CH271237A - Gleichrichter für höhere Spannungen. - Google Patents
Gleichrichter für höhere Spannungen.Info
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Description
Gleiehrichter für höhere Spannungen. Die vorliegende Erfindung betrifft Gleich richter, bei denen die Stromumformung mit tels magnetisch betätigter Schnellschalter und Ventile bewirkt, wird, wie sie zum Beispiel im Schweizer Patent Nr.258430 beschrieben sind.
Um solche Gleichrichter auch für höhere Spannungen benützen zu können, weisen er findungsgemäss die Schalter in ihrer Gesamt heit mindestens zwei in Reihe liegende Unter brechungsstellen auf, wobei parallel zu jeder Unterbreehungsstelle eine Ventilanordnung liegt, die eine Spannungssteuerung der Unter brechungsstelle bewirkt. und so bemessen ist, dass der Spannungsabfall je Unterbrechungs stelle einschliesslich des Ohmschen und induk tiven Spannungsabfalles in den Verbindungs leitungen zwischen den Unterbrechungsstellen und den Ventilanordnungen beim Momentan wert des Aus- und Einschaltstromes der Ven tile höchstens 10 Volt beträgt.
Bei Mehrphasengleichriehtern wird man zweckinässigerweise je Phase einen inagneti- sehen Schnellschalter mit mindestens zwei in Reihe liegenden Unterbrechungsstellen ver wenden und zti jeder dieser Unterbrechungs stellen eine Ventilanordnung unmittelbar par allel schalten.
Als Ventile können alle Arten von Ventilen verwendet werden, sofern die Bedingung über den Spannungsabfall erfüllt ist., das heisst die Ventile müssen einen relativ kleinen innern Widerstand aufweisen.
Mit Vorteil verwendet man sogenannte Troekengleichriehter in Form von Kupferoz@-- dul- oder Selengleichrichtern. Es ist zweck mässig, Platten auszusuchen, die in Vorwärts richtung einen möglichst kleinen Widerstand aufweisen, selbst wenn hierbei der Rückstrom etwas grösser sein sollte. Bekanntlich kann man bei beiden Gleichriehterarten durch Ab wandlung des Herstellungsverfahrens Platten init besonders geringem Vorwärtswiderstand erzeugen (siehe z. B. Schweizer Patentschrift N r. 206837) .
Je nach den Bedingungen kann es auch zweckmässig sein, elektrische Kontaktventile nach dem Schweizer Patent Nr.262100 zu verwenden, bei denen die auf der Kontakt oberfläehe befindliche Fremdschicht in Sperr- richtung als innerer Widerstand dient.
Unter Umständen kann es zweckmässig sein, daneben noch parallel zu den Unterbre chungsstellen Kondensatoren anzuordnen, wo bei durch geeignete Bemessung in an sich be kannter Weise eine Kompensation der Teil kapazitäten gegen Erde herbeigeführt werden kann.. Neben der Rücksicht auf Spannungs steuerung kann die Bemessung dieser Konden satoren auch so erfolgen, dass sie zusätzlich noch als Funkenlöschkreise wirken. Hierzu kann es zweckmässig sein, die Kondensatoren ir_ an sich bekannter Weise mit Widerstän den zu kombinieren.
Wesentlich für das funkenfreie Arbeiten einer derartigen Anordnung ist der Umstand, dass das Übersehalten von dem metallischen Stromkreis des magnetischen Schalters auf den Stromkreis des Ventils praktisch trägheitsfrei erfolgt. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Schleife, bestehend aus Schalter, Ventil und Verbindungsleitungen, praktisch induk- tivitätsfrei ist. Dies kann z. B. dadurch er reicht werden, dass diese Verbindungsleitun gen möglichst kurz gemacht und verdrillt werden.
Unter Umständen ist es zweckmässig, konzentrische Leiter für die Verbindungen vorzusehen.
Verwendet man als magnetischen Schalter ein Schwingsystem in Form eines schwingen den Ankers, der zugleich als Schaltbrücke des magnetischen Schalters dient, so wird man, um den Erfindungsgedanken zu verwirklichen. die eine Gruppe der Ventile parallel zur einen Unterbrechungsstelle und die andere parallel zur zweiten Unterbrechungsstelle legen. Dies erfolgt praktisch dadurch, dass man die Mitte der Reihenschaltung der Ven tile mit der Achse des schwingenden Ankers verbindet Lind die Enden an die beiden fest stehenden Schaltstücke anschliesst.
Werden mehrere derartige Schwingsysteme in Reihe geschaltet, so vervielfacht sich die Anordnung entsprechend. Wesentlich ist aber immer, dass die Ventile zur Spannungssteuerung mit den einzelnen Unterbrechungsstellen verbunden werden.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel dar gestellt. Es bedeuten darin 1 eine Wechsel stromquelle, 2 die Hauptstromspule des ma gnetischen Schalters, 3 den Anker dieses Schalters, der sich um die als Torsionsfeder ausgebildete Achse 4 dreht. 5 und 6 sind die feststehenden Schaltstücke, 7 und 8 zwei unter sich gleiche Gruppen von Ventilen, die über die Leitungen 9, 10 und 11 mit den Schalt- stücken bzw. der Achse des Schalters ver bunden sind. 12 und 13 sind Kondensatoren, die ebenfalls parallel zu den Unterbrechungs stellen liegen; 14 und 15 sind Widerstände; 7.6 stellt die Belastung dar.
Die Wirkungsweise ist kurz -folgende: _ Zu nächst fliesst der Strom über die Hauptstrom spule 2 und die Ventilgruppen 7, 8 zur Be lastung 16 und von hier zurück zur Strom quelle 1. Beim Ansprechstrom des Magnet schalters dreht sich der Anker 3 um die Achse 4 im Gegenzeigersinn. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen den Schalt stücken 5 und 6. Die Ventile sind nun kurz geschlossen; der Strom fliesst ummittelbar über den magnetischen Schalter zur Belastung 16. Dieser Zustand dauert so lange, bis der Ab fallstrom des magnetischen Schalters erreicht ist. Der Anker dreht sich dann im Uhrzeiger sinn zurück.
Nimmt man an, dass die Unter brechung an den beiden Kontakten 5-3 und 3-6 nicht absolut gleichzeitig erfolgt, sondern zwischen 5 und 3 etwas früher als zwischen 3 und 6, so wird in diesem ersten Augenblick der Strom von dem Schaltstück 5 über die Leitung 9 zu der Ventilgruppe 7 fliessen, von hier über die Leitung 10 zurück zur Achse 4 und dann von 3 unmittelbar nach 6.
Man erkennt"dass trotz der nicht absolut gleich zeitigen Unterbrechung auf die Unterbre chungsstelle 5-3 nur der Spannungsabfall der Ventilgruppe 7 entfällt und nicht etwa der doppeltso gr osseder Gesamtgruppe (7+8) . Vom Augenblick an, in dem die Schaltstelle 3-6 ebenfalls öffnet, wird nun auch die untere Ventilgruppe 8 eingeschaltet. In Fig.l ist durch die Leitungsführung der Verbindungen 9, 10 und 11 angedeutet., wie die IndLlktivität der Anordnung möglichst klein gemacht wer den kann.
Zusätzlich sind noch die Konden satoren 12, 13 und die Widerstände 14, 15 vorgesehen, um erstens die Spannungssteue rung noch wirksamer zu gestalten, zweitens eine zusätzliche Funkenlöschung nach Art der an sich bekannten Löschkreise herbeizuführen. Auch der Anschluss der Kondensatoren Lind Widerstände muss im allgemeinen möglichst induktivitUsfrei ausgeführt werden.
Durch entsprechende Kombination von Anordnungen nach der Erfindung können alle bekannten, insbesondere auch mehrphasi- gen Gleichrichtersehaltungen verwirklicht wer den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gleichrichter für höhere Spannungen, bei dem die Stromumformung mittels magnetisch betätigter Schnellschalter und Ventile be wirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalter in ihrer Gesamtheit mindestens zwei in Reihe liegende Unterbrechungsstellen auf weisen, wobei parallel zu jeder Unterbre chungsstelle eine Ventilanordnung liegt, die eine Spannungssteuerung der Unterbrechungs stelle bewirkt und so bemessen ist,dass der Spannungsabfall je Unterbrechungsstelle ein schliesslich des Ohmschen und induktiven Spannungsabfalles in den Verbindungsleitun gen zwischen den Unterbreehungsstellen und den Ventilanordnungen beim 1Tomentanwert des Aus- und Einschaltstromes der Ventile höchstens 10 Volt beträgt. UNTERANSPRCCHE: 1. Gleichrichter nach Patentanspruch, für Mehrphasenbetrieb, dadurch gekennzeichnet, dass pro Phase ein magnetischer Schalter mit mindestens zwei in Reihe liegenden Unter brechungsstellen verwendet wird. 2.Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Ventile Trok- kengleichricliter verwendet werden. 3. Gleichriehter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass parallel zu den Unterbrechungsstellen Kondensatoren ange ordnet sind, die neben ihrer Funktion als Spannungssteuerung so bemessen werden, dass sie zusätzlich noch als Funkenlö scheinricht.un- wirken. -l. Gleiehriehter nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet,dass zur Verbesserun- der Funkenlöschung die Kondensatoren mit Widerständen zu Löschkreisen vereinigt wer den. 5. Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verbindungs leitungen zwischen Unterbrechungsstellen und Ventilen induktivitätsarm ausgebildet wer den. 6. Gleichriehter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als magnetischer Schalter ein Schwingsystem verwendet wird, bei dem der Anker zugleich als Schaltbrücke dient, wobei die eine Ventilgrippe zwischen dem einen feststehenden Schaltstück und dem Anker, die zweite Ventilgruppe zwischen dem Anker und dem zweiten feststehenden Schalt stück liegt.7. Gleichriehter nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Zuleitung zum Anker über die Achse geführt wird, die als Torsionsfeder ausgebildet ist. B. Gleichrichter nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeiehnet, dass eine Anzahl von Schwingsystemen in Reihe geschaltet und parallel dazu entsprechende Gruppen von Ventilen und kapazitiven Löschkreisen ange ordnet werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH271237D CH271237A (de) | 1945-05-11 | 1945-05-11 | Gleichrichter für höhere Spannungen. |
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