Notorisch betriebene Handschere. Bei Handscheren, insbesondere motorisch betriebenen Handscheren, mit gradlinig hin- und herbewegten Messern und einer Schneid gutauflage in Form eines Ganges einer kern losen Schnecke, besitzen die Schneiden des obern und untern Messers je einen gewissen Winkel zur Ebene des tafelförmigen Schneid- gutes. Es hat sich ergeben,
dass für gute Kurvenwendigkeit beim Betrieb der Hand schere diese :Schneidwinkel möglichst gross sein müssen.
Je grösser aber :diese Winkel, das heisst je spitzer zulaufend der die Schneide auf weisende Teil der.Scherenmesser gewählt ist, desto mehr tritt die unerwünschte Folge ein, dass längs der Schnittkante am Schneidgut sägezahnähnliche Zäckchen, herrührend von den Einstichen der Messerspitze, festzustellen sind.
Zur Erhöhung der Kurvenwendigkeit einer Handschere des genannten Typs wer den gemäss der Erfindung die Messer so aus- gebildet, dass die von der dem Gegenmesser zugewandten Messergleitfläche und der senk recht zu dieser Fläche und in Schnittrichtung gesehen hinten liegenden Messerfläche ge bildete Kante der Messer durch eine Aus nehmung unterbrochen ist, welche in einer Entfernung von mindestens 0,2 mm von der Messerspitze beginnt.
Diese Messerausbildung beruht auf der Erkenntnis, dass eine Schere des gekenn zeichneten Typs umso wendiger ist, je schma ler (gemessen in Richtung des Schneidgut- vorschubes) die Fläche ist, mit der die Mes ser sich am Ende :des schneidenden Messer hubes überdecken. Eine schmale Überdek- kungsfläche erhält man bei den bekannten Messern dadurch, dass man einen grossen Schneidwinkel wählt.
Dadurch rückt das in Schnittrichtung vorne liegende Ende der breitesten Stelle der Überdeckungsfläche wei ter nach hinten. Man muss aber dabei den oben geschilderten Nachteil der Zäckchen- bildung in Kauf nehmen.
Bei der vorstehend beschriebenen Aus bildung der Messer gemäss der Erfindung ist ein anderer, nicht mit .dem genannten Nachteil behafteter Weg zur Verkleinerung der grössten, in Schnittrichtung ;gemessenen Breite der Messerüberdeckungsfläche am Ende des :Schnitthubes begangen, nämlich der, das hintere Ende der breitesten Stelle der Überdeckungsfläche nach vorne zu rücken.
Die Aussparung an der Messerkante sollte zweckmässigerweise in möglichst un- mittelbarer Nähe der Messerspitze beginnen, das heisst an beiden Messern soll nur eine geringe, von der Spitze aus gemessen, jedoch mindestens 0,2 mm lange Strecke der Kante scharfkantig stehen bleiben, aber kleiner als der Hub .des bewegten Messers sein.
In der Zeichnung ist ein Teil eines Aus- führungsbeispiels des Erfindungsgegenstan des schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen .Scherenkopf mit den Messern; Fig. 2 ist eine in Richtung des Vor schubes der Handschere beim Schneiden ge sehene Ansicht, und Fig. 3 eine senkrecht dazu gesehene An sicht des Obermessers, .durch das Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV (Fix. 2) wiedergibt;
Fig. 5 ist eine in der gleichen Richtung wie Fig. 2 gesehene Ansicht, und Fig. 6 eine senkrecht dazu gesehene An sicht .des Untermessers, das in Fig. 7 in Draufsicht gezeichnet ist.
Die Abbildungen zeigen Ober- und Un termesser jeweils in der Lage, die sie im Betrieb zueinander einnehmen.
Aus Fig. 1 ist die Anordnung der Messer an einem Scherenkopf 7 zu erkennen, welcher an einen nicht gezeichneten Handgriffmotor angebaut zu denken ist. In dem Kopf 7 gleitet, von dem Handgriffmotor über ein ge eignetes Getriebe in Hin- und Herbewegung versetzt, der Messerstössel @6 auf und ab, wel cher an der Ausschnittstelle 7a des Gehäuses 7 zugänglich ist.
In einer Nute dieses Stössels 6 ist .das Obermesser 1 'bündig eingebettet und mit zwei Schrauben 5 aufgeschraubt. Das Untermesser 2 ist mit einer Schraube 4 an dem Schneidgutauflagetiscli .3 befestigt, der die Form eines kernlosen Schnecken ganges hat.
Über die Ausbildung der Messer selbst geben die Fig. 2 bis 7 im einzelnen Aus kunft. Die Schneidkanten sind bezeichnet mit la bezw. 2a, die Messerspitzen mit 1b bezw. 2b, :die Messergleitflächen mit 1c bezw. 2e, die in Schnittrichtung gesehenen, Muten liegenden Messerflächen mit 1d bezw. 2d.
Die durch die Messerspitze 1b bezw. 2b gehende Messerkante, an der die Flächen 1c und 1d bezw. 2c und 2d zusammenstossen, weist in der Nähe der Messerspitze eine Aus sparung 1e bezw. 2e auf.
Zwischen Messer spitze und der ausgesparten Kantenstrecke 1e, 2e ist eine geringe Strecke 1f bezw. 2f der scharfen Kante stehen gelassen. Die die Aussparung begrenzende Fläche ist gewölbt; ihre Krümmungsradien in senkrecht zur- un terbrochenen Kante liegenden Querschnitten werden mit zunehmender Entfernung von .den Messerspitzen 1b, 2b zunächst immer grösser, um am Obermesser 1 nach Über schreitung eines Höchstbetrages wieder klei ner zu werden.
Die Begrenzungsfläche der Aussparung ist dabei in Richtung der unter brochenen Kante konkav, während sie senk recht zu .dieser Kante konvex ist. Sofern, wie es beim Obermesser der Fall ist, die mit einer Aussparung zu versehende Kante lang genug ist, bleibt die Aussparung 1e, 2e so auf eine bestimmte, zwischen scharfkantigen Kantenteilen liegende Strecke beschränkt, die zweckmässig den 4- bis 10fachen Betrag der grössten vorkommenden Schneidgutstärke aus macht.
Die Länge der scharfkantigen Strecke zwischen Messerspitze 1b, 2b und Aussparung 1e, 2e soll zweckmässigerweise kleiner als der Messerhub sein.