CH166356A - Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben durch kochendes Wasser und Dampf. - Google Patents
Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben durch kochendes Wasser und Dampf.Info
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Description
Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben durch kochendes Wasser und Dampf. Gegenstand der Erfindung ist eine Injek tionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisie ren derselben durch kochendes Wasser und Dampf.
Der Erfindungsgegenstand hat. den Vor zug, ,dass die Sterilisierung der Injektions spritze, und zwar auch in unierlegtem Zu stande, durch Auskochen in sehr geringen, leicht zum Kochen zu bringenden Wasser mengen ermöglicht wird, so dass man die Sterilisierung schnell und mit geringen Kosten durchführen kann. Dabei bedarf es so gut wie keiner Aufsicht.
Gemäss der Erfindung zeichnet sich der Erfindungsgegenstand aus durch eine in ihrem obern Teil erweiterte Kochröhre, in welcher Erweiterung die Injektionsspritze mittelst mindestens eines in der Nähe ihres obern Endes angebrachten vorspringenden Teils aufgehängt ist, der so beschaffen ist, dass er sich im untern Abschnitt der Erwei terung an .deren Wandung anlegt, dabei aber zugleich Durchgänge zwischen dem untern Teil der Kochröhre und dem obern Ab schnitt der Erweiterung freilässt. Die Koch röhre hat zweckmässig einen Durchmesser, der nur wenig grösser ist als derjenige der Injektionsspritze, damit man mit möglichst geringen Wassermengen auskommen kann.
Die Erweiterung im obern Teil der Koch röhre kann trichterförmig, becherförmig, kelchförmig oder ähnlich gestaltet sein. Als besonders zweckmässig hat sich die Kelch form erwiesen. Der vorspringende Teil am obern Ende der Injektionsspritze kann belie bige Form haben, sofern er nur geeignet ist, sich an die Innenwandung der Erweiterung anzulegen und die Spritze auf diese Weise zu tragen und ferner Durchgänge zu schaf fen, durch die das siedende Wasser und der Dampf hindurchtreten können.
Insbesondere kann dieser Teil von einem scheibenartigen Rand gebildet werden, dessen Umfangsform von dem Querschnitt der Erweiterung der Kochröhre abweicht. Dieser Rand kann durch Abbiegung des obern Endes des Spritzenmantels hergestellt sein. Als zweck mässig hat sich ein mehreckiger, insbesondere sechseckiger Rand erwiesen. Der Rand kann aber auch kreisförmig gestaltet und der vor springende Teil perforiert sein.
Durch die Verengerung an der Auflager stelle der Spritze werden auch grössere Dampfblasen zerteilt, und es wird verhütet, dass Wasser aus der Kochröhre hinaus geschleudert wird und, an deren Wand her abfliessend, die eventuell zur Erhitzung vor handene Flamme auslöscht. Ausserdem wird verhindert, dass die Spritze von ihrem Auf lager hochgeschleudert wird. Beim Gebrauch wird zweckmässig eine Hilfsvorrichtung benutzt, die aus einem Sta tiv mit gelochter Platte besteht, in deren Öffnungen die Kochröhre eingehängt und durch ihren erweiterten Teil getragen wird.
Die Kochröhre wird zweckmässig so weit mit Wasser gefüllt, dass das Wasser bis über das obere Ende des Spritzenmantels hinaus reicht. Infolge der geringen erforderlichen Wassermenge kann man destilliertes Wasser benutzen. Hierdurch wird infolge der Ver meidung von Niederschlägen (Kesselstein bildung) höchste Sauberkeit der Spritze und der Nadel gewährleistet.<B><U>21</U></B> an kann infolge dessen bei Benutzung von Injektionsnadeln aus rostfreiem Stahl und von fast metall freien Glasspritzen dieselbe Spritze monate lang in unierlegtem Zustande benutzen.
Das Wasser wird dann zweckmässig mit telst einer kleinen Flamme, zum Beispiel der jenigen eines Spiritusbrenners, zum Sieden erhitzt. Eine Aufsicht während des Kochens ist kaum nötig, da der Siedevorgang, wie vorstehend auseinandergesetzt, sich selbst regelt. Es findet eine andauernde Zirkula tion von Wasser und. Dampf durch die Durchgänge im vorspringenden Teil des Spritzenmantels statt.
Nach beendeter Sterilisierung wird das Wasser ausgegossen, und es kann. die leere Kochröhre mit der sterilisierten Injektions- spritze wieder in eine der Öffnungen der erwähnten Stativplatte eingehängt werden. Zur praktisch sterilen Aufbewahrung genügt es, die Kochröhre mit eingelegter Spritze mit einer Kappe zu bedecken, die mit ihrem Rande auf der Platte des- Stativs aufsitzt, so dass die Spritze im ärztlichen und zahnärzt lichen Behandlungszimmer stets gebrauchs fertig zur Verfügung steht: Die Zeichnung bezieht sieh auf zwei bei spielsweise Ausführungsformen des Erfin- du_ngsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt im Schnitt die erste Ausfüh rungsform mit trichterförmiger Erweiterung der Kochröhre; Fig. 2 zeigt sehaubildlich ein Stativ, in ,das das zweite Beispiel, dessen Kochröhre mit kelchförmiger Erweiterung versehen ist, eingehängt ist, und zwar wird links gerade sterilisiert, während rechts die Sterilisation fertig ist Lind das Beispiel mit einer Kappe überdeckt ist.
In Fig. 1 bedeutet 1 den zur Hauptsache zylindrischen Teil der Kochröhre, die eben mit einer trichterförmigen Erweiterung <B>29</B> versehen ist. Wie aus der Zeichnung er sichtlich, hat die Kochröhre 1 einen Durch messer, der nur wenig grösser ist als der jenige des Spritzenmantels 3. An letzterem ist .die Injektionsnadel 4 in üblicher Weise mittelst einer Verschraubung 5 befestigt.
Der Spritzenmantel 3 ist an seinem obern Ende mit einem vorspringenden Teil ver sehen, der durch einen umgebogenen Rand 6 ,des Spritzenmantels gebildet wird, welcher beiepielsweise sechsseitig ausgebildet sein kann und der sich nur mit seinen Ecken ge gen die Innenwand des untern Abschnittes der Erweiterung 2 anlegt.
In Fig. 2 ist ein Beispiel dargestellt, des sen Kochröhre eine kelchförmige Erweite rung 2. aufweist. Im übrigen sind die Teil,. mit -denselben Bezugszeichen wie in Fig. 1 bezeichnet. Wie aus dieser Figur ersichtlich. sind die Kochröhren in eine gelochte Platte i eines Stativs eingehängt.
Die links vom Beschauer sichtbare Kochröhre ist bis über den Rand 6 der Injektionsspritze bis nahe an den Knopf 8 des Spi-itzenkolbens mit destilliertem Wasser gefüllt, das mittelst einer Spirituslampe 9 zum Sieden erhitzt wird. \Taeh beendeter Sterilisierung wird die Vorrichtung mit der Spritze aus dem Stativ herausgenommen und das Wasser ausgegos sen.
Die Vorrichtung mit der Spritze wird dann, wie rechts vom Beschauer gezeigt, in eine der andern Öffnungen der Platte 7 ein- (;ehiingt und mit einer Kappe 10 bedeckt, die sich als zur Verhinderung einer Reinfektion praktisch ausreichend erwiesen hat.
Dadurch, dass .die Wassermenge bei den dargestellten Beispielen in der Erweiterung der Kochröhre im Vergleich zu der Wasser menge in der eigentlichen Kochröhre ziem lich gross ist, und dadurch, dass an der Wan dung der Erweiterung eine gewisse Abküh lung durch die Aussenluft stattfindet, wer den die aufsteigenden Dampfblasen in der Erweiterung fast ganz kondensiert, so dass keine wesentliche Verdampfung stattfindet. Hierdurch wird ermöglicht, das Kochen ohne Wasserverlust bis zu der üblichen chirur gischen Sterilisierzeit von ?0 bis 30 3Vlinuten und weit darüber hinaus fortzusetzen.
An dernfalls würde das Wasser schon in liöeh- stens 15 Minuten verdampft und eine Steri lisierung damit unmöglich gemacht werden. hin Nachgiessen von Wasser kann nicht er folgen, da hierdurch die Sterilisierung unter brochen und ausserdem die Gefahr eines Springens der Spritze infolge des Tempera- lurwechsels bestehen würde. Die Sterilisierung wird somit bei den dargestellten Beispielen mit Sicherheit erreicht und insbesondere auch die für die Sterilität der Spritze wichtige Fuge zwischen dem Spritzenkolben und
dem Spritzenmantel gut mit Dampf und Wasser überspült. Natür lich kommt auch dem Dampf sterilisierende Wirkung zu, welche besonders wichtig wird, wenn der Wasserspiegel bis unter die Auf lagerstelle der Spritze gesunken ist oder wenn der untere Teil der Kochröhre etwa kolbig gestaltet wird. Die Spritze könnte an ihrem obern Teil statt einen auch mehrere vorspringende Teile aufweisen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben durch kochendes Was ser und Dampf, gekennzeichnet durch eine in ihrem obern Teil erweiterte Kochröhre, in welcher Erweiterung die Injektionsspritze mittelst mindestens eines in der Nähe ihres obern Endes angebrachten vorspringenden Teils aufgehängt ist, der so beschaffen ist, dass er sich im untern Abschnitt der Erwei- terung an deren Wandung anlegt,dabei aber zugleich Durchgänge zwischen dem untern Teil der Kochröhre und dem obern Abschnitt ,der Erweiterung freilässt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, @dass, die Kochröhre nur wenig grösseren Durch messer als die Injektionsspritze hat, da: mit man mit möglichst geringen Wasser mengen auskommen kann.?. Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erweiterung der Kochröhre Kelchform hat. 3. Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass ,der vorspringende Teil am obern Ende der Injektionsspritze von einem scheibenarti gen Körper gebildet wird, dessen Form von dem Querschnitt der Erweiterung der Kochröhre abweicht.Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben nach Patentan spruch und Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dä.ss der scheibenartige Kör per mehreckig ist. Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben nach Patentan- spruch und Unteransprüchen 3 und 4, da durch gekennzeichnet, dass' der scheiben artige Körper sechseckig ist.6. Injektionsspritze mit Vorrichtung zum Sterilisieren derselben nach Patentan spruch, dadurch gekennzeiehnet, dass der vorspringende Teil am obern Ende der' Injektionsspritze von einem perforierten scheibenartigen Körper gebildet ist.
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