CH198519A - Temperaturregler für elektrisch geheizte Apparate. - Google Patents
Temperaturregler für elektrisch geheizte Apparate.Info
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Description
Temperaturregler für elektrisch geheizte Apparate. Bei Stromleitungen und Stro:mverbrauehs- apparaten spielen die störenden Einflüsse, die von ihnen ausstrahlen, eine wichtige Rodle bei der Radioübertragung und es, ist von grosser Wichtigkeit, @diese Störungseinflüsse zu beseiingen.
Temperaturregler für elektrisch geheizte Apparate, von denen gesagt wind, @dass, sie radiostörfrei seien, sind :
schon bekannt und .die Radiostörfreiheit stützt sich dabei darauf, Uass Stromunterbrechung und Stromsehluss durch rascbe Bewegungen erfolgen, Idie sprunghaft einsetzen,
wobei dann am nahen Radio nur ein kurzer Knacks entstehen soll und keinerlei Vor- und Nachgeräusche. Das ist aber nicht der Fall, sondern es können besonders Vorgeräusohe entstehen,, auch dann, wenn nachfolgend eine plötzliche und rasche Stromausschaltung erfolgt.
Solche Vorgeräusche, also ,Störungsein- flüsse; können und werden dann auftreten, wenn z. B. beim Ausschalten, bevor die plötz liche Aussehaltbawegungeintritt; der Kon- taktdruck allmälibich und langsam immer kleiner wird.
Wenn nämlich der Kontakt druck unter einen gewissen kleinen Wert ge sunken .ist, so wird,der Stromübergang un- sicher und veränderlich, wobei die Strom schwankungen sich am nahen Radio als starke Störungen bemerkbar machen. Bei derartigen :
Schaltern tritt also wäbrend einer keineswegs kurzen Zeit vor dem Einsetzen der Ausschaltbewegung Radiostörung auf und eskönnen ,dieseStromschalter trotz ihrer nachfolgenden manchen Ausschaltbewegung nicht als radiostörfrei bezeichnet wenden.
Der vorliegende Temperaturregler für -elektri;sch geheizte Apparate bektzt eine temperaturempfindliche Feder und eine Wippfeder, die zwischen der erstgenannten Feder und einem Stützpunkt vorgesehen ist und deren Kraft derjenigen der temperatur empfindlichen Feder entgegenwirkt, bis ,
die Bewegung der Feder unter dem Einfluss der Wärme die Wzppfeder in eine labile Durchschlagsilage bringt, nach deren Überschreitung sie die Fe derkraft der temperaturempfindlichen:
Feder unterstützt zur raschen Stromunterbrechung, beziehungsweise zum raschen Stromsehluss, und ist dadurch gekennzeichnet, dass die als Drucli:feder ausgebildete Wippfeder zwi schen der temperaturempfindlichen Feder und einem in bezug auf einen Kontakt und Anschlag bewegbaren, nichttemperaturemp- Endlichen Organ eingeschaltet ist, wobei die temperaturempfindliche Feder und das Or gan sich in parallelen Richtungen, aber in entgegengesetztem Sinne um die :
durch die Senkrechtlage :der Wippfederachse zu den beiden genannten parallelen Richtungen gekennzeichnete labile Gleichgewichtslage (Durchschlagslage) herum bewegen und :das Organ so lange unter positivem Druck gegen Kontakt, beziehungsweise Anschlaggehalten ist, bis die sprunghafte Bewegung :der tempe- raturempfindlichen Feder eingesetzt hat und dann :
ebenfalls sprunghaft bewegt wird, so dass der Druck plötzlich Null wird und Ra- diostörungen nicht auftreten können.
Durch die Fig. 1 bis 10 sind einige bei- spielsweise Ausführungsformen des Erfin- dungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Es ist 1 die temperaturempfindliche Fe der, :das heisst ein federndes Bimetall, Blas ein- seitig festgespannt und :dessen freies Ende ,.4 wärmebeweglich und bei Temperatursteige- rung in Richtung .des. Pfeils 1V aussehwing- bar ist.
Das, nicht temperaturempfindliche Organ, der Hebel 2, besitzt einerseits einen festen Drehpunkt; sein anderes Ende 5 isst in gleicher Richtung (in Fig. 1 horizontal) aus schwingbar wie :das freie Bimetallende. Auf diese beiden Glieder arbeitet die Wippfeder 3 in den Stützpunkten 4 und 5.
Feder 1 und Hebel 2 erstrecken sieh nach entgegenge setzten Seiten in bezug auf die Wippfeder. Die Ausschwingbewegun:g der Bimetallfeder ist durch die Anschläge 6 und 7 begrenzt.
Dasselbe besorgen für die Bewegung des Hebels 2 die Anschläge 8 und 9, wobei der Anschlag 9 schraubenregulierbar dargestellt ist. Das Schraubenende 10 und die Auflage- stelle 11,des Anschlages sind zu elektrischen Kontakten ausgebildet, durch die der Heiz strom geöffnet und geschlossen werden kann.
Auch andere Anschläge können entsprechend zu Stromkontakten, ausgebildet werden. Der Hebel 2 kann unter Federwirkung stehen. Die Feder 12 soll dies veranschaulichen.
In der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der Hebel 2 samt seiner in Fig. 1 mit 12: be- zeichneten Feder zur Blattfeder ausgebildet,
die in Fig. 2 mit 2 bezeichnet ist und deren eines Ende im Support A festsitzt. Diese Zeichnung stellt den Regler in der Aussohalt- lage dar.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungs form ermöglicht eine wesentlich kleinere Längenausdehnung für den Regler, da sich Feder 1 und Hebel 2 nach der gleichen Seite in bezug auf die Wippfeder erstrecken. Der Drehpunkt des Hebels 2 ist dabei nach :dem Punkt A verlegt und das Ende des Hebels ist zur Aufnahme des Wippfederdruckpunktes aufgebogen.
In den Ausführungsbeispielen nach .den Fig. 4, 5, 6, 7 und 1'0 ist die mit 21 bezeich nete Feder, ähnlich wie in demjenigen nach Fig. 2, eine nichttemperaturempfindliehe Fe der, auch ist noch ein Teil des Gehä:
uses,dar- @gestellt und mit 0 bezeichnet, ferner ist die Isolation des Anschlages 9 angedeutet. Fig. 5 zeigt :den ,Schnitt durch ein Detail aus Fig. 4 und ist ohne weiteres klar durch die Zahlen bezeichnungen.
Fig. 7 unterscheidet sich von Fig. 6 .da durch, dass die Blattfeder 2 die Bimetallfeder 1 schlaufenförmi;g umgibt, es könnte aber auch die Bimetallfeder 1 die Blattfeder 2 schlaufenförmig umgeben, wobei beide Schlaufenhälften .gleichsinnig wirken müssen.
Das Ausführungsbeispiel, das durch die Fig. 8 und 9 dargestellt ist, zeigt, :dass Bi- metallfeder und nichttemperaturempfind- liehe Feder oder der enstprechende Hebel nicht gleich gerichtet sein müssen, sie ver laufen bei diesem Aus@führunebeispiel im Gegenteil in Richtungen,
die einen Winkel (90') miteinander einschliessen. Wichtig ist nur, dass die Ausschwingrichtungender bei- ,den Elemente parallel verlaufen, und @dass' die Wippfed,ew ibei ihrer Bewegung die labile Gleichgewichtslage,
die durch die senkrechte Stellung der Wippfederachse auf @dieser ge meinsamen, Aussehwiugrichtung :gekennzeich net ist, durchschreitet.
Die Wirkungsweise der dargestellten Aus- füh=,gs@formen ergibt sich wie folgt: Wir halten uns in der Hauptsache an das;
Aus- führungsbeispiel nach Fig. 1. Der anfänglich bedeutende Druck der Bimetallfeder allein, das heisset ides temperatuxempfindlichen Or- ganes, auf ihren Anschlag 6 wird immer kleiner,
wenn sich -die Temperatur der Aus- schalttemperatur nähert. Er wird bei -einer gewissen Temperatur Null und die Bmetall- feder bleibt nur, deshalb noch -auf dem An schlag, weil fe Druckkomponente der Wipp feder sie idazu veranlasst.
Es :kann zweckmässig sein, es so einzu- richten, @da3 auch die Feder 12 aus: eigener Federkraft ,durch Vermittlung des Hebels 2 einen Druck auf .den Kontakt 11 ausübt, der nick sehr gross. ist, der aber doch .genügt, um dort einen radiostörfreien,Stromüb,ergaug zu sichern., .auch ohne die Druckverstärkung ,
seitens der Wippfeder.
Bei, weiterer Erwärmung vermag das, Bi- metall seine Gegenkraft, das: heisst die Druck- komponente Ader Wippe, .zu überwinden, und es hebt sich von seinem Anschlag 6 ab.
Mit Eintreten dieser Bewegung ändern sich nun aber die für die Bewegung wirksamen Kräfte, nämlich,die innere,elastische Wärmespannung ,des Bänetalls und ,die Druckkomponente ,der Wippe, und zwar nahmen beide Kräfte ab.
Es sind nun aber die Verhältnisse zwischen der Wippfed@erkraftkomponente und der Bi- metallfederkraft, beide bemessen an der Wippfederapitze 4 und in Mchtung,der mög lichen Bewegung so, dassl die Wippfederkraft kamponente rascher abnimmt, als.
die Bi- m-etallfeclerkraft. In ,diesem Fall bleibt eine Resultierende in der Bewegungsrichtung und damit setzt sieh idie begonnene Bewegung in beschleunigter Weise weiter und kommt erst durch den Anschlag 7 zum Stillstand. Nun hat aber die Wippfeder 3 während -der ge nannten Bewegung ihre Schiefe geändert und damit
haben die Kräfte, die von ihr ausgehen und die auf die Teile 1 und 2 wirken, ihre Grösste und; Richtung ebenfalls ,geändert. Der Hebel 2 erfährt jetzt von der Wippfeder eine Kraft, die ihn vom Kontakt abzuheben sucht und auch tatsächlich abhebt, sobald die Feder 1.2' nicht zu hart ist und die Schiefe der Wippfeder nicht zu miuim ist.
Eis. ist hervorzuheben, @dassi beteinsetzender Bewe- gung .des Hebels 2 die auf ihn wirkende Aus schaltkraft immer :
grösser wird, so dass, also ,die Ausschaltbewegung mit starker Beschleu nigung erfolgt, wobei der Kontaktdruck plötzlich abgenommen hat von einem den Stromübergang gewährleistenden Betrag auf Null, unter ,gleichzeitigem Beginn der Aus- schaltbewegung. Raadtiostörungen sind also bei ,dieser Schaltung absolut ausgeschlossen,
s@o- weitsie hinaus gehen; über den Knacks"der zeit .der plötzlichen Stromunterbrechung verbun- den ist. Es ist nicht wesentlich, @dass"der Hebel 2 zufolge seiner eigenen Federkraft den aus- reichenden Kontaktdruck hervorbringt,
son- @d,ern vielmehr ist wesentlich, dassdieser aus- reichende Druck vorhanden ist, komme er von .der Feder 12 oder von der Wippfeder, und ,dass, er so lange vorhanden ist, bis die sehuap- pende Bewegung des Bimetalls begonnen hat.
Die Bewegung des Hebels 2 kann erst ein- treten, wenn die sprunghafte Bewegung des Bimetalls .begonnen hat.
Wenn jetzt,die Ausschaltbewegung voll zogen und @damit der Heizstrom abgeschaltet ist, wird die Temperatur, die eingegrenzt werden soll, .zufolge -Abkühlung sinken.
Die gleichfalls sinkende Bimetalltemperatur hat nun zur Folge, dass, .das Bimetall das Be- streben hat, sich in der dem Pfeil W entge- ,
gengesetzten Richtung zu bewegen. Nach Abkühlung um .einen bestimmten Betrag wird !dieses die Wippfederkraft, die jetzt ,gegen den Anschlag 7 gerichtet ist, wieder über winden und der vorerwähnte Prozess: vollzieht sieh in umgekehrtem Sinne und Richtung. Dias wiederholt sich;
und es wird so die zu überwachende Temperatur eingegrenzt<U>inner-</U> halb eines, den Erfordernissen entsprechen den Bereiches-.Man RTI ID="0003.0244" WI="12"HE="4" LX="1355" LY="2230"> erkennt ohne weiteres, dass, die weiteren,
Ausführungsbeispiele prinzipiell gleich arbeiten. Die Temperaturen der Aus- schaltung und der Einschaltung liegen nur um wenige Celsiusgrade auseinander.
Im übrigen sollen diese beiden Temperatur- punkte auch deshalb nicht zu nahe bei sammen sein, weil sonst die Schaltungen in so kurzen Zeitintervallen aufeinander folgen, dass die mit ihnen verbundenen hörbaren Knackse wieder eine merkliche Störung in der Radioübertragung darstellen.
Es kann Vorteile bieten, die Federn 1 und 9 z. B. möglichst lang zu machen, dann emp fiehlt es sich, für die Wippenstützpunkte Winkelbleche zu verwenden entsprechend Fig. 4 und 5, weil so von der verfügbaren Länge weniger verloren .geht.
Fig. 10 zeigt, wie durch das Organ 2 beispielsweise auch mehr als ein Stromkreis zur Schaltung gelangen kann. Es werden dort zum Beispiel zwei Stromkreise durch die Bewegung der Feder 2' geöffnet und ge- schlossen. Die schwache Feder 1,3 kann auch temperaturempfindlich sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Temperaturregler für elektrisch geheizte Apparate, mit einer temperaturempfindlichen Feder und einer Wippfeder, die zwischen der erstgenannten Feder und einem Stützpunkt vorgesehen ist und deren Kraft derjenigen der temperaturempfindlichen Feder entgegen wirkt,bis die Bewegung der temperatur- empfindlichen Feder unter dem Einfluss der Wärme ,die Wippfeder in eine labile Durch- sohlagslage bringt, nach deren tbersehrei- tung sie die Federkraft der temperaturemp- findlichen Feder unterstützt zur raschen Stromunterbrechung,beziehungsweise zum raschen Stromschlu3, dadurch gekennzeich net, dassi die als Druckfeder ausgebildete Wippfeder zwischen der temperaturempfind- lichen Feder und einem in bezug auf einen Kontakt und Anschlag bewegbaren nicht- temperaturempfindlichen Organ eingeschaltet ist, wobei ,die temperaturempfindliche Feder und das Organ sieh in parallelen Richtungen, aber in entgegengesetztem Sinne um die durch die Senk@rechtl@age der Wippfederachse zu den beiden genannten parallelen Rich tungen ,gekennzeiehnete labile Gleichgewichts- lage (Durchschlagsilage) herum bewegen und das Organ :so lange unter positivem. Druck gegen Kontakt, beziehungsweise Anschlag gehalten ist, bis die sprunghafte Bewegung der temperaturempfindlichen Feder eingesetzt hat und dann ebenfalls sprunghaft bewegt wird, so @dass der Druck plötzlich Null wird und Radiostörungen nicht auftreten können.UNTERANSPRÜCHE: 1. Temperaturregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das nicht- temperaturempfindliche Organ als starrer Hebel ausgebildet ist. 2. Temperaturregler nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass das nicht- temperaturempfindliche Organ als Blatt feder ausgebildet ist.3. Temperaturregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das nicht- temperaturempfindliche Organ und die temperaturempfindliche Feder sich nach entgegengesetzten Richtungen in bezug auf die Wippfeder erstrecken.4. Temperaturregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das nicht- temperaturempfindliche Organ und die temperaturempfindliche Feder sich nach der gleichen Seite in bezug auf die Wipp feder erstrecken. 5.Temperaturregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein stromführender Kontakt mit dem nicht- temperaturempfindlichen Organ zusam menwirkt, um Radiostärfreiheit zu er halten.6. Temperaturregler nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass das nicht- temperaturempfindliche Organ mehr als einen beweglichen Kontakt führt, so dass es mehr als einen .Stromkreis schalten kann.7. Temperaturregler nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass der eine der Kontakte auf dem nichttemperatuxempfindlichen Crgan mit einem Gegenkontakt zusammenarbei- tet, der auf einer temperaturempfindlichen Feder sitzt.Temperaturregler nach . Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, -dass die temperaturempfindliche Feder die niehttempexaturempfindliehe Feder in :Schlaufenfarm umgibt oder um- ,gekehrt. g. Temperaturregler nach Patentanspruch und Untcrauspruch 2:, dadurch gekenn- zeichnet;idass, die nicihttemperaturemp- fiudliche Blattfeder und die temperatur- empfindliche Feder unter einem Winkel zueinander Betehen.
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- 1937-05-07 CH CH198519D patent/CH198519A/de unknown
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