Schmiereinrichtung für Achslager -von Schienenfahrzeugen finit umlaufender Ölförderscheibe. Die Erfindung betrifft eine Schmierein- richtung für Achslager von Schienenfahr zeugen mit umlaufender, am Deckel des Lagergehäuses drehbar gelagerter Ölförder- scheibe,
die durch den Achsstummel ange trieben wirrt und -das Schmiermittel anhebt und es ist in einem von zwei je nach der Drehriühtung der Scheibe zur Wirkung kom menden Stauräumen unter Überdruck ansam melt, von wo es zu der Gleitfläche des Lagers geleitet wird.
Sie ist .dadurch gekennzeich net, dass die Ebene der Dichtung:sflä.che zwi schen dem Lagerdeckel und dem Lager gehäuse gegenüber der Ebene, in der die Förderscheibe rotiert, geneigt und derart an geordnet ist, da.ss der obere Teil der Förder- scheibe über die genannte Ebene gegen den Deckel hin hinausragt, während der untere Teil der Förderscheibe in .den Hohlraum des Lagergehäuses, welcher den Ölsumpf ein schliesst, hineinragt.
Bei einer besonderen Ausführungsform .der Schmiereinrichtung liegt der niedrigste Punkt der vom Deckel verschlossenen Öff nung des Lagergehäuses höher als der höchste Ölspiegel im blsumpf, wodurch ver hindert wird, dass. eine Undichtheit an der Dichtungsfläche zwischen Lagergehäuse und Lagerdeckel Ölverluste verursacht.
Weiters kann die Förderscheibe in einer die Stauräume bildenden Nut rotieren, wel che ausschliesslich oder hauptsächlich im Lagerdeckel angeordnet und unten offen ist, so da,ss die Scheibe beim- Zusammenbau der Teile von unten eingesetzt werden kann. Diese Staunut soll zweckmässig einen mög lichst: b ossen Teildes Umfanges der Förder- scheibe umgreifen, das heisst sie soll womög lich einen grösseren Bogen als<B>180,'</B> des Um fanges der Förderscheibe einhüllen.
Bei einer so durchgebildeten Fördereinrichtung wird die Staunut- die schon unten in der.Nähe des Ölsumpfes beginnen kann, auch bei geringe ren Umlaufzahlen der Förderscheibe ständig und ganz mit Öl erfüllt gehalten, was, gün stig ist für :die Überdruckbildung in der Staunut.
Bei den bekannten Schmiereinrichtungen mit einer solchen Staunut, die die Förder scheibe längs :des Randes an beiden Stirn seiten auf einem Bogen -über <B>180'</B> umgreift ist die Einbringung der Förderscheibe in-,die enge Nut nur :dann möglich, wenn der Lager deckel, der :die Nut enthält, geteilt ausgebil det ist, so dass, durch das Zusammenfügen dieser beiden Teile erst die Nut um die Scheibe auf einen Winkel über<B>180'</B> ge schlossen wird.
Dies trifft zu zum Beispiel bei einem Stirnlager, indessen stirnseitigem Deckel eine solche Nut zur Gänze eingearbei tet ist, wobei :die Deekeldichtungsfläche zur Achse :des Lagers senkrecht steht. Ebenso trifft :dies zu auch bei einer Ausbildung :der Fördervorrichtung in einem Achslager, bei welchem der Deckel zusammen mit dem Lagergehäuse nach :dem Aufsetzen auf das selbe :die Fördernut um die Scheibe ab schliesst, wobei also die Fördernut in. ihrer $auptebene geteilt erscheint.
Die erstere An ordnung ist :deshalb nachteilig, weil dabei :der Deckel aus: zwei Teilen gebildet werden muss, die letztere deshalb, weil die Förderscheibe die in achsialer Richtung knapp den Spalt erfüllen muss, der oben zur Bildung der Stau räume in :der Staunut vorzusehen ist, dann meist wegen des normal verwendeten weichen Dichtungsringes zwischen Lagerdeckel und Gehäuse beim Anziehen der Deckelbefesti- gungsschrauben die Förderscheibe entweder. festklemmt oder zu wenig eng umschliesst.
Durch die eingangs gekennzeichnete Schieflegung der Dichtungsfläche zwischen Deckel und Lagergehäuse gegenüber der Rotationsebene :der Förderscheibe kann all diesen Schwierigkeiten ausgewichen werden. Die Fördernut kann nun, .soweit sie im Dek- kel verläuft, nach unten offen ausgebildet sein, so dass die Förderscheibe von unten her in sie einschiebbar ist.
Beim Aufbau des Deckels auf das Lagergehäuse wird sie dann in dem gewünschten Ausmass :durch Fort setzungen, welche im Lagergehäuse liegen, geschlossen, und, zwar an Stellen, wo eine genaue Lage der Nutwandungen gegenüber den Förderscheibenflächen nicht nötig ist.
Es kann aber äuch die ganze Fördernut. im Deckel angeordnet werden, ohne :dass eine Teilung desselben nötig ist, wenn sie eine genügend grosse Öffnung nach unten gegen den Ölsumpf des Lagergehäuses erhält, durch die die Förderscheibe von, unten her in die Nut einschiebbar ist. Es ergeben sich somit vorteilhafte Ausbildungsformen der Schmier einrichtung für Achslager, :die anhand .der nachbeschriebenen Figuren erläutert seien.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele :der Erfindung dargestellt. Die Fig. 1 zeigt den Lagerdeckel mit einer erfindungs gemäss; eingebauten Förderscheibe von innen gesehen; Fig. 2 stellt ,das Achslager mit dem Deckel nach Fig. 1 in einem vertikalen Längsschnitt nach der Linie A-A :der Fig. 1 :dar; :die Fig. ss und 4 zeigen eine andere Ausführungsform des Erfindungsgegenstan- des in einer den Fig. 1 und 2 analogen Dar stellungsart.
Gemäss :den Fig. 1 und 2 ist der Achs stummel 1 an seiner Stirnseite mit einem Finger 4 versehen, der in einen Schlitz \? der Förderscheibe 3 eingreift. Die Scheibe 3 ist auf den Zapfen 5 des Lagerdeckels 6 .dreh bar gelagert und läuft in einer Nut 7 um, die in ihrem obersten Teil 8 zu einem Schlitz verengt ist, :der gerade nur so weit ist, dass er die Scheibe 3 durchtreten lässt. Auf :diese Weise werden innerhalb :der Nut 7 knapp vor dem verengten Teil 8 Stauräume 9, 9' gebildet, von denen jeder bloss bei einer Dreh richtung wirksam ist.
Das Öl oder sonstige von der Scheibe 3 geförderte Schmiermittel wird zufolge des engen, das Schmiermittel zurückhaltenden Teils 8 in einem der beiden Räume 9, 9' unter Überdruck angestaut. In diesen Stauräumen sind Öffnungen vorge sehen, die zu Kanälen 10, 10' führen, durch die :das. Schmiermittel zur Gleitfläche des Lagers fliesst.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Dichtungsfläche 11, 11' zwischen dem Lager gehäuse und dem Lagerdeckel 6 unter spitzem Winkel gegenüber,der Ebene, in der die Förderscheibe rotiert, geneigt, und zwar so, dass der obere Teil der Förderscheibe 3 über die Ebene der Dichtungsfläche 11, 11' in den Raum hineinragt, der bloss vom Dek- kel eingenommen ist. Der untere Teil der Förderscheibe 3 ragt hingegen zufolge der Neigung der Ebene der Dichtungsfläche 11, 11' in das Lagergehäuse und taucht daher in den den Ölsumpf enthaltenden Teil 13 des Gehäuses.
Vorteilha_fterweise legt man den niedrig sten Punkt der vom Deckel verschlossenen (-)ffnung des Lagergehäuses höher als den Öl- spiegel im Ölsumpf, so dass eine Undichtheit an der Dichtungsfläche 11, 11' keine Öl- verluste verursachen kann.
Nichtsdesto- weniger kann die Förderscheibe genügend tief in den Ölsumpf eintauchen, um die För derung einer genügend grossen Ölmenge durch Adhäsion sicherzustellen.
Das Abführen des Öls unter Druck, von den Stauräumen zu den Gleitflächen des Lagers wird in bekannter Weise durch die Kanäle 1.0. 10' bewerkstelligt, die vom Dek- kel ausgehen und die Dichtungsfläche 11, 11' durchsetzen. Was den Zusammenbau der Teile des beschriebenen Lagers betrifft, so kann die Förderscheibe 3 sehr leicht von un ten in die enge, im Deckel angeordnete Tut 7 eingeführt werden.
Nach der Befestigung des Deckels taucht der untere Teil der Scheibe 3 in den Olsumpf des Gehäuses 13, während der niedrigste Punkt der vom Delk- kel verschlossenen Öffnung des Lager gehäuses oberhalb des Ölspiegels zu liegen kommt.
In der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 besitzt die Nut im Deckel Fortsätze 12, 12', die möglichst weit nach abwärts ge- tren die Ülspiegel hinreichen.
Diese Fort- n 21 s ätze i vergrössern den Bogen a, entlang Z, wel- ehem der Umfang der Scheibe 3 von der Nut umgeben ist, so dass, dieser Bogen möglichst gross, auf jeden Fall jedoch grösser als 180 ist.
Die Anordnung nach den Fig. 3 und 4 ist. ähnlich jener nach den Fig. 1 und 2 und weicht von letzteren nur insoferne ab, als eine besondere Verlängerung der Nut 7 über einen sehr beträchtlichen Teil des Umfanges der Scheibe 3: vorhanden ist. Zu diesem Zwecke ist der untere Teil der Nut 7 im Lagergehäuse selbst eingearbeitet.
Wenn Gehäuse und Deckel vereinigt sind, umgibt die Nut 7 die Förderscheibe entlang einem grösseren Umfangsteil, so, dass sich ein grösse rer Bogen ss, entlang welchem die Förder- scheibe innerhalb der Nut rotiert; ergibt.
Die Wirkungsweise der dargestellten Schmiereinrichtungen ist folgende: Wenn die Förderscheibe :3 rotiert, so hebt sie das an ihr haftende Öl aus dem Ölsumpf empor. Je nach der Drehrichtung der Scheibe wird,das; Öl in den einen oder andern der Stauräume 9, 9' gefördert. Angenommen, die Drehrichtung erfolge im Uhrzeigersinne, so sammelt sich das Öl im Raume 9, da der verengte Teil 8 das -Öl zurückhält, so.,dass in diesem Raum eine Steigerung des. Druckes eintritt.
Da. die Mündung des Kanals 10 ge rade an dieser Stelle liegt, fliesst das Öl unter Überdruck durch den Kanal zu der Gleit fläche des Lagers.