CH200570A - Zylinder für Brennkraftmaschinen mit kolbengesteuerten Einlassöffnungen. - Google Patents
Zylinder für Brennkraftmaschinen mit kolbengesteuerten Einlassöffnungen.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B25/00—Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
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Description
Zylinder für Breankraftmaschinen mit kolbengesteuerten Einlassöffnungen. Durch das Hauptpatent ist bekannt ge worden, den Durchflussquersc'hnitt für das in den Zylinder einer Brennkraftmaschine ein- tTetende Mittel in eine grosse Zahl kleinerer Bohrungen zu unterteilen, die in mehreren, in Richtung deir Zylinderachse aufeinander- folgenden Kreissehnitten angeordnet sind, und deren Achsen von der radialen Richtun,
- abweichen. Einlassöffnungen dieser Art wur den bisher so ausgeführt, dass die Achsen aller Bohrungen die gleiche Richtung gegen über der zylindrischen Innenfläche des<B>Zy-</B> linders aufwiesen.
Es hat sieh gezeigt, dass auch bei Verwen dung derartiger Einlassöffnungen die Aus spülung des Arbeitszylinders noch nicht völ lig einwandfrei erfolgt. Dies ist darauf zu rückzuführen, dass bei der Spülung zwei ein ander widersprechende Forderungen zu er füllen sind.
Bei der Verdrängung der verbrauchten Gase durch die Frischgase sollen diese beiden Gasarten sich möglichst wenig mischen,. da mit die verbrauchten Gase möglichst voll ständig aus dem Arbeitszylinder entfernt werden.
Für die zur guten Verbrennung erforder liche innige Vermischung der Brennluft mit dem Brennstoff ist es, namentlich bei Ein spritzmotoren, wichtig, den Frischgasen eine starke Wirbelbewegung zu erteilen, die auch nach Abschluss der Spülung noch anhält.
Kommt die Richtung der Einlasskanäle der Richtung einer Tangente an den innern Zylinderumfang nahe, so wird zwar eine starke Wirbelbewegung erzielt; durch die hierbei auftretende Fliebkraft werden aber die kälteren, also schwereren Frischgase nach aussen gedrängt, -während die 'heisseren und deshalb leichteren Abgase in der Mitte ver bleiben, so dass ein Kern heisser Abgase be stehen bleibt.
Sind zwecks möglichster Vermeidung die ses Kernes die Einlalläffnungen so angeord- net, dass !hie Bohrtingsachsen in Axialebenen liegen, iso fehlt die Wirbelbewegung und die Heranführung der Frischluft an den Brenn stoff wird bei Einspritzbrennkraftmaschinen mangelhaft, so dass nur kleine Brennstoff mengen zur vollständigen Verbrennung ge bracht werden können und die Maschine dem entsprechend wenig leistet.
Die Erfindung bezweckt die Behebung dieser Mängel; sie will also die beiden oben genannten Forderungen (völlige Ausspülung und Erzeugung einer starken Wirbelbewe gung in der neuen Zylinderladung) erfüllen, trotzdem diese Forderungen in einem gewis sen Gegensatz zueinander stehen.
Erfindungsgemäss sind die die Einlassöff- nungen bildenden Bohrungen in mehr als zwei aufeinanderfolgenden Reihen angeord net und die Achsen der Bohrungen der einzel nen Reihen haben einen um so grösseren<B>Ab-</B> stand von der Zylinderaxe, <B>je</B> näher die be treffende Bohrung dem Brennraum liegt. Die Achsen der Bohrungen der einzelnen Reihen sind ferner zweckmässig um so mehr gegen den Brennraum hin gerichtet,<B>je</B> näher die betreffende Bohrungsreihe dem Brennraum liegt. Bei den Bohrungen der vom Brennraum weiter abliegenden Bohrungsreihen kann die Bohrungsachse senkrecht zur Zylinderachse stehen oder sogar vom Bren:nraum wegge richtet sein.
Die Vorteile einer Anordnung der Ein- lassöffnung nach der Erfindung sind sowohl bei Einspritzbrennkraftmaschinen mit Ver- dichtungs- oder Fremdzündung wie auch bei Gemisch verdichtenden Maschinen vorhanden.
Die Zeichnung zeigt in Fig. <B>1</B> bis<B>5</B> als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes den Arbeitszylinder einer Einspritz- Gegenkolben-Brennkraf tmaschine.
Fig. <B>1</B> zeigt den Zylinder mit den Kolben im Längsschnitt; Fig. 2 bis<B>5</B> sind Querschnitte nach den Linien H-11 bis V-V in Fig. <B>1;</B> die Fig. <B>6</B> bis<B>8</B> sollen die Wirkungsweise veranschaulichen.
Gemäss Fig. <B>1</B> sind in der Wand der Lauf - büchse <B>1</B> der Brennkraftmaschine am einen Ende des Itubraumes die Auslassöffnungen 2 in Gestalt parallelogrammförmiger Schlitze und am andern Ende die Einlassöffnungen vorgesehen.
Diese Einlassöffnungen bestehen aus vier in der Richtung der Zylinderachse aufeinanderfolgenden, Über'den ganzen Lauf- büchsenumfang sich erstreckenden Reihen von Bohrungen<B>3.</B> 4,<B>5, 6.</B> Die Bohrungen<B>3.,</B> welche dem in der Mitte der Laufbüchse lie genden Brennraum zunächst liegen, sind so angeordnet, dass ihre Achsen sowohl zur<B>Zy-</B> linderachse in Richtung gegen den Brenn- raum hin, als auch zur Achsialebene des<B>Zy-</B> linders stark geneigt sind (Fig. 2),
also fast tangential gerichtet sind. Bei den nachfolgen den Bührungsreihen mit den Bohrungen 4,<B>5,</B> <B>6</B> sind die Bohrungsachsen immer weniger gegen den Brennraum hin geneigt; in der Reihe der Bohrungen<B>5</B> stehen die Bohrungs achsen senkrecht zur Zylinderachse, während die Achsen der Bohrungen<B>6</B> der äussersten Reihe eine Neigung nach der entgegengesetz ten Seite,<B>d.</B> h. gegen das äussere Ende des Zylinders hin, aufweisen.
Nach den Fig. <B>3</B> bis<B>5</B> sind auch die Neigungen der Bohrungs achsen zur Amialebene des Zylinders um so kleiner,<B>je</B> weiter die Bohrungsreihe vom Brennraum entfernt ist; bei der Reihe der Bohrungen<B>6</B> (Fig. <B>5)</B> liegen die Bohrungs achsen in der Axialebene des Zylinders.
Beim Auswärtsgang des die Einlassöff- nungen steuernden Kolbens<B>10</B> werden von diesem zuerst #(Fig. <B>6)</B> die Kanäle<B>3</B> der dem Brennraum zunächst liegenden Bohrungs reihe freigelegt. Die im Behälter<B>7</B> unter einem gewissen Überdruck aufgespeicherte Frischluft tritt jetzt durch die Öffnungen<B>3</B> in den Arbeitszylinder ein und verdrängt daraus einen Teil der im Zylinder befind- liehen Abgase durch die vom Kolben<B>11</B> schon vorher wenigstens teilweise freigeleg ten Auslassöffnungen 2.
Der Strom dieser Frischluft verläuft entspreeltend der Rich tung der Achsen der Bohrungen<B>3</B> in Form einer steüg & ngigen Schraube im äussern Teil des Zylinderrautnes; die Frischluft erfüllt also, wie in Fig. <B>6</B> angedeutet, eine äussere Mantelzone a mit starker Längs- und Kreis- strömung', wällrend der K±,-rn d von in Ruhe befindlichen Abgagen gebildet wird.
Bei der weiteren Auswärtsbewegung des Kolbens<B>10</B> werden die Kanäle 4 freigelegt. Da die Achsen dieser Kanäle unter einem steile ren Winkel zur Zylinderachse stehen und von der radialen Richtung weniger stark ab weichen als die Kanäle<B>3,</B> so wird die durch diese I-C-a.näle einströmende Frischluft sich, wie in Fig. <B>7</B> angedeutet, in einer mantelför- migen Zone c bewegen, welche innerhalb der Mantelzone a liegt. Innerhalb der Mantel zone c verbleibt wieder ein Abgaskern<B>b,</B> der aber schon wesentliel-i kleiner als der Kern<B>d</B> (Fig. <B>6)</B> ist.
Es wird so beim Auswärtsgang des Kol bens<B>10</B> beim Freilegen der einzelnen Boh rungsreihen durch den auswärtsgehenden Kolben<B>10</B> der Abgaskern schrittweise immer mehr verkleinert, bis schliesslich bei Eröff nung der letzten Bohrungen<B>6</B> (Fig. <B>8)</B> die radial einströmenden Frischluftströme in der Mitte des Kolbenbodens aufeinander treffen, in Richtung der Zylinderachse abgelenkt werden und so auch den Abgaskern vollkom men aus dem Zylinderhohlraum verdrängen.
Durch die beschriebene Anordnung der Bohrungen wird eine sehr vollständige Ver drängung der Abgase aus dem Arbeitszylin- .der erreicht. Bei der darauf folgenden Wieder- einwIrtsbewegung des Kolbens<B>10</B> wird zu letzt die Reihe der Bohrungen abgeschlossen, deren Achsen am stärksten von der radialen Richtung abweichen.
Dies hat zur Folge, dass der Spülgasstrom bis zu seinem Ende einen starken Drehimpuls erfährt, so dass die nach dem Abschluss der Bohrungen im Zylinder befindliche Frisehluft infolge ihres Beharr- rungsvermögens weiter umläuft, wodurch die Vermisehung der Brennluft mit den mittels einer Düse in den Zylinder eingespritzten Brennstoff wesentlich begünstigt wird. Hier- aus er.,-#bt sich, dagdie eingangs erwähnten beiden Forderungen erfüllt sind.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Zylinder für Brennkraftmaschinen mit kolbengesteuerten Einlassöffnungen, welche durch in mehr als zwei in der Richtung der Zylinderaclise aufeinanderfolgenden Reihen angeordnete Bohrungen in der Zylinderwand gebildet werden, nach Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen der Bohrungen der einzelnen Bohrungsreihen einen um so grösseren Ab- stiand von der Zylind-eraxe haben" je näher die betreffende Bohrungsreihe dem Brenn raum liegt.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Zylinder für Brennkraftmaschinen mit kolbengesteuerten Einlassöffnungen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen der Bohrungen der ein zelnen Bohrungsreihen um so mehr gegen den Brennraum hin gerichtet sind, je näher die betreffende Bohrungsreihe dem Brennraum liegt. 2. Zylinder für Brenukraftmaschinen mit kolbengesteuerten Einlassöffnungen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen der Bohrungen, die dem äussern Hubraumende zunächst liegen, in axialen Ebenen liegen.3. Zylinder mit holbengesteuerten Einlass- öffnungen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen der Boh rungen, die dem äussern Hubraumende zu nächst liegen, vom Brenuraum. wegge richtet sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200570X | 1936-09-30 | ||
| CH145224T | 1937-09-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH200570A true CH200570A (de) | 1938-10-15 |
Family
ID=25714652
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH200570D CH200570A (de) | 1936-09-30 | 1937-09-08 | Zylinder für Brennkraftmaschinen mit kolbengesteuerten Einlassöffnungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH200570A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE904255C (de) * | 1944-07-12 | 1954-02-15 | Daimler Benz Ag | Brennkammer fuer Strahltriebwerke |
| DE952480C (de) * | 1948-10-14 | 1956-11-15 | Bernhard Rieseler | Hochladbare Zweitakt-Gegenkolben-Brennkraftmaschine |
| EP0108706A3 (en) * | 1982-11-04 | 1985-12-18 | Mitsubishi Jukogyo Kabushiki Kaisha | Cylinder liner for a uniflow type two cycle internal combustion engine |
| CN110630399A (zh) * | 2019-10-30 | 2019-12-31 | 中船动力研究院有限公司 | 柴油机直流扫气结构及柴油机 |
-
1937
- 1937-09-08 CH CH200570D patent/CH200570A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE904255C (de) * | 1944-07-12 | 1954-02-15 | Daimler Benz Ag | Brennkammer fuer Strahltriebwerke |
| DE952480C (de) * | 1948-10-14 | 1956-11-15 | Bernhard Rieseler | Hochladbare Zweitakt-Gegenkolben-Brennkraftmaschine |
| EP0108706A3 (en) * | 1982-11-04 | 1985-12-18 | Mitsubishi Jukogyo Kabushiki Kaisha | Cylinder liner for a uniflow type two cycle internal combustion engine |
| CN110630399A (zh) * | 2019-10-30 | 2019-12-31 | 中船动力研究院有限公司 | 柴油机直流扫气结构及柴油机 |
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