CH167010A - Verfahren und Einrichtung zum Anfahren von Lokomotiven, welche mittelst einer Einspritzbrennkraftmaschine angetrieben werden. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Anfahren von Lokomotiven, welche mittelst einer Einspritzbrennkraftmaschine angetrieben werden.

Info

Publication number
CH167010A
CH167010A CH167010DA CH167010A CH 167010 A CH167010 A CH 167010A CH 167010D A CH167010D A CH 167010DA CH 167010 A CH167010 A CH 167010A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
fuel
compressed air
fuel injection
injection
starting
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktienge Humboldt-Deutzmotoren
Original Assignee
Humboldt Deutzmotoren Aktienge
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Humboldt Deutzmotoren Aktienge filed Critical Humboldt Deutzmotoren Aktienge
Publication of CH167010A publication Critical patent/CH167010A/de

Links

Landscapes

  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Description


      Verfahren    und Einrichtung zum Anfahren von     Lokomotiven,    welche     mittelst     einer     Einspritzbrennkraftmaschine    angetrieben werden.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum  Anfahren von Lokomotiven, welche     mittelst     einer     Einspritzbrennkraftmaschine    angetrie  ben werden, die mit den Triebrädern in  nicht     ausrückbarer    Verbindung steht,     mittelst     gleichzeitiger Zufuhr von Druckluft und  Brennstoff während eines ersten Teils des  Arbeitshubes, wobei der Brennstoff eventuell  an einer Zündvorrichtung entzündet     wird     und verbrennt.

    



  Beim Anfahren, wo Brennstoff und  Druckluft gleichzeitig eingeführt werden,  muss der zugeführte Brennstoff mit     mög-          lichster    Streuung, aber geringer Durch  schlagskraft eingespritzt werden. Eine zu  starke Durchschlagskraft würde bewirken,  dass Brennstoff der geringeren     Kolben-          geschvindigkeit    und, wenn die ersten Ver  brennungen mit geringerem als dem nor  malen     Verdiehfungsdruck        ausgeführt    werden    auch des geringen Luftwiderstandes wegen  an die Zylinderwandung geschleudert wird,  bevor er zur Verbrennung gelangt, und     dann.     zum Teil     unverbrannt    an den Zylinderwan  dungen entlang läuft.

   Erreicht     wird    eine  solche Einspritzung mit starker     Streuung     und geringer Durchschlagskraft beispiels  weise durch eine     Dralldüse,        unter    Verwen  dung geringen Einspritzdruckes. Auch darf  der     Einspritzdruck    nicht     zu    hoch sein, wenn  die     Verbindungsleitung    von der Pumpe zur  Einspritzdüse nach jeder     Einspritzung    ent  lastet wird, um ein Nachtropfen zu verhin  dern, und vor jeder Einspritzung von neuem  auf den Einspritzdruck gebracht wird, wozu  wegen der     Kompressibilität    des Öls ein umso  grösserer Kurbelwinkel gehört; je höher der  Einspritzdruck ist.

   Auch braucht bei den       Druckluft-Verbrennungshüben    die Durch  schlagskraft nicht so gross zu sein, um den  Brennstoff den     entfernteren        Luftteilchen    zu-      zuführen,     weil    die Verbrennungsluft nicht  als Vorrat     vorhanden,    sondern mit dem  Brennstoff vorteilhaft in dessen Nähe ein  geführt wird.

   Bei den normalen Verbren  nungen ohne Druckluft muss dagegen die       Brennstoffeinspritzung    genügend Durch  schlagskraft haben, um alle     Teile    des in  diesem Falle nicht stark     durchwirbelten          Luftraumes    zu erfassen zwecks Sicherung       günstigster    Brennstoffausnutzung und ge  ringen Luftüberschusses. Diese hohe Durch  schlagskraft erfordert im allgemeinen einen  höheren     Einspritzdruck,    als er aus den oben  angeführten Gründen für das Anfahren er  wünscht ist.  



  Gemäss der Erfindung wird der Brenn  stoff     während    des     Anfahrens    durch eine  eigene     Einspritzeinrichtung    in den Brenn  raum     eingeführt,    welche eine     feinere    Ver  teilung des Brennstoffes bewirkt und ihm  eine geringere Durchschlagskraft erteilt als  die     Einspritzeinrichtung    für den normalen  Betrieb. Zweckmässig erfolgt die Ein- und  Ausschaltung der beiden     Brennstoffeinspritz-          einrichtungen        mittelst    eines Hauptsteuer  hebels, der den     Eintrittswinkel    der Druck  luft- und Brennstoffzufuhr während des An  fahrens bestimmt.

   Beim     Ingangsetzen    der  kalten, ruhenden Maschine, bei der die  Druckluft- und     Brennstoffzufuhr    vorteilhaft  auf dem grössten     Kurbelwinkel    - beispiels  weise<B>100'</B> - erfolgt, ist zunächst nur die  erste     Einspritzeinrichtung        eingeschaltet;

      bei  der Weiterbewegung des     Hauptsteuerhebels     -     wir        #_        d        mit        wachsender        Geschwindigkeit        der     Maschine dann sowohl der     Zutrittswinkel    de  Druckluft, als auch der     Einspritzwinkel    des  Brennstoffes vermindert, vorteilhaft bis zu  einem gewissen Punkt,

   wo nunmehr die  zweite     Brennstoffeinspritzeinrichtung    ein  geschaltet     wird.    Bei weiterer     Verminderung     des     Eintrittswinkels    der Druckluft     wirken     dann beide     Einspritzeinrichtungen    zusam  men, wobei der     Einspritzwinkel        bezw.    die       Einspritzmenge    der ersten     Einspritzeinrich-          tung    immer weiter vermindert,

   die     Einspritz-          menge    der     andern        Einrichtung    dagegen ver  grössert wird, bis bei Erreichung von     einer       gewissen     Geschwindigkeit    der Lokomotive ab  ohne Druckluftzufuhr vielleicht zunächst  noch mit     Luftaufladung,    dann ohne diese  gearbeitet werden kann. Es empfiehlt sich,  durch die Düse der ersten     Brenustoffein-          spritzeinrichtung    bei jedem Hub noch kleine  Brennstoffmengen einzuspritzen, um das Zu  setzen (Verstopfen) der Düsen zu verhindern.

    Zweckmässig     wird    die Verdichtung der in  den Arbeitszylinder angesaugten Luft beim  Anfahren anfänglich ganz oder teilweise  ausgeschaltet und erst mit steigender Fahr  geschwindigkeit immer mehr wieder ein  geschaltet. Ferner ist in diesem Fall in die       Druckluftzuleitung.vorteilhaft    noch     ein    Luft  drosselorgan eingebaut, um einesteils die  Zugkraft der Lokomotive der zu beschleuni  genden Hasse, Zahl und Gewicht der Wagen  anzupassen,

   anderseits bei grossem     Luftein-          trittswinkel    erst mit niedrigem Druck an  zufahren und erst bei     Verminderung    des       Lufteintrittswinkels    mit steigender     Lokomo-          tivgeschwindigkeit    den Druck allmählich  auf den vollen     Verdichtungsdruck    des nor  malen Betriebes zu steigern.  



       Einspritzbrennkraftmaschinen    mit meh  reren Brennstoffdüsen in einem     Verbren-          nungsraum.    sind an sich     bekannt.    Hierbei  handelt es sich aber um Brennstoffdüsen  gleicher     Konstruktion    und Betriebseigen  schaften, die oberhalb einer     bestimmten    Be  lastung gemeinsam     und        unterhalb        dieser    Be  lastung nur zum Teil     betrieben    werden.  



  Die zur Ausübung des Verfahrens gemäss  der Erfindung dienende     Einrichtung    besitzt  zwei     Brennstoffeinspritzvorrichtungen,    von  denen die eine mit einer den     Brennstoff    mit  geringer Durchschlagskraft     und    in feiner  Verteilung, die andere mit einer den Brenn  stoff mit grösserer Durchschlagskraft     und     geringer Streuung einspritzenden Düse aus  gestattet ist;

   ferner ist ein den     Eintritts-          kurbelwinkel    der Druckluft     bestimmendes          Steuerorgan        mit    den     Einschaltorganen    der       Brennstoffeinspritzeinrichtungen    so verbun  den, dass mit fortschreitender Verminderung  des Kurbelwinkels     für    die     Drucklufteinfüh-          rung    die zweite Brennstoffeinspritzeinrzch-           tung    eingeschaltet und die Brennstoffein  spritzung durch die erste Einrichtung min  destens eingeschränkt     wird.     



  Beiliegende Zeichnung betrifft ein Aus  führungsbeispiel der Einrichtung gemäss der  Erfindung. anhand welcher das Verfahren  gemäss der Erfindung im folgenden bei  spielsweise erläutert wird.  



       Fig.    1 ist ein Teil eines Schnittes durch  einen     Einspritzbrennkraftmaschinenzylinder          mit    den zugehörigen Brennstoffpumpen und  Einspritzorganen;       Fig.    ? ist ein Fahrdiagramm, das die  Stellung der verschiedenen Steuerorgane in  Abhängigkeit der fortschreitenden Fahr  geschwindigkeit veranschaulicht, und       Fig.    3 stellt die zu einzelnen Fahr  geschwindigkeiten der     Fig.    ? gehörigen     pv-          Diagramme    dar.  



  In der     Fig.    1 ist der Kolben 3 im Ar  beitszylinder 2 in seiner obern     Totlage    ge  zeichnet. Durch den Zylinderkopf 4 ist ein  elektrisch beheizter     Zündkörper,5    eingeführt.  Ferner befinden sich im Kopf das Brenn  stoffventil 6 für das     Ingangsetzen,    das  Brennstoffventil 7 für den normalen Be  trieb, das     Druckluftanlassventil    8 und das       Entlastungs-    oder Entlüftungsventil 9. Die  Nadel 10 des Ventils     .6,    die durch eine Feder  12 auf ihren     ,Sitz    11 gedrückt wird, endigt  in einer mit Schraubennuten versehenen  Spitze, durch die eine feine Brennstoffver  teilung erreicht wird.

   Das Ventil öffnet in  bekannter Weise. unter dem Druck des  Brennstoffes, der durch die Pumpe 14 über  die Leitung 15 zugeführt wird. Das Ventil  7 wird von der Pumpe 16 über die Rohr  leitung 17 gespeist. Die Belastungsfeder 18  seiner Nadel ist stärker als die des Ventils 6.  Beide     Brennstoffpumpen    und ebenso das  Druckluftventil 8 werden durch Schräg  nocken 19, 20, 21 betätigt, welche     achsial     verschiebbar auf der gemeinsamen Welle 18  sitzen. Letztere erhält ihren Antrieb durch  Zahnräder 22 und 23 von der nicht dar  gestellten Kurbelwelle. Die Welle 1,8 ist  mittelst Lagern 24 und 25 auf dem Träger  32 abgestützt.

   Der Hub des Kolbens 33 der         Brennstoffpumpe    14 ist mit der Höhe des  Schrägnockens 19     veränderlich.    Der Nocken  ist so geformt, dass der Kolben jeweils durch  das     Druckventil    37 zu fördern beginnt, wenn  der Arbeitskolben 3 sich etwa in seinem  obern Totpunkt befindet, und dass er seinen  Hub umso später beendet, je höher der  Nocken ist. Die Feder 34 bewirkt die Rück  führung des Pumpenkolbens und die An  saugung aus dem Kanal 35 durch das Ven  til 36. Die Pumpe     1@6    wirkt in gleicher  Weise. Der Kolben 39.     wird    vom Nocken 20  betätigt, der     Saughub    geschieht     mittelst    der  Feder 38.

   Die Pumpe enthält einen Saug  kanal 40, das Saugventil 70 und das Druck  ventil 42.  



  Der Nocken 21 öffnet das Druckluft  ventil 8     mittelst    der Stange 44 und des  Winkelhebels 45 entgegen der     ,Spannung     einer Feder 43. Dieser Nocken besitzt eine  ähnliche Form wie der Nocken 19, das heisst  der     Zeitpunkt    der Öffnung liegt etwa stets  bei der gleichen     Kurbelstellung.    Die Öff  nungsdauer und damit der Abschluss des       Ventils    ist veränderlich. Die Druckluft wird  vom Behälter 46 durch das Rohr 47, den  Drehschieber 48 und das Rohr 49 dem Ven  til 8 zugeleitet.

   Der Schieber 48 wird durch  den Handhebel 52 bedient und ermöglicht,  die Druckluft beim     Beginn    des     Anfahrens     zu drosseln und den Druck allmählich wäh  rend der Beschleunigung der Maschine frei  zugeben,     uze    es im später erläuterten Dia  gramm     Fig.    2 durch die Linie 3 angedeutet  ist.  



  Das     Entlastungs-    oder     Entlüftungsventil     9 wird bei geringem Überdruck im Zylinder  von der Feder 50 offen gehalten, so dass der  Brennraum mit der äussern Atmosphäre über  die Bohrung 51 in     Verbindung    steht.     Wenn     der Arbeitskolben 3 während des Verdich  tungshubes sich nur langsam bewegt, wie  bei den allerersten     Anfahrhüben,    so vermag  die ausströmende Luft das Ventil 9 nicht  zu schliessen.

   Erst die im Totpunkt ein  strömende Druckluft erhöht den Druck     im     Zylinder plötzlich so stark, dass das Ventil  sofort     geschlossen        wird.    Wenn die Na-           schinengeschwindigkeit        zunimmt,    wird wäh  rend. des Kompressionshubes die ausblasende  Luft das Ventil 9 entgegen der Spannung  der Feder 50 schliessen. Der Abschluss er  folgt umso eher, je höher die Maschinen  geschwindigkeit ist, da der Kolben bei zu  nehmender Geschwindigkeit immer früher  nach seiner untern     Totlage    die erforderliche       Geschwindigkeit    erreicht.

   Die volle     Ver-          dichtung        wird    auf diese Weise entsprechend  der     Maschinengeschwindigkeit    eingestellt.  An die Stelle der Feder kann natürlich auch  ein     Druckluftkolben    treten. Am Träger     32     sind zum Verstellen der Nocken 19, 20 und  21 drei Winkelhebel 26, 27 und 28 auf den  Zapfen .29,     -30    und 31 gelagert.  



  Die Winkelhebel 26 und 27     sind        mittelst     Zapfen 68     bezw.        -63    mit Stangen     6ss        bezw.     64 verbunden, welche an Zapfen 65     bezw.     62 eines zweiarmigen Hebels 5.9, 61 an  greifen, der auf der Welle     5i5    mit dem Zahn  rad 53 in nicht gezeichneter Weise fest ver  bunden ist.

   Dieses steht in Eingriff mit  einem Zahnsegment 54, das drehbar auf dem  Zapfen     I56    angeordnet ist und     mittelst    Hand  hebels 57 verstellt     wird.        Ein    Zapfen 58 am  Handhebel ist durch eine Stange 6:1     mit     einem Zapfen 60 des     Winkelhebels    2,8 ver  bunden. Je drei Stellungen der Hebel 57  (59, 61) sind     strichpunktiert    angedeutet und  mit gleichen Bezugszeichen:     0,5,0    und 100  versehen. Diese mögen     etwa    die Fahr  geschwindigkeit der     Lokomotive    bezeichnen.

    Die Einrichtung ist in der Stellung für  50     km/st        Fahrgeschwindigkeit    gezeichnet.  Die Stange 44 des     Druckluftventils        wird    ge  rade vom Schrägnocken 21 nicht mehr an  gehoben. Die Pumpe 14 fördert nur noch  sehr wenig Brennstoff, gerade genügend, um       ein    Verstopfen der Düse 6 zu verhindern.  Der Nocken 20 gibt nahezu die grösste  Fördermenge.     Eine    weitere Abwärtsbewe  gung des Hebels 57 wird nur noch die För  dermenge der Pumpe 1.6 verringern.

   Wenn  der Hebel 57 während des     Anfahrens    aus  der Stellung 0 langsam so gesenkt wird, dass  die     tatsächliche        Maschinengeschwindigkeit          etwa        mit    den     Zahlen-der    Skala .69 des He-         bels        .übereinstimmt,    so werden die Brenn  stoffpumpen 14,     1 &     und das Druckluftventil  8 etwa in der in     Fig.    2 dargestellten Weise       betätigt.     



  In     Fig.    2 stellt die     Linie    1 die Grösse des  in Graden des Kurbelkreises gemessenen  Eintrittswinkels der     Druckluft    dar, begin  nend mit<B>100'</B> bei der     Anfangsgeschwindig-          keit    0 und endigend mit 0   bei Erreichung  einer Geschwindigkeit von 50     km/st.    Die       Linie    2 bedeutet die     Einspritzdauer    der  ersten     Brennstoffeinspritzeinrichtung,    gleich  falls gemessen in Graden des Kurbelkreises.

    Sie beträgt bei der     Anfangsgeschwindigkeit    0  auch<B>100'</B> und ist bei einer Geschwindig  keit von 40     km/st    auf ungefähr ,5       gesunken.     Der Einspritzwinkel von 5   wird auch bei  grösseren     Geschwindigkeiten    nicht     unter-          schritten,        um.    ein Verschmutzen der Düse 13  zu verhindern.

   Die Linie     3,    zeigt den Zu  führungsdruck der Druckluft, der bei der       Anfangsgeschwindigkeit    0 etwa 15     at    be  trägt und bei einer     Geschwindigkeit    von       etwa    50 km/st 40     at        erreicht.    Ferner zeigt  die Linie 4 die Dauer der Brennstoffein  spritzung der zweiten     Einspritzeinrichtung.     



  Aus dem Diagramm ist erkennbar, dass  die Linien 1 und 2 bei einer     Geschwindig-          keit    von etwa 25     km/st    eine     Unstetigkeit     aufweisen. Die Linie 4 zeigt bei etwa  40     km/st    ihren Höhepunkt.

       Hier    ist die Ein  spritzung der ersten     Einrichtung    auf das  Minimum     gesunken.    Es vollzieht sich von  40 bis 100     km/st    der normale Betrieb, der  sozusagen nur mit der     zweiten        Einspritz-          einrichtung    durchgeführt     wird,    und     zwar     von 40, bis 50 km zweckmässig noch mit       Luftnachladung,    dann ohne diese.  



  Die     Fig.    3 lässt die unter Mitwirkung des  Entlüftungsventils zustande kommenden,  verschieden geformten     Arbeitsdiagramme    der  Antriebsmaschine, es ist hier eine Zweitakt  maschine vorausgesetzt, in Abhängigkeit von  der wachsenden     Lokomotivgeschwindigkeit          erkennen.    In. senkrechter     Richtung    ist der  Kolbenhub 5 aufgetragen und quer dazu der  Druck im Arbeitszylinder. Über den Teil     @6     des Hubes     hat-der-Kolben        Auslassschlitze    des           Zylinders    geöffnet. Bei der Geschwindig  keit 0 ist der Zylinder von der Verdichtung  völlig entlastet.

   Die     Druckluftverbrennung     dauert während etwa     -j-,    des Kolbenhubes an,  worauf eine kurze Expansionsperiode und  darnach Auspuff und Spülung erfolgen. Bei  10     km/st    ist schon eine kleine Verdichtung,  einsetzend etwa im letzten Fünftel des Kol  benhubes vor Totpunkt, erkennbar. Die Ein  strömung der Druckluft erfolgt entsprechend  einer grösseren Öffnung des Drosselorganes       -18    unter höherem Druck, die     Druckluftver-          brennung    dauert aber nur auf einem kür  zeren Kolbenweg (etwa     5,0%)    an, worauf  eine entsprechend längere Expansion einsetzt.

    Bei 80     km/st    findet die Verdichtung bereits  im letzten Drittel des Kolbenhubes statt.  Die     Verbrennung    erfolgt hier durch Zusam  menwirken beider     Einspritzeinrichtungen,     was aus der Druckspitze am Beginn des Ar  beitshubes im Diagramm erkennbar ist. Bei  40     km/st    sind nur noch die zweite     Einspritz-          einrichtung    und die Druckluft wirksam. Das  Arbeitsdiagramm zeigt dabei volle Verdich  tungsspannung und normale     Verbrennung.     Bei 80 km/st ist ein normales Diagramm ohne  Druckluft, jedoch mit geringerer Füllung  und dementsprechend mit kleinerem Flächen  inhalt zu erkennen.  



  Die Skala in     Fig.    1 zeigt lediglich eine  für das Anfahren und eine Beschleunigung  unter normalen Verhältnissen günstige Regu  lierung an. Beispielsweise kann auf einer  Steigung, nachdem bereits die volle Fahr  geschwindigkeit erreicht ist, der Hebel<B>57</B>       wiedar    auf     Druckluftverbrennung    zurück  gestellt werden, so dass eine erhöhte Zug  krafi erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Anfahren von Lokomo tiven, welche mittelst einer Einspritz- brennkraftmaschine angetrieben werden, die mit den Triebrädern in nicht aus rückbarer Verbindung steht, mittelst gleichzeitiger Zufuhr von Druckluft und Brennstoff während eines ersten Teils des Arbeitshubes, dadurch gekennzeich- net,
    da.ss der Brennstoff während des Anfa.hrens durch eine eigene Einspritz- einrichtung in den Brennraum eingeführt wird, welche eine feinere Verteilung des Brennstoffes bewirkt und ihm eine ge ringere Durchschlagskraft erteilt als die Einspritzeinrichtung für den normalen Betrieb.
    II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch zwei Brennstoffein- spritzeinrichtungen, von denen die eine mit einer den Brennstoff geringer Durch schlagskraft und in feiner Verteilung, die andere mit einer den Brennstoff mit grösserer Durchschlagskraft und geringer Streuung einspritzenden Düse ausge stattet ist, und dass ein den Eintritts- kurbelwinkel der Druckluft bestimmen des Steuerorgan mit dem Einschaltorgan der Brennstoffeinspritzeinrichtungen so verbunden ist,
    dass mit fortschreitender Verminderung des Kurbelwinkels für die Drucklufteinführung die zweite Brenn- stoffeinspritzeinrichtung eingeschaltet und die Brennstoffeinspritzung durch die erste Brennstoffeinspritzeinrichtung min destens eingeschränkt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch Il, ge kennzeichnet, dass eine Zündvorrichtung zum Entzünden des beim Anfahren ein gespritzten Brennstoffes.
    ?. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch einen Brennstoff nocken (19) zum Antrieb der Brenn stoffpumpe (14) der ersten Brennstoff- einspritzeinrichtung der auch nach völ ligem Abstellen der Druckluft noch Brennstoff mitfördert. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Zufuhr der Druckluft ausser von dem den Ein trittswinkel der Druckluft bestimmen- den, mit den Brennstoffeinspritzungen verbundenen Steuerorgan (57) noch von einem von den Erennstoffeinspritzein- richtungen unabhängigen Luftdrossel organ beherrscht wird.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch II, mit in den Motorzylinder eingebautem Ent- lüftungsventil, dadurch gekennzeichnet, dass das Entlüftungsventil (9) durch eine Feder offen gehalten wird, bis es vom wachsenden Gegendruck im Zylin der geschlossen wird.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch II, mit in den Motorzylinder eingebautem Ent- lüftungsventil, dadurch gekennzeichnet, dass das Entlüftungsventil (9) dureh einen Druckluftkolben offen gehalten wird, bis es vom wachsenden Gegendruck im Zylinder geschlossen wird.
CH167010D 1931-10-26 1932-09-27 Verfahren und Einrichtung zum Anfahren von Lokomotiven, welche mittelst einer Einspritzbrennkraftmaschine angetrieben werden. CH167010A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE167010X 1931-10-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH167010A true CH167010A (de) 1934-01-31

Family

ID=5686277

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH167010D CH167010A (de) 1931-10-26 1932-09-27 Verfahren und Einrichtung zum Anfahren von Lokomotiven, welche mittelst einer Einspritzbrennkraftmaschine angetrieben werden.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH167010A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3788406T2 (de) Elektronisch gesteuertes Einspritzsystem.
DE19581047B4 (de) Hydraulisch betätigte elektronisch gesteuerte Brennstoffeinspritzvorrichtung
DE69812926T2 (de) Hydraulisch betätigtes einspritzventil für gasförmige kraftstoffe oder für zwei kraftstoffe
DE4225444C2 (de) Mit einem Emulsionskraftstoff angetriebener Motor (II)
DE60117143T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von kraftstoffmehrfacheinspritzungen in den zylindern einer brennkraftmaschine
DE19747231A1 (de) Verfahren zur Einspritzung von Kraftstoff in die Brennräume einer luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschine
DE2643466A1 (de) Kraftstoffeinspritzpumpe
DE2924128A1 (de) Einrichtung zur einspritzung von zuendkraftstoff einerseits und zuendunwilligem hauptkraftstoff andererseits fuer dieselmotoren
EP0375928A2 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung
DE2330249A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum einbringen von brennbarem gemisch in die zylinder eines verbrennungsmotors
CH650836A5 (de) Kraftstoff-einspritzverfahren fuer direkt einspritzende, selbstzuendende und fremdgezuendete brennkraftmaschinen.
EP0290797A2 (de) Kraftstoffeinspritzpumpe
DE1576310B2 (de) Mengenregeleinrichtung einer kraftstoffeinspritzpumpe fuer kraftfahrzeugdieselmotoren
DE60028125T2 (de) Kraftstoffeinspritzsystem für einen Diesel Motor
DE4135135A1 (de) Selbstzuendende hubkolbenbrennkraftmaschine
DE102017201275A1 (de) Verbrennungskraftmaschine mit kraftstoff-einspritzsüde mit zusätzlicher zuführung eines verbrennungsfördernden mediums in den brennraum
DE674526C (de) Selbst- oder fremdzuendende, luftverdichtende Brennkraftmaschine
DE19812170A1 (de) Kraftstoffeinspritzanlage für eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine
CH167010A (de) Verfahren und Einrichtung zum Anfahren von Lokomotiven, welche mittelst einer Einspritzbrennkraftmaschine angetrieben werden.
DE3510301C2 (de)
DE640249C (de) Verfahren zum Erleichtern des Anlassens von Einspritzdieselmotoren
DE501780C (de) Vorrichtung zur Brennstoffeinspritzung fuer Brennkraftmaschinen
DE568137C (de) Verfahren und Einrichtung zum Anfahren von Diesellokomotiven
DE102016219101B4 (de) Hubkolben-verbrennungskraftmaschine mit vorrichtung zum steigern ihres drehmomentes
DE202020002930U1 (de) Kraftstoffeinspritzung im Verbrennungsmotor