CH213946A - In einer Metallfassung befestigter optischer Teil, der mit einer die Reflexion vermindernden Schicht versehen ist. - Google Patents
In einer Metallfassung befestigter optischer Teil, der mit einer die Reflexion vermindernden Schicht versehen ist.Info
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Description
In einer Metallfassung befestigter optischer Teil, der mit einer die Reflezion vermindernden Schicht versehen ist. Es ist bekannt, Reflexionsverluste, die beim Durchgange des Lichtes durch einen op tischen Teil auftreten, dadurch zu vermindern, dass man die Grenzflächen des optischen Teils mit einer dünnen Schicht eines anderes Stoffes von geeignetem Brechungsexponenten ver sieht.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass die damit erreichte Reflexionsverminderung in der Regel nicht dauernd erhalten bleibt, da die Metallteile, in denen der optische Teil ge fasst ist, gewöhnlich eingefettet sind, was zur Folge hat, dass das Fett im Laufe der Zeit über die erwähnte Schicht wandert und sich ausserdem auf dieser Schicht Fettdämpfe nie derschlagen.
Der so entstehende fettige Belag ändert die Brechungsverhältnisse in dem S S inne, dass sich die Reflexionsverluste wie- derum vergrössern. Zweck der Erfindung ist es, diesen Nachteil möglichst zu beheben. Die Erfindung betrifft einen in einer Metallfas sung befestigten optischen Teil, der mit einer die Reflexion vermindernden Schicht ver sehen ist.
Er zeichnet sich dadurch aus, dass entlang der Linie, in welcher die freien Ober flächen des optischen Teils und der Metall- fassung aneinander grenzen, eine Oberflä chenzone hochglanzpoliert und nicht mit der erwähnten Schicht versehen ist. Während nämlich Fett, sobald es mit einer die Refle xion vermindernden Schicht in Berührung kommt, das Bestreben hat, sich auf ihr auszu breiten, wird das Wandern des Fettes durch eine hochglanzpolierte Oberfläche unterbro chen. Dabei ist es gleichgültig, welches der Werkstoff ist, dem diese Oberfläche ange hört.
Die polierte Oberflächenzone kann demnach entweder zu dem optischen Teil selbst oder auch zu dessen Metallfassung ge hören. Im ersteren Falle wird man also auf einem Streifen, der verhältnismässig schmal, zum Beispiel einige Zehntelmillimeter breit, sein kann, die aufgebrachte Schicht ausspa ren, so dass die hochglanzpolierte Oberfläche des optischen Teils zu Tage liegt. Im andern Falle wird man den in Betracht kommenden Grenzbereich an der Fassung mit Hochglanz politur versehen.
Es ist zweckmässig, wenn die Metallfas sung mit einem Fett eingefettet ist, welches aus einer kolloidalen Lösung einer Seife in einem Mineralöle besteht und bei 20 C höch stens 0,01 mm Quecksilbersäule, bei 100' C höchstens 0,1 mm Quecksilbersäule Dampf druck hat. Dabei können synthetische oder natürliche Mineralöle verwendet werden. Die üblichen Fette haben einen verhältnismässig hohen Dampfdruck (bei Zimmertemperatur etwa 1 mm Quecksilbersäule), der überdies beim Ansteigen der Temperatur stark wächst.
Dies hat den Nachteil, dass sich die ursprüng liche Zusammensetzung der Fette infolge Verdampfers flüchtiger Bestandteile im Laufe der Zeit ändert und sich die Fett dämpfe auf dem optischen Teil niederschla gen. Verwendet man dagegen Fette, die keine tierischen oder pflanzlichen Öle enthal ten und sich demzufolge in ihrer Zusammen setzung nicht ändern, und die überdies einen besonders niedrigen Dampfdruck haben, dann ist das Niederschlagen von Fettdämpfen praktisch ausgeschlossen.
Geht man also von den üblichen Fetten aus, dann muss man sie zweckmässig vor ihrer Benutzung so behan deln, dass sämtliche flüchtigen Bestandteile beseitigt werden. Am vorteilhaftesten ist je doch das bereits erwähnte Fett.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des optischen Teils nach der Erfin dung dargestellt, und zwar als erstes Bei spiel, eine plankonvexe Linse, in Fig. 1, und als zweites Beispiel, eine plankonkave Linse, in Fig. 2, beide im Mittelschnitt.
Sowohl die Linse a des ersten Beispiels (Fix. 1), als auch die Linse b des zweiten Beispiels (Fix. 2) befindet sich in einer Metallfassung, die aus einem Fassungsringe c und einem Vorschraubring d besteht. Die Fassungen sind mit einer feinen Schicht eines Fettes überzogen, welches aus einer kolloida len Lösung einer Seife in einem Mineralöle besteht, wie es bei rotierenden Ölluftpumpen benutzt wird. Ein solches Fett hat bei 20 C weniger als 0,01 mm Quecksilbersäule, bei 100 C weniger als 0,1 mm Quecksilbersäule Dampfdruck. Es hat die Eigenschaft, bei + 50 noch nicht dünnflüssig und bei - 30 noch nicht fest zu sein.
Die brechenden Flächen der Linsen a und b sind mit die Reflexion vermindernden Schichten e bezw. f überzogen, wobei die Schichten e die Linse a im zentralen Teile bedecken und in schmalen ringförmigen Randzonen g die hochglanzpolierten Oberflä chen zu Tage liegen, während die Schichten f die brechenden Flächen der Linse b in ihrer ganzen Ausdehnung bedecken.
Beim ersten Beispiel ist infolge der Einschaltung der von der Schicht e nicht bedeckten, hochglanz polierten Zone entlang der Linie, in welcher die freien Oberflächen der Linse a und der Ringe c und d aneinandergnenzen, das Wan dern des Fettüberzuges der Metallteile auf die Schichten e unterbunden. Beim zweiten Bei spiele sind die freien zylindrischen Ringflä chen<I>h</I> der Metallteile c und<I>d,</I> die an die mit Schichten f bedeckten Oberflächen der Linse b angrenzen, hochglanzpoliert und vom Fettbelag befreit,
wodurch sich dieselbe Wir kung wie beim ersten Beispiel ergibt. Wegen des niedrigen Dampfdruckes des Fettes ist bei beiden Beispielen auch das Niederschla gen von Fettdämpfen auf den brechenden Oberflächen der Linsen a und b wirksam verhindert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: In einer Metallfassung befestigter opti scher Teil, der mit einer die Reflexion ver mindernden Schicht versehen ist, dadurch ge kennzeichnet, dass entlang der Linie, in wel cher die freien Oberflächen des optischen Teils und der Metallfassung aneinander gren zen, eine Oberflächenzone hochglanzpoliert und nicht mit der erwähnten Schicht ver sehen ist. UNTERANSPRUCH:In einer Metallfassung befestigter opti scher Teil nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Metallfassung mit einem Fett eingefettet ist, welches aus einer kolloidalen Lösung einer Seife in einem Mineralöle besteht und bei 201 C höchstens 0,01 mm Quecksilbersäule, bei 100 C höch stens 0,1 mm Quecksilbersäule Dampfdruck hat.
Applications Claiming Priority (1)
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1940
- 1940-01-27 CH CH213946D patent/CH213946A/de unknown
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