CH207257A - Anordnung zur Verbesserung der Stabilität von kondensatorerregten Asynchrongeneratoren. - Google Patents

Anordnung zur Verbesserung der Stabilität von kondensatorerregten Asynchrongeneratoren.

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CH207257A
CH207257A CH207257DA CH207257A CH 207257 A CH207257 A CH 207257A CH 207257D A CH207257D A CH 207257DA CH 207257 A CH207257 A CH 207257A
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Licentia Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
    • H02P9/46Control of asynchronous generator by variation of capacitor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Synchronous Machinery (AREA)

Description


  Anordnung zur Verbesserung der Stabilität von kondensatorerregten  Asynchrongeneratoren.    Es ist bereits vorgeschlagen worden, die  Spannung von kondensatorerregten Asynchron  generatoren dadurch zu regeln, dass man die  zur Erregung dienenden kapazitiven oder  induktiven Blindwiderstände verändert.  



  Wie die Erfahrung zeigt, tritt bei dieser  Regelung, auch wenn sie normalerweise stabil  verläuft, unter gewissen     Umständen    ein un  stabiler Zustand ein. Diese Störung ist nicht  auf den eigentlichen Regelvorgang durch Ver  änderung der Blindwiderstände zurückzufüh  ren, sondern tritt vorwiegend dann auf, wenn  der Asynchrongenerator überwiegend induktiv  belastet ist und wenn der Regelvorgang  schnellvollzogen wird. Die Störungserschei  nung ist also unter sonst gleichen Bedingun  gen eine Funktion der Regelgeschwindigkeit,  ist also zeitabhängig.

   Die Störung setzt ins  besondere dann ein, wenn die Erregerspan  nung durch Verminderung der Kondensator  leistung, bezw. durch Vergrösserung der Lei-    stung der parallelgeschalteten Drossel zurück  geregelt wird und hierbei eine     gewisse    Ge  schwindigkeit des Regelns überschritten wird.  



  Diese Erscheinung kann physikalisch fol  gendermassen erklärt werden: Die Spannung  der Erregermaschine stellt sich bekanntlich  dann auf einen festen (stabilen) Wert ein,  -wenn die im gesamten Stromkreis wirksamen  induktiven Blindleistungen NJ und kapazitiven  Blindleistungen N_j einander gleich sind,  wenn also Nj=N_j und die Blindwiderstände  in der Weise spannungsabhängig sind, dass  bei Verringerung der Spannung ein kapazitiver       Blindleistungsüberschuss    entstehen würde und  umgekehrt.

   Solange diese Voraussetzungen er  füllt sind, kann man die Spannung durch  entsprechende Änderung der Widerstände  und insbesondere der Blindwiderstände stabil  regeln. -   Die Voraussetzung des Gleichgewichtes  der Blindleistungen ist jedoch bei dieser      Regelweise nur dann hinreichend erfüllt,  wenn die Regelung der Blindwiderstände  langsam erfolgt.

   Da die Leistungen der  Blindwiderstände, je nachdem, ob sie     kapa-          zitiv    oder induktiv sind, ob sie     spannungs-          oder    stromabhängig geschaltet und mit Wider  ständen     kombiniert    sind, verschiedene Zeit  abhängigkeit besitzen, so treten bei eurem  Regelvorgang durch Änderung der Wider  stände vorübergehende Störungen im Gleich  gewicht der Blindleistungen auf, deren  Grösse einmal von der Verschiedenheit ihrer  Zeitabhängigkeit und zusammenhängend da  mit von der Schnelligkeit abhängt, mit der  die Änderung der Widerstände vorgenommen  wird.

   Überschreitet diese     Störungsgrösse    einen  bestimmten Betrag,     darin    wird das Gleich  gewicht der Blindleistung unstabil.  



  Gemäss der Erfindung werden nun die  Widerstände des Gesamtstromkreises nach  Zeitabhängigkeit und Grösse derart aufeinan  der abgestimmt, dass die Stabilität des     Ge-          nerators    von der Art seiner     Belastung    und  der Geschwindigkeit der Spannungsregelung  unabhängig ist. Dadurch wird erreicht, dass  auch bei einer beliebigen Geschwindigkeit  der Widerstandsregelung die vorübergehend  auftretende Gleichgewichtsstörung der Blind  leistungswerte sich in den zulässigen Grenzern  hält und ein unstabiles Verhalten des     Ge-          nerators    vermieden wird.  



  Die Erfindung soll anhand der Zeichnung  näher erläutert werden. Abb. 1 bis 4 zeigen  das einphasige Schaltbild von Asynchron  generatorenanlagen. 1 stellt die verkettete  Induktivität, 4 den Sitz der EMK und 5 die  Streuinduktivität des Generators dar. In  Abb.1 arbeitet der Generator, dessen Streuung  vernachlässigbar klein sei, auf einen rein  ohmschen Widerstand. Irr Abb. 2 ist der  Generator mit einem gemischt ohmschen in  duktiven Widerstand und in Abb. 3 mit  einem Motor belastet, dessen Stromaufnahme  sich im umgekehrten Verhältnis zur Klemm  spannung ändern soll.  



  Die vom Generator aufgenommene induk  tive     Blindleistung        Nj    ist vor allem infolge  der Generatorstreuung ausser durch die jewei-    lige Klemmenspannung auch durch den jewei  ligen Wert und die Phasenlage des Last  stromes bedingt.  



  Wird nun bei den Generatoranlagen nach  den Abb. 1 bis 3 die Klemmenspannung  U des Generators, beispielsweise durch Ver  grösserung des Blindwiderstandes der Erreger  kondensatoren, verringert, so folgt der Last  strom im Falle der Anordnung nach Abb.1  unverzögert der Klemmenspannung, das heisst  der Generator bleibt unabhängig von der  Regelgeschwindigkeit dU/dt stabil, besonders  dann, wenn man, wie in Abb. 1 angedeutet  ist, einen streuungslosen Generator annimmt.  



  Im Falle der Anordnungen nach Abb. 2 und  3 jedoch sinkt bezw. steigt der Laststrom  verzögert gegenüber dein Absinken der  Klemmenspannung, wobei der Grad der Ver  zögerung von der Regelgeschwindigkeit d U/dt  abhängt. Bei einer Belastung des kondensa  torerregten Asynchrongenerators mit einer  Last von     induktivem    Charakter geht demnach  die Regelgeschwindigkeit dU/dt mit in die  Stabilitätsbedingungen des Regelvorganges  ein.  



  Abb. 5 zeigt eine Anlage, bei der der  Asynchrongenerator 1 über die Gleichrichter  3 den     Induktor    4 der Synchronmaschine 5  speist. Parallel zu den Erregerkondensatoren  2 liegt die     gleichstromvormagnetisierte    Drossel  6, deren Vormagnetisierungswicklung 7 über  den Regelwiderstand 8 an eine beliebige  Gleichspannung, beispielsweise an die Span  nung des     Induktors    4, geschaltet sein kann.  



  In der Anlage nach Abb. 5 wird die  Klemmenspannung des Asynchrongenerators  1 durch Verstellen des Regelwiderstandes 8  eingestellt. Wird der     Regelwiderstand    sprung  haft im Sinne einer Verkleinerung der Ge  neratorspannung verstellt, so sinkt die Klem  menspannung des Asynchrongenerators     ver-          bältnismässig    rasch ab.

   Infolge der grossen  Induktorinduktivität folgt der Laststrom stark  verzögert gegenüber der     Induktorspannung.     Während des Absinkens der     Generatorspan-          nung    ist also die vom Generator angeforderte  induktive Blindleistung in jedem Augenblick  grösser, als es im     stationären    Betrieb bei dem      jeweilig gleichen Wert der Generatorspan  nung der Fall sein würde.  



  Bei zu grosser Regelgeschwindigkeit dU/dt  geht das stabile Gleichgewicht verloren, der       Generator    kippt. Ist nach dem Absinken der  Klemmenspannung auf den Wert null der In  duktorstrom gleichfalls abgeklungen, so steht  der Auferregung des Asynchrongenerators  nichts mehr im Wege, Spannung und Strom  kehren wieder. Unter Umständen kann sich  der eben beschriebene Vorgang wiederholen,  der Generator pendelt also.  



  Um nun im Sinne der Erfindung den Ein  fluss des Laststromes auf die vom Generator  angeforderte induktive Blindleistung mög  lichst zu verringern, wird gemäss einem  ersten Ausführungsbeispiel die     Generator-          Streuinduktivität    durch an sich bekannte  Mittel unter das normale Mass verkleinert,  beispielsweise durch Vergrösserung der Nuten  zahl im Ständer und Läufer des     Asynchron-          generators    oder durch Verwendung einer  Zweischichtwicklung.  



  Gemäss einem weiteren Ausführungsbei  spiel werden zusätzliche Einrichtungen zur  Blindleistungserzeugung, beispielsweise Kon  densatoren, derart angeordnet, dass die von  ihnen abgegebene Blindleistung vom Last  strom abhängig ist. Diese zusätzlichen Blind  leistungserzeuger werden zweckmässig so be  messen, dass die von ihnen in Abhängigkeit  vom Laststrom abgegebene Blindleistung  möglichst weitgehend mit dem stromabhän  gigen Teil der vom Generator angeforderten  Blindleistung übereinstimmt.  



  Wie Abb. 4 zeigt, wird beispielsweise die  Anordnung nach Abb. 3 mit Hilfe von Kon  densatoren 6 stabilisiert, die in Reihe mit  der Last geschaltet sind.  



  In der Anordnung nach Abb. 5 sind zu  dem gleichen Zweck Kondensatoren 10 über  Stromtransformatoren 9 in den Pfad des  Anodenstromes der Gleichrichter 3 eingeschal  tet. In dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 5  sind die Kondensatoren transformatorisch an  gekoppelt, um dem bei der beispielsweise ge  zeigten Gleichrichterschaltung auftretenden    Gleichstromglied im Anodenstrom ungehin  derten Durchlass zu gewähren.  



  Die unter Umständen auftretende Gleich  strom-Vormagnetisierung der Stromtransfor  matoren kann dabei dadurch in zulässigen  Grenzen gehalten werden, dass die Wicklun  gen aller drei Phasen gleichsinnig auf einem  dreischenkligen Eisenkern angeordnet sind.  In diesem Falle werden die Transformatoren  lediglich durch den Joch-Gleichfluss vor  magnetisiert. Daneben sind zur     Vermeidung     der Vormagnetisierung alle von der Kon  struktion der Stromrichter-Transformatoren  her bekannten Schaltungen anwendbar.  



  Durch die tranformatorische Ankopplung  kann gleichzeitig ein für den wirtschaftlichen  Betrieb der Kondensatoren günstiges Span  nungsverhältnis erzielt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Verbesserung der Stabilität von kondensatorerregten Asynchrongenerato ren mit vorwiegend induktiver Belastung, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstände des Gesamtstromkreises nach Zeitabhängig keit und Grösse derart aufeinander abgestimmt sind, dass die Stabilität des Generators von der Art seiner Belastung und der Geschwin digkeit der Spannungsregelung unabhängig ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuinduktivität des Asynchrongenerators auf den zur Sta bilität erforderlichen Wert verringert ist. 2.
    Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuinduktivität durch Vergrösserung der Nutenzahl im Ständer und Läufer des Asynchrongene- rators verringert ist. 3. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuinduktivität durch Verwendung einer Zweischicht wicklung verringert ist. 4. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Laststrom kreis Kondensatoren eingeschaltet sind. 5. Anordnung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankopplung der Kondensatoren über Stromtransformatoren erfolgt. 6.
    Anordnung nach Unteranspruch 5 für Asynchrongeneratoren, die auf Gleichrich ter arbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung einer Gleichstromvor magnetisierung die Wicklungen der Strom- transformatoren aller Phasen gleichsinnig auf einem Eisenkern angeordnet sind, dessen Schenkelzahl gleich der Zahl der Gleichrichteranoden ist.
CH207257D 1937-12-16 1938-12-16 Anordnung zur Verbesserung der Stabilität von kondensatorerregten Asynchrongeneratoren. CH207257A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1011979B (de) * 1953-06-27 1957-07-11 Siemens Ag Kondensatorerregter Asynchrongenerator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1011979B (de) * 1953-06-27 1957-07-11 Siemens Ag Kondensatorerregter Asynchrongenerator

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