CH307255A - Verfahren zur Temperaturbeeinflussung von Räumen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Temperaturbeeinflussung von Räumen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur Temperaturbeeinflussung von Räumen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Temperaturbeeinflussung von Räumen und eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.
Gemäss diesem Verfahren wird eine Luft strömung kontinuierlich unterhalb eines gerad linigen Streifens einer Decke in ihrer Tempe ratur beeinflusst. Diese Luftströmung erfolgt innerhalb einer begrenzten Schicht unter der genannten Decke und bestreicht deren Ober fläche, die dadurch in ihrer Temperatur beein- flusst. wird und dazu dient, die Temperatur des Raumes durch Strahlungswirkung zu be einflussen.
Die Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens ist gekennzeichnet durch einen lang- gestx@eckten Wärmeaustauscher zur Tempera turbeeinflussung von Luft, der hinter minde stens einem Schirm in dem obern Raumteil unterhalb einer Decke angeordnet ist.
Soll nun beispielsweise ein nicht zu hoher Raum mit gut wärmeisolierter Decke beheizt oder gekühlt, werden, so wird die Luftströ rnung direkt. unter der Raumdecke erzeugt und die Strahlungswirkung der letzteren zur Beheizung bzw. Kühlung des Raumes ver wendet.
Soll hingegen beispielsweise ein Raum be heizt. bzw. gekühlt werden, der eine grosse. Raumhöhe aufweist und dessen Decke infolge von Oberlicht oder aus andern Gründen schlecht wärmeisoliert ist, so kann eine klei nere Decke oder Platte an geeigneter Stelle im Raum aufgehängt werden und diese Decke oder Platte gemäss der Erfindung aufgeheizt bzw. gekühlt werden.
Die aufgehängte Decke oder Platte muss allseitig von einem Rahmen umgeben werden, damit die Luftströmung, die zur Aufheizung oder Kühlung der Decke dient, begrenzt wird.
Der Lufterhitzer bzw. Luftkühler wird vorzugsweise den Deckenkanten entlang ange ordnet, und es ist zweckmässig, den Luft erhitzer bzw. Luftkühler aus Rippenrohren zu gestalten. Die Rippenrohre können durch eine beliebige Wärmequelle, beispielsweise eine elektrische, erhitzt werden. Im allgemeinen aber wird zur Raumheizung ein Heizmedium durch die Rippenrohre geführt und zur Raumkühlung durch dieselben Rippenrohre ein Kühlmedium geleitet.
Die Rippenrohre erzeugen beispielsweise durch Thermosiphon-Wirkung die im Verfah ren angegebene Luftströmung, sobald sie be heizt oder gekühlt werden. Unterhalb der Rippenrohre wird zweckmässig ein Schirm an geordnet, der in bezug auf Grösse und Form so ausgebildet ist, dass die Luft nur von der Seite her in die Vorrichtung einströmen kann, wodurch die Luftströmung unterhalb der Decke innerhalb einer begrenzten Schicht stattfindet.
Zwecks architektonischer Anpassung an die Räume wird in vielen Fällen die Vorrichtung in einer Nische unmittelbar unterhalb der Decken bei einer Kante derselben angebracht. Zur Kühlung der Räume wird die Vor richtung vorzugsweise mit Leitungswasser ge- spiesen,wobei zur Verringerung des Wasser- verbrauclies die sich infolge der Wasserver sorgung des Hauses einstellende Zirkulation in der Wasserleitung dazu verwendet wird, frisches Kühlwasser für den Luftkühler be reitzustellen.
Zu diesem Zweck kann das Kühlwasser aus einem wärmeisolierten Reservoir entnommen werden, das derart in das Wasserleitungsnetz des zu kühlenden Hauses eingeschaltet ist, dass jede Wasserentnahme für WasserversorgLing des Hauses Kühlwasser in das Reservoir nach speist.
Genügt dieser Wasserverbrauch nicht, um die Temperatur im Reservoir auf dem ge wünschten Kältegrad zu erhalten, so kann automatisch eine zusätzliche Wasserzirkula tion eingeschaltet werden.
Sobald ein Kühlmedium die Vorrichtung zur Raumkühlung durchströmt, kann sich an derselben Kondenswasser bilden. Daher muss unterhalb des Luftkühlers ein Kollektor mit. Ablauf für das Kondenswasser angeordnet werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist nun z. B. wie folgt: Der Lufterhitzer wird im Fall der Raum heizung durch eine beliebige Wärmequelle er hitzt, wodurch die Luft innerhalb der Vor richtung infolge Thermosiphon-Wirkung zur Decke steigt. Zufolge ihres, gegenüber der übrigen Raumluft geringeren spezifischen Ge wichtes bewegt sich nun diese warme Luft innerhalb einer begrenzten Schicht unter der Decke von dem geradlinigen Streifen fort, der über dem langgestreckten Lufterhitzer liegt.. Durch diesen Vorgang wird Luft in den Erhitzer nachgesogen.
Diese Luft wird zufolge der Anordnung und Gestaltung eines entspre chenden, sieh unter dem Lufterhitzer befin denden Schirmes aus dem Raumgebiet unmit-; telbar unter der Decke entnommen.
Die warme Luft bestreicht und erwärmt die ganze Deckenoberfläche, die ihrerseits durch Strahlungswirkung den Raum heizt. Im Fall der Raumkühlung wird der Luft kühler durch ein beliebiges Kältemedium ge-- k-ühlt, wodurch die Luft innerhalb der Vor richtung schwerer wird und seitlich aus der Vorrichtung aus dem, sieh unterhalb des Luft kühlers befindenden Schirm entlang, heraus strömt und in den Raum fällt.
Durch diesen Vorgang wird die warme Luft, die sich unmittelbar unter der Decke befindet, von dem Luftkühler nachgesogen und strömt diesem zu. Nach und nach wird die warme Luft an der Decke durch -ekühlte Luftersetzt, die Temperatur der Deckenober fläche vermindert., wodureli auch die Wärme strahlung der Deckenoberfläche abnimmt.
Das sich dabei am Kühls@-stem bildende Kondenswasser wird von dem sieh darunter befindenden Kollektor aufgenommen und ab geführt.
Das beschriebene Verfahren zur Heizung oder Kühlung von Räumen ist. einfach und wirkungsvoll und die zur Ausübung des Ver fahrens erforderliche Vorrichtung lässt sieh ohne besondere Schwierigkeiten in allen Räu men einbauen.
In beiliegender Zeichnung sind beispiels weise drei bevorzugte Ausführungsformen der Vorrichtung nach der Erfindung schematisch dargestellt, ferner der Anschluss des Kühl wasserreservoirs illustriert.
Fig. 1, 2 und 3 stellen Vertikalschnitte dar. Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung, die zwecks architektonischer Anpassung in einer Nische unmittelbar unterhalb der Decke angebracht ist.
Fig. 2 stellt eine Vorrichtung dar, die be liebig unterhalb einer Raumdecke angeordnet ist und drei Heiz- bzw. Kühlrohre aufweist mit gemeinsamen rechteckigen Rippen.
Fig. 3 zeigt eine, in einem hohen Raum aufgehängte Decke oder Platte, die von einem Rahmen umgeben ist.
Fig. 4 stellt das Ansehluss-Schema des Kühlwasserreservoirs dar.
Es sind in Fig. 1-3 die Rippenrohre mit 1 bezeichnet. Es ist 2 ein unterhalb der Rippenrohre angeordneter Schirm, der in bezug auf Grösse und Form so ausgebildet ist, dass die Luft. nur von der Seite her in die Vor richtung einströmen kann und im dargestellten Beispiel gleichzeitig als Kollektor für Kon denswasser ausgebildet ist. Mit 3 ist ein seitlich angeordneter Schirm bezeichnet, der zur Maskierung der Rippenrohre dient und an seiner obern und untern Kante einen Schlitz für die Luftströmung freilässt.
Mit. .I ist eine aufgehängte Decke oder Platte dargestellt, die durch drei Stränge Rip penrohr der Erfindung gemäss beheizt bzw. gekühlt werden kann.
In Fig. 4 zeigt. 5 schematisch ein Reser voir, das an die Hauptwasserzuleitung HW <I>L</I> eines Hauses angeschlossen ist. Das Reservoir ist wärmeisoliert und nimmt das kühle Lei tungswasser auf, bevor es für den Hausge brauch Verwendung findet.
Aus diesem Reservoir 5 wird das Kühl wasser K 'W entnommen, das durch die Pumpe P in den Kreislauf der Kühlvorrich tung gepumpt wird.
Das infolge der Wärmeaufnahme in der Kühlvorrichtung erwärmte Wasser fliesst in das Reservoir zurück und erhöht dessen Was sertemperatur. Wird nun irgendeine Wasser menge für die Wasserversorgung des Hauses WV aus dem Reservoir entnommen, so strömt frisches Leitungswasser aus der Hauptleitung HWL in das Reservoir nach und senkt dessen Wassertemperatur.
Genügt die aus dem ZVasserbedarf des Hauses entstandene Wassererneuerung im Reservoir nicht, um die Temperatur tief genug zu halten, so kann über einen Thermostat und ein elektrisch gesteuertes Ventil, die im Schema nicht dargestellt sind, die Wasserablauf leitung WA geöffnet werden.
Frisches Wasser wird dann aus der Haupt leitung HIVL in das Reservoir so lange ein strömen, bis der gewünschte Kältegrad erreicht ist und der Thermostat die Sperrung der Ab laufleitung WA bewirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Temperaturbeeinflussung von Räumen, gekennzeichnet durch eine Luft strömung, welche kontinuierlich unterhalb eines geradlinigen Streifens einer Decke in ihrer Temperatur beeinflusst wird, innerhalb einer begrenzten Schicht unter dieser Decke erfolgt und deren Oberfläche bestreicht, die dadurch in ihrer Temperatur beeinflusst wird und dazu dient, die Temperatur des Raumes durch Strahlungswirkung zu beeinflussen. II. Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein langgestreckter Wärme austa.uscher zur Temperaturbeeinflussung von Luft hinter mindestens einem Schirm in dem obern Raumteil unterhalb einer Decke ange ordnet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke, unter halb welcher die Luftströmung stattfindet, die Raumdecke ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke, unter halb welcher die Luftströmung stattfindet, im Raum aufgehängt ist.. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die aufgehängte Decke allseitig von einem Rahmen umgeben ist, der die Luftströ mung begrenzt. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der WärmeallS- tauscher der Deckenkante entlang angeord-. net ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeaus tauscher aus Rippenrohr besteht. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet., dass der Wärmeaus tauscher zur Erzeugung der Luftströmung ein strömendes 3ledium als Wärmeträger führt. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Luftzirkula tion am Wärmeaustauscher vorbei durch Thermosiphon-Wirkung erfolgt. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Schirm unter dem Wärmeaustauscher befindet. 9. Vorrichtung nach Patentansprueli TI und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass der Schirm in bezog auf Grösse und Form so ausgebildet ist, dass die Luft. nur von der Seite her in die Vorrichtung einströmen kann.10. Vorrichung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeaus tauseher in einer Nische unter der Decken kante angeordnet ist. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass der Wärmeaustauseher ein Luft- kühler und der Wärmeträger ein von Lei- tungswasser gebildetes Kühlmedium ist. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 6 und 11, dadurch gekennzeichnet., dass die sieh infolge der Was serversorgung des Hauses einstellende Zirku lation in der Wasserleitung dazu verwendet.wird, frisches Kühlwasser für den Luftkühler zur Verfügung zu stellen. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des \Värmeaustausehers ein Kollektor für Kon denswasser angeordnet ist.
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| EP0333032A1 (de) * | 1988-03-18 | 1989-09-20 | Ingenieurbüro Timmer GmbH | System zum Temperieren von Räumen eines Gebäudes |
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1952
- 1952-10-20 CH CH307255D patent/CH307255A/de unknown
Cited By (2)
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| EP0333032A1 (de) * | 1988-03-18 | 1989-09-20 | Ingenieurbüro Timmer GmbH | System zum Temperieren von Räumen eines Gebäudes |
| DE3809060A1 (de) * | 1988-03-18 | 1989-09-28 | Timmer Ingbuero Gmbh | System zum temperieren von raeumen eines gebaeudes |
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