CH230147A - Wechselstromschalteinrichtung. - Google Patents
Wechselstromschalteinrichtung.Info
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Description
Wechselstr omschalteinr ichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine Wechselstromschalteinrichtung für mecha nisch bewegte Synchronschalter mit die Kon takte im Schaltaugenblick von Strom ent lastenden, in Reihe mit den Kontakten lie genden, nur in der Nähe des Stromnullwer- tes entsättigten Drosselspulen, sogenannten Schaltdrosseln.
Diese Schaltdrosseln erfor dern einen hochwertigen ferromagnetischen Kern, für den bisher wegen der Bedingun gen im Schaltaugenblick und wegen der Hy- stereseerscheinungen eine Vormagnetisierung durch eine besondere Wicklung vorgesehen war. Diese besondere Wicklung erhöht den Aufwand für die Schaltdrosseln.
Die Erfin dung bezweckt die Vermeidung von beson deren Vormagnetisierungswicklungen. Erfin dungsgemäss gelingt dies dadurch, dass über die Schaltdrosselwicklung ein von einer zum Wechselstromnetz synchronen Wechselspan nung gelieferter Hilfsbela@tungsstrom der artiger Phasenlage fliesst, dass der Haupt- belastungsstromwährend der stromschwachen Pause noch positive Werte durchläuft. Es ist zweckmässig, als Hilfsbelastung eine Reihen schaltung von Drosselspulen und Konden sator zu verwenden.
In Fig. 1 der Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Ein mechanischer Gleichrichter in dreiphasiger Brückenschaltung wird von einem Haupt transformator T1 gespeist. Jeder mit den Kontakten in Reihe geschalteten Phasen wicklung des Haupttransformators ist eine Schaltdrossel Yl bezw. X= bezw. X3 vorge schaltet.
Im Nebenschluss zur ersten Phasen wicklung und zur Schaltdrossel X1 liegt eine Hilfsbelastung; diese besteht aus einer Rei henschaltung von Drosselspule X1 und Kon densator Cl und entsprechend für die andern Phasen. Ohne Vormagnetisierung bezw. ohne Hilfsbelastung würde die stromschwache Pause der Schaltdrossel im Negativen verlau fen. An sich würde hierbei auch nur ein sehr kleiner Strom unterbrochen werden. Es bestände aber die Gefahr, dass der Strom nach Ablauf der stromschwachen Pause rasch an steigen und ein Lichtbogen zwischen den Kontakten sich ausbilden würde.
Erfolgt aber die Stromunterbrechung während der stromschwachen Pause noch bei positiven Werten, so erlischt der ohnehin geringe Strom bestimmt beim Stromnulldurchgang. Damit nun der Hauptbelastungsstrom während der stromschwachen Pause noch positive Werte durchläuft, muss der Hilfsbelastungsstrom während dieser Zeit entgegengesetztes Vor zeichen haben.
Dies ist in Fig. 2 gezeigt, wo V,, V.: und V3 die drei sekundären Pha senspannungen des Transformators<I>T" I,</I> der Hauptbelastungsstrom und 1,' der zugehörige Hilfsbelastungsstrom sind. Das g-ewünsellte Vorzeichen von Il kann man auf einfache Weise dadurch erzielen, dass der Wechsel strom Ii eine Phasenlage erhält, die etwa 90 vor der Spannung der Phase TT, liegt.
Zu diesem Zweck würde die Einschaltung von einfachen Kondensatoren C,, C, und C,; ge nügen. Die mit diesen Kondensatoren in Reihe geschalteten zusätzlichen Induktivi- täten X', X=, X3 haben den Zweck, den Strom 1i möglichst sinusförmig zu gestalten und ihn während der Veränderung des Flus ses in den Schaltdrosseln praktisch konstant zu halten.
Die Bemessung der Hilfsbelastungen muss derart sein, dass ein der Spannung um 90 voreilender Strom auftritt; deswegen muss die durch Cl, C, und C5 bestimmte kapazitive Re aktanz einen absoluten Wert besitzen, der grösser ist als die grösstmögliehe induktive Reaktanz von X,, X, und X, und die induk tive Reaktanz von X', X' und X3. Die resul tierende Reaktanz muss einen derartigen Wert haben, dass sie den zur Verschiebung der Magnetisierung gewünschten Stromwert durchlässt.
Tatsächlich ist die Spannung, die die Hilfsbelastung speist, nicht mehr sinus- förmig, sondern nimmt etwa die in Fig. 2 stark ausgezogene Gestalt als Folge der in den Schaltdrosseln induzierten Spannung an. Es ist ohne weiteres möglich, die Phase des Hilfsbelastungsstromes zu verschieben, indem beispielsweise in den Hilfsbelastungskreis ;illch Ohmselie Widerstände eingefügt werden.
Man kann aber auch die Phase des Hilfs- belastungsstromes dadurch ändern, dass die Pliaso der Speisespannung der abgezweigten Kreise Veränderungen erfährt, beispielsweise nach den Fig. 3 und 4, welche eine Phasen einstellung von 30 voreilend oder nacheilend hinsichtlich Fig. 1 ermöglichen. Phasenein stellungen zwischen diesen Werten können erzielt werden, indem an der Sekundärwick lung des Transformators zusätzliche Klem men vorgesehen sind.
Man kann von der Verwendung von Kon densatoren im Hilfsbelastungskreis absehen, m enn man auf dem Haupttransformator Hilfswicklungen vorsieht, und diese den ge wünschten Hilfsbelastungsstrom zur Spei sung einer Ohmschen oder induktiven Be lastung liefern. Dies ist in Fig. 5 veranschau licht, wo die Spannung der Hilfswicklung w' eine Phasenverschiebung von 180 gegenüber der zugehörigen Phasenspannung, bezogen auf den Ansehluss an die Schaltdrossel, hat.
Auch in diesem Falle ist es zweckmässig, immer eine Induktivität in dem Ililfsbela- stungskreis vorzusehen, um den Strom prak- tisell sinusförmig zu halten. Wenn man die Phase des Hilfsbelastungsstromes leicht ver ändern will, so entnimmt man die Hilfsspan nung dem Speisenetz des Haupttransforma tors zweckmässig über einen Drehtransfor mator D, wie es in Fig. G dargestellt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Wechselstromsehalteinriehtung für me- ehanisch bewegte Synchronschalter mit die Kontakte im Schaltaugenblick vom Strom entlastenden, in Reihe mit den Kontakten liegenden, nur in der Nähe des Stromnull wertes entsättigten Drosselspulen, dadurch gekennzeichnet, dass über die Drosselwick lung ein von einer zum Wechselstromnetz synchronen Wechselspannung gelieferter Hilfsbelastungsstrom derartiger Phasenlage fliesst,dass der Hauptbelastungsstrom wäh rend der stromschwachen Pause noch positive Werte durehläuft. UNTPRANSPRüCIIE 1. Wechselstromschalteinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der den Hilfsbelastungsstrom liefernde Kreis eine Reihenschaltung von zusätzlicher Dros selspule und Kondensator enthält.2. Wechselstromschalteinrichtung nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrag des kapazitiven Scheinwiderstan des grösser als die Summe der Beträge der Scheinwiderstände von entsättigter Drossel spule und zusätzlicher Drosselspule ist. 3. Wechselstromschalteinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der den Hilfsbelastungsstrom liefernde Kreis durch besondere Wicklungen des Haupttrans formators gespeist wird. 4. Wechselstromschalteinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenlage des Hilfsbelastungsstromes veränderbar ist.5. Wechselstromschalteinrichtung nach Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass für die Veränderung der Phasenlage des Hilfsbelastungsstromes ein Drehtransformator vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT230147X | 1941-09-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH230147A true CH230147A (de) | 1943-12-15 |
Family
ID=11202890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH230147D CH230147A (de) | 1941-09-24 | 1942-09-21 | Wechselstromschalteinrichtung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH230147A (de) |
-
1942
- 1942-09-21 CH CH230147D patent/CH230147A/de unknown
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