CH123384A - Verfahren zum Betreiben von Turbinen. - Google Patents

Verfahren zum Betreiben von Turbinen.

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CH123384A
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Wasa Braeuer Ernst
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Wasa Braeuer Ernst
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K25/00Plants or engines characterised by use of special working fluids, not otherwise provided for; Plants operating in closed cycles and not otherwise provided for
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Description


  Verfahren zum Betreiben von Turbinen.    Es ist bekannt, Turbinen in der Weise zu  betreiben, dass man gegen ihre     Radschaufeln     aus einer Düse ein Gemisch von .feinen  Wassertröpfchen und Wasserdampf, einen  sogenannten     "Dampfwa,ss'ernebel"    strömen  lässt, welcher durch Expansion von unter  Druck stehendem heissem Wasser in dieser  Düse gewonnen wurde. Dieses heisse Nasser  kann man einem Dampfkessel oder Wasser  kessel entnehmen. Dies geschah bei dem be  kannten Verfahren mit dem Druck, welcher       rlem    Siededruck bei derjenigen Temperatur,  welche das Wasser im Kessel hatte, ent  spricht.  



  Es hat sich nun herausgestellt, dass dieses  bekannte Verfahren mit verschiedenen     1VIän-          geln    behaftet ist. Es ergibt sich, dass man,  um zu erreichen,     :dass    die Kontinuität des       Strahls    gewahrt bleibt, und er sich nicht un  ter Wirbelbildung von der Düsenwandung  ablöst, Düsenformen anwenden muss, welche  ganz verschieden sind, wenn sich Druck oder  Temperatur zum Beispiel durch Verluste in  der Zuleitung zur Düse auch nur um kleine  Beträge ändern.

   Bei einem     Druck    von 50       Atmosphären;    zum Beispiel erweist es sich    als notwendig, wenn die Temperatur genau  diesem Druck entspricht, das heisst wenn  kein Wärmeverlust in der Zuleitung einge  treten ist, eine Düse anzuwenden, welche eine  sehr starke     Einschnürung    zwischen der Ein  tritts- und Austrittsöffnung hat. Besteht     da.-          gegen    eine .Abkühlung von nur 3   C in der  Zuleitung, so wäre eine     Einsehnürung    der  Düse nicht mehr nötig, sondern auch eine  solche Düse, welche sich von der Eintritts  öffnung bis zur Austrittsöffnung stetig er  weitert, würde einen wirbelfreien Durchtritt  des - Dampfwasserstrahls erlauben.  



  Die Erfindung besteht darin,     dass    Turbi  nen mit einem     Dampfwassernebel    der oben  erwähnten Art in der Weise betrieben wer  den, dass man von vornherein in dem Wasser  erhitzer den     Druck    mindestens 10 /o höher  hält, als dem Siededruck bei der im Wasser  erhitzer bestehenden Temperatur entspricht.

    Durch den Überdruck wird bewirkt,     da.ss    bei       Schwankungen    der Temperatur oder des  Druckes oder der Leistung, wie solche       Schwankungen    im normalen Betrieb etwa  auftreten, stets die Ausströmung des Strahls  in wirbelfreier, das heisst in wirtschaftlicher      Weise vor sich geht, auch ohne dass es nötig  ist, die Düsenform zu ändern, was praktisch  nur sehr schwer durchführbar wäre.  



  In der Zeichnung sind die     F'ig.    1 und 2       Diagramme    von Düsenquerschnitten bei 50       bezw.    200     Atm.    Siededruck;     Fig.    3 zeigt  in schematischer Darstellung ein Beispiel  einer Turbinenanlage, die nach dem Ver  fahren der Erfindung     betrieben    werden       bann;        Fig.    4 ist ein Schnitt nach der Linie       III-III    in     Fib.    3.  



  In dem Diagramm der     Fig.    1 sind auf  der     Abszissenachse    die Werte der Siede  drücke von 0 bis 50     Atm.    aufgetragen und  auf der     Ordinatenachse    die Düsenquer  schnitte, gemessen in     cm'    und für 1 kg Was  ser pro Sekunde.

   Die aus dem Diagramm  ersichtlichen Kurven zeigen die hydrodyna  misch richtigen Werte der Querschnitts  flächen der Düsen, welche für einen Siede  druck von 50     Atm.        bezw.    für eine diesem  Siededruck entsprechende Temperatur von       ?63      C bestimmt sind, für die verschiedenen       Überdrücke    im Wassererhitzer über dem  Siededruck, und zwar gilt die oberste Kurve       cr    für einen     Überdruck    von 0     Atm.,    die  Kurve b für einen solchen von 1     Atm.,    die  Kurve c für einen solchen von 2     Atm.,

      die  Kurve     d    für einen solchen von 5     Attn..    die  Kurve e für einen Überdruck von 10     Atm.     und die Kurve f für einen Überdruck von  <B><U>20</U></B>     Atm.     



  In der     Fig.    2 ist ein Siededruck von  200     Atm.        zugrunde    gelegt entsprechend einer  Temperatur von 310       C.    Das Querschnitts  mass an der     Ordinatenachse    ist dasselbe wie  in     Fig.    1, nämlich cm' für 1 kg pro Sekunde.

    Von den in     Fig.    2 eingezeichneten Kurven  gilt die oberste Kurve     a.'    für einen Überdruck  von 0     Atm.    im Wassererhitzer über dem       Siededruck,    die Kurve b' für einen Über  druck von 1     Atm.,    die Kurve c in diesem  Falle für einen Überdruck von 10     Atm.,    die  Kurve     d'    für einen solchen von 20     Atm.,

      die  Kurve e für einen solchen von 40     Atm.    und  die Kurve f' für einen Überdruck von  100     Atm.       In     beulen    Figuren deutet der einge  zeichnete Pfeil die Eintrittsrichtung des  hocherhitzten Druckwassers in die Düse an.  Wie aus beiden Diagrammen ersichtlich,  wird, wie die obersten Kurven     a    und<I>ä</I> zei  gen, das heisst dann, wenn kein Überdruck  vorhanden ist, sondern das Wasser mit dem  Siededruck selbst in die Düse eintritt, die  Düsenform theoretisch am Eintrittsende un  endlich gross, wie sich aus dem steilen An  stieg der obersten Kurve an diesem Ende  der Düse ergibt.

   Die darunter liegenden       Querschnittskurven    für wachsenden Über  druck, das heisst für eine wachsende Differenz  zwischen dem Siededruck und dem am Ein  trittsende der Düse herrschenden Druck, las  sen erkennen, dass, wenn der     Wasserdruclz    am  Eintrittsende der Düse um mehr     a15    etwa  10%     über    dem Siededruck liegt, eine weitere  Erhöhung des Druckes selbst in recht weiten  Grenzen nur noch geringe, praktisch zu ver  nachlässigende Änderungen der Düsenform  erforderlich macht.  



  Es ist ersichtlich, dass beispielsweise der  Düsenquerschnitt gemäss der Kurve     f    in     Fig.     1 für 50     Atm.    Siededruck und 20     Atm.    Über  druck angenähert derselbe ist, wie der Düsen  querschnitt gemäss der Kurve e in     Fig.    2  für 200     Atm.    Siededruck und 40     Atm.    Über  druck, nämlich     0,25    cm\ für 1 kg Wasser pro  Sekunde; darnach ist also. dieselbe Düse  brauchbar für Siededrücke von 50 bis 200     Atm.     und auch noch über diese Grenze hinaus,  unter Umständen bis über den kritischen  Siededruck von 225     Atm.    hinaus.  



  Ist die     Speisewasserzufuhr    konstant, wird  sie zum Beispiel durch eine Kolbenpumpe  mit konstanter Umdrehungszahl bewirkt, und  ist für eine     beliebige    Wärmezufuhr, zum Bei  spiel eine     solche,    welche dem Siededruck von  50     Atm.    entspricht, die Düse so beschaffen,  dass sieh an ihr ein nicht zu kleiner Über  druck ausbildet, beispielsweise 20     Atm.,    so  bildet sich bei erhöhter     @NTärmezufuhr,    z. B.  einem Siededruck von 200     Atm.    entsprechend,  ein erhöhter     Überdruck,    im Falle des Bei  spiels ein solcher von 40     Atm.    automatisch  aus.

        Für einen gewissen Bereich der Schwan  kungen von Temperatur und Druck- genügt  es, um in der Düse ohne Änderung ihrer  Form trotz dieser     Schwankungen    eine an  genähert gleich günstige Wirkung zu be  kommen, dass, ohne Rücksicht auf die Tem  peratur, der Druck im Wassererhitzer gleich  mässig höher als der kritische Druck von       \Nasser,    das heisst 225 Atmosphären, gehal  ten wird, beispielsweise auf 250     Atm.     



  Weiter besteht bei dem neuen Verfahren  der     wichtige    Vorteil, dass man sicher ist, dass  auch bei erheblichen Schwankungen, sei es  der     Beheizung,    sei es der Leistungsentnahme,  niemals Dampf im Wassererhitzer entstehen  kann. Dadurch entfällt die Gefahr des Ver  brennens von Kesselflächen und die Notwen  digkeit der Anwendung von Wasserstands  anzeigern, die bekanntlich für hohe Drücke  Schwierigkeiten bereiten. Hierdurch ergibt sich  eine Ersparnis und eine Vereinfachung  gegenüber einem Dampfkessel.  



  Bei dem Verfahren gemäss der     Erfindung     kann durch eine Veränderung der     Speise-          wa.sserzufuhr    in Verbindung mit einer Ände  rung der Brennstoffzufuhr eine Regulierung  der Leistung der Turbine erfolgen.    Die     Fig.    3 zeigt schematisch eine Dampf  kraftanlage mit einer nach dem Verfahren  gemäss der Erfindung betriebenen Dampf  wassernebelturbine. 1 ist ein Wassererhitzer,  mit einem in irgendeiner Weise beheizten ge  schlossenen Drucksystem; nach dem gezeich  neten Beispiel besteht dieses geschlossene       Drucksystem    aus einer durch einen regelbaren  Ölbrenner 3 beheizten Rohrschlange 2, durch  welche mittelst einer Pumpe 4 Wasser getrie  ben wird.

   Hierbei wird dieses Wasser, wel  ches vorteilhaft im Gegenstrom zu den Reiz  gasen strömt, auf einen hohen Druck ge  bracht, und zwar auf einen solchen, der um  mindestens 10% höher liegt als der Siede  druck, das heisst der Druck, bei welchem das  Nasser bei der im Erhitzer herrschenden  Temperatur sieden würde.

   Mit diesem erhöh  ten Druck     tritt    das Wasser in     einen    Vertei-         lungsring    5 der Turbine     'und    aus diesem  mittelst Verbindungsstutzen 6 in zwei Düsen  7, aus deren Mündung es gegen das mit       Schaufeln    versehene Laufrad 8 strömt.     In     den Düsen verwandelt sich das hocherhitzte  Wasser in einen     Dampfwassernebel    und ent  spannt sich bis angenähert auf den Druck in  dem Raum 9 des Turbinengehäuses.

       ln    die  sem Raum 9 des Turbinengehäuses trennt sich  der grösste Teil der Wasserteilchen von den  Dampfteilchen des Nebels und dieses Wasser  wird durch eine Leitung 10 der Speisepumpe  4     wieder    zugeführt. Der ausgeschiedene  Dampf gelangt in einen-Kondensator 11 und,  nachdem er dort niedergeschlagen ist, gelangt  das Kondenswasser durch     eine    Leitung 12  ebenfalls zur Speisepumpe 4.

   In die zu der  Rohrschlange 2 des Wassererhitzers 1 füh  rende     Speisepumpenleitung    13 ist ein Wind  kessel 14 eingeschaltet, in welchem das Was  ser und das darüber befindliche Luftkissen  unter gleichem oder höherem Druck stehen  wie das erhitzte Wasser in der Rohrschlange  2, je nach der Einstellung des zwischen  Windkessel und Rohrschlange angeordneten  Regelventils 15.    In     Fig.    4 sind die Düsen 7 im     ,Schnitt    nach  der Linie     III-III    der     Fig.    3 ersichtlich.  Jede Düse ist als spiralförmige Nute in das  Gehäuse eingearbeitet und durch eine keil  förmige Platte 16 abgedeckt, und zwar ist  jede Düse zwischen ihrer Eintrittsöffnung  und Austrittsöffnung an der Stelle 17 stark  eingeschnürt.

   Durch diese     Einschnürung    wird  dem Verhältnis zwischen Geschwindigkeit.  und Volumen im Verlauf der     Strömung    des       Dampfwassernebels    durch die Düse Rech  nung getragen.  



  Die dargestellte Dampfkraftanlage ist  nur eine beispielsweise Ausführungsform, bei  welcher die Turbine     qls    Kondensationstur  bine arbeitet. Arbeitet sie als Auspufftur  bine oder     Gegendruckturbine,    so erfolgt die  Expansion des     Dampfwasserhebels    in den  Düsen naturgemäss nicht bis zu dem     Konden-          satordruck,    sondern bis zum Druck der  Aussenluft     bezw,        einem    höheren     Gegendruck.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zierfahren zum Betreiben von Turbinen, bei denen ein Gemisch von Wasser und Dampf gegen die Radschaufeln aus einer Düse strömt, in welcher es durch Entspan nung von heissem Druckwasser erzeugt wor den ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieses heisse Druckwasser einem geschlossenen Was sererhitzer entnommen wird, in welchem ein Überdruck., und zwar ein um mindestens 10% höherer Druck herrscht, als dem Siededruck des Wassers bei der im Wassererhitzer be stehenden Temperatur entspricht. UNTERANSPRUCH:
    Verfahren naeh Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistung der Tur bine durch Änderung der Speisewasserzufuhr in Verbindung rnit einer Änderung der MTärmezufuhr geregelt wird.
CH123384D 1926-10-29 1926-10-29 Verfahren zum Betreiben von Turbinen. CH123384A (de)

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