Mehrmotoriges Flugzeug. Die Erfindung betrifft ein mehrmotoriges Flugzeug und bezieht sich auf eine Kombi nation an sich bekannter Merkmale.
Als bekannt gelten mehrmotorige Flug zeuge, bei welchen beispielsweise zwei Motoren in Flügel-Motorgondeln untergebracht sind und auf Zugschrauben arbeiten, die auch als ge genläufige Doppelluftschrauben ausgebildet sein können.
Ferner ist es bekannt, vier Motoren in Tan demanordnung in zwei Flügel-Motorgondeln anzuordnen, wobei zwei Motoren zwei vor dem Flügel befindliche, einfache oder doppelte Zug schrauben und die beiden andern Motoren zwei hinter dem Flügel befindliche, einfache oder doppelte Druckschrauben antreiben.
Endlich wurde auch schon vorgeschlagen, an Flugzeugen, deren als Leitwerksträger aus gebildetes Rumpfende spindelförmig gestaltet ist, ausser der am Rumpfbug eine Zugschraube antreibenden, einmotorigen Vortriebsanlage noch eine zusätzliche, auf Druckschrauben am Rumpfende arbeitende einmotorige Anlage einzubauen. Die Weiterbildung dieses Gedan- kens ist in jenem Vorschlag zu sehen, nach welchem zwei Motoren im Rumpf hinter den Besatzungsräumen hintereinanderliegend so angeordnet sind, dass sie über eine Verlänge rungswelle eine hinter dem Leitwerk liegende gegenläufige Doppelluftschraube antreiben.
Das Bestreben der Flugzeugbauer, bisher be kannte mehrmotorige Flugzeugmuster mit er heblich stärkerer Vortriebsanlage auszurüsten, führte dazu, jenes mit zwei in Flügel-Motor- gondeln untergebrachten Motoren versehene Flugzeugmuster mit einem weiteren, im Rumpf bug eingebauten und auf eine Zugschraube arbeitenden Motor zu versehen. Wohl war auf diese Weise eine Vergrösserung des Stirnwider standes dieses Flugzeugmusters vermieden. Gleichzeitig gingen hierbei aber sämtliche Vor teile verloren, die ein Rumpfbug ohne Vor triebsanlage bietet, beispielsweise die Vorteile freier Sicht, günstiger Unterbringung von MG-Ständen, Beobachtungsposten, Führer und Fahrgastsitzen und dergleichen.
Man musste ferner feststellen, dass der Einbau wirkungsgrad der am Rumpfbuge arbeitenden Schraube verhältnismässig schlecht wurde. Die Belästigung der im Rumpf hinter der mittleren Motorenanlage untergebrachten Fahr gäste durch Abgase, deren Eindringen in den Fahrgastraum nie vollständig vermieden wer den konnte, wurde von den Fahrgästen be sonders unangenehm empfunden.
Ein Flugzeug nach der Erfindung dagegen ermöglicht eine erhebliche Verstärkung der Vortriebsanlage unter Vermeidung der oben genannten Nachteile, ohne dass hierbei der Stirnwiderstand des zu verbessernde Flug zeuges erhöht wird. Die Erfindung besteht in der Kombination mindestens einer hinter dem Leitwerk angeordneten Heckschraube mit min destens zwei symmetrisch zur Längsachse am Flügel angeordneten Schrauben.
In der beiliegenden Zeichnung sind meh rere Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1-4 je ein Beispiel eines mehrmoto- rigen Flugzeuges in Draufsicht.
Das Flugzeug nach Fig. 1 weist zwei sym metrisch zur Flugzeug-Längsachse vor dem Flügel 1 angeordnete Zugschrauben 2 auf. Ausserdem besitzt es eine hinter dem Leit werk 3 angeordnete Heckschraube 4.
Das Flugzeug nach Fig. 2 weist zwei sym metrisch zur Flugzeug-Längsachse hinter dein Flügel 1 angeordnete Druckschrauben 5 auf, wiederum in Kombination mit einer hinter dem Leitwerk 3 angeordneten Heckschraube 4.
Beim Flugzeug nach Fig. 3 sind in Kombi nation mit einer hinter dem Leitwerk 3 ange ordneten, über eine Verlängerungswelle 6 durch einen im Rumpfhinterteil befestigten Motor 7 angetriebene Heckschraube 4 zwei symmetrisch zur Flugzeug-Längsachse am Flügel 1 ange ordnete, mit einfachen Luftschrauben 8 aus gerüstete Tandem-Aggregate 9 vorgesehen.
In ähnlicher Weise sind beim Flugzeug nach Fig. 4 in Kombination mit zwei koaxial angeordneten, gegenläufigen Heckschrauben 10, die durch zwei im Rumpf hinter den Be satzungsräumen hintereinanderliegend ange ordnete Motoren 11, 12 angetrieben werden, zwei symmetrisch zur Flugzeug-Längsachse am Flügel 1 angeordnete, mit einfachen Luft- schrauben 8 ausgerüstete Tandem-Aggregate 9 vorhanden. Hierdurch wird hier der Einbau einer Vortriebsanlage ermöglicht, deren Lei stung derjenigen anderer bisher bekannt ge wordener und denselben Stirnwiderstand auf weisender Flugzeuge mit freiem Rumpfbug raum weit überlegen ist.
Bei, den Flugzeugen nach Fig. 3 und 4 könnten die Tandem-Aggregate 9 statt mit einfachen mit doppelten Luftschrauben ver sehen sein.
Multi-engine airplane. The invention relates to a multi-engine aircraft and relates to a combination of features known per se.
Known are multi-engine aircraft in which, for example, two motors are housed in wing motor nacelles and work on lag screws, which can also be designed as ge counter-rotating double propellers.
It is also known to arrange four motors in Tan dem arrangement in two wing motor nacelles, two motors screw two in front of the wing, single or double train and the other two motors drive two behind the wing, single or double pressure screws.
Finally, it has also already been proposed that, in addition to the single-engine propulsion system that drives a tension screw at the nose of the fuselage, an additional single-engine system that works on pressure screws at the end of the fuselage should be installed on aircraft whose tail unit is made of a spindle-shaped fuselage end. The development of this idea can be seen in the proposal according to which two motors are arranged one behind the other in the fuselage behind the crew rooms so that they drive a double propeller in opposite directions behind the tail unit via an extension shaft.
The endeavors of the aircraft manufacturers to equip previously known multi-engine aircraft models with considerably more powerful propulsion systems led to the aircraft model, which is housed in wing motor nacelles, being equipped with an additional motor installed in the fuselage nose and working on a tension screw. In this way, an increase in the forehead resistance of this aircraft type was avoided. At the same time, however, all the advantages that a fuselage bow without before the propulsion system offers were lost, for example the advantages of a clear view, inexpensive accommodation of machine gun stands, observation posts, drivers and passenger seats and the like.
It was also found that the installation efficiency of the screw working on the bow of the fuselage was comparatively poor. The nuisance of the passengers accommodated in the fuselage behind the middle engine system by exhaust gases, whose penetration into the passenger compartment could never be completely avoided, was felt by the passengers to be particularly unpleasant.
An aircraft according to the invention, on the other hand, enables the propulsion system to be significantly strengthened while avoiding the above-mentioned disadvantages, without the frontal resistance of the aircraft to be improved being increased. The invention consists in the combination of at least one stern screw arranged behind the tail unit with at least two screws arranged symmetrically to the longitudinal axis on the wing.
In the accompanying drawings, several embodiments of the subject invention are shown, namely FIGS. 1-4 each show an example of a multi-engine aircraft in plan view.
The aircraft according to FIG. 1 has two tension screws 2 arranged symmetrically to the longitudinal axis of the aircraft in front of the wing 1. It also has a stern propeller 4 arranged behind the tail unit 3.
The aircraft according to FIG. 2 has two pressure screws 5 arranged symmetrically to the aircraft longitudinal axis behind the wing 1, again in combination with a stern screw 4 arranged behind the tail unit 3.
When the aircraft according to Fig. 3 are in combi nation with a behind the tail unit 3 is arranged, via an extension shaft 6 driven by a motor 7 mounted in the fuselage rear propeller 4 two symmetrically to the aircraft longitudinal axis on the wing 1 is arranged, with simple propellers 8 from equipped tandem units 9 provided.
Similarly, in the aircraft according to FIG. 4 in combination with two coaxially arranged, counter-rotating tail screws 10, which are driven by two motors 11, 12 arranged one behind the other in the fuselage behind the loading crew rooms, two arranged symmetrically to the longitudinal axis of the aircraft on wing 1 , tandem units 9 equipped with simple propellers 8 are available. This allows the installation of a propulsion system, the performance of which is far superior to that of other previously known ge and the same forehead resistance on pointing aircraft with a free nose fuselage space.
In, the aircraft of Fig. 3 and 4, the tandem units 9 could be seen ver with double propellers instead of single.