CH200399A - Durchlaufmesser, vorzugsweise zur Messung kleiner Flüssigkeitsmengen im periodischen Schank- und Zapfbetrieb. - Google Patents

Durchlaufmesser, vorzugsweise zur Messung kleiner Flüssigkeitsmengen im periodischen Schank- und Zapfbetrieb.

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CH200399A
CH200399A CH200399DA CH200399A CH 200399 A CH200399 A CH 200399A CH 200399D A CH200399D A CH 200399DA CH 200399 A CH200399 A CH 200399A
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Kruspi Friedrich Ing Dr
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      Durchlaufmesser,    vorzugsweise zur Messung kleiner     Flü.3sigkeitsmengen     im periodischen Schank- und     Zapfbetrieb.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf einen     Durchlaufmesser,    vorzugsweise zur  Messung kleiner Flüssigkeitsmengen im  periodischen Schank-     und        Zapfbetrieb,    bei  dem die durch einen schraubenförmigen Zu  laufkanal strömende Flüssigkeit ein     Messrad     treibt,

   und bei dem zwecks stets genügender       Deaufschlagung    des     Messrades    der Flüssig  keitszulauf durch einen federbelasteten Ven  tilkegel geöffnet     bezw.    geschlossen wird.  



  Gemäss der     Erfindung    besitzt der schrau  benförmige     Zulaufkanal    eine Länge von min  destens     einer    vollständigen     Windung    und  gleichbleibenden Querschnitt, welcher klei  ner ist als die     Querschnitte    der andern Stel  len des Flüssigkeitsweges. Das     Messrad    be  steht aus einer     zylindrischen    Nabe, die radial  und parallel zu ihrer Achse einen oder meh  rere Flügel trägt.

   Es     wird    von der Flüssig  keit     achsial        beaufschlagt.    Zwischen dem  Ende des     Zulaufkanals    und dem     Messrad        ist     ein     Zwischenraum    angeordnet, welcher der    Flüssigkeit ein freies     Rotieren    um die Ver  längerung des Kernes des     Zulaufkanals    vor  Eintritt in das     Messrad    gestattet. Das Ganze  ist so, dass in dem     Zwischenraum    beim Durch  fliessen der Flüssigkeit ein Unterdruck ent  steht.  



  Durch die     vorbeschriebene    besondere       Formgebung    des     Zulaufkanals    und des     Mess-          rades,    sowie durch die     Einschaltung    eines  obigen Zwischenraumes zwischen diesen bei  den Elementen wird auch     bezweckt,    einen       Durchlaufmesser    zu schaffen, bei welchem  das Zählergebnis unabhängig von dem Druck  ist, unter welchem jeweils die Flüssigkeit  dem Gerät zugeführt wird.  



  In der     Zeichnung    ist ein Ausführungs  beispiel der     Erfindung    dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt     einen    Querschnitt durch das  Gerät in Höhe der Achse der Ventilspindel;       Fig.    2 zeigt     einen    Längsschnitt durch die  Achse der     Messradwelle;              Fig.    3 zeigt einen     Schnitt    durch die  Sperrvorrichtung des Betätigungshebels;       Fig.    4 und 5 zeigen das     Messrad    in Auf  riss und Grundriss.  



  Durch den Hebel 1 (Fix. 1) wird die  Ventilspindel 2     betätigt,    die durch die Feder  3 belastet ist. Der Druck der Feder 3 auf  die     Ventilspindel    2 zieht den Ventilkegel 4  auf seinen Sitz 5 und das Dichtungselement  6 auf die zugehörige Dichtungsfläche 7,  während gleichzeitig die Feder 8 gespannt  wird. Bei Betätigen des Hebels 1 bleibt das       Ventil    zunächst noch geschlossen, weil die  Feder 8     den    Ventilkegel 4, in     welchem    die  Spindel 2 verschiebbar ist, so lange auf dem       Ventilsitz    5 noch niederhält, bis der An  schlag der Spindel 2 den Ventilkegel 4 mit  nimmt.

   Auf diese Weise wird ein Stück toter  Gang der     Ventilspindel    2 gewonnen, der       nötig    ist, um vor dem Öffnen des Ventils die  Kanäle 9 und 10 zu schliessen, durch die dem  Innern des Gerätes in Ruhestellung zwecks  schnellen Ablaufes der restlichen Flüssigkeit  Luft zugeführt wird. Beim Öffnen     des    Ven  tils werden diese beiden Kanäle 9 und 10  durch den vollen Umfang der Spindel 2 ab  gedeckt, es entstehen also zwei Dichtungs  kanten, während sich die beiden     Ringnuten     11 und 12 der Spindel 2, die     durch    eine       Längsnute    13 verbunden sind, gegenüber den  Kanälen 9 und 10     seitwärts    verschieben.

   Da  durch wird eine ungewöhnlich gute     Dichtung     erreicht. Anderseits schliesst sich beim Rück  wärtsgang der Spindel 2 zuerst das Ventil,  bevor die     Ringnuten    11 und 12 vor die Ka  näle 9 und 10 treten     und    den Lufteintritt     be-          wirken.     



       Da    der Zapfer bei der Betätigung des He  bels 1 gezwungen ist,     zunächst    den toten  Gang zu überwinden und den Gegendruck  der grossen Ventilfeder 3 aufzuheben, ist es  ihm     praktisch    nahezu unmöglich, durch ein  nur geringes Öffnen des Ventils eine nur un  genügende     Beaufschlagung    des     Messrades    17  zu erzielen.

   Das ist um so mehr der Fall, als  der Hebel 1 bei der     Öffnung    des     Ventils    nach       einem    nur ganz kurzen Hub der     Spindel    2  durch eine automatisch wirkende Sperrvor-         richtung    (Fix. 3), die durch einen     Druck-          knopf    13a erst wieder ausgelöst werden kann,  in seiner     Offenstellung    fixiert wird.

   Die  Sperrvorrichtung     wirkt    derart, dass der Bol  zen 14     durch    Druck     einer    Feder     14a    in eine  entsprechende Bohrung des Hebels 1 tritt und  ihn fixiert, sobald bei der     Betätigung    des  Hebels 1 diese Bohrung und der Bolzen 11  sich decken; durch den Eintritt des Bolzens  14 in die     Bohrung    des Hebels 1 wird der  Druckknopf     13,a    entsprechend gehoben.

   Bei  Auslösen der     Sperrvorrichtung    durch     Her-          unterdrücken    des     Bolzens    14 mittels Druck  knopf 13a und bei Loslassen des Hebels 1  schliesst der Druck der Feder. 3 selbsttätig  das Ventil, während gleichzeitig Feder 8 an  gespannt wird. Anderseits kann das Gerät  durch diese     Sperrvorrichtung    bequem     dauernd     geöffnet gehalten werden.  



  Nach Passieren des     Ventilraumes    tritt die  Flüssigkeit in den     Zulaufkanal    15 (Pfeile in       Fig.    1 und 2) ein, durchläuft diesen, kreist  dann frei in dem Zwischenraum 16a um die  Verlängerung 16 des Kernes des Zulauf  kanals 15, um     schliesslich        achsial    aber noch  rotierend, in das     Messrad        j7        zu        gelgnen,        das     sie infolge     ihrer        Rotationsgeschwindigkeit    in       Drehbewegung    versetzt.

   Die Welle 18     des          Messrades    17     ist    an der Stelle 19 in dem  Körper 20 gelagert. Nach dem Verlassen des       Messrades    17 wird die Flüssigkeit in dem  Körper 20, der den zylindrischen     Ranm     durch vier radiale und vertikale Wände in  vier Sektoren teilt, wieder in die     vertikale,     Fliessrichtung gelenkt und     fliesst    dann dem  Mundstück 21 des     Gerätes    zu.  



  Der Körper 22 (Fix. 2), der den Zulauf  kanal 15 enthält, ist     zwecks        besserer    Dich  tung     konisch    in das     Gehäuse    23     eingepasst.     Um trotzdem in     dein        Zulaufkanal    15     .einen     über die ganze Länge     gleichbleibenden\    Quer  schnitt     zu    erzielen, ist über den     untern,    den       Zulaufkanal    15     tragenden    Teil     des    Körpers  22,

   der zylindrisch     gedreht        ist,    eine schwach  konische Buchse 24 (Fix. 2) gezogen, die zu  sammen mit dem     obern    Teil des Körpers 22  die     konische    Dichtungsfläche gegen das Ge  häuse 23 ergibt, bis der     Körper    22 noch      weiter oben wieder in     eine    zylindrische Form  übergeht. Die Buchse 24 hat an der Stelle,  -wo die Flüssigkeit durch das Gehäuse 23 in  den     Zulaufkanal    15 eintritt, ein entsprechen  des Fenster.  



  Um die Randströme für das     Messrad    wirk  sam zu machen und jeden Schlupf von nicht  gezählten Flüssigkeitsmengen zu     verhindern,     läuft das     Messrad    17 in dem Dichtungsring  25, der zweckmässig oben und unten von  aussen nach innen abfallend konisch aasge  schärft     ist,    wie das     Fig.    2 zeigt.

   Die Nabe  26     (Fig.    4) des     Messrades    17 hat an ihrer  obern Stirnseite     eine    konische Lauffläche,  mit der sie     in    der entsprechend konisch aus  gebildeten Verlängerung 16 des     Kernes    des  Körpers 22     bezw.    des     Zulaufkanals    15 läuft.  



  Die zur Verfügung stehende Druckhöhe  (abzüglich der nicht grossen Reibungsverlust  höhe)     bis    Ende     Zulaufkanal    bestimmt die  maximale Geschwindigkeit,     mit    der die Flüs  sigkeit aus dem     Zulaufkanal        austreten    kann.

    Zusammen mit dem     Querschnitt    des letzteren       (senkrecht    zur Geschwindigkeit stehend) be  stimmt sich die sekundliche     Durchflussmenge.     Da nun der engste Querschnitt in dem Zu  laufkanal 15 liegt und die Flüssigkeit auf  ihrem Wege vom Ende des     Zulaufkanals    15  bis zur Mündung der     Auslauftülle    21 keine  Stelle mehr zu passieren hat, deren Quer  schnitt enger ist als der des     Zulaufkanals    15,

    wird     kein    Rückstau     eintreten.    Bei geeigneter  Bemessung des dem     Messrad    folgenden Teils  des Flüssigkeitsweges und voller     Beaufschla-          gung,    die ja durch das Ventil sichergestellt  ist, wirkt dieser untere Teil als Saugstutzen  und erzeugt einen Unterdruck über dem     Mess-          rad.     



  Die Erzielung eines Unterdruckes in dem  Zwischenraum 16a ist erforderlich, um jedes  Hochsteigen der durch das Gerät gezapften  Flüssigkeit in der Führung der     Messradwelle     18 innerhalb des Körpers 22 sicher zu ver  hindern, weil solches Hochsteigen insbeson  dere bei Bier das Gerät sehr schnell ver  schmutzen und das Zählergebnis beeinflussen  würde. Um das Ansaugen von Luft durch  den Unterdruck     in    dem Zwischenraum 16a    zu ermöglichen, wird zweckmässig wie vor  erwähnt, eine     Entlüftungseinrichtung    vor  gesehen.

   Zu diesem Zweck ist die Führung  der Welle 18 des     Messrades    17 innerhalb des  Körpers 22 unterbrochen durch die Entlüf  tungsringe     bezw.    den Kanal 29, die zu der  Entlüftungsbohrung 28 in dem Gehäuse 23  führen. Durch den belüfteten     Zwischenraum          ist    es auch möglich, das     Messergebnis    unab  hängig vom     Betriebsdruck    zu gestalten.  



  Die Nabe 26     (Fig.    4) des     Messrades,    deren  obere Stirnfläche, wie schon gesagt, zum  Lauf in der Verlängerung 16 des Kernes des       Zulaufkanals    15 konisch     ausgebildet    ist,  trägt einen oder mehrere Flügel 27     (Fig.    4  und 5).  



  Der Körper 22 trägt auf     seiner    Stirn  fläche ein Zählwerk, umschlossen von der  Kappe 30     (Fig.    2). Die     Drehbewegung    der       Messradwelle    18 wird     in    bekannter Weise  durch Zahnräder auf das Zählwerk über  tragen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Durehlaufmesser, vorzugsweise zur Nes- sung kleiner Flüssigkeitsmengen im periodi schen Schank- und Zapfbetrieb, bei dem die durch einen schraubenförmigen Zulau±kanal strömende Flüssigkeit ein Messrad treibt,
    und bei dem zwecks stets genügender Beauf- schlagung des Messrades der Flüssigkeits zulauf durch einen federbelasteten Ventil kegel geöffnet bezw. geschlossen wird, da durch gekennzeichnet, dass dieser schrauben förmige Zulaufkanal (15) eine Länge von mindestens einer vollständigen Windung und gleichbleibenden Querschnitt, der kleiner als die Querschnitte aller andern Stellen des Flüssigkeitsweges ist, besitzt und dass das Messrad (17), welches eine zylindrische Nabe (26) hat,
    die radial und parallel zu ihrer Achse einen oder mehrere Flügel (27) trägt, von der Flüssigkeit achsial beaufschlagt wird, wobei zwischen dem Ende des Zulauf kanals (15) und dem Messrad (17) ein Zwi schenraum (16a) angeordnet ist, welcher der Flüssigkeit ein freies Rotieren um die Ver längerung (16) des Kernes des Zulaufkanals (15) vor Eintritt in das Messrad (17) ge- stattet, das Ganze so,
    dass in diesem Zwi schenraum beim Durchfliessen der Flüssigkeit ein Unterdruck entsteht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Durchlaufmesser nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Messrad (17) in einem oben und unten von aussen nach innen abfallend konisch angeschärf- ten Ring (25) läuft, der die Randströme aus dem vor ihm liegenden, im Durch messer weiteren Zwischenraum (16a) wirk sam in das Messrad (17) lenkt.
    2. Durchlaufmesser nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung der Welle (18) des Mess- rades (17) zum Zwecke der Belüftung mit einer Unterbrechung (29) versehen ist, die durch eine Entlüftungsbohrung (28) im Gehäuse (23) mit der Aussenluft in Ver bindung steht. 3.
    Durchlaufmesser nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ventilspindel (2) des Ventilkegels (4) mit einem toten Gang aus gestattet ist, bis zu dessen Überwindung der Ventilkegel (4) durch eine Feder (8) auf seinen Sitz (5) gedrückt bleibt.
    4. Durchlaufmesser nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ventilspindel (2) vermöge ihres toten Ganges den Flüssigkeitszulass und die Belüftung des Innern des Gehäuses (23) wechselseitig und zeitlich nacheinan der betätigt, indem sie zwei verschiedene Entlüftungsbohrungen (9, 10) im Gehäuse (23) mit der Wirksamkeit von zwei Dich tungskanten trennt bezw. verbindet, bevor bezw. nachdem der Flüssigkeitszulass ge öffnet bezw. geschlossen ist.
    5. Durchlaufmesser nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ventilspindel (2) ihre Bewegung durch einen einarmigen, mit automatisch einschnappender Sperrvorrich tung (13a, 14) versehenen Betätigungs hebel (1) erhält, der nach Lösen der Sperr vorrichtung (13a, 14) durch eine Feder (3) in seine Ruhelage zurückgeführt wird, die ihrerseits gleichzeitig eine zusätzliche Dichtung (7) am Ende der Spindelführung des Ventilkegels (4) bewirkt.
CH200399D 1936-07-03 1937-06-07 Durchlaufmesser, vorzugsweise zur Messung kleiner Flüssigkeitsmengen im periodischen Schank- und Zapfbetrieb. CH200399A (de)

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