CH240642A - Aluminium-Legierung. - Google Patents

Aluminium-Legierung.

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CH240642A
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aluminum
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aluminum alloy
magnesium
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Aluminium-Industrie-Aktien-Ges
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Aluminium Ind Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/06Alloys based on aluminium with magnesium as the next major constituent

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Description


  Aluminium-Legierung.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Legie  rung aus     Reinstaluminium    mit Zusätzen von  Magnesium und Beryllium.  



  Bekanntlich hat     Reinstaluminium,    z. B.  solches mit einer Reinheit von     9',9-,9,%    und  darüber, und besonders über 99,99 %, die Nei  gung, sehr grosse Kristalle zu bilden, was bei  der Verformung, z. B. durch Tiefziehen und  Drücken, sehr     nachteilig    ist. Eine Besserung  in     dieser    Hinsicht     kann    dadurch erzielt wer  den, dass man dem     Reinstaluminium    Magne  sium zusetzt, etwa in Mengen von 0,05-2,5 %.  Damit die     Verarbeitbarkeit    nicht zu sehr be  einträchtigt wird und das Metall z.

   B. für       Lichtrückstrahlungszwecke    doch möglichst  wenig fremde     Bestandteile        enthält,    empfiehlt  es sich, mit dem     Magnesiumgehalt    im     untern     Bereich zu bleiben und eine Menge von nur  0,05 bis beispielsweise 1 % zuzusetzen.  



  Es wurde nun überraschenderweise gefun  den, dass man durch einen Zusatz von Beryl  lium von 0,005-0,5 %, insbesondere von 0,01  bis 0,02%, eine bedeutende     Verbesserung    der  Legierung, die aus     Reinstaluminium    von min  destens 99;9 % Reinheit, vorzugsweise von         mindestens        9,9,99,%    Reinheit, und 0,015  bis     2,55'/o    Mg, vorteilhaft mit     0,0-5-1     Mg, hergestellt wird, erzielt. Es tritt eine all  gemeine     Kornverfeinerung    ein, so dass sich  der     Werkstoff    in hervorragender Weise ver  formen lässt, z.

   B. .durch Tiefziehen oder     Drük-          ken.    Diese Wirkung war .schon deswegen un  erwartet, weil nach Angaben im     Schrifttum     ein     Berylliumzusatz    zu     Aluminium-Magne-          sium-Legierungen    mit hohem Mg-Gehalt, z. B.  mit 12 % Mg, die Bildung eines sehr grossen       Kornes        verursacht    und sich     dieser    Nachteil  bei wiederholten     Umschmelzungen    noch ver  schlimmert; ein solcher     Hinweis    findet sich  z.

   B. in der     französischen        Patentschrift     Nr.     802821.     



  Ein weiterer, gänzlich     unerwarteter    Vor  teil .des     Berylliumzusatzes    zu den Legierun  gen aus     Reinstaluminium    von mindestens  99,9 % Reinheit und 0,05-2,5 % Mg besteht  darin, dass die     Rekristallisationsgrenze    in nen  nenswerter Weise herabgesetzt wird. Dies hat       eine    sehr grosse     technische        Bedeutung.    Be  kanntlich neigt     Reinstaluminium    dazu. Gase  in bedeutender Menge aufzulösen.

   Diese Gas-           aufnahmefähigkeit    ist auch bei Legierungen  aus     Reinstaluminium    mit     andern        Metallen          feststellbar.    Die Gasaufnahme hat zur Folge,  dass     sich    beim Weichglühen oder Zwischen  glühen des     Werkstoffei    Blasen bilden, die zu  einem erheblichen Ausschuss führen können.  Die Gefahr der Blasenbildung nimmt mit stei  gender Temperatur zu.

   Wenn nun die     Rekri-          stallisations:grenze.    des Werkstoffes herab  gesetzt wird, kann man bei     niedrigeren    Tem  peraturen weich- oder     zwüchenglühen,    so dass  die Gefahr der Blasenbildung vermindert  wird.  



  Ein weiterer     Vorteil        ist        darin    zu erblicken,  dass der     Berylliumzusatz    bei den in Frage       kommenden    Legierungen aus     Reinstalumi-          nium    das     Kornwachstum    bei der     Weichglü-          hung        unter    den im Betriebe üblichen Bedin  gungen     unterbindet.    Infolgedessen kann man  im Betrieb grössere Glühbereiche anwenden,  obwohl es zweckmässig     ist,    möglichst tief zu  glühen.

   Die Vorteile, nicht an einen zu engen       Temperatürbereich    gebunden zu sein, liegen  auf der Hand.  



  Sehr oft werden die aus     Reinstaluminium     hergestellten     Legierungen    im geschmolzenen  Zustand einer     Entgasungsbehandlung,    z. B.       mittels    Salzen,     unterworfen.    In allen Fällen  bleiben     im    Metall nach der     Behandlung    noch  Gasreste zurück.

   Es hat     ,sich    nun gezeigt, dass  diese Gasreste sich     in.        berylliumhaltigen    Alu  minium-Magnesium-Legierungen aus     Reinst=          aluminium    nicht so schädlich auswirken wie  in den     berylliumfreien        Legierungen.    Diese       Tatsache    hängt mit dem feineren     Korn    zusam  men,     das    eine günstigere Verteilung der Gas  reste verursacht, so     dass    es überhaupt nicht  mehr zur Blasenbildung     kommt.     



  Der Werkstoff nach vorliegender Erfin  dung     eignet    sieh besonders für die Herstel  lung von Reflektoren und Scheinwerfern,  deren Oberfläche nach einem der bekannten  elektrolytischen     Glänzungs-    und     Oxydations-          verfahren    für Aluminium und Aluminium  Legierungen behandelt wird. Solche Reflek  toren     und    Scheinwerfer werden meistens durch  Drücken hergestellt.

   Die Eigenschaften der  neuen Legierung wirken sich in diesem Falle    nicht nur in der mechanischen Fertigung  äusserst günstig aus., sondern, wie     aüs    An  gaben von Verarbeitern hervorgeht, auch in  den durch     mechanisches    Polieren und nach  folgende elektrolytische     Glänzung    und Oxy  dation erzielten hohen     Rückstrahlungseigen-          schaften.     



  Der Zusatz von Beryllium zu     Aluminium-          Legierungen    mit hohem     Magnesiumgehalt    ist  bekannt, doch erfolgt hier der     Zusatz    zur Ver  hinderung der Oxydation und     Nitridbildung     bei Legierungen mit etwa 5 % Mg und dar  über. Bei Legierungen mit geringem     Magne-          siumgehalt        bestehen    die typische     Oxydierbar-          keit    der Aluminium Legierungen mit hohem       Magnesiumgehalt    und deren Neigung zur       Nitridbildung    nicht.

   Es ist bezeichnend,     dass,     man     vorgeschlagen    hat, den     Aluminium-          Magnesium-Legierungen,    die einen Zusatz  von Beryllium zwecks Beseitigung der     Oxy-          dierbarkeit    und der Neigung zur     Nitridbil-          dung    enthalten, geringe Mengen Titan zuzu  setzen, um die vom Beryllium verursachte       Grobkörnigkeit    wieder rückgängig zu machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Aluminium-Legierung, dadurch gekenn zeichnet, dass sie aus 0,05-2,5/"o' Mg, 0,005 bis 0,5 % Beryllium und Reinstaluminium mit mindestens 99,9 % Reinheit besteht. UNTERANSPRüCHE: 1. Aluminium-Legierung nach Patent ansprueh, dadurch gekennzeichnet, da.ss das Reinstaluminium eine Reinheit von minde stens 99,99 % hat. 2. Aluminium-Legierung nach Patent anspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass sie 0,05-1 % Magnesium enthält.
    3. Aluminium-Legierung nach Patent anspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass sie 0,01-0,02 % Beryllium enthält. 4: Aluminium-Legierung nach Patent- ansprucli und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass sie 0,01-0,02 % Beryllium enthält.
CH240642D 1944-07-31 1944-07-31 Aluminium-Legierung. CH240642A (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1101090B (de) * 1956-03-03 1961-03-02 Ernst Weisse Dr Ing Verwendung von Aluminium-Magnesiumlegierungen zur Herstellung eines Verbundmetalles
DE1144564B (de) * 1955-08-09 1963-02-28 Amchem Prod Verfahren zur Herstellung von eine hochglaenzende Oberflaeche aufweisenden Metallformstuecken aus Blechen aus Eisen oder Stahl
DE977220C (de) * 1950-04-27 1965-06-24 Eugen Schellenbach Verfahren zur Herstellung hochglaenzender Reflektoren aus Rein- oder Reinstaluminium und dessen Magnesiumlegierungen
DE3507402A1 (de) * 1985-03-02 1986-09-04 Vereinigte Aluminium-Werke AG, 1000 Berlin und 5300 Bonn Aluminiumoffsetband und verfahren zu seiner herstellung

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EP0193710A3 (en) * 1985-03-02 1988-08-03 Vereinigte Aluminium-Werke Aktiengesellschaft Aluminium foil for offset printing and process for its manufacture

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