Ankerwicklung für dynamoelektrische Maschinen. In dynamoelektrischen, insbesondere mehr- poligen Maschinen, kann durch Unsym- metrie -des Kraftlinienverlaufes des Magnet feldes, durch Ungleichheiten im Wider stande der verschiedenen Ankerzweige oder durch sonstige\ Nichteinhaltung der allgemei nen .Symmetriebedingungen .infolge der dar aus resultierenden Schwankung der induzier ten Spannungen und Ströme übermässige Er hitzung der Ankerspulen, schlechte Kommu tierung und Verminderung des Wirkungs grades der Maschine eintreten.
Dadurch wird die Herstellung von Maschinen mit grosser Leistung erheblich erschwert.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Ankerwicklung, die bezweckt, diese und andere Nachteile zu beseitigen und somit den Wirkungsgrad der ;amen Maschine zu er höhen.
In der beiliegenden Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen des Er findungsgegenstandes. schematisch darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine einfach geschlossene Wellen wicklung, kombiniert mit einer einfach ge schlossenen Schleifenwicklung; Fig. 2 zeigt ein zugehöriges Teilschema; Fig. 3 zeigt eine einfach geschlossene Wellenwicklung, kombiniert mit einer drei fach geschlossenen Schleifenwicklung; Fig. 4 zeigt ein zugehöriges Teilschema; Fig. 5 zeigt eine einfach geschlossene Wellenwicklung, kombiniert mit einer zwei fach geschlossenen Schleifenwicklung.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 ist eine Dynamomaschine mit acht Polen<I>A, B, C,</I> <I>D, E, F, C,</I> H vorgesehen. Die Wicklung besteht aus 64 Spulen, die in 32 Nuten un tergebracht sind, so dass auf jede Nut vier Spulenseiten entfallen. Der Kommutator trägt 32 Segmente. Von den 64 Spulen bil den 32 Spulen eine einfach geschlossene Schleifenwicklung, während die übrigen 32 Spulen eine einfach geschlossene Wellen wicklung darstellen.
Zur Feststellung der Lage der Spulensei ten in einer Nute, wird nachfolgend die ra dial zu äusserst liegende Spulenseite als in der Lage Nr. 1 liegend bezeichnet. Der ra dial nach innen folgende Leiter liegt in der Lage Nr. 2 usw. Die Spulenseite 46 der Schleifenspule 45 liegt im gegebenen Beispiel in der Lage Nr. 2 einer Nute a, die andere Seite 47 ist in der Lage Nr. 3 einer Nute 7i. die um vier Nutenteilungen von der Nute a wegliegt. Da 32 Nuten und acht Pole und deshalb vier Nuten pro Pol vorhanden sind, so nimmt die Spulenbreite, das heisst der Putenschritt eine volle Polteilung ein.
Alle Schleifenspulen nehmen ähnliche Lagen wie die Spule 45 ein, das heisst sie liegen mit einer Seite in der Lage Nr. 2 und mit der andern in der Lage Nr. 3.
Die Spule 48 der Wellenwicklung liebt mit einer Seite 49 in .der Lage Nr. 1 einer 'Nute a. während die andere Seite 50 in der Lage Nr. 4 einer Nute b liebt. Die Spulen breite beträgt auch vier Nutenteilungen. Die Schleifenwicklungsspule 45 und die Wellen wicklungsspule 48 kommen also in der Nute a in .die Lage Nr. 1 und 2 zu liegen und in der Nute b in die Lage Nr. 3 und 4. Es ist klar, dass diese Spulen miteinander zu einem Wicklungselement gebunden und in die Nu ten eingelegt werden können, wie dies in ähnlicher Weise mit den Formspulen ge macht wird.
Die Spulenenden der Schleifen spulen sind' je an zwei benachbarte Segmente angeschlossen, zum Beispiel die Spule 45 ist an die Kommutatorsegmente 1, 2 angeschlos sen. Die Enden der Wellenwicklungsspulen sind je an zwei, um den Kommutatorschritt auseinander liegende Segmente angeschlos sen, die Spule 48 zum Beispiel an die Seg mente 30 und 5. Alle übrigen Spulen des Ankers sind in gleicher Weise verlegt, wie die Spulen 45 und 48.
Damit das Verhältnis der Schleifen- und Wellenwicklungen, die zusammenwirken, kla rer verstanden werden kann, ist in Fig. 2 nur ein Teil der Schleifenwicklung und der Wellenwicklung der in Fig. 1 dargestellten Ankerwicklung gezeigt. Folgt man von dem, an einer zum Beispiel positiven Bürste anlie genden Kommutatorsegment 1 ausgehend der Spulenseite 46, der hintern Stirnseite 45, der Spulenseite 47 und so fort über die Spu len 55, 56 und' 57, so gelangt man zum Se- ment 5, das mit einer negativen Bürste in Verbindung steht.
Vom Kommutatorsegment 1 mit der positiven Bürste zweigt zugleich die Wellenwicklung ab: verfolgt man deren Stromlauf, so kommt man über die Spule 52 zu einem Segment 26 und über eine Spule 58 zu einem Segment 19. Von hier geht der Strom durch die Spule 59 zum Segment 1.2; von dort durch die Spule 60 zum Segment >. Es geht daraus hervor, dass bei der beschrie benen Ankerwicklung eine Gruppe von vier Spulen in Wellenwicklung vorgesehen ist, deren Enden an Segmenten 1 und 5 liegen. An dieselben Segmente sind die Enden einer Gruppe von vier Spulen in Schleifenwick lung angeschlossen.
Die Spulenseiten der Wellenwicklungsspule 5? befinden sich zum Beispiel in demjenigen Augenblicke in den neutralen Zonen der Pole GH und HA, in dem sich auch die Spulenseiten 46 und 4 7 der Schleifenwicklungsspule 45 in den neu tralen Zonen der Pole<B>HA</B> und<I>A</I>B befinden. Die Wellenwicklungsspule 58 nimmt die selbe Lage ein bezüglich der Pole F-G wie die Schleifenwicklungsspule 55 in bezug auf die Pole _1 und B. Die Wellenwicklungs spule 59 besitzt dieselbe relative Stellung zu den Polen D und E, wie die Schleifenwick lungsspule 56 bezüglich der Pole A-B. Die Wellenwicklungsspule 60 hat die relative Stellung bezüglich der Pole B-C, wie die Schleifenwicklungsspule 5"t bezüglich der Pole A und B.
Es ergibt sieh daraus, dass in irgend einer Lage des Ankers bezüglich der Pole, die induzierte E. 31.K. je einer Gruppe von vier Schleifenwicklungsspulen zum Bei spiel 45, 55, 56 und 5 7 vom Felde zweier benachbarter Pole abhängt, während in den Wellenwicklungsspulen 52, 58, 59, 60 die induzierte E. M. X. vom Felde aller Pol paare abhängt, also einen Ausgleich er fährt. Mit Rücksicht auf .die ähnliche Labe der diesbezüglichen Schleifenwicklungs- und Wellenwicklungsspulen bezüglich der Pole ist es gegeben, dass die induzierte E. M. K.
von irgend einer gegebenen Gruppe von auf einanderfolgenden Wellenwicklungsspulen annähernd dieselbe sein wird, wie diejenige der Gruppe der Schleifenwieklungsspulen, deren Enden an dieselben Kommutatorseg- mente angeschlossen sind, so dass, falls ein Spannungsunterschied vorhanden ist, dieser vernachlässigt werden kann. Eine ähnliche, wie die bereits betrachtete Gruppe von Wel- lenwicklungs- und Schleifenwicklungsspulen bilden die Wellenspulen 64, 65, 66, 67 und die Schleifenspulen 61, 62, 63 und 51, deren Enden mit den Segmenten 1 und 29 verbun den sind.
Auch hier sind die E. M. K., die von den beiden Teilgruppen erzeugt werden, im wesentlichen dieselben. Zwischen dem Segment 1 und dem Segment 5 verlaufen also zwei Stromwege im Anker, einer durch .die Schleifenwicklung und einer durch die Wellenwicklung. Dasselbe ist auch der Fall, bezüglich der Segmente 1 und 29. Beim vor liegenden Beispiel sind im ganzen acht Stromwege in der Schleifenwicklung und acht Stromwege in der Wellenwicklung.
Bei der Wicklung nach Fig. 1 und 2 ist das Segment 1 mit der Schleifenwicklungs spule 61 und' mit der Wellenwicklungsspule 64 verbunden, in welchen beiden dieselbe E. M. K. induziert wird. An .das Segment 1 ist ausserdem noch die Spule 45 der Schlei fenwicklung und die Spule 52 der Wellen wicklung angeschlossen, welche dieselbe E. M. K. erzeugen. Demnach ist jedes .Seg ment des Kommutators mit zwei Spulen gruppen verbunden, in denen dieselbe E. M. K. erzeugt wird.
Neben .der Gruppe von vier Schleifen spulen und einer Gruppe von vier Wellen spulen, deren Enden an den Segmenten 1 und 5 .angeordnet sind, besteht auch noch eine Gruppe von vier Schleifenspulen und eine Gruppe von vier Wellenspulen, deren Enden an die Kommutatorsegmente 2 und 6 angeschlossen sind und so am ganzen Anker umfang in derselben Weise sind alle übrigen Spulengruppen der Wicklungen am Kommu tator angeschlossen. Die Zunahme der E. M. K. von einer Bürste zur andern, von einem Segment zum andern gemessen, ergibt eine stetig verlaufende Kurve.
Die Segmente 1, 9, 17 und 25 zum Bei spiel besitzen gleiches Potential. Wird ein einziger Stromweg (Fig. 1) zwischen den Segmenten 1 und 9 angenommen, so erstreckt sich, wenn beim Segment 1 begonnen wird, die Schleifenspule 45 bis zum Segment 2 und an diesem ist ein Ende einer Wellenspule 54 angeschlossen, deren anderes Ende mit dem Segment 9 verbunden ist. Die Schleifen spule 45 und die Wellenspule 54 sind in bezug auf die Pole so -angeordnet, dass sie dieselbe E. M. K. erzeugen.
Es ist daraus ersichtlich, dass die verschiedenen Spulen, welche die Ankerwicklung bilden, vollstän dig gegeneinander ausgeglichen sind, so dass verschiedene Potentiale in vollkommener Weise insofern ausgeglichen werden, als, falls die Potentiale der Segmente, zum Bei spiel 1 und 9, nicht genau dieselben sind, ein Ausgleichstrom .durch die Spulen 45 und 54 zwischen diesen Segmenten fliesst. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass jedes Kommuta torsegment in der vorbeschriebenen Weise mit jedem andern Segment, das<B>360</B> -elek trische Grade von ihm entfernt liegt, ver bunden ist.
Es ist noch beizufügen, dass die Anzahl der Pole, Nuten, Spulen und Kom mutatorsegmente, sowie auch die Lage der Spuleneiten geändert werden können; der Nutenschritt braucht nicht eine volle Poltei lung zu haben.
Wie vorstehend ausgeführt, umfassen die Spulenbreiten beider Wicklungen gemäss Fig. 1 und 2 eine volle Polteilung. Sie sind für die Wellen- und die Schleifenwicklungen dieselben. Es ist aber dies nicht unbedingt notwendig.
In Fig. 3 ist eine Maschine gezeigt, die sechs Pole<I>A,</I> B, <I>C, D, E, F</I> aufweist, ferner einen Anker mit 42 Nuten und 42 Kommu tatorsegmenten. In Jeder Nute sind vier Spulenseiten, und diejenigen der Lage Nr. 2 und 3 bilden eine -dreifach geschlossene Schleifenwicklung. Wird beim Segment 1 begonnen, so. verläuft die erste geschlossene Schleifenwicklung nach der strichpunktier ten Linie 68. Die zweite geschlossene Schlei- fenwiGklung, welche furch die vollausgezo gene Linie 77 angedeutet ist, beginnt bei Segment z.
Beim Segment 3 beginnt die dritte geschlossene Sebleifenwicklung, wel- ehe durch die punktierten Linien 78 ange deutet isst. Die drei Schleifenwicklungen sind also voneinander unabhängig. In den Lagen Nr. 1 und 4 ist eine einfach geschlossene Wellenwicklung angeordnet. Bei der drei fach geschlossenen Schleifenwicklung der Fig. 3 beginnt die erste Schleifenwicklun mit der Spule 68 beim Segment 1 und läuft; in der Richtung des Uhrzeigers um den An ker.
Die fünfte Spule, die an die Segmente 13 und 16 angeschlossen ist, hat in bezug auf den Pol C nicht dieselbe Lage, wie die Spule 68 in bezug auf den Pol A, sie ist um zwei Nuten aus der symmetrischen Lage verschoben. Die entsprechende Symmetrie stellung wird eingenommen durch eine Spule 71 der punktierten Schleifenwicklung. Es folgt daraus, dass die Spule 71 bei konstan tem 'Magnetfelde dieselbe Spannung erzeugen wird wie die Spule 68. Die Schleifenspule 74, welche durch eine dünne, volle Linie dargestellt ist, nimmt eine entsprechende Stelle in bezug auf den Pol E ein, wie die Spu len 68, 71 in bezug auf die Pole A und C.
Die einzelnen, die dreifach geschlossene Schlei fenwicklung bildenden Wicklungen sind also derart ineinander geschoben, dass, wäh rend die Spuhlen der einen Wicklung eine ge gebene Polstellung einnehmen, diejenigen einer andern Wicklung eine gleiche Stellung; in bezug auf andere Pole einnehmen.
Die obengenannten Bedingungen werden erfüllt, indem die die Wicklung bestimmen den Faktoren richtig gewählt werden.
Wenn die Gesamtzahl der Schleifenwick lungsspulen mit c bezeichnet wird, die Zahl der Polpaare mit p, die Zahl der geschlos senen Wicklungen m. so können die folgen den Beziehungen aus Fig. 3 abgeleitet wer den. Die Zahl der Spulen der Schleifen wieklungen per Polpaar
EMI0004.0009
ebenso auch die Zahl derselben per einfach geschlossene Wicklung
EMI0004.0012
soll vorzugsweise eine ganze Zahl sein, dabei braucht
EMI0004.0013
keine ganze Zahl zu sein. In folgendem sei vorausgesetzt, dass die Anzahl der Spulen per Polpaar eine ganze Zahl sein soll, die nicht teilbar ist durch die Anzahl der Wicklungen.
Dieser Quotient kann wie folgt gebildet werden:
EMI0004.0014
wobei a = eine ganze Zahl _ >, Bezugnehmend auf Fig. ''3 ist zu sagen, dass b in der obigen Gleichung die Zahl der Spulenlagen angibt, um welche die fünfte (a -i- 1). Schleifenspule (wenn vom Seg ment 1 aus durch di? strichpunktierte Linie, wie oben beschrieben, ausgegangen wird), unmittelbar vor die Lage der Spule 71, wel che um die doppelte Polteilung gegen 68 ver schoben ist, kommt.
Die Zahl b muss klei ner als m. sein; setzt man in obiger Gleichung die Zahlenwerte: c = 42, p = 3, ni, = 3, ein- (Fig. 3), so ergibt sich:
EMI0004.0027
In diesem Falle ist L.<B>=-=</B> 2, was mit Fig. 3 übereinstimmt, indem die Segmente 13 und 16 mit den Anschlüssen der fünften Spule um zwei Segmente gegen die Segmente l5 und 18 mit den Anschlüssen der Spule 71 vorgeschoben sind.
Die Bedingung
EMI0004.0032
gilt ferner auch im Falle, wo die Zahl dir Schleifenwicklungen in. von drei verschie den ist, das heisst sie kann 2 oder 4, oder irgend eine andere von drei verschiedene ganze Zahl sein.
Eine allgemeine Bedingung für die An kerwicklung ohne Rücksicht auf die Polzahl ist folgende:
EMI0004.0035
wobei
EMI0004.0036
= ganze Zahl. Der Quotient braucht keine ganze Zahl zu sein. e bezeichnet die Anzahl der Spulen per einfach geschlossene Wicklung und d ist Faktor, der der Gleichung p = md genügt, so dass die Polzahl 2p = 2md, also, so dass mindestens 2p=4 Pole für eine zweifach geschlossene Wicklung etc. vorgesehen sein muss.
Zwei weitere Bedingungen verlangen, dass zum Beispiel die Nutenzahl pro Polpaar eine ganze Zahl ist, die mit der Gesamtzahl der Schleifenwicklungen teilerfremd ist. Ebenso soll, falls die Anzahl der Spulensei ten pro Nute grösser als 1 ist, die Zahl der Spulenseiten pro Nute mit der Anzahl der Schleifenwicklungen teilerfremd sein, also zum Beispiel für eine zweifach geschlossene Wicklung ist die Zahl der Spulenseiten pro Nute 1, 3, 5, 7 usw. Für eine dreifach ge- schlossene Wicklung sollte die Zahl 1, 2, 4, 5, 7 sein.
Beim mit der dreifach geschlossenen Schlei fenwicklung versehenen Anker nach Fig. 3, 4 verläuft die Wellenwicklung wie folgt: Die Wellenwicklung geht von einem be stimmten Kommutatorsegment aus und kehrt an dieses Segment zurück. Dabei geht aber die Welle elf Mal um den Anker. Die drei fach geschlossene Schleifenwicklung hat ,dreimal so viele Ankerzweige als die Anzahl der Pole beträgt, ebenso die Wellenwick lung.
Die richtige Zahl der Ankerzweige für die Wellenwicklung wird durch die Auswahl der .geeigneten Wicklungsschritte der Wel lenwicklung erhalten, und auch der Wahl des Kommutatorschrittes . dieser Wicklung.
Die besten Resultate werden erhalten, wenn de Wellenspulenbreite so gewählt wird, dass sie gleich ist dem Unterschied zwi schen doppelter Polteilung und Schleifen- spulenbmeite.
Falls die Spulenbreite der Schleifenwick lung der Polteilung entspricht, muss selbst verständlich die Spulenbreite der Wellen wicklungen dieselbe sein, also wie dies in Fig. 3 der Fall ist. Um zu zeigen, dass die Schleifen- und die Wellenwicklungen einander gegenseitig aus gleichen und um insbesondere zu zeigen, wie die Wellenwicklung die Teile der dreifach geschlossenen Schleifenwicklung ausgleicht, ist in Fig. 4 nur ein 'teil der Wicklungen von Fig. 3 dargestellt. Es sind hier je drei Spulen 68, 69 und 70 bezw. 71, 72, 73 bezw. 74, 75, 76 der drei Schleifenwicklungen ge zeichnet. Aus den obengenannten Grünelen nehmen die Wicklungen symmetrische Lage in bezug auf die Pole ein.
Es geht daraus hervor, dass für jedes Kommutatorsegment, welches mit der Gruppe -der Schleifenspulen 68, 69, 70 in Verbindung steht, ein Segment in jeder der andern Schleifenwicklungen vor handen ist, welches bei konstantem Feld das selbe Potential besitzt. Eine Gruppe der Wellenspulen 80, 81, 82 beginnt beim Seg ment 1 und endet beim Segment 10. Es ist ersichtlich, dass für jede Wellenspule dieser Gruppe auch eine Gruppe von Schleifen spulen 68, 69, 70 vorhanden isst, welche genau dieselbe Lage in bezug auf die Pole ein nimmt.
Die Potentialdifferenz, welche in der Gruppe 80, 81, 82 der Wellenwicklung erzeugt wird, ist deshalb normalerweise gleich und entgegengesetzt derjenigen, wel cher durch die Gruppe der Schleifenspulen 68, 69, 70 ,erzeugt wird. Diese sind mit ihren Enden an -die Segment:: 1 und 10 angeschlos sen. Es ist ersichtlic h, dass die Spannung, welche durch die Spulen 6$, 69, 70 erzeugt worden ist, vom magnetischen Feld eines Polpaares<I>A, B</I> abhängt, während die Span nung, welche durch die.
Spulen 80, 81 und 82 erzeugt wird, von der durchschnittlichen Stärke des Feldes aller Polpaare abhängt. Die Möglichkeit für Ausgleichströme ist des halb vorhanden. Das in Verbindung mit diesen Wicklungsgruppen Gesagte trifft auch mit Rücksicht auf irgend eine andere Gruppe von drei aufeinanderfolgenden Schleifenspulen zu.
Der Gruppe der Wel- lenwicklungsspulen 80, 81 und 82 ist aber nicht nur mit der Grippe der S'chleifenwick- lungsspulen 68, 69, 70 verbunden, sondern auch zum Beispiel an die -Spule 74 (durch dünne volle Linien gezeichnet) und an die Spule 73 der punktierten Schleifenwicklung angeschlossen. Die Teile der dreifach ge schlossenen Schleifenwicklung sind also un tereinander durch die Wellenwicklung ver banden. Es ergibt sich bei Betrachtung der Verbindungswege, dass die Segmente 1 und 32, an welche die Spule 80 angeschlossen ist, nicht gleiches Potential besitzen, aber die Segmente 1 und 29 besitzen gleiches Poten tial.
Vom .Segment 1 geht ein Weg durch die Spule 80 zum Segment 32, dann durch Schleifenspule 7.1 zum Segment 29. Beide Spulen erzeugen Spannungen, deren etwaige Differenzen aber normalerweise gleich und entgegengesetzt sind, so dass kein Ausgleich strom zwischen den Segmenten 1 und 29 fliesst. Nach Versuchen und Berechnungen er gab sich für .eine dreifach geschlossene Wick lung, dass die Spannung zwischen zwei benach barten Segmenten bei der Anordnung nach der Beschreibung unter einen Drittel der Maximalspannung einer Spule herabsinkt. Wird die Spannung zwischen zwei Bürsten von Segment zu Segment gemessen, so wird eine stetige Spannungskurve erreicht.
In Fig. 5 ist schematisch dargestellt eine achtpolige Maschine, mit einem Anker mit I4 Nuten und 44 .Segmenten. Es kommen auf jede Nute vier Spulenseiten, und die Hälfte dieser, welche in den Lagen Nr. 2 und 3 gezeigt sind, sind so verbunden, dass sie eine zweifach geschlossene Schleifen- wieklung darstellen. Eine Spule dieser Schleifenwicklung ist durch dünne, volle Li nien 85 dargestellt und die andere durch eine Strichpunktlinie 86. Hier ist die Anzahl der Pole, Nuten und Spulen so gewählt, dass die obenerwähnten Bedingungen erfüllt sind.
Die verbleibenden Spulenseiten, die hier in den Lagen Nr. 1 und 4 gezeigt sind, sind so verbunden, dass sie eine Wellenwicklung bil den, die durch eine dicke. volle Linie 8 7 an gedeutet. ist. Die Spule 85 -der Schleifen- wicklung zum Beispiel ist an die Segmente 1 und 3 angeschlossen. Die Spule 87 der Wel- lenwicklung ist an das Segment 1 und an das Segment 36 angeschlossen.
Die :Spannungen, welche durch aufeinan derfolgende Gruppen der Schleifenwicklung erzeugt werden, sind ausgeglichen gegen die Potentialdifferenzen, welche durch aufein anderfolgende Gruppen =der Wellenwicklung erzeugt werden, deren Enden an dieselben Kommutatorsegmente in der bereits beschrie benen Art und Weise angeschlossen sind. So ist zum Beispiel die Schleifenwicklungs gruppe 85, 88, 89, 90, die durch dünne volle Linien dargestellt ist, nacheinander an die Segmente 1, 3, 5, 7, 9 angeschlossen und ist ausgeglichen gegen die Wellenwicklungs gruppe 87, 91, 92, 93. deren Enden an die Segmente 1, 9 angeschlossen sind.
Das Schema zeigt, wie dasselbe auch für alle an dern Gruppen aufeinanderfolgender Schlei fenspulen der Fall ist in irgend einer Schlei fenwicklung. Auch hier ist die Anzahl der Ankerzweige der zweifach geschlossenen Schleifenwicklung dieselbe, wie -die Zahl der Zweige in der Wellenwicklung, nämlich 16.
Der Querschnitt der Leiter für die Schlei fen- und für die Wellenwicklung ist gewöhn lich derselbe, so dass beide denselben Ar beitsstrom führen, kann aber bei der einen oder andern der beiden Wicklungsarten klei ner oder grösser gehalten werden. In jedem Falle kann nicht nur jede Wicklung als Ausgleichwicklung dienen, sondern auch als arbeitende Wicklung. Sie trägt also ihren Teil zur Leistung der Maschine bei.
Bei der gewöhnlichen Wicklungsart wäre es aber notwendig noch :die üblichen Querverbindun- gen hinzuzufügen, wodurch nicht nur mehr Material, sondern auch mehr Arbeit aufzu wenden wäre. Die Erfindung kann auch da Verwen dung finden, wo die Schleifenwicklung vier- oder mehrfach geschlossen ist. In den vor stehend beschriebenen Wicklungen wurde vorausgesetzt, dass die Schleifenwicklungs- teile rechtsgängig, die Wellenwicklungen aber linksgängig verlaufen. Der umgekehrte Fall wäre aber ebenfalls möglich.