einer nur geringen     Nachverformung     werden diese. Zonen im Fertigkörper im  wesentlichen     nebeneinander    erhalten.  



  Vorteilhaft wird die     Verformung    bei er  höhter     Temperatur    vorgenommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Werk stücken auf pulvermetallurgischem Wege, da durch gekennzeichnet, dass Metallteilchen durch mehrere nacheinander vorgenommene VerformunIgänge zu einm Werkstück ver einigt werden, wobei in mindestens einem Ver- formungsgang mehrere bereits verformte Vor körper gemeinsam zu einem neuen Formkör per vereinigt werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass aus Pulver vorver- formte Profile gebündelt und anschliessend einer nochmaligen Verformung unterworfen werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gebündelten Profile durch Strang pressen vereinigt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gebündelten Profile durch Ziehen vereinigt werden. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gebündelten Profile durch Stauchen vereinigt werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Herstellung der Profile und die Vereinigung der gebündelten Profile durch Strangpressen erfolgt und bei den ein zelnen Verformungsgängen Rezipienten ver schiedenen Querschnittes verwendet werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Verformungsschritt mittels Walzen durchge führt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Profilwalzen gearbeitet wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Vorkörper ver schiedener Zusammensetzung gemeinsam ver formt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Vorkörper ver schiedenen Verformungsgrades gemeinsam verformt werden. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Vorkörper v er- sehiedener Zusammensetzung und verschiede nen Verformungsgrades gemeinsam verformt werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Vorkörper mit- verwendet werden, die nicht auf pulvermetall urgischem Wege hergestellt sind. 12. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass gegossene Profile mitverwendet werden. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, da.ss geknetete Profile mitverwendet werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass gegossene Vorkörper als Umhüllungen mitverwendet werden. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass geknetete Vorkörper als Umhüllungen mitverwendet werden. 16. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beim gemeinsamen Verformen verschiedener Vorkörper lockeres Pulver mitverformt wird. 17. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beim gemeinsamen Verformen verschiedener Vorkörper Kalt- presslinge mitverformt werden. 18. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zurr Herstellung von Werkstücken mit zonenweise verschiede nen Eigenschaften V orkörper verschiedener Eigenschaften gemeinsam weiterverformtwer den. 19.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstellung von Werkstücken mit zonenweise verschiede ner Zusammensetzung Vorkörper verschiede ner Zusammensetzung gemeinsam weiterver formt werden. 20. 'Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstellung von Werkstücken mit Gehalten an schwer ver formbaren Stoffen zunächst Vorkörper mit einem niedrigeren Gehalt. an schwer verform baren Stoffen hergestellt und bei weiteren Verformungsprozessen solche Vorkörper zti- sainmen mit weiterem schwer verformbarem Material verformt werden.
    \?1. Verfahren nach Patentanspiuleh und Unteranspiuicli ?0, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorkörper zusammen mit Material mit höherem Gehalt an den schwer verform baren Stoffen verformt werden. 22. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass aus dem Pulver zunächst Kaltpresslinge hergestellt und diese dann zu Vorkörpern verformt werden. 23. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass aus dem Pulver zunächst Sinterkörper hergestellt und diese dann zu Vorkörpern verformt werden. 24.
    Verfahren nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass nichtmetallisches Pulver mitverwendet wird.
CH320040D 1952-02-29 1953-02-28 Verfahren zur Herstellung von Werkstücken auf pulvermetallurgischem Wege CH320040A (de)

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