CH218420A - Verfahren zur Herstellung von Magnesium. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Magnesium.

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CH218420A
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B26/00Obtaining alkali, alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/20Obtaining alkaline earth metals or magnesium
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Magnesium.    Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zur     Herstellung    von Magnesium durch  Reduktion     magnesiumhaltiger    Stoffe mit Si  lizium, nach welchem die     magnesiumhaltigen     Stoffe mit dem Silizium einer aus Silizium,  Eisen und einem weiteren Metall bestehenden  Legierung reduziert werden, so dass gleich  zeitig mit dem Magnesium eine     siliziumarme          Ferrolegierung    erhalten wird.  



  Es ist     bekannt,    dass     Magnesiumogyd    durch  Silizium oder durch Kohlenstoff     bezw.    durch  Silizium- oder kohlenstoffhaltige Stoffe     (Sili-          zide,        Karbide)        unter    geeigneten Bedingungen  zu metallischem Magnesium reduziert wer  den kann. Die Reduktion verlangt Tempe  raturen von über 1200' C und muss im Va  kuum oder in einer     inerten    oder reduzieren  den Atmosphäre erfolgen.  



  Unter diesen Arbeitsbedingungen ist die  Frage der     Apparatur    und des Baumaterials  sehr schwer zu lösen.  



  Wenn man im     Schmelzfluss    arbeitet, sind  zur Schmelzung     Temperaturen    von über  1700   C erforderlich und auch dann ist der    Flüssigkeitsgrad noch nicht derart, wie er  für einen     kontinuierlichen    technischen Be  trieb     nötig    wäre, da     magnesiumogydhaltige     Schmelzen bekanntlich sehr schwerflüssig  sind.  



  Arbeitet man in einem Temperaturbereich,  bei welchem eine Schmelzung des Reaktions  gutes noch nicht eintritt, so erfordert die Re  aktion immerhin Temperaturen von minde  stens 1250   C. Da das Reaktionsgut mit Ver  brennungsgasen nicht in Berührung kommen  darf, anderseits metallische Innenheizung,       Silit-    oder     Kohlenwiderstände    nicht anwend  bar sind, weil sie durch :den     Magnesiumdampf     zerstört werden, muss in geschlossenen Re  aktionsräumen mit Aussenheizung gearbeitet  werden.

   Die in Frage kommenden Baustoffe  sind aber dann bis an die Grenze des tech  nisch Möglichen beansprucht und der Ver  schleiss der     Apparatur    ist sehr gross, wodurch  die     Arbeitskosten    mit Reparaturen erheblich  belastet werden.  



  Vorliegende Erfindung betrifft nun ein  Verfahren, welches     gestattet,        gleichzeitig    mit      der Herstellung von Magnesium, als Neben  produkt     siliziumarme        Ferrolegierungen    zu  erhalten, durch deren Vertrieb die Verarbei  tungskosten niedriger werden.  



  Durch Versuche wurde festgestellt, dass  weder Chrom noch Mangan in den in Frage  kommenden     Temperaturgebieten    mit     Magne-          siumoxy    d reagieren. Danach kann die an sich  bekannte Reduktion des     Magnesiumoxyds     durch Silizium in der Weise durchgeführt  werden,     dass-eine    Legierung von     Ferro-Chrom-          Silizium    oder     Ferro-Mangan-Silizium    als Re  duktionsmittel verwendet wird. Es ist be  kannt, dass aus     Legierungen    des     Ferro-Chroms     oder     Ferro-Mangans    durch Silizium der Koh  lenstoffgehalt verdrängt wird.

   So kann zum       Beispiel    eine     Legierung,    der<B>30%</B> Silizium  zugesetzt wird, nicht mehr als 0.5 % Kohlen  stoff enthalten.  



  Die Arbeitsweise unter Verwendung von       Ferro-Chrom-Silizium        bezw.        Ferro-Mangan-          Silizium    als Reduktionsmittel ist     beispiels-          @veise    folgende:

         Magnesiumoxyd        bezw.        magnesiumoxyd-          haltige    Rohstoffe, wie     Dolomit,    gepulvert  oder feinkörnig, werden mit ebenfalls gut.     ge-          pulvertem        Ferro-Chrom-Silizium    oder<B>1 ,</B>     erro-          Mangan-Silizium,    welches zirka     30-45%    Si  lizium enthält,     gut    gemischt. Zweckmässig  wird noch Kalk     zugesetzt,    sofern das Roh  material keine hinreichende Menge davon ent  hält.

   Die Mischung wird entweder lose oder  in brikettiertem     Zustand    im Strom von       Wasserstoff    oder in einem     inerten    Gas oder  im Vakuum auf eine Temperatur von 1250  bis<B>1350'</B> C erhitzt.  



  Dieser Prozess kann entweder in einem       aussenbeheizten    Röhren- oder     Muffelofen    aus  geführt werden, der auch als Drehofen aus  gebildet sein kann, oder in einem Lichtbogen  Strahlungsofen.  



  Wenn die Reaktion beendet und der ge  bildete     Magnesiummetalldampf    aus dem  Raume entfernt     bezw.    kondensiert ist, wird  der Rückstand aus dem Ofen entfernt und  unter Zusatz von geeigneten     Flussmitteln    in  einem elektrischen Ofen geschmolzen. Die         Schlacke    wird vom abgeschiedenen Metall  abgegossen und das Metall, welches im all  gemeinen noch einige Prozent Silizium ent  hält, nach Bedarf raffiniert. Das erhaltene       kohlenstoff-    und     siliziumarme        Ferro-Chrom          stellt    ein hochwertiges Handelsprodukt dar,  welches mit Gewinn     abgesetzt    werden kann.  



  Die Reduktion des     Magnesiumoxyds    mit  Silizium kann     anstatt    in einem     Muffelofen     auch in einem elektrischen     Lichtbogenofen     durchgeführt werden, welcher gestattet, die  Mischung durch Strahlung auf die     Reaktions-          temperatur    zu erhitzen.

   In diesem Fall wird  nach beendeter Reduktion der Rückstand am       besten    durch Aufsetzen des Lichtbogens stark  erhitzt, falls notwendig unter Zusatz von       Flussmitteln        (Fluss-Spat,    Quarz und     dergl.)          wobei    der Rückstand schmilzt, und das     Ferro-          Chrom    oder     Ferro-Mangan    sich von der  Schlacke trennt.  



       Der    Prozess kann auch in einem Hoch  frequenzofen durchgeführt werden, wobei Si  lizium enthaltende     Ferrolegierungen    in ge  schmolzenem Zustande verwendet werden.  



  Anstatt     Ferro-Chrom-Silizium    oder     Ferro-          Mangan-Silizium    können auch andere     Ferro-          Siliziumlegierungen    in gleicher     Weise    ver  wendet werden.  



  Der Reaktionsrückstand kann auch einer  mechanischen oder elektromagnetischen Auf  bereitung     unterworfen    werden, zur Abtren  nung der     Ferrolegierung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Magne sium durch Reduktion magnesiumhaltiger Stoffe mit Silizium, dadurch gekennzeichnet, dass die magnesiumhaltigen Stoffe mit dem Silizium einer aus Silizium, Eisen und einem weiteren Metall bestehenden Legierung redu ziert werden, so da.ss gleichzeitig mit dem Magnesium eine siliziumarme Ferrolegie- rung erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ferro-Silizium- legierung als weiteres Metall ein solches enthält, welches nicht mit Magnesiumogyd reagiert, sondern in der h'errolegierung verbleibt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die .gewonnene siliziumarme F'errolegie- rung von den übrigen Rückstandsbestand teilen getrennt wird.
CH218420D 1940-04-01 1940-04-01 Verfahren zur Herstellung von Magnesium. CH218420A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095522B (de) * 1955-06-04 1960-12-22 Knapsack Ag Verfahren zur Herstellung von Reaktionsmischungen fuer die thermische Gewinnung von Magnesium

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1095522B (de) * 1955-06-04 1960-12-22 Knapsack Ag Verfahren zur Herstellung von Reaktionsmischungen fuer die thermische Gewinnung von Magnesium

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