CH204366A - Verfahren zur Umwandlung von Starkstrom gegebener Art in eine andere Stromart mit Hilfe einer periodisch arbeitenden mechanischen Kontakteinrichtung. - Google Patents
Verfahren zur Umwandlung von Starkstrom gegebener Art in eine andere Stromart mit Hilfe einer periodisch arbeitenden mechanischen Kontakteinrichtung.Info
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Description
Verfahren zur Umwandlung von Starkstrom gegebener Art in eine andere Stromart mit Hilfe einer periodisch arbeitenden mechanischen gontakteinriehtung. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Umwandlung von Starkstrom gegebener Art in eine andere 'Stromart mit Hilfe einer periodisch arbeitenden mechani schen Kontakteinrichtung und dient zur Lö sung der Aufgabe, Lichtbögen, Funken und jegliches Schaltfeuer, .dessen regelmässiges Auftreten beim Öffnungsvorgang während des Normalbetriebes wegen der grossen Schalthäufigkeit schon nach verhältnismässig kurzer Betriebszeit die Auswechselung der Kontaktstücke erforderlich machen würde,
auch bei grosser Durchgangsleistung, insbe sondere auch bei hoher Betriebsspannung, zu unterdrücken. Dazu wird nach der Erfin dung die Kontaktöffnung jedesmal während des dem Stromnulldurchgang vorausgehenden absteigenden As ,tes der Stromkurve einge leitet und in Verbindung damit der Verlauf der sich zwischen den sich öffnenden Kon takten ausbildenden Spannung mit selbst- tätig periodisch wirkenden Mitteln der gege benen Trenngeschwindigkeit -der Kontakte und der Durchschlagsfestigkeit des umgeben den Mediums derart angepasst,
@dass die Durchschlagsspannung der zwischen den Kontakten entstehenden Trennstrecke von Beginn der Kontaktöffnung an stets grösser ist als,die sich zwischen den Kontakten aus bildende -Spannung.
Zur Erläuterung der Erfindung dienen die Fig. 1 und 2, von denen die erste die Schaltung eines Ausführungsbeispiels des Erfindungsgegenstandes und die zweite ein Diagramm des Verlaufes der verschiedenen bei der Kontaktöffnung auftretenden Grössen darstellt.
Wird nach Fig. 1 ein Stromkreis durch einen Wechselstromgenerator 1 gespeist, der die Spannung U erzeugt, und wird dieser Stromkreis jedesmal im Augenblick des Stromnulldurch.ganges durch .die ,Sehaltein- richtung 2 periodisch unterbrochen, dann steigt :die 'Spannung an den Elektroden der Schalteinrichtung nicht momentan auf den vollen Wert U der Generatorspannung an, sondern die Kapazität 3 wirkt jedesmal in dem sich periodisch wiederholenden Augen blick der Unterbrechung fast wie ein Kurz schluss:
Der Strom, welcher nicht mehr über den Sehalter 2 fliessen kann, fliesst nunmehr über die In.duktivität 4 in :den Kondensator 3, wobei der Spannungsabfall zunächst im wesentlichen an der Induktivität 4 liegt, so dass die Spannung an .den Elektroden des Schalters 2 periodisch von dem Werte Null aus allmählich ansteigt.
Der 'Spannungsanstieg ist in Fig. 2 ver anschaulicht, in welche u <I>= f (t)</I> eingetragen ist. Die Kurve hat im Ursprungspunkt eine horizontale Tangente.
In der Fig. 2 ist ferner die Gerade a ein getragen, welche angenähert den Anstieg der Durchschlagsspannung zwischen den sich entfernenden Kontakten unter Zugrunde legung einer bestimmten Trenn.gesehwindi - keit der Kontakte veranschaulicht. Die Be dingung dafür, dass kein 'Schaltfeuer ent- steht, ist die, dass :die Gerade a stets ober halb der Kurve u liegt.
Bei den bekannten Starkstrom-, insbeson dere Hochleistungsscha.ltern ist diese Bedin gung ohne weiteres nicht erfüllt, sondern die Linie der wiederkehrenden Spannung u und der Durchschlagsspannung b überschneiden sich. Das bedeutet, dass sich entweder sofort beim Beginn der Öffnungsbewegung der Kontakte oder infolge von Rückzündungen Lichtbögen ausbilden, welche gelöscht wer den müssen.
Man hat vorgeschlagen, die Kontakte bei derartigen Schaltern selbsttätig zwangläufig synchron mit der Phase des Wechselstromes .derart zu steuern, dass sie schon vor dem Stromnulldurchgang beginnen, sich zu öffnen, während sich der Strom noch auf dem absteigenden Kurvenast befindet. z.
B. im Zeitpunkt t1 (Fig. 2), und ist be müht gewesen, die Trenngeschwindigkeit möglichst hoch zu steigern, damit der Be- ginn der Kontakttrennung möglichst dicht vor den Stromnulldurchga.n.g gelegt werden kann.
Die Spannung nimmt dabei den in Fig. 2 punktiert eingetragenen Verlauf, wo bei sie einen kleinen negativen Wert e1 erreicht und den Strom vom Beginn der Kon taktöffnungen an zunächst in Form eines kleinen Lichtbogens bis zu seinem natür lichen Nulldurchgang aufrechterhält.
Die Anstiegsgeschwindigkeit der wieder kehrenden Spannung hängt von der Eigen frequenz des zu unterbrechenden Stromkreise ab. Letztere kann bekanntlich mit Hilfe von Kondensatoren, Induktivitäten oder Ohm- ,sehen Widerständen verringert werden, die einzeln oder miteinander kombiniert in den zu unterbrechenden Stromkreis, vorzugsweise parallel zur Unterbrechungsstrecke einge schaltet werden und als schwingfähige Gebilde bezw. Dä.mpfungsmittel selbsttätig periodiseb wirken.
Der Anstieg der wiederkehrenden Span nung kann ferner ebenfalls periodisch da durch abgeflacht werden, da.ss in dem zu un terbrechenden Stromkreis jedesmal während der Öffnungszeit der Kontakte eine der wie derkehrenden Spannung an der Trennstrecke entgegengesetzte fremde Spannung in an sich bekannter Weise periodisch induziert wird oder dadurch, da.ss in Reihe mit der ITnter- brechungsstrecke selbsttätig für die Zeit der Kontaktöffnung periodisch ihren Wider standswert vergrössernde Impedanzen geschal tet sind,
in denen ein der wiederkehrenden Spannung entgegengesetzt gerichteter Span nungsabfall entsteht. Eine derartige peri odisch mit dem Verlauf des \Veehselstromes selbsttätig veränderliche Impedanz ist bei spielsweise ein Kohlensäulewidersta.nd, bei welchem der Pressdruck durch von dem zu unterbrechenden Strom gesteuerte Relais periodisch verändert wird, oder eine Drossel spule mit einem bereits bei verhältnismässig geringen Stromwerten sich sättigenden Eisen kern, die so bemesen und gegebenenfalls mit Hilfe einer besonderen Hilfswicklung zu sätzlich vormagnetisiert ist,
dass sie sich jedesmal während der Kontaktöffnung in ungesättigtem Zustand befindet, wobei sie eine grosse Induktivität hat, während des Cylrössten Teils der Stromübertragung dagegen im gesättigten Zustand, wobei sie einen sehr kleinen Widerstandswert hat. Derartige Drosseln, deren Kern vorzugsweise aus einer magnetisch hochwertigen Eisenlegierung be stehen soll, z. B. aus Siliziumeisen oder Nickeleisen, sind ausführlich beschrieben im Schweizerpatent Nr. 198525.
Der zur Erzeu gung des Spannungsabfalles an den periodisch veränderlichen Reihenimpedanzen erforder liche Strom kann von dem zu unterbrechen den Strom abgezweigt werden, indem zur Trennstelle ein weiterer Strompfad parallel geschaltet wird, wie beispielsweise oben im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben ist.
Eine begrenzte Anpassungsmöglichkeit ist in der Wahl des Zeitmasses gegeben, um welches der Beginn der Kontakttrennung vor dem Zeitpunkt, in dem der -Strom den Null wert erreicht, liegen soll. So kann zum Bei spiel .gemäss der Fig. 2 auch bei einer kleine ren zulässigen Trenngeschwindigkeit entspre chend dem Verlauf der Durchschlagsspan nung nach der Geraden b ein vorübergehen des Überwiegen der wiederkehrenden Span nung dadurch vermieden werden, dass die Kontakte bereits in dem früheren Zeitpunkt L@ beginnen sich zu öffnen, welcher sich als Schnittpunkt der Linie b' mit der Nullachse ergibt, wenn b' gegenüber b soweit parallel verschoben ist, dass kein Schnitt mit der Linie u mehr zustande kommt.
Dann ist die Durchschlagsspannung in jedem Augenblick grösser als die wiederkehrende Spannung, so dass es nicht zur Ausbildung schädlichen Schaltfeuers kommen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Umwandlung von Stark strom gegebener Art in eine andere Strom art mit Hilfe einer periodisch arbeitenden mechanischen Kontakteinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktöffnung jedesmal während des dem Stromnulldurch- gang vorausgehenden absteigenden Astes der Stromkurve eingeleitet wird, und dass der Verlauf der sich zwischen den sich öffnenden Kontakten ausbildenden Spannung mit selbst tätig periodisch wirkenden Mitteln der gege benen Trenngeschwindigkeit der Kontakte und :der Durchschlagsfestigkeit des umgeben den 3Zediums derart angepasst wird, .dass die Durchschlagsspannung der zwischen den Kontakten entstehenden Trennstrecke vom Beginn der Kontaktöffnung an stets grösser ist als die sich zwischen den Kontakten aus bildende Spannung. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der sich zwi schen den Kontakten ausbildenden, wie derkehrenden Spannung eine entgegen gesetzte periodisch verlaufende Spannung synchron überlagert wird. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anstiegs geschwindigkeit der sich zwischen, den Kontakten ausbildenden, wiederkehrenden Spannung mit Hilfe von .die Eigenfre quenz des zu unterbrechenden Strom kreis-es herabsetzenden Impedanzen ver ringert wird. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, .dadurch gekennzeichnet; dass mit einem über einen Parallelpfad zur Trennstelle fliessenden Teil des zu unterbrechenden Stromes an einer mit der Trennstrecke in Reihe lie genden., selbsttätig periodisch ihren Wider stand.swert ändernden Impedanz ein der wiederkehrenden Spannung an der Trenn stelle entgegenwirkender Spannungsabfall ,erzeugt wird.
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1936
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