CH190828A - Verfahren zum Löschen von Kurzschlüssen in Wechselrichtern. - Google Patents

Verfahren zum Löschen von Kurzschlüssen in Wechselrichtern.

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CH190828A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Verfahren zum Löschen von Kurzschlüssen in Wechselrichtern.    Es ist bekannt, dass in Wechselrichtern  ein Kurzschluss entsteht, sobald sie infolge  unzulässiger Erhöhung der Stromstärke oder  infolge eines Defektes in der Steuerung über  die Trittgrenze hinaus beansprucht werden,  und dass der Kurzschluss nur durch Schalter  unterbrochen werden kann. Es ist ferner  bekannt, diese Kurzschlüsse mit Hilfe einer  von Kondensatoren erzeugten Gegenspannung  zu löschen. Diese Art der Löschung von  Kurzschlüssen in Wechselrichtern hat aber  den Nachteil, dass grosse Kondensatoren er  forderlich werden.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein Ver  fahren zum Löschen von Kurzschlüssen in  Wechselrichtern ohne Verwendung von Kon  densatoren. Das Verfahren gemäss der Er  findung besteht darin, dass der Strom der nach  dem     Kurzschlusspunkt    brennenden Anode auf  eine Anode     komunutiert    wird, die eine ge  nügende positive Wendespannung aufweist  und deren Spannung gegenüber der Kathode  im Abnehmen begriffen ist.    Ausführungsbeispiele des Verfahrens seien  anhand der     Fig.    1 und 2 erläutert. In den  Figuren sind die Phasenspannungen 1 bis 6  eines sechsphasigen Wechselrichters einge  zeichnet; mit e ist die Spannung des Gleich  stromnetzes benannt.

   Im normalen Wechsel  richterbetrieb brennen die Anoden in der  Phasenfolge zeitlich nacheinander,     wobei    der  Stromübergang von der jeweils brennenden  Anode auf die Folgeanode durch den     Kommu-          tierungspunkt    A bestimmt wird, dessen Lage  durch     Zündpunktverschiebung    mittels Gitter  steuerung und Kontaktapparaten oder Steuer  ventilen veränderlich ist. Der Strom der  Anode 2 wird also beim Punkt .A auf Anode  3 übergehen. Erfolgt nun dieser Übergang  nicht, dann brennt die Anode 2 über den     Kom-          mutierungapunkt    A hinaus. Vom     Kurzschluss-          punkt    P an wird die Wendespannung nega  tiv.

   Das heisst mit andern Worten, die Anode  2 kann von der Anode 3 nicht mehr abge  löst werden; es entsteht ein Kurzschluss, des  sen Strom durch die Abfälle im Gleichstrom-      kreis und im Wechselrichter, sowie durch die  Differenz zwischen Phasenspannung 2 und  Gleichspannung e bestimmt wird. Um diesen  Kurzschluss zu löschen, wird erfindungsgemäss  der     Kurzschlussstrom    der Anode 2 auf z. B.  die Anode 5 kommutiert. Dies geschieht im  Punkt B, weil in diesem Punkt die Spannung  der Anode 5 positiver ist als die Spannung  der Anode 2.

   Da die Differenz zwischen der  Spannung der Anode 5 und der Gleichspan  nung e abnimmt, so wird der     Kurzschluss-          strom    auf den Normalstrom reduziert, und  es kann nun nach der Anode 5 in normaler  Weise die Anode 6 und nachher die Anode  1 wieder im Punkt A gezündet werden. An  statt, wie beschrieben, bei einem Kurzschluss  der Anode 2 die Zündung der Anoden 3 und  4 zu überspringen und die Anode 5 zu zün  den, besteht, falls der     Kurzschlussstrom    nicht  sehr gross ist, die Möglichkeit, im Punkte D  die Anode 4 zu zünden. Dies hat den Vor  teil, dass dann der     Kurzschlussstrom    nicht zu  stark ansteigen kann. Im letzteren Fall wird  dann nur die Anode 3 übersprungen.

   Wesent  lich für die Durchführung des Verfahrens  zum Löschen von Kurzschlüssen in Wechsel  richtern gemäss der Erfindung ist die     Kommu-          tierung    des     Kurzschlussstromes    auf eine Anode,  die einerseits eine genügende Wendespannung  aufweisen muss und deren Spannung ander  seits gegenüber der Kathode im Abnehmen       begriffen    ist, das heisst die Zündung der den       Kurzschlussstrom    übernehmenden Anode muss  auf dem absteigenden Ast ihrer Spannungs  kurve erfolgen.

   Das Verfahren lässt sich so  durchführen, dass dem Gitter derjenigen Anode,  welche die     Kommutierung    jeweils übernehmen  soll, durch Unterbrechung des normalen     Zünd-          vorganges    das positive Zündpotential im ge  gebenen Zeitpunkt in Abhängigkeit vom Kurz  schlussstrom aufgedrückt wird. Die Gitter  steuerung kann dabei mit Hilfe eines Kon  taktapparates erfolgen, der beispielsweise mit  zwei Bürsten versehen ist, von denen die eine  für die normale Zündsteuerung, die andere  für die Zündsteuerung bei der Durchführung  der     Kommutierung    des     Kurzschlussstromes    ge  mäss der Erfindung     dient;    es kann auch eine    Ventilsteuerung benutzt werden.

   Es kann  dabei zweckmässig sein, im Gleichstromkreis  des Wechselrichters eine Drosselspule vorzu  sehen, die verhindert, dass der Gleichstrom  bei einem Kurzschluss rasch auf dem maxi  malen Wert ansteigt, wodurch die Sicherheit  des Verfahrens noch erhöht wird.  



  Tritt nun der Fall ein, dass der Gleich  strom nach     Kommutierung    des     Kurzschluss-          stromes    in der oben erläuterten Weise von  Anode 2 auf Anode 5 noch nicht auf den  Normalstrom abgeklungen ist und dass somit  die normale Kommutation von Anode 5 auf  Anode 6 erschwert ist, so kann wiederholt  der von der jeweils gezündeten Anode über  nommene     Kurzschlussstrom    auf eine solche  Anode kommutiert     wefden,    die eine genügende  positive Wendespannung aufweist und deren  Spannung gegenüber der Kathode im Abneh  men     begriffen    ist. Dies kann z.

   B., wie in       Fig.    2 dargestellt, dadurch erfolgen, dass der       Kurzschlussstrom    wiederholt auf unmittelbar  einander folgende Anoden kommutiert wird,  bis die normale     Zündpunktlage    wieder erreicht  ist. In diesem Fall wird im Punkt B der       Kurzschlussstrom    der Anode 2 auf die Anode  5 kommutiert, von Anode 5 im Punkte     E     auf die Anode 6, von Anode 6 im Punkte     T     auf Anode 1, und schliesslich von Anode 1  im Punkte 6     bezw.        El    auf Anode 2, worauf       darin    die normale Zündfolge einsetzt.  



  Anstatt wie bei     Fig.    1 beschrieben, die  erforderliche     Zündpunktverschiebung    auf eine  Anode zu beschränken und einen Kontakt  apparat mit zwei Bürsten vorzusehen, ist es  ohne weiteres möglich, den Zündpunkt aller  Anoden um den gleichen Betrag     vorzuver-          schieben,    indem z. B. die Kontaktscheibe des  Kontaktapparates rasch     vorverschoben    wird.  Der gleiche Zweck kann auch mit einer sta  tischen Steuerapparatur erzielt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Löschen von Kurzschlüssen in Wechselrichtern, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom der nach dem Kurzschluss- punkt brennenden Anode auf eine Anode kommutiert wird, die eine genügende positive Wendespannung aufweist und deren Span nung gegenüber der Kathode im Abnehmen begriffen ist. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der von der nach dem Kurzschlusspunkt brennenden Anode auf eine spätere Anode kommutierte Kurzschlussstrom nachher wiederholt auf unmittelbar einander folgende Anoden kommutiert wird, bis die normale Zündpunktlage wieder erreicht ist.
CH190828D 1935-09-02 1936-08-26 Verfahren zum Löschen von Kurzschlüssen in Wechselrichtern. CH190828A (de)

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