CH313451A - Verfahren und Anlage zur Verwertung von in einem intermittierend anfallenden Wärme-träger, insbesondere in Abgasen, enthaltener Wärme - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Verwertung von in einem intermittierend anfallenden Wärme-träger, insbesondere in Abgasen, enthaltener WärmeInfo
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Description
Verfahren und Anlage zur Verwertung von in einem intermittierend anfallenden Wärme träger, insbesondere in Abgasen, enthaltener Wärme Das Patent betrifft ein Verfahren zur Ver wertung von in einem intermittierend anfal lenden Wärmeträger, insbesondere in Ab gasen, enthaltener Wärme in einer Wärme kraftanlage und eine Anlage zur Ausführung dieses Verfahrens.
Bei industriellen Anlagen, beispielsweise im Gebiete der Stahlerzeugung, kann es vor= kommen, dass im Gefolge eines periodisch sich abspielenden Prozesses heisse Abgase inter- mittierend anfallen. Will man mir Verwertung der darin enthaltenen Abwärme mit diesen Abgasen das Arbeitsmittel einer Wärmekraft anlage aufheizen, so genügt im allgemeinen die normale Speicherfähigkeit des Erhitzers nicht, um den Betrieb auch während der Zeit des Aussetzens der Abgase aufrechtzuerhal ten.
Beim Unterbruch der Heizgaslieferung sinkt beispielsweise die Temperatur dies Arbeitsmittels einer Gasturbinenanlage rasch, was nicht nur einen raschen Abfall der Lei stungsabgabe, sondern auch ungünstige ther mische Beanspruchung der Baustoffe der Tur bine zur Folge hat.
Die Erfindung bezweckt nun, bei der Ver- wertung von in einem intermittierend anfal lenden Wärmeträger, insbesondere in Ab gasen, enthaltener Wärme in einer Wärme- kraftanlage eine möglichst gleichmässige Wärmezufuhr auch in der Zeit des Aussetzens des Wärmeträgers zu erhalten. Zu diesem Behufe gibt beim erfindungsgemässen Verfah- ren in der Periode des
Anfallen3 dieses Wärmeträgers ein Teil davon Wärme an einen Wärmespeicher ab, und überträgt der verbleibende Teil Wärme durch feste Wärme- austauschwände an das Arbeitsmittel der Wärmekraftanlage. In der Periode des Aus setzen & des Wärmeträgers wird dagegen Wärme vom Wärmespeicher an das Arbeits- mittel der Wärmekraftanlage abgegeben.
Zweckmässig wird für die Übertragung der Wärme vom Wärmespeicher an das Arbeits- mittel der Wärmekraftanlage ein gasförmiger Zwischenwärmeträger, vorzugsweise atmosphä rische Luft, verwendet, welcher in der Periode des Aussetzens des Wärmeträger,
durch den Wärmespeicher erhitzt wird und seinerseits durch die festen Wärmeaustauschwände min- destens einen Teil der vom Speicher aufge nommenen Wärme an das Arbeitsmittel der Wärmekraftanlage überträgt.
In der Zeichnung ist in vereinfachter Dar- stellung .eine Anlage zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens beispielsweise veranschaulicht, an. Hand welcher auch das Verfahren erläutert wird.
Die im Wärmeträger anfallende Abwärme wird hierbei :in. einer Heissluftturbinenanlage mit geschlossenem Arbeitsprozess ausgenützt. Diese Wärmekraftanlage weist einen Erhitzer 1 auf, in welchem ein verdichtetes gasförmiges Arbeitsmittel erhitzt wird.
Dieses entspannt sodann in einer Turbine 2, durchströmt nach Verlassen dieser Turbine einen Wärmeaus tauscher 3 und einen Kühler 4, um hierauf in einem Verdichter 5 wieder auf den ursprüng lichen Druck verdichtet zu werden. Das ver-" dichtete Arbeitsmittel wird vorerst im Wärme au stauscher 3 von dem die Turbine 2 verlas senden Arbeitsmittel vorgewärmt und gelangt hierauf wieder in den Erhitzer 1, wobei sieh der Kreislauf schliesst.
Der Überschuss der Turbinenleistung über die Leistungsaufnahme des Verdichters wird an einen elektrischen Stromerzeuger 6 abgegeben.
Durch -eine mit einem Absperrventil 7 ver sehene Leitung 8 wird ein von einer nicht gezeichneten industriellen Anlage intermittie- rend anfallender Wärmeträger, beispielsweise heisse Abgase, zugeführt. Diese Leitung steht einerseits über eine Leitung 9 mit dem Er hitzer 1 der Wärmekraftanlage und anderseits durch eine Leitung 10 mit einem Wärmespei- cher 11 in Verbindung, welcher als wärmespei cherndes Material beispielsweise aus feuer festem Baustoff bestehende Gittersteine ent hält.
In der Periode des Anfallens d'es Wärme trägers wird ein Teil davon durch die Leitung 10- in den Wärmespeicher 11 geleitet, und die ser Teil gibt dabei Wärme an diesen Wärme speicher ab und verlässt ihn hierauf durch eine mit einem Absperrventil 12 versehene Leitung 13.
Der verbleibende Teil des Wärmeträgers durchströmt die Leitung 9 und gelangt in den Erhitzer 1. Im Erhitzer überträgt dieser Teil durch die Wände der Erhitzerrohre Wärme an das Arbeitsmittel der Wärmekraftanl.a.ge. Er verlässt hierauf den Erhitzer durch eine mit einem Absperrventil 14 versehene Leitung 15 und vereinigt sieh in der Leitung 13 mit dem durch den Wärmespeicher 11 strömenden Teil, um mit diesem gemeinsam abgeleitet zu wer den.
Der die Leitung 13 verlassende Wärme träger ist hierbei schon weitgehend abgekühlt. Da es sich bei diesem Wärmeträger zumeist um staubhaltige Abgase handelt, sind sie in der Regel noch einem Reinigungsvorgang zu unterziehen, bevor sie in die Atmosphäre aus gestossen werden.
In der Periode des Aussetzens des Wärme trägers wird das Ventil 7 geschlossen. Durch ein von einem Motor 16 angetriebenes Gebläse 17 wird während dieser Zeit aus der Atmo sphäre durch eine Leitung 18 Luft angesaugt und durch eine weitere Leitung 19, welche mit einem Absperrventil 20 versehen ist, in den Wärmespeicher 11 geleitet. Das in der Leitung 13 angeordnete Ventil 12 ist. hierbei geschlossen. Die Luft nimmt im Wärmespei cher 11 von diesem Wärme auf.
Sie dient als Zwischenwärmeträger und wird sodann durch die Leitung 9 in den Erhitzer 1 geführt, wobei sie mindestens einen Teil der vom Speicher aufgenommenen Wärme an das Arbeitsmittel der Wärmekraftanlage abgibt.
In der Zeit des Anfal'lens des Wärmeträ gers sind die Ventile 7, 12 und 14 offen, das Ventil 20 dagegen, ist geschlossen. In der Zeit des Aussetzens des Wärmeträgers sind da gegen die Ventile 20 und 14 offen, während die Ventile 7 und 12 geschlossen sind.
Es sind somit umschaltbare Mittel vorhanden, welche einerseits den anfallenden Wärmeträ ger teils zu dem der Erhitzung des Arbeits mittels der Wärmekraftanlage dienenden Er hitzer 1 und teils mi dem Wärmespeicher 11 zu leiten gestatten und anderseits einen gas förmigen Zwischenwärmeträger nacheinander durch den Wärmespeicher 11 und den Er hitzer 1 des Arbeitsmittels zu leiten gestatten, so da.ss dieser Zwischenwärmeträger vom Wärmespeicher aufgenommene Wärme im Erhitzer durch die festen Wärmeaustausch wände,
das heisst die Erhitzerrohre, an das Arbeitsmittel abgibt.
Bei der dargestellten Anlage gestatten fer ner die umschaltbaren Mittel, als Zwischen wärmeträger von der Atmosphäre entnommene Luft nacheinander durch den Wärmespeicher 11 und den Erhitzer 1 zu leiten.
Im weiteren ist noch eine mit einem Ab sperrventil 21 versehene Leitung 22 vorhan den. Diese verbindet die Leitung 10 mit, der Atmosphäre. Im normalen Betrieb der Wärmekraft anlage ist das Ventil 21 sowohl während der Zeit des Anfallens des Wärmeträgers wie auch während der Zeit des Aussetäens ge schlossen.
Es kann. aber vorkommen, dass die Wärme kraftanlage aus irgendwelchen Gründen ausser Betrieb gesetzt wird. In diesem Falle ist wäh rend der Periode des Anfallens des Wärme trägers dessen gesamte Menge durch den Wärmespeicher zu leiten, um hinreichend ab gekühlt zu -werden zur Ermöglichung einer allfälligen nachfolgenden Reinigung. Dann ist das Ventil 14 geschlossen. Die Ventile 7 und 12 bleiben dagegen offen. Die Ventile 20 und 21 verbleiben wie im Falle des Betriebes der Wärmekraftanlage in geschlossenem Zu stand.
In der Zeit des Aussetzens des Wärme trägers werden dagegen die Ventile 7 und 12 geschlossen. Die Ventile 20 und 21 werden geöffnet. Die von der Atmosphäre angesaugte Luft wird nun durch den Verdichter 17 in den Wärmespeicher 11 gefördert und erhitzt. Sie kann aber nach Verlassen des Wärmespei chers nicht -wie im normalen Betriebsfall durch den Erhitzer 1 strömen, da das Ventil 14 geschlossen ist.
Die den Wärmespeicher verlassende Luft wird vielmehr unter Um gehung des Erhitzers durch die Leitung 22 unmittelbar abgeleitet. Bei diesem Vorgang kühlt sich der Wärmespeicher 1.1 Wieder so weit ab, dass er seinerseits bei Beginn der nachfolgenden Periode wieder bereit ist, Wärme von den anfallenden, durch die Lei tung 8 zugeführten Abgasen aufzunehmen.
Eine solche Anordnung hat den Vorteil, dass auch m einer Zeit, in welcher eine Ver wertung der im intermittierend anfallenden Wärmeträger enthaltenen Wärme in einer Wärmekraftanlage nicht vorgesehen ist, dieser Wärmeträger doch hinreichend abgekühlt wird, um beispielsweise einer nachfolgenden Reinigung unterworfen werden zu können. Es ist hierbei vorteilhaft, dass zu dieser Abküh lung nicht, wie es bisher oft üblich war.
Was ser verwendet wird, was insbesondere dann von Wichtigkeit ist, wenn allfällige Wasser- einbrüche den die Heissgase erzeugenden Pro zess stören oder sogar Explosionen hervor rufen könnten.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Verwertung von in einem intermittierend anfallenden Wärmeträger, ins besondere in Abgasen, enthaltener Wärme in einer Wärmekraftanlage, dadurch gekenn zeichnet,d.ass in der Periode des Aasfallens dieses Wärmeträgers ein Teil das Wärmeträ gers Wärme aii einen Wärmespeicher abgibt und der verbleibende Teil Wärme durch feste Wärmeaustauschwände an das Arbeits mittel der Wärmekraftanlage überträgt,in der Periode des Aussetzens dieses Wärmeträgers dagegen vom Wärmespeicher Wärme an das Arbeitsmittel der Wärmekraftanlage abge geben wird. II. Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Wärmekraftanlage,einen Wärmespeicher und umschaltbare Mittel, welche einerseits den anfallenden Wärmeträger teils zu einem der Erhitzung des Arbeitsmittels der Wärmekraft- anlage dienenden Erhitzer und teils zu einem Wärmespeicher zu leiten gestatten,und ander seits einen gasförmigen Zwischenwärmeträger nacheinander durch den Wärmespeicher und den Erhitzer des Arbeitsmittels z1x leiten ge statten, so da,ss dieser Zwischenwärmeträger vom Wärmespeicher aufgenommene Wärme im Erhitzer durch feste Wärmeaustausch- wände an das Arbeitsmittel abgibt. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, d'ass in der Periode des Aussetzens des Wärmeträgers durch den Wärmespeicher ein gasförmiger Zwischen wärmeträger erhitzt wird, welcher seinerseits durch die festen Wärmeaustauschwände min- destens einen Teil der vom Speicher aufge nommenen Wärme an das Arbeitsmittel der Wärmekraftanlage abgibt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenwärm:eträger atmosphärische Luft ist. 3. Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, d'ass die umschaltbaren Mittel als Zwischenwärmeträger von der Atmosphäre entnommene Luft nacheinander durch den Wärmespeicher und den Erhitzer zu leiten gestatten. 4.Anlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmekraftanlage eine 1=Ieissluftturbinenanlage mit geschlosse- nem Arbeitsprozess ist.
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