CH200440A - Leitvorrichtung für axial durchströmte Turbomaschinen. - Google Patents

Leitvorrichtung für axial durchströmte Turbomaschinen.

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CH200440A
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  • Pressure Welding/Diffusion-Bonding (AREA)
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Description


      Leitvorrichtung    für axial durchströmte Turbomaschinen.    Die Erfindung bezieht sich auf eine     Leit-          vorrichtung    für axial durchströmte Turbo  maschinen, insbesondere Turbinen und Ge  bläse für hohe Temperaturen, bei welcher die  eigentlichen     Umlenkschaufeln    in eine     Leit-          scheibe    sowie einen die letztere umgebenden  Aussenkranz eingelassen und diesen Schau  feln Tragstege vorgeschaltet sind, die den  Aussenkranz mit der Leitscheibe verbinden.

    Bei einer solchen Leitvorrichtung haben die  eigentlichen     Umlenkschaufeln    die auf die  Leitscheibe wirkenden Kräfte nicht selbst zu  übertragen, indem diese Aufgabe durch die  Tragstege, welche sich vornehmlich mit     gro-          ssein    Widerstandsmoment in axialer Rich  tung erstrecken, übernommen wird. Dabei  werden in den meisten Fällen der Aussen  kranz, die Tragstege und die Leitscheibe aus  einem<B>Stück</B> gegossen.

   Solche Ausführungen  eignen sich ohne weiteres für verhältnis  mässig niedrige     Arbeitsmitteltemperaturen.     Bei höheren Temperaturen ist man jedoch  gezwungen,     Gussbaustoffe    hoher Warm-         festigkeit    zu verwenden, damit die grössten  Beanspruchungen, welche in den Tragstegen  auftreten, noch sicher<U>übernommen</U> werden  können. Über etwa<B>500' C</B> fällt die Warm  festigkeit, und vor allem die     Dauerstands-          festigkeit    aller Stahlsorten sehr rasch ab, so       dass    nichts anderes übrig bleibt, als viele  dicke Tragstege bei höheren Druckunter  schieden anzubringen.  



  Die Schwierigkeiten der Herstellung sol  cher verwickelter     Gussstücke    wachsen bedeu  tend, wenn hochhitzebeständige     Gussstahl-          sorten    zu verwenden sind. Werden in sol  chen Fällen nicht besondere Vorkehrungen  getroffen, so bilden sich,<B>an</B> den Übergangs  stellen vom verhältnismässig dicken Kranz  oder der dicken Scheibe in die Tragstege  leicht     Lunkerstellen    und Einrisse, wodurch  die     Leitradscheibe    sehr geschwächt, wenn  nicht ganz unbrauchbar wird.  



  Zweck der Erfindung ist, diese Nach  teile zu beheben, und zu diesem Behufe sind  bei einer Leitvorrichtung der eingangs er-      wähnten Art gemäss vorliegender Erfindung  die Tragstege durch radiale Bohrungen des  Aussenkranzes in radial verlaufende Vertie  fungen der Leitscheibe gesteckt und gegen  radiale Verschiebungen gesichert. Auf diese  Weise wird eine zusammengesetzte     Leitvor-          richtung    geschaffen, bei welcher Aussen  kranz und Leitscheibe durch Tragstege ver  bunden sind, die als Einzelstucke ausgebil  det sind. Sowohl diese Einzelstücke als  auch der Aussenkranz und die Leitscheibe  können daher unabhängig voneinander her  gestellt werden.

   Dabei können Aussenkranz  und     Leitscheibe    aus     Guss    oder Schmiede  material bestehen, während die Stege aus  hochwertigem, teurem     Baustoif    hergestellt  werden, weil sie die grösste Beanspruchung  aufzunehmen haben. Es braucht infolgedes  sen nur verhältnismässig wenig teurer,     hoch-          warmfester    Baustoff verwendet zu werden.

    Ein weiterer Vorteil der neuen Bauart be  steht darin,     dass    die vom     Arbeitsmittelstrom     bestrichenen Teile, das heisst also der freie  Teil der Tragstege, sowie die Innenwand  des Aussenkranzes und die Aussenwand der  Leitscheibe vor dem Zusammensetzen ein  wandfrei sauber bearbeitet, beispielsweise  gefräst     bezw.    gedreht werden können.  



  Die in den Aussenkranz und die Leit  scheibe gesteckten Tragstege können zum  Beispiel mit diesen Teilen verschweisst sein,  was die Stege gegen radiale Verschiebung  sichert.  



  Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung,  die eine beispielsweise Ausführungsform  zeigt, im nachfolgenden eingehend erläutert.  



       Fig.   <B>1</B> zeigt einen Teil eines axialen       Längssehnittes    durch eine axial durchströmte  Turbine;       Fig.    2 ist teils eine Seitenansicht und teils  ein Schnitt durch eine     Leitvorrichtung    nach  der Erfindung, und       Fig.   <B>3</B> ist ein in die     Zeiehnungsebene    ab  gewickelter Schnitt in grösserem Massstab  nach der Linie     111-III    der     Fig.   <B>1.</B>  



  <B>1</B> bezeichnet eine zweiteilige Leitscheibe,  2 einen diese Scheibe<B>1</B> umgebenden, zweitei  ligen Aussenkranz 'und<B>3</B> sind Tragstege,    welche dazu dienen, die Teile<B>1</B> und 2 mit  einander zu verbinden. 4 bezeichnet die  eigentlichen     Umlenkschaufeln,    welche in die  Leitscheibe<B>1</B> und den Aussenkranz 2 ein  gelassen sind.<B>5</B> sind Laufräder, die mit der  Turbinenwelle<B>6</B> ein Ganzes bilden, und<B>7</B>  ist das Turbinengehäuse, in welches die ge  zeigte Leitvorrichtung<B>1,</B> 2,<B>3</B> so eingesetzt  ist,     dass    sie sich weder axial noch radial ver  schieben kann und die beiden Hälften der  zweiteiligen Teile<B>1,</B> 2 in der erforderlichen  Weise gegeneinander anliegen.  



  In dem Aussenkranz 2 sind eine Anzahl  radial durchgehende Bohrungen<B>8</B> von run  dem Querschnitt vorgesehen. Die Stege<B>3</B>  sind durch diese Bohrungen<B>8</B> gesteckt, wo  bei sie noch in ebenfalls radial verlaufende  Vertiefungen<B>9</B> der Leitscheibe<B>1</B> greifen.  Die Form der Bohrungen<B>8</B> und Vertiefun  gen<B>9</B> ist so gewählt,     dass    die Stege<B>3</B> pas  send in sie hineingehen. Die in die Teile<B>1</B>  und 2 gesteckten Stege<B>3</B> sind an ihren En  den mit dem Teil<B>1</B>     bezw.   <B>9</B> bei<B>10</B>     bezw.   <B>11</B>  verschweisst, so     dass    sie gegen radiale Ver  schiebung gesichert sind.

   Der freie Teil der  Stege<B>3</B> ist in der in     Fig.   <B>3</B>     gezeig-ten    Weise  stromlinienförmig ausgebildet,     so,dass    er dem  durchtretenden Arbeitsmittel möglichst we  nig Widerstand bietet.  



  Anstatt die Stege<B>3</B> mit den Teilen<B>1</B> und  2 zu verschweissen,     lässt    sich eine Sicherung  dieser Stege gegen radiale Verschiebung be  reits auch schon     dadurch'erreichen,        dass    sie  in den Aussenkranz 2     eingesehraubt    werden.  Die Tragstege<B>3</B> sind zweckmässig aus ge  schmiedetem Baustoff, Aussenkranz<B>2</B> und  Leitscheibe<B>1</B> dagegen aus schweissbarem       Guss    oder     Gusslegierungen    hergestellt. Ferner  bestehen die Stege<B>3</B> aus einem Baustoff  höherer Warmfestigkeit und Dauerstand  festigkeit als der Aussenkranz und die     Leit-          scheibe.     



  Die Herstellung der zusammenzusetzen  den Leitvorrichtung kann auch so geschehen,       dass    eine ganze Platte oder Plattenhälfte aus  dem Baustoff hergestellt wird, der für den  Aussenkranz und die Leitscheibe vorgesehen  wurde. In diese Platte wird dann ein Ring-           rauin    entsprechend der     Durchtrittsfläche    für  das Arbeitsmittel, das heisst von der     Leit-          schaufelhöhe,    aus der vollen Platte heraus  gedreht, und endlich werden die so erhaltene  Scheibe und der Kranzteil durch Stege in  der oben beschriebenen Weise verbunden.  



  Gegebenenfalls kann es auch vorteilhaft  sein, die Tragstege mit     Vorspannung-,    das  heisst durch Schrumpfen oder Pressen, in die  Leitscheibe und den Aussenkranz einzusetzen.  



  Weil bei der     besellriebenen        Leitvorrich-          tung    für die Tragstege ein Baustoff von  hoher Warmfestigkeit verwendet werden  kann,     lässt    sich mit verhältnismässig wenigen  dünnen Stegen auskommen, was bei der Her  stellung von Leitvorrichtungen aus     Guss    in  einem Stück nicht möglich ist. Infolgedessen  werden bei einer     Leitvorrichtung    nach der  Erfindung die Reibungsverluste herabge  setzt, da, weniger Widerstandskörper (Trag  stege) in der<U>Strömung</U> liegen.  



  Die in die Leitscheibe und den Aussen  kranz gesteckten Teile der Stege können  auch von ovaler,     revliteckiger    oder ähnlicher       Querschnittsform    sein, wobei dieser Form  die     Quersühnittsform    der     Bolirungen   <B>8</B> und  Vertiefungen<B>9</B> anzupassen ist.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Leitvorrichtung für axial durcUströmte Turbomaschinen, insbesondere Turbinen und Gebläse für hohe Temperaturen, bei welclier die eigentlichen Umlenkschaufeln in eine Leitscheibe und einen letztere umgebenden Aussenkranz eingelassen und diesen Schau feln Tragstege vorgesehaltet sind, welche den Aussenkranz mit der Leitscheibe verbin den, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Trag- stege durch radiale Bohrungen des Aussen kranzes in rodial verlaufende Vertiefungen der Leitscheibe gesteckt und gegen radiale Verschiebung gesichert sind. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Leitvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Tragstege sowohl mit dem Aussenkranz als auch der Leitselleibe versehweisst sind. 2.
    Leitvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Tragstege in den Aussenkranz eingeschraubt und da durch gegen radiale Verschiebung ge sichert sind. <B>3.</B> Leitvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Tragstege aus einem Baustoff höherer Warmfestig keit und Dauerstandsfestigkeit als Aussen kranz und Leitscheibe bestehen.
    4. Leitvorrielltuno, nach Patentanspruch und Unteranspruch73, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstege aus geschmiedetem Baustoff, Aussenkranz und Leitscheibe dagegen aus schweissbaxem Guss bestehen. <B>5.</B> Leitvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprucli <B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstege aus geschmiedetem Material, Kranz und Leitselieibe dagegen aus schweissbaren Gusslegierungen be stehen.
    <B>6.</B> Leitvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnPt, dass der freie Teil der Tragstege zwischen Aussenkranz und Leitscheibe stromlinienförmig gefräst ist.
CH200440D 1937-11-03 1937-11-03 Leitvorrichtung für axial durchströmte Turbomaschinen. CH200440A (de)

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