Flugzeug Die Erfindung betrifft ein Flugzeug und bezweckt, die Übertragung von Schwingungen von dessen Antriebsaggregat auf den Flug zeugrumpf zu vermindern. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass sein hauptsächlich aus Motor, Welle und Luft schraube bestehendes Antriebsaggregat so im Flugzeugrumpf gelagert ist, dass es Schwin gungen um einen Punkt ausführen kann, der mindestens angenähert mit dem anfänglichen Momentanzentrum der Bewegung des Aggre gates übereinstimmt, welches sich unter der Voraussetzung ergibt,
dass auf das von kei nerlei Kräften beeinflusste Aggregat plötzlich eine in der Ebene der Luftschraube liegende Kraft zu wirken beginnt, und dass ferner eine Vorrichtung vorgesehen ist, um die genann ten Schwingungen zu begrenzen.
Das erwähnte Momentanzentrum wird so mit Sehwingungsmittelpunkt des Aggregates, wenn dasselbe durch Unwucht der Luft schraube oder sonstwie periodisch an der Luft schraube wirksame Kräfte in Schwingungen versetzt wird, und. es ist leicht einzasehen, dass durch die angegebene Lagerung eine wesentliche Verminderung der Schwingungen des Flugzeugrumpfes erzielt wird, wie übri gens auch die Praxis bestätigt. Gegenüber der bisher üblichen Lagerung, bei welcher das Antriebsaggregat um einen im wesentlichen mit seinem Schwerpunkt zusammenfallenden Punkt kleine Sehwingungen ausführen kann, wird durch die Erfindung ein erheblicher Fortschritt erzielt.
In den Zeichnungen sind zwei Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung so weit<B>'</B> darge stellt, als dies zum Verständnis der Erfin dung erforderlich ist. Es zeigen: Fig. <B>1</B> eine schaubildliche Teilansicht eines aus Rotor, Welle und Motor bestehenden<B>Ag-</B> gregates eines Hubschraubers, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. <B>1,</B> Fig. <B>3</B> eine vergrösserte Seitenansicht eines elastischen Lagers, Fig. 4 eine Seitenansicht einer andern Aus führungsform,
Fig. <B>5</B> eine Unteransicht eines Teils der in Fig. 4 dargestellten Anordnung und Fig. <B>6</B> einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 4.' In den Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> ist ein für Hubschrau ber bestimmter Zweiblattrotor mit<B>10</B> bezeieh- net, dessen Nabe 12 mit dem obern Ende der Rotorwelle 14 verbunden ist.
Die Welle 14 ist eine Verlängerung der Kurbelwelle eines Mo tors<B>16.</B> Der Motor, die Welle und der Rotor bilden also ein Antriebsaggregat, dessen Schwerpunkt- ungefähr bei<B>17</B> liegt. Dieses Aggregat ist, wie noch näher gezeigt werden wird, -Lun den Schnittpunkt der Achsen A-A und B-B schwingbar gelagert, welcher Schnittpunkt auf der Achse des Aggregates liegt zuld mindestens angenähert mit dem anfänglichen Momentanzentrum zusammen fällt, das sich aus der Voraussetzung ergibt,
dass auf das von keinerlei Kräften beein- flusste Aggregat plötzlich eine in der Ebene der Luftschraube liegende Kraft zu wirken beginnt.
Die Lage dieses Momentanzentrums kann durch folgende Formel bestimmt werden<B>-</B>
EMI0002.0008
In dieser Formel ist <I>I</I><B>=</B> das Trägheitsmoment des Aggregates um eine durch seinen Schwerpunkt<B>17</B> ge hende, zur Achse des Aggregates senk rechte Achse; M <B>=</B> die Masse des ganzen Aggregates; a<B>=</B> der Abstand der Nabe 12 vom Schwer punkt<B>17;</B> <B>b =</B> der Abstand des Seliwerpunktes <B>17</B> vom Momentanzentrum, wobei dieser Punkt auf der andern Seite des Seliwerp-Linktes liegt als die Nabe 12.
Wie aus den Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> ersichtlich, weist die Motorlagerung einen Fachwerkrahmen <B>18</B> auf, in dem der Motor mittels gegenüberste hender Lager 20-20 inn die Achse A-A (Fig. 2) sehwingbar gelagert ist. Die beiden seitlich sich erstreckenden Arme des Fach- werkrahmens enden in Buchsen 22, 22, die auf Gummilnuffen 24, 24 angebracht sind, die von den Zapfen<B>26, 26</B> der am Flugzeugrumpf<B>30</B> fest angebrachten Lagerblöcke 28 getragen werden.
Die Lager 22, 22 liegen atif einer waagreellten Achse B-B, die die Achse A-A rechtwinklig schneidet, und infolge der Ela stizität der Muffen 24, 24 kann der Rahmen kleine Sehwingungen um die Achse B-B aus führen.
Das im wesentlichen aus Motor, Welle und Rotor bestellende Aggregat kann dem nach um die Achse A-A lind um die Achse B-B in begrenztem Ausmasse schwingen, so dass das Aggregat allseitig um einen Punkt zu schwingen vermag, der auf dem Schnitt- punkt der Rotorwellenachse mit der Ebene der Achsen AA-BB liegt.
Die Gummiinuffen 24 gestatten überdies kleine waagrechte Verschiebungen des Dreh punktes. Zur Begrenzung der Bewegung um diesen Drehpunkt und zum Halten des Aggre gates in einer im wesentlichen lotrechten, zentrierten Stellung ist eine Vorrichtung vor gesehen, die Zugledern<B>32</B> aufweist, die sich radial und rechtwinklig zueinander von einem Mittelstück 34 aus erstrecken, das an dem Boden des Motorgehäuses angebracht ist. Die Aussenenden der Federn<B>32</B> sind mit festste henden Teilen des Flugzeugrumpfes (nicht dargestellt) verankert, so dass die Federn die Schwingungen des Antriebsaggregates begren zen und das Aggregat elastisch in die Normal lage zurückführen.
Die Federn<B>32</B> können verschieden eingestellt, oder es können in bezug auf ihre Eigenschaften voneinander abweichende Federn eingebaut werden, um unsymmetrisehe Zustände und/oder unter schiedliche Schwingungsfrequenzen atiszuglei- clien, bis die günstigste Einstellung für alle Flugbedingungen gefunden ist.
Bei der Ausführungsforin nach Fig. 4 bis <B>6</B> ist am Motor 40 ein Getriebegehäuse 42 angeflanscht, aus dem die Antriebswelle, 44 hervorsteht. Der Rotor ist lediglich der Ein fachheit halber nicht gezeichnet. Es handelt sich aber ebenfalls um einen Hubschrauber. Aus einem Stück mit dem Getriebegehäuse 42 besteht die waagrecht liegende Platte 46, die mit tohrungen versehen ist, -um die Gummi- nixiffen 48 fest aufzunehmen, die auf Zapfen <B>50</B> aufgezogen sind, durch welche die Muffen 48 zwischen gegenüberliegenden Lappen eines Rahmens<B>52</B> verankert werden, der fest mit' dein Flugzeugrumpf 54 verbunden ist.
Die Gummimulfen 48 verformen sieh federnd nachgiebig, so dass das Antriebsaggregat rela tiv zu dem Flugzeugrumpf 54 um einen Mit telpunkt zu schwingen vermag, der ungefähr in der Ebene der Sternplatte 46 liegt. Dieser Mittelpunkt fällt wieder mindestens angenä hert mit dem oben definierten anfänglichen Momentanzentrum zusammen. Zur Begrenzung der Schwingungen ist ein Armkreuz<B>56</B> (Fig. <B>5)</B> vorgesehen, dessen Arme radial von einer Verbindungsstelle am zentralen Ansatz<B>58</B> (Fig. 4) ausgehen, der am Boden des Kurbelwellengeliäuses vorgese hen ist.
Die Arme des Arnikreuzes <B>56</B> tragen elastische Ringe<B>60,</B> die anderseits an den am Flugzeugrumpf festen Konsolen<B>62</B> angelenkt sind.