Synchronisiertes Wechselgetriebe. Die vorliegende Erfindung betrifft ein synchronisiertes Wechselgetriebe mit minde stens zwei ersten gezahnten Gliedern, einem zweiten Glied und einem gezahnten Zwi schenglied, welches eine schraubenförmige Be wegung auf dem zweiten Glied ausführen kann und dessen Zähne wahlweise mit den Zähnen jedes der ersten Glieder in Eingriff gebracht werden können, um Kraftwege mit, verschiedenen Übersetzungsverhältnissen ztx schaffen, wobei das Zwischenglied Sperrklin- kenantriebe aufweist,
welche je einem ersten Glied zugeordnet sind und welche in entgegen gesetztem Sinn wirken und je eine treibende Verbindung zwischen dem Zwischenglied und dem entsprechenden ersten Glied herbeiführen können. Das 'Wechselgetriebe ist dadurch ge kennzeichnet, dass das Zwischenglied aus zwei voneinander getrennten Teilen besteht, von denen jedes einen Sperrklinkenantrieb trägt und jedes auf dem zweiten Glied eine schrau benförmige Bewegung ausführen kann.
In den beiliegenden Zeichnungen sind Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des dargestellt: Fig.1 zeigt schematisch im Aufriss ein Aus führungsbeispiel in Form eines mit zwei Vor wärtsgängen versehenen Getriebes.
Fig. 2, 3 und 4 zeigen Einzelheiten im Auf riss und in grösserem Massstab als Fig. 1, wo bei sich das zweiteilige Zwischenglied dem Langsamlauf, einer Zwischenstellung und dem Schnellauf entsprechend in verschiedenen Stellungen befindet.
Fig. 5, 6 und 7 sind abgewickelte Ansichten von links in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Partien.
Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 3.
Fig. 9 zeigt schematisch ein Ausführungs beispiel im Aufriss analog Fig.l, jedoch in Form eines Dreiganggetriebes eines durch einen Dieselmotor angetriebenen Fahrzeuges.
Die auf der Eingangswelle 3 (Fig.1 bis 8) festmontierten Langsamlauf- und Schnellauf- ritzel 1 und 2 stehen dauernd mit den koaxial zu einer Welle 6 angeordneten Langsamlauf- resp. Schnellaufzahnrädern 4 und 5 im Ein griff, wobei die Welle 6 mit einem auf ihr fest montierten Ritzel 7 versehen ist, welches mit einem sich frei auf der Welle 3 drehenden angetriebenen Zahnrad 8 kämmt, das den An trieb zu einer nicht gezeigten Ausgangswelle weiterleitet.
Aus Zweckmässigkeitsgründen für die Beschreibung wird angenommen, dass sich das Schnellauf-Zahnradvorgelege 2, 5 am hin- tern Ende des Wechselgetriebes und das Langsamlauf-Zahnradv orgelege 1, 4 vor dem Schnellauf-Zahnradvorgelege befindet und dass die Vorwärts-Drehrichtung der Eingangs welle 3 im Uhrzeigersinn stattfindet, wenn das Wechselgetriebe von vorn, das heisst von links in Fig.1, betrachtet wird.
Das Schnellaufrad 5 ist starr mit einer auf der Welle 6 drehbaren Hohlwelle 9 verbunden, die an ihrem vordern Ende eine nach vorn offene Trommel 10 auf weist, welche mit einem Kranz von sieh vom freien Ende der Trommel 10 radial nach ein wärts erstreckenden Klauenkupplungszähnen 11. versehen ist.
Das Langsamumlaufrad 4 be sitzt eine auf der Schnellauf-Hohlwelle 9 dreh bare Nabe 12 und ist starr mit einem sich nach vorn um die Trommel 10 herum erstreckenden Hohlzylinder 13 verbunden, welcher an sei nem vordern Ende und in einem axialen Ab stand vor den Schnellauf-Kupplungszähnen 11 mit einem Kranz von sich vom freien Ende des Hohlzylinders 13 radial nach einwärts erstrek- kenden Klauenkupplungszähnen 14 versehen ist. Die Trommel 10 und der Hohlzylinder 13 bilden zwei gezahnte erste Glieder.
Das ge meinsame zweite Glied ist die Welle 6 des Getriebes; diese ist in bekannter Art mit rechtsgängigen Schraubennuten 15 von gro sser Steigung versehen.
Ein gemeinsames Zwischenglied wird dureh zwei die -Welle 6 umgebende, im gezeigten Fall mit ihren einen Enden aneinanderanliegende und in die Schraubennuten 15 der Welle 6 ein greifende Einzelteile 16 und 17 gebildet, wo bei die Anordnung derart ist, dass diese bei den Teile infolge des Eingriffes in die Schrau bennuten 15 entweder einzeln oder zusammen axiale Schraubbewegungen auf der Welle 6 ausführen können.
Die beiden Teile 16 und 17 sind je mit einem Umfangsflansch 18 resp. 19 versehen, und jeder dieser Flansche trägt einen Satz von sich nach auswärts erstreckenden Klauen kupplungszähnen, wie dies bei 20 und 21 ge zeigt wird. Aus Zweckmässigkeitsgründen wird im nachfolgenden der vordere Teil 16 als der grössere Teil und der hintere Teil 17 als der kleinere Teil des Zwischengliedes bezeichnet.
Die Klauenkupplungszähne 20 am grösse ren Teil und 21 am kleineren Teil kämmen entsprechend und abwechslungsweise mit den Kränzen der Langsamlauf- und Schnellauf- Kupplungszähne 14 und 11 der erwähnten Trommel 10 und des Hohlzylinders 13.
Der axiale Abstand der von den Zähnen 11 und ? 4 gebildeten Zahnkränze an der Trommel 10 und am Hohlzylinder 13 ist derart bemessen, da.ss die Zähne 20 und 21 an den Teilen 16 und 17 des Zwisehengliedes dann, wenn die beiden Teile 16 und 17 aneinander anliegen, eine Übergangsstellung zwischen den zuletzt genannten Zahnkränzen sehr nahe an diesen liegend, einnehmen können, wie dies in Fig. 3 gezeigt wird.
Am kleineren Teil 17 des Zwischengliedes, und zwar an der rüekseitigen Hälfte des Flan sches 19 desselben, ist ein Satz von vier Sperr klinken 22 angeordnet, deren Sperrarme, von hinten gesehen, im Uhrzeigersinn gerichtet sind (Fig. 8), wobei die Nase 23, im Uhrzeiger sinn der Fig. 8 betrachtet, der vordern Flanke 24 des benachbarten Zahnes 21 am kleineren Teil 17 geringfügig voreilend ist.
Am grösse ren Teil 16 des Zwischengliedes, und zwar an der vordern Hälfte des Flansehes 18 dessel ben, ist ein Satz von vier in jeder Beziehung den in Fig.8 gezeigten Sperrklinken 22 am kleineren Teil 17 gleiche Sperrklinken 25 vor gesehen, mit dem Unterschied, dass ihre Sperr arme, von hinten gesehen, im Gegenuhrzeiger- sinn gerichtet sind, wobei die Nase jeder Sperrklinke 25, im Gegenuhrzeigersinn (Fig.8) betrachtet, der vordern Flanke des benach barten Zahnes 20 am grösseren Teil 16 gering fügig vorauseilt.
Ein Steuerglied für die Einleitung des Gangwechsels ist in der Form einer Hülse 26, welche mittels eines federbelasteten Verbin dungsgestänges, wie es beispielsweise bei 27 in Fig.1 gezeigt wird, auf der Welle 6 verscho ben werden kann, vorgesehen. Die Hülse 26 ist. mit Innenklauen 28 versehen, welche in am vordern Ende des grösseren Teils 16 des Zwi schengliedes angeordneten Klauen 29 eingrei fen und zudem so ausgebildet sind, dass sie mit fest an der Hülse 6' angeordneten und radial nach auswärts vorstehenden, im nach folgenden als Wellenklauen bezeichneten Klauen 30 in Eingriff gebracht werden kön nen.
An der Innenseite des vordern Endes der Steuerhülse 26 sind ein oder, wie gezeigt, meh rere Ansätze 31 vorhanden, welche als Dreh anschläge bezeichnet werden, wobei diese Drehanschläge 31 so angeordnet sind, dass sie je in Flucht mit einem Zwischenraum zwi schen zwei benachbarten Klauen 28 der Steuerhülse 26 liegen und ihre hintern Enden von den vordern Enden der Klauen 28 einen axialen Abstand haben, der etwas grösser ist als die axiale Länge der Wellenklauen 30. Die vordern Stirnseiten der Wellenklauen 30 wei sen gemäss Fig. 5, 6 und 7 eine in Umfangs richtung der Welle verlaufende Fläche 32 und eine Fläche 33 auf, welche zu der Umfangs richtung und damit zur Fläche 32 für einen noch zu beschreibenden Zweck geneigt ange ordnet ist.
Die zur Welle 6 axiale Bewegung der Steuerhülse 26 kann durch ein Federverbin- dungsgestänge 27, z. B. mittels eines nicht dar gestellten Handhebels, gesteuert werden, so dass je nach Wunsch die Ausrüekbewegung des kleineren Teils 17 verhindert oder zuge lassen wird.
Wenn im Langsamlaufgang gefahren wird, so stehen die Zähne 20 am grösseren Teil 16 des Zwischengliedes mit den Langsamlauf- Kupplungszähnen 14 in Eingriff, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, und das vorwärtstreibende Drehmoment hat die Neigung, den grösseren Teil nach vorn zu schrauben, wobei diese Be wegung jedoch durch den Kontakt des grö sseren Teils 16 mit dem axialen Anschlag, der durch die fest auf der Welle 6 sitzende Hülse 6' gebildet wird, verhindert ist.
Unter diesen Verhältnissen stehen die Zähne 21 des kleineren Teils 17 des Zwischen gliedes mit den Schnellauf-Kupplungszähnen 11 an der Trommel 10 nicht in Eingriff; die Steuerhülse 26 befindet sich in ihrer vordern Lage, in welcher ihre Klauen 28 mit den Klauen 29 des grösseren Teils 16 des Zwischen gliedes und mit den fest auf der Hülse 6' an geordneten Klauen 30 in Eingriff stehen, wenn man den grösseren Teil 16 in dieser Langsamlaufgangstellung gegen Rückwärts verschiebung verriegeln will. Diese Stellung der Teile ist in Fig. 2 und 5 veranschaulicht.
Um von der Langsamlauf- auf die Schnell- laufübersetzung zu schalten, wird die Steuer hülse 26 mittels des Federgestänges 27 um ein Stück des Weges nach rückwärts gegen die Schnellaufstellung geschoben, bis die Dreh anschläge 31 mit den Flächen 32 der vordern Enden der Wellenklauen 30 in Berührung kommen und die Klauen 28 von den Wellen klauen 30 ausgerückt werden, wodurch der grössere Teil 16 des Zwischengliedes entriegelt wird.
Die Eingangswelle 3 wird nun verlang samt, während das Beharrungsvermögen der Belastung die Drehung der Welle 6 aufrecht erhält, wodurch bewirkt wird, dass sich der grössere Teil 16 des Zwischengliedes nach rückwärts schraubt, bis seine Zähne 20 ausser E Eingriff mit den Langsamlauf-Kupplungszäh- nen 14 kommen.
Die einen, hintern Kanten der Drehanschläge 31 an der Steuerhülse 26 werden dann durch das Federverbindungs- gestänge 27 in Berührung mit den geneigten , Flächen 33 der Wellenklauen 30 gebracht, und durch die entsprechende Rückwirkung wird zwischen der Welle 6 und der Steuer hülse 26 eine Drehung erzeugt, wodurch be wirkt wird, dass sich der grössere Teil 16 des Zwischengliedes mit der Hülse 26 um die Welle und sich der grössere Teil 16 deshalb entlang der Welle 6 bewegt, um-den kleineren Teil 17 rückwärts in eine Stellung zu drük- ken,
in welcher ein leichter Anpressdruck zwischen den äussern Zähnen 21 des kleine ren Teils 17 und den innern Zähnen 11 des Teils 10 stattfindet, wobei sich die Sperrklin ken 22 radial innerhalb der Zähne 11 befin den.
Wenn hierauf die Drehzahl der Schnellauf trommel 10 die Neigung hat, kleiner als die jenige der Sperrklinken 22 am kleineren Teil 17 des Zwischengliedes zu werden, so greift eine der Sperrklinken 22 an einen Zahn 11 an, so dass der kleinere Teil 17 auf der Welle 6 synchron axial rückwärts in Eingriff mit den Zähnen 11 des Schnellaufkranzes ge schraubt wird, wobei allenfalls das Ausmass dieser Bewegung des kleineren Teils 17 durch einen nicht gezeichneten axialen Anschlag auf der Welle 6 begrenzt wird.
Dem kleineren Teil 17 des Zwischengliedes folgt infolge der oben beschriebenen Rückwirkung zwischen den Drehanschlägen 31 und den geneigten End- flächen 33 der Wellenklauen 30 der grössere Teil 16, und in der voll eingerückten Stellung der Zähne 21 des kleineren Teils 17 sind die Drehanschläge 31 an der durch die Klauen<B>228</B> mit. dem grösseren Teil<B>16</B> verbundenen Steuer hülse in Umfangsrichtung mit den Wellen klauen 30 ausgerichtet, um einen treibenden Dr ehmomentseingriff mit den Wellenklauen 30 zu ergeben.
In dieser Stellung (Fig. 4 und 7) sind die Sperrklinken 25 am grösseren Teil 16 des Zwischengliedes nicht in axialer Über einstimmung mit den Zähnen 11, und der grö ssere Teil 1.6 des Zwischengliedes dient als axialer Anschlag für den kleineren Teil 17, welcher die Neigung hat, sich nach vorn zu schrauben, wenn im Schnellgang gefahren wird.
Um von der Schnellauf- auf die Langsam laufübersetzung zu schalten, wird durch das Federverbindungsgestänge 27 ein nach vorn gerichteter Druck auf die Steuerhülse 26 aus geübt, aber solange ein Antriebsdrehmoment auf das Schnellauf-Zahnradvorgelege ausge übt wird, wird die Steuerhülse 26 durch die Antriebskraft zwischen den Klauen 28 und 29 einerseits und.den eingerückten Drehanschlä gen 37. und den Wellenklauen 30 anderseits daran verhindert, sieh nach vorn zu bewegen, bis die Drehmomentskraft kurzfristig aufge hoben wird.
'Wenn dies beispielsweise durch Kurzfristige Unterbrechung der Kraftzufuhr eintritt, so bewegt sieh die Steuerhülse 26' in folge des belasteten Federverbindungsgestän- ges 27 nach vorn, so dass die Drehanschläge 31 aus den Wellenklauen 30 ausgerückt werden.
Hierauf wird die Eingangswelle 3 besehleu- nigt, und die Sehnellaufzähne 11 an der Trom mel 10 können nun den kleineren Teil 17 des Zwischengliedes auf der Welle 6 axial nach vorn schrauben, bis die Zähne 21 des kleine ren Teils 17 aus den Schnellaufzähnen 1.1 aus- gerückt werden.
Da. der kleinere Teil 1.7 des Zwischengliedes in Endkontakt mit dem grö- 2eren Teil 16 steht, veranlasst er den grösse ren Teil 16, sich zusammen mit ihm axial auf 1er Welle 6 vorwärtszasehrauben, bis die in Fig. 3 gezeigte Übergangsstellung erreicht ist, in welcher sieh die Zähne 20 und 21 sowohl !es g=rösseren als auch des kleineren Teils 16 bzw. 17 zwischen und ausser Eingriff mit den Langsamlauf- und Sehnellaufzähnen 7.1 und 14 befinden.
Die Sperrklinken 25 und 22 am grösseren und kleineren Teil 16 und 17 rat schen nun über die Langsamlauf- resp. Schnell lauf-Kupplungszähne 14 und 11, wobei der grössere und der kleinere Teil 16 und 17 des Zwischengliedes in der übergangs-1Vlittelstel- lung zusammenbleiben, bis die Drehzahl der Langsamlaufzähne 1.4 die Neigung hat, die jenige der Sperrklinken 25 am grösseren Teil zu überschreiten, worauf eine der Sperrklin ken 25 mit einem Zahn 14 in Eingriff kommt, so dass der grössere Teil 16 des Zwischenglie des synchron axial vorwärts in Eingriff mit den,
Langsamlaufzähnen 14 (gefolgt vom klei neren Teil 17 infolge des Überholens seiner Sperrklinken 22) geschraubt wird. Wenn die Zähne 20 des grösseren Teils 16 des Zwischen gliedes und 14 des Teils 13 vollständig ein gerückt sind, so wird jede weitere schrauben förmige Vorwärtsbewegung des zweiteiligen Zwischengliedes 16, 17 auf der Welle 6 durch den axialen Anschlag verhindert, welcher durch die 1liilse 6' gebildet wird (Fig. 2 und 5).
Während eines Wechsels vom Langsam lauf- auf das Schnella.uf-Ü bersetzungsverhält- nis und umgekehrt treten Übergangverhält- nisse auf, bei welchen die beiden Sätze von Sperrklinken 25 und 22 am grösseren resp. kleineren Teil 16 bzw. 17 des Zwischengliedes in Eingriffstellung mit. den Langsamlauf- resp. Schnellauf-Kupplungszähnen 11 und 14 sind, welche Übergangsstellung in Fig. 3 ge zeigt wird.
Es ist bei älteren Konstruktionen üblich, dass das Zwischenglied einteilig ist, das heisst, dass die Teile 16 und 17 miteinander verbunden sind. Sollte in diesem Falle die Steuerhülse 26 entriegelt sein und wird, wäh rend die Welle 6 und das Zwischenglied sta tionär oder praktisch stationär sind, die Ein gangswelle 3 rückwärts gedreht, so kann es vorkommen, da.ss ein Zahn 11 der Schnellauf trommel 10 in eine Klinke 22 eingreift und dass das Zwischenglied mit. einer solchen Ge schwindigkeit rückwärts gedreht wird, dass sich die Klinken schneller rückwärts bewegen als die Zähne 14 der Langsamlauftrommel 13.
Eine solche Bewegung ist mit einem einteili gen Zwischenglied offensichtlich unmöglich, und die von den Zähnen 11 bzw. 14 auf die Klinken 22 bzw. 25 wirkenden Lasten könn ten die Klinken beschädigen.
Bei einem aber aus zwei Teilen 16 und 17 bestehenden Zwischenglied wird die Rück wärtsdrehung des Teils 17 nicht auf den Teil 16 übertragen, und der Teil 17 schraubt sich vom \feil 16 weg nach hinten, dessen Klinken in die sich rückwärts drehenden Zähne 14 eingerückt sind. Der Teil 17 kann sich in die eingerückte Schnellaufstellung schrauben. Es kann eine solche Anordnung getroffen werden, dass sich der Teil 17 so weit nach hinten be wegen kann, dass seine Zähne 21 durch die Zähne 11 passieren und eine solche Stellung erreicht wird, bei der weitere Klinken 35 in, die Zähne 11 eingreifen. Wenn dies nicht vor gesehen ist, so ist die eingerückte Schnellauf stellung die endgültige Stellung des Teils 17.
Wenn diese " Stellung erreicht ist und die Rückwärtsdrehung der Welle 3 fortgesetzt wird, so wird die Drehung des Teils 17 über die Welle 6 auf den Teil 16 übertragen, und das Zusammenwirken der Klinken 25 und Zähne 14 veranlasst den Teil 16, sich in die eingerückte Langsamlaufstellung zu schrau ben. In dieser Stellung wird jede weitere Dre hung verhindert, durch die gleichzeitige voll ständige Einrückung der Zähne 14 und 25 und auch der Zähne 11 und 21, welche eine weitere Rückdrehung verhindern, ohne dass die Klinken beschädigt werden könnten. Im Falle einer Lokomotive würden die Antriebs räder bei einer solchen Getriebestellung auf den Schienen gleiten.
Wenn die Vorwärtsdrehung der Eingangs welle 3 wieder aufgenommen wird (bei still stehender Ausgangswelle), so macht der klei nere Teil 17 des Zwischengliedes, welcher für eine Vorwärtsschraubung frei ist, auf der Welle 6 eine Bewegung nach vorn bis zur Be rührung oder beinahe bis zur Berührung mit dem hintern Ende des grösseren Teils 16 des Zwischengliedes (Fig.2).
Auf diese Weise ist verhindert, dass uner wünschte Kräfte an den Sperrklinken 22 oder 25 in der entriegelten übergangsstellung an greifen, wenn die Eingangswelle 3 rückwärts 5 gedreht wird.
Bei der in Fig.9 gezeigten Dreigang-Ge- triebeanordnung ist 3 wie vorher die Ein gangswelle, und die Verhältnisse für den er sten und zweiten Gang sind entsprechend dem Beispiel gemäss Fig.1 bis B. Mit 32 ist eine Ausgangswelle bezeichnet, auf welcher ein mit dem Zahnrad 8 auf der Welle 3 kämmendes Ritzel 33 festmontiert ist. Der dritte Gang wird durch das Einrücken einer Antriebs kupplung 34 für die direkte Kupplung des Zahnrades 8 mit der Antriebswelle 36 des Fahrzeuges eingeschaltet.
Eine solche Anord nung ist beispielsweise besonders für Verwen dung in einer Diesellokomotive geeignet.
Es ist allgemein üblich, ein Vorwärts- und Rückwärtsgetriebe zwischen der Ausgangs welle 32 und den Antriebsrädern solcher Fahr zeuge vorzusehen.
Beim Ausführungsbeispiel des Dreigang getriebes gemäss Fig. 9 ist der kleinere Teil 17 des Zwischengliedes mit einem weiteren Satz von Sperrklinken 35 an der vordern Hälfte des gezahnten Flansches 19 versehen, wie dies in Fig. 2, 3 und 4 gezeigt ist, wobei die Sperr arme der Sperrklinken 35 im Gegenuhrzeiger sinn, von rechts in Fig. 7 gesehen, gerichtet sind, das heisst umgekehrt zu den Klinken 22 an der hintern Hälfte des Flansches 19, und wobei der dem kleineren Teil 17 gewährte Axialbew egungsweg auf der Welle 6 gross genug gemacht wird,
damit die Zähne 21 Stel lungen an der vordern und hintern Seite des und nahe beim Kranz der Schnellauf-Kupp- lungszähne 11 einnehmen können.
Wenn bei einer Anordnung dieser Art der dritte Gang durch die Antriebskupplung 34 eingeschaltet wird, so nimmt der grössere Teil 16 des Zwischengliedes die für den zweiten Gang im vorherigen Beispiel beschriebene Stellung ein, in welcher sich seine Zähne 20 und seine Sperrklinken 25 auf der Rückseite der Langsamlauf-Kupplungszähne 14 befin den und aus derselben ausgerückt sind, wäh rend der kleinere Teil des Zwischengliedes eine Stellung einnimmt, in welcher sich seine Zähne 21 axial durch die Zähne 11 des Zweit gang-Kupplungszahnkranzes hindurchbewegt haben und auf der Rückseite des letzteren lie gen, wobei sich sein vorderer Satz von Sperr klinken 35 in Überholeingriff mit den Zweit gang-Kupplungszähnen 11 befindet.
Beim Abwärtsschalten von der Direkt gang- oder Drittgangstellung unter Antriebs belastung bewirkt die Ausrückung der An triebskupplung 34 und die Leistungsaufnahme durch die Welle 3, dass der die Zähne 11 tra gende Zweitgang-Kupplungsteil 10 gegenüber der Welle 6 beschleunigt wird, und wenn die Synchronisation der Drehzahlen erreicht ist, wird der kleinere Teil 17 des Zwischengliedes durch die Wirkung der Sperrklinken 35 an der vordern Hälfte seines gezahnten Flan sches gezwungen, sich nach vorn in Eingriff mit den Zweitgang-Kupplungszähnen 11 zu bewegen, um den Antrieb im zweiten Gang aufzunehmen,
wobei das Ausmass einer sol chen Bewegung des kleineren Teils 17 durch seinen Endkontakt mit dem grösseren Teil 16 bestimmt wird, welcher seinerseits als An schlag dient, indem dieser durch die Dreh anschläge 31 an der Steuerhülse 26 in An triebseingriff mit den Wellenklauen 30 in sei ner Lage bestimmt ist.
Wenn sich bei dieser Anordnung die Zähne 20 und 21 am grösseren und kleineren Teil 16 und 1.7 des Zwischengliedes in der Übergangs stellung zwischen dem ersten und dem zwei ten Gang befinden und die Steuerhülse sich in der aussergewöhnlichen Stellung des Entrie- gelns befindet, so bewirkt eine Umkehr der Drehrichtung der Eingangswelle 3 infolge einer ungewollten Rückwärtsbewegung des Fahrzeuges bei eingeschaltetem Vorwärtsgang im Getriebe nach der Welle 32 und bei einer Sehleifberührung der Antriebskupplung 34, ein Vorwärtsschrauben des grösseren Teils 16 gegen oder in die Erstgangstellung, in welcher er mit den Zähnen 14 in Eingriff kommt,
wor auf die Zähne 21 des kleineren Teils 17, wel cher für eine Verschraubung in beiden Rich tungen frei ist, gegen, in oder durch die Zähne 11 des Zweitgang-Kupplungsteils 10 gezogen werden; in der letztgenannten Stellung befin- den sich die vordern Sperrklinken 35 am klei neren Teil 17 des Zwisehengliedes dann im Überholverhältnis zu den genannten Zweit- gang-Kupplungszähnen 11.
Wenn in dieser Stellung des Teils 17 die Vorwärtsdrehung der Eingangswelle 3 wieder einsetzt (wobei angenommen wird, dass die Antriebskupplung 34 nun wieder ausgerückt ist), so macht der kleinere Teil 17 des Zwi- sehengliedes infolge der Wirkung der vordern Sperrklinken 35 eine Rückkehr-Vorwärtsbewe- gung in eine Stellung in Berührung oder bei nahe in Berührung mit dem grösseren Teil 16 (welcher sich in der Erstgangstellung befin det), in welcher Stellung des Teils 17 sowohl seine Zähne 21 als auch seine Sperrklinken 22 aus den Zweitgang-Kupplungszähnen 1.1 aus gerückt sind.
Bei diesem Dreigangsystem. wird auf diese Weise verhindert, dass ungewünschte Kräfte auf die Sperrklinken wirken, infolge einer Rückwärtsdrehung der Eingangswelle, welche wegen der Schleifberührung der Antriebs kupplung herbeigeführt wird.