CH280282A - Verfahren zum Betrieb von Wärmekraftmaschinen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb von Wärmekraftmaschinen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
<B>Verfahren zum Betrieb von</B> Wärmekraftmaschinen <B>und Einrichtung</B> zur Durchführung des Verfahrens. hie vorliegende Erfindung bezweckt, die thermische Ausnutzung in Energieerzeugungs- anlagen zu verbessern und auch gleichzeitig eine Verringerung der Anlageerstellungskosten. zii erzielen. Sieht man von den Wasserkraft- Lind Verbrennungsmaschinen ab, so geschieht die Energieerzeugung noch fast ausschliess lich in Dampfkraftanlagen, mit denen erst in den letzten Jahren die Grasturbinenanlage in Wettbewerb getreten ist.
Die Dampfkraftanlage ist durch folgende wesentliche Bestandteile gekennzeichnet 1. Erhitzer, 2. Kraftmaschine, 3. Kondensator, -l. Kondensatpumpe für Druckerhöhung des Arbeitsmittels.
Die GTasturbinenanlage erfordert 1. einen Erhitzer, _'. eine Kraftmaschine, :3. einen Kompressor für die Kompression des kalten Arbeitsmittels, -1. einen Wärmeaustauscher für eine möglichst weitgehende Übertragung der fühlbaren Wärme der Abgase der Turbine auf das komprimierte Arbeitsmittel.
her Wärnieaustauscher ist zwar grund sätzlich entbehrlich, aber zur Erzielung eines hohen thermischen Wirkungsgrades notwen dig und ausschlaggebend.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Betrieb von Wärmekraft- niaschinen, bei denen als Arbeitsmittel ein Medium verwendet wird, welches von einem Anfangszustand, gegeben durch Druck und Temperatur, auf einen Gegendruck expan diert, der gleich dem Dampfdruck des Me diums bei Umgebungstemperatur ist, so dass eine Verflüssigung des Mediums möglich ist, wobei am Ende der Expansion das Medium sich im Überhitzungsgebiet befindet.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeich net, dass zunächst die Überhitzungswärme des Mediums nach der Expansion an das im Kreis lauf befindlielie komprimierte Medium abge geben wird, dass danach das Medium durch Wärmeentzug mittels der Umgebung konden siert und schliesslich in flüssigem Zustand komprimiert wird.
Die Einrichtung zur Aus übung dieses Verfahrens ist dadurch gekenn zeichnet, dass sie einen Erhitzer zur indirek ten Erwärmung des Mediums, eine Kraft maschine, einen -Värmeaustauscher zur Rück führung der beim Austritt aus der Kraft maschine noch vorhandenen Überhitzungs wärme des Mediums an das komprimierte, noch nicht erhitzte Medium, einen Konden sator zur Verflüssigung des Mediums durch Wärmeentziehung mittels der Umgebung und eine Flüssigkeitspumpe zur Erhöhung des Druckes des verflüssigten Mediums auf den Anfangsdruck der Kraftmaschine aufweist.
Gegenüber der Gasturbinenanlage besteht. der Unterschied, da.ss der Turbogaskompressor durch einen Kondensator und eine Kondensat- pumpe ersetzt ist, gegenüber der üblichen Was serdampfkraftanlage der Unterschied, dass dem Kondensator ein Wärmeaustauscher vorge schaltet ist.
Bei Wasserdampfkraftmaschinen wäre ein solcher Wärmeaustauscher, welcher die Überhitzungswärme des auf den Enddruck expandierten Arbeitsmittels in den Kreis prozess zurückführt, wirkungslos und daher unnütz, weil bei den für die Praxis in Be tracht kommenden Druck- und Temperatur grenzen der Endzustand des expandierten Ar beitsmittels im Gebiet des nassen Dampfes liegt und daher keine regenerierbare Abwärme vorhanden ist. Es wird daher bei dem Ver fahren nach der Erfindung ein Arbeitsmittel verwandt, welches andere thermische Eigen schaften hat als Wasserdampf.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird an Hand des in der beiliegenden Zeichnung ge zeigten T-s-Diagrammes beispielsweise erläu tert. Das Arbeitsmittel tritt im Zustand A. in die Kraftmaschine und expandiert adia- batiseh bis zum Schnitt B mit der Linie kon stanten Druckes<I>p2,</I> bei welchem die Konden sation durchgeführt wird. Dieser Druck p2 entspricht der Isobare des Arbeitsmittels bei Umgebungstemperatur t,.
Die Leistung der Kraftmaschine<I>AL</I> wird durch die Fläche DEABCD <I>=</I> EAFG dargestellt. Vom Punkt <I>B</I> aus wird zunächst die Überhitzungswärme BCJF <I>-</I> c, (t2-t,) und danach die latente Wärme r <I>=</I> CJHD entzogen.
Die Überhit zungswärme wird durch einen Rekuperator auf das verflüssigte Arbeitsmittel übertragen, dessen Anfangszustand durch D gekennzeich net ist, wenn man von der kleinen Wärme- zufuhr der Kondensatpumpe absieht, und so in den Kreisprozess zurückgeführt. Die unter Druck befindliche Flüssigkeit erwärmt sich im Rekuperator, geht, im Laufe der Wärme aufnahme in Dampf über und erreicht die durch K gekennzeichnete Endtemperatur, welche dadurch bestimmt: ist, dass Fläche DKLIID <I>=</I> BCJF ist.
Die für den Prozess benötigte Wärme ist
EMI0002.0041
Der Wirkungsgrad hängt somit von dem Quotienten rlAL ab, welcher möglichst klein sein muss, wenn man einen hohen Wirkungs grad erzielen will.
Vergleicht man verschiedene Medien, so muss man davon ausgehen, dass der Enddruck <I>p2</I> der Expansion der Sättigungsdruek bei der Kondensationstemperatur ist, welche mit 25 C angenommen wurde, der Anfangsdruek durch Rücksicht auf die Festigkeit des Kon struktionsmaterials bei einer zulässigen Höchsttemperatur gegeben ist. Es sei pi = 100 at und t, = 600 angenommen, was etwa dem gegenwärtigen Stand der Technik für Hochdruckanlagen entsprechen dürfte.
Nebenstehend ist für mehrere Medien der Wert rlAL angegeben, welcher sieh für vor stehende Voraussetzungen in bezug auf Druck und Temperaturen ergibt.
EMI0002.0053
N1, <SEP> S02 <SEP> C02 <SEP> CHSCI <SEP> CII2C12 <SEP> CF2C12 <SEP> CFCl, <SEP> H20
<tb> <I>pl/p2</I> <SEP> 9,8 <SEP> 25 <SEP> 1,5 <SEP> 17,3 <SEP> 173 <SEP> 15 <SEP> 92 <SEP> 3100
<tb> <I>r/AL</I> <SEP> 1,45 <SEP> 1,28 <SEP> 1,7<B>8</B> <SEP> 1,04 <SEP> 0,93 <SEP> 0,99 <SEP> 0,91 <SEP> <B>1,26-</B>
<tb> <B>'-</B> <SEP> Es <SEP> muss <SEP> hier <SEP> der <SEP> spezifische <SEP> Dampfgehalt <SEP> x <SEP> - <SEP> 0,802 <SEP> berücksichtigt <SEP> werden, <SEP> da <SEP> der <SEP> Endzustand
<tb> des <SEP> expandierten <SEP> Dampfes <SEP> im <SEP> Nassdampfgebiet <SEP> liegt.
Die Zusammenstellung ermöglicht einen Ver gleich mit der Hochdruckdampfkraftanlage, welche zur Zeit den Stand der erreichbaren besten Wärmeausnutzung kennzeichnet, wenn man von Verbrennungskraftmaschinen und Mehrstoffanlagen absieht. Man sieht, dass es Medien gibt, welche eine verbesserte Wärme ausbeute und somit einen technischen Fort- schritt. in thermischer Hinsicht. ermöglichen, während andere sieh ungünstiger verhalten.
Von den genannten Medien erscheinen, vom thermodynamischen Standpunkt aus beurteilt, die Verbindung CF.Cl2 (Difluordichlor- methan) und CFCl, (llonofluordichlorme- than) besonders geeignet zu sein, weil sie ausserdem .nicht brennbar und nicht giftig sind. Damit, sind aber auch andere Stoffe nicht. ausgeschlossen, welche für das vorge schlagene Betriebsverfahren benutzt. werden können und welche man, wenn man weiter nachforscht, zunächst unter denen findet, welche in der Technik als Arbeitsmittel für die Kälteindustrie vorgeschlagen und ange wandt worden sind.
Wenn nun bei dem Verfahren nach der Frfindun- in dem Wärmeaustauscher ein neues Bauelement hinzukommt, so sind auf der andern Seite erhebliche Vorteile vorhan den, nämlich ausser der Verbesserung der ther mischen Ausnutzung der weitere Vorteil, wel- elier sieh aus dem sehr viel kleineren Expan sionsverhältnis ergibt, welcher bei CF2C12 z. B. nur 15 gegenüber 3100 bei Wasserdampf ist, wodurch die Turbinenkonstruktion ganz wesentlich vereinfacht wird. Gegenüber der Gasturbinenanlage sind ebenfalls erhebliche Vorteile vorhanden.
Bei der Gasturbinenanlage beträgt gegen über der Nutzleistung die Turbinenleistung etwa das 3,7faehe, die Kompressorleistung < las 2,7faehe. Bei denn Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ist nur die Effektiv leistung selbst an rotierenden Maschinen zu erstellen, wenn man von den nicht erheblichen Kosten der Kondensatpumpe absieht.
Der Vergleich der thermischen Ausnutzung ergibt hier folgendes: Für eine in den gleichen Tem- peraturgrenzen arbeitende Gasturbinenanlage mit 881/9 Turbinenwirkungsgrad und 85% Kompressorwirkungsgrad, wobei die Turbine mit adiabatiseher Kompression, der Kompres sor mit, einmaliger Zwischenkühlung arbeitet, sind folgende Wirkungsgrade erzielbar,
wenn die mittlere Temperaturdifferenz im Wärme- austauscher 50 bzw. 100 C beträgt.
4 t = 50 100 pr/p2 = 3,0 4,0 rr = 0,33 0,27 Demgegenüber ist bei dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung mit z. B. Difluor- dieblormethan als Arbeitsmittel ein Wirkungs- grad von etwa ij = 0,44 zu erwarten, und zwar bei einer mittleren Temperaturdifferenz im Wärmearlstauscher von annähernd 100 C.
Die Temperaturdifferenz beim Austritt aus dem Rekuperator ist nämlich<I>d t =</I> r/cp. Hierbei bedeutet, cp die mittlere spezifische Wärme zwischen den Temperaturen im Punkt E gleich t2 und im Punkt K. Für Difluor- dichlormethan z. B. ist d<I>t</I> = 33,8/0,18 =188 C, so dass eine sehr kleine Temperaturdifferenz bei Eintritt in den Rekuperator von etwa 1.0 C bereits ausreichend wäre, um eine mitt lere Temperaturdifferenz von 100 C zur Ver fügung zu haben.
In einem Kreisprozess muss die Summe der abgeführten Wärme und der der Arbeit äqui valenten Wärme gleich der zugeführten Wärme sein. Die Kraftmaschinenleistung <I>AL</I> wird durch die vom Linienzug DEABCD ein geschlossene Fläche und die abgeführte Wärme durch die Fläche CDHJ entsprechend der latenten Wärme r dargestellt. Die zu geführte Wärme wird durch die Fläche AFLK dargestellt.
Es ist also die Fläche AFLK <I>= AL +</I> r. Mit AFGE <I>= AL</I> ist -r <I>=</I> EGLK <I>=</I> cp (t2-tK) Zusammenfassend ist nach den vorstehen den Betrachtungen festzustellen, dass das Ver fahren gemäss der vorliegenden Erfindung einmal einen Fortschritt bezüglich der ther mischen Ausnützung, ferner eine Reduzierung der Anlageerstellungskosten ermöglicht.
Letz tere Verbesserung ist. gegenüber der Hoch druckwasserdampfanlage in der bedeutenden Verkleinerung des Expansionsverhältnisses zu erblicken, gegenüber der Gasturbinenanlage in der Reduzierung der zu installierenden Lei stung der Kraftmaschine auf den dritten bis vierten Teil.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Betriebe von Wärme kraftmaschinen, bei denen als Arbeitsmittel ein Medium verwendet wird, welches von einem Anfangszustand, gegeben durch Druck und Temperatur, auf einen Gegendruck ex pandiert, der gleich dem Dampfdruck des Mediums bei Umgebungstemperatur ist, so dass eine Verflüssigung des Mediums möglich ist, wobei sich das Medium am Ende der Expan sion noch im Überhitzungsgebiet befindet, da durch gekennzeichnet, dass zunächst die LTber- hitzungswärme des Mediums nach der Expan sion an das im Kreislauf befindliche kom primierte Medium abgegeben wird, dass da nach das Medium durch Wärmeentzug mittels der Umgebung kondensiert und schliesslich in flüssigem Zustand komprimiert wird.II. Einrichtung zur Ausübung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Erhitzer zur in direkten Erwärmung des Mediums, eine Kraft maschine, einen Wärmeaustauscher zur Rück führung der beim Austritt aus der Kraft maschine noch vorhandenen Überhitzungs wärme des Mediums an das komprimierte, noch nicht erhitzte Medium, einen Konden sator zur Verflüssigung des Mediums durch Wärmeentziehung mittels der Umgebung und eine Flüssigkeitspumpe zur Erhöhung des Druckes des verflüssigten Mediums auf den Anfangsclruek der Kraftmaschine aufweist. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Medium ver wendet wird, bei welchem das Verhältnis der latenten Wärme (r) bei der Kondensations temperatur zur Kraftmaschinenleistung (AL) bei einem angenommenen Anfangszustand von 100 ata und 600 C kleiner als<B>1,26</B> ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Arbeitsmittel Difluordichlormethan (CF.Clg) verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentansprueh I, da durch gekennzeichnet, dass als Arbeitsmittel Monofluordichlormethan (CFC13) verwendet wird.
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