CH228380A - Giessverfahren zur Herstellung von Blöcken aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere kupferhaltigen Aluminiumlegierungen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Giessverfahren zur Herstellung von Blöcken aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere kupferhaltigen Aluminiumlegierungen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Classifications
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 206766. Giessverfahren zur Herstellung von Blöcken aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere kupferhaltigen Aluminiumlegierungen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Giessverfahren zur Herstellung von Blöcken aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere kupferhaltigen.
Aluminiumlegie rungen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Giessform aus Blechwänden bildet, deren Stärke weniger als 10 % der Stärke des zu giessenden Blockes beträgt, diese unter Freilassung von mindestens einem Längs schlitz zur Einführung des flüssigen, Werk stoffes auf einem während des Giessens ab senkbaren Giesstisch aufstellt und die Längs schlitze, durch die der flüssige Werkstoff eingeführt wird, entsprechend dem Anstei gen des Metallspiegels verschliesst.
Die Vor richtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent besteht darin, dass dieselbe einen absenkbaren Giesstisch und aufeinanderzuschichtende Segmente zum Festhalten von Blechen aufweist. Nach die- sein Verfahren und mit dieser Vorrichtung kann man unter mehrmaliger Verwendung der Blechwände Blöcke giessen, die nur aus dem Giesswerkstoff bestehen. Man kann aber auch darauf hinarbeiten, da-ss die Blechwände als Platherbleche in das Giessprodukt ein- gehen. Gegenstand vorliegender Erfindung bil det eine Verbesserung des Verfahrens und der Vorrichtung des Hauptpatentes.
Das er findungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass man die Verschliessung der Längsschlitze durch mit einem Kühl mittel gekühlte Seitenverschlussstücke vor nimmt, die in senkrechter Richtung unver- schiebbar angeordnet werden und an denen die die gokillenwand bildenden Bleche und das gegossene Material entlang abwärts glei ten.
Die Seitenverschlussstücke können hier bei in seitlicher Richtung verschiebbar an- geordnet werden, wobei diese nicht höher als ihr Abstand voneinander beim Giessen. ge wählt werden, zum Zwecke, dieselben der Dicke des zu giessenden Blockes anpassen. zu können. Zweckmässigerweise senkt man den Gussblock in ein Wasserbad ab.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht darin, dass zum Festhalten von Blechen Seiten.ver- schlussstücke vorgesehen sind, die mit einer Kühleinrichtung versehen und in senkrech ter Richtung unverschiebbar angeordnet sind. Diese Seitenverschlussstücke sind vor teilhafterweise seitlich verschiebbar angeord net und vorzugsweise nicht höher als ihr Ab stand voneinander beim Giessen.
Dadurch, dass man für den Werkstoff, aus dem die Bleche bestehen, das gleiche -Ma terial wählt wie der Gusswerkstoff und die Verschweissung begünstigt, kann man Blöcke mit besonders gut ausgebildeter Oberfläche herstellen. Wählt man die zu verschweissen den Bleche aus einem andern Material, so kann man beliebig plattierte Blöcke giessen. Die Vorrichtung eignet sich besonders gut gerade zum Giessen von plattierten Blöcken.
In der beigefügten Zeichnung ist die Giessvorrichtung gemäss der Erfindung bei spielsweise dargestellt, und zwar zeigt.: Fig. 1 die Vorrichtung im Längsschnitt nach E-F der Fig. 2, Fig. 2 dieselbe im Schnitt nach der Linie <B>C</B> --#--D der Fig. 1, Fig. 3 eine Aufsicht, Fig. 4 einen. Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1.
In den Figuren bedeutet a einen absenk- baren Giesstisch, auf dem sich ein die Plat- tierbleche b, und b. tragender und haltender Fuss c befindet.
d, und d., sind die beiden wassergekühlten Seitenverschlussstücke, wel che auf einem waagrechten Schienenpaar e1 und e2 verschiebbar aufliegen und mittels zweier Federn f1 und f2 leicht an die Plattier bleche b,. und b. angedrückt werden. g ist ein Halter mit den Rollenpaaren h, h:
. bis lt., und h3, durch den die auf dem Fuss c ruhenden Plattierbleche senkrecht und im gewünschten Abstand voneinander gehalten werden. i ist eine Giessrinne, durch die flüssiges Metall in 5o die Form gelang.
Das Verfahren selbst wird zum Beispiel derart durchgeführt, dass zunächst der C=iel3- tisch a mit Fuss c bis an die Seitenverschluss- stücke d, und d_ herangehoben wird.
Hier auf werden die Plattierbleehe b, und b2 auf gesetzt, die teils durch den Fuss c, teils durch die Seitenversehlussstücke d, und d.. um klammert und von den Rollenpaaren hl und lt- usiv. gerade gehalten werden.
Mit dem Einfliessen des flüssigen Metalles wird der Giesstisch allmählich gesenkt, und zwar zweekmä ssi-, so, dass der flüssige Metallober flächenspiegel in der Form stets gleich hoch bleibt. Der auf diese Weise entstehende und nach unten abwandernde Block, dessen un- pla.ttierte Schmalseiten bereits beim Entlang gleiten an den Seitenverschlussstücken äusser lich fest werden, wird nun durch ein dar unter befindliches Wasserbad oder eine andere geeignete Kühlvorrichtung schnell zum völligen Erstarren gebracht.
Die wassergekühlten Seitenverschluss- stücke d, und d., besitzen vorzugsweise an ihren untern, den Block berührenden Kanten Düsen ia zum Austritt von Kühlwasser. Diese Düsen können aus etwa 60" zu den Block- kanten geneigten Bohrungen in den Wän den der Seitenverschlussstücke bestehen und sollen auf die Kanten der Seitenverschluss- stücke gleichmässi-; verteilt sein.
Eine solche direkte Anspritzung mit Wasser an der Aus trittsstelle des Blockes aus den Verschluss- stücken verhindert, dass sich bildende Dampf blasen zwischen die Seitenverschlussstücke und den erstarrenden Block eindringen kön nen. Auch wird durch die Düsenkühlung der Bildung von Ausschwitzungen an den Seitenkanten des Gussblockes entgegen gewirkt.
Die Plattierbleelie, welche die Wände der Giessform bilden, können zum Beispiel aus R.einaluminiiim oder aus einer bekannten hoch korrosionsfesten Aluminiumlegierung hergestellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Giessverfahren zur Herstellung von Blöcken aus Aluminium oder Aluminium legierungen, insbesondere kupferhaltigen Aluminiumlegierungen, bei dem man die Giessform aus Blechwänden. bildet, deren Stärke weniger als 10 % der .Stärke des zu giessenden Blockes beträgt und diese unter Freilassung von mindestens einem Längs schlitz zur Einführung des flüssigen Werk stoffes auf einem während des Giessens ab senkbaren Giesstisch aufstellt, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Verschliessung der Längsschlitze entsprechend dem Ansteigen des Metallspiegels durch mit einem Kühl mittel gekühlte Seitenverschlussstücke vor nimmt,die in senkrechter Richtung unver- schiebbar angeordnet werden und an denen die die Kokillenwand bildenden Bleche und das gegossene Material entlang abwärts gleiten. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Giessverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenver- schlussstücke seitlich verschiebbar angeordnet werden. 2.Giessverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenver- schlussstücke nicht höher als ihr Abstand voneinander beim Giessen. gewählt werden, zum Zwecke, dieselben der Dicke des zu giessenden Blockes anpassen zu können. Giessverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den Guss- blocli# in ein Wasserbad absenkt. 4.Giessverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Giess form verwendet, die aus aus dem gleichen Werkstoff wie das Gussmaterial bestehenden Blechen hergestellt wird, wobei die Bleche beim Giessen. mit dem eingegossenen Material verschweisst werden. 5. Giessverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die die Giessform bildenden Bleche aus einem Plat- tierwerkstoff herstellt und sie beim Giessen mit dem eingegossenen Metall verschweisst.PATENTANSPRUCH II: Giessvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspuch I mit einem absenkbaren Giesstisch, dadurch gekennzeich net, dass zum Festhalten von Blechen Seiten verschlussstücke vorgesehen sind, die mit einer Kühleinrichtung versehen und in senk rechter Richtung unverschiebbar angeordnet sind. UNTERANSPRÜCHE: 6. Giessvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten verschlussstücke seitlich verschiebbar an geordnet sind. 7.Giessvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten verschlussstücke an ihren untern, gegen den Block zu richtenden ganten Düsen zum Aus tritt von Kühlwasser besitzen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228380X | 1939-04-12 | ||
| CH206766T | 1940-04-12 |
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| CH228380A true CH228380A (de) | 1943-08-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH228380D CH228380A (de) | 1939-04-12 | 1940-04-12 | Giessverfahren zur Herstellung von Blöcken aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere kupferhaltigen Aluminiumlegierungen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH228380A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3406737A (en) * | 1965-03-08 | 1968-10-22 | Siderurgie Fse Inst Rech | Apparatus and method for continuously casting of material, especially ferrous material |
-
1940
- 1940-04-12 CH CH228380D patent/CH228380A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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