DE496373C - Verfahren zur Erzeugung eines gleichfoermigen Dampffluessigkeitsgemisches durch Entspannung einer erhitzten Fluessigkeit in einer Duese zum Betriebe von Turbinen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines gleichfoermigen Dampffluessigkeitsgemisches durch Entspannung einer erhitzten Fluessigkeit in einer Duese zum Betriebe von Turbinen

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DE496373C
DE496373C DEB120409D DEB0120409D DE496373C DE 496373 C DE496373 C DE 496373C DE B120409 D DEB120409 D DE B120409D DE B0120409 D DEB0120409 D DE B0120409D DE 496373 C DE496373 C DE 496373C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K21/00Steam engine plants not otherwise provided for
    • F01K21/005Steam engine plants not otherwise provided for using mixtures of liquid and steam or evaporation of a liquid by expansion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung eines gleichförmigen Dampfflüssigkeitsgemisches durch Entspannung einer erhitzten Flüssigkeit in einer Düse zum Betriebe von Turbinen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines gleichförmigen Flüssigkeitsgemisches (Nebel) durch Entspannung einer erhitzten Flüssigkeit in einer Düse zum Betriebe von Turbinen. Bei dem bekannten Verfahren dieser Art begnügt man sich damit, den Druck im Wassererhitzer wie in einem Dampfkessel auf der Siedespannung der Flüssigkeit zu halten, wodurch unter Umständen sich Dampf im Kessel entwickelt. Demgegenüber besteht das Verfahren gemäß der Erfindung darin, daß die unter Druck erhitzte Flüssigkeit der Düse mit einem Druck zugeführt wird, der höher ist als der Siededruck der Flüssigkeit bei der zu dem Siededruck gehörenden Temperatur. Durch die Höhe des Überdrucks, welche sich nach den weiter unten gegebenen Richtlinien bestimmt, wird bewirkt, daß bei Schwankungen der Temperatur oder des Druckes oder der Leistung, wie solche Schwankungen im normalen Betrieb der Turbine auftreten, stets die Ausströmung des Strahles in wirbelfreier, d. h. in wirtschaftlicher Weise vor sich geht, auch ohne daß es nötig ist, die Düsenform zu ändern, was praktisch nur sehr schwer durchführbar wäre.
  • Es ist bei einem Verfahren zur Erzeugung von Dampf aus nicht siedender, unter Überdruck stehender Flüssigkeit bekannt, diese in einer Düse auf den Siededruck zu entspannen und das hierdurch erzeugte Flüssigkeitsdampfgemisch auf ein im Dampfraum des Dampferzeugers laufendes, die Speisepumpe antreibendes Freistrahlturbinenrad (Peltonrad) treibend wirken zu lassen. In diesem Fall ist aber der Überdruck über den den Gegendruck bildenden Siededruck allein der Betriebsdruck und ein erheblicher Drucküberschuß über den Druckunterschied zwischep Siededruck und Gegendruck hinaus im Sinne der vorliegenden Erfindung nicht vorhanden.
  • In der Zeichnung sind die Abb. i und a Diagramme von Düsenquerschnitten bei 5 at und ?o at Siededruck. Abb. 3 ist ein schematischer Schnitt senkrecht zur Turbinenachse durch das Düsengehäuse einer Nebelturbine, die sich zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung eignet.
  • In dem Diagramm der Abb. r sind auf der Abszisse die Werte der Drücke von o bis 5 at aufgetragen und auf der Ordinate die Düsenquerschnitte gemessen in cm' unter der Annahme, daß pro Sekunde z kg durch die Düse geht. Die aus dem Diagramm ersichtlichen Kurven zeigen die auf Grund der Kontinuitätsgleichung berechneten hydrodynamisch richtigen Werte der Querschnittsflächen der Düse, welche für einen Siededruck von 5 at oder für eine diesem Siededruck entsprechende Temperatur von 151' C bestimmt sind. Die zu einem bestimmten Druckzustand gehörigen Querschnitte sind bestimmt durch die aus den thermodynamischen Daten berechenbare Geschwindigkeit und Dichte des Dampfwassergemisches. Es besteht die oberste Kurve a für einen Überdruck von o at, die Kurve b für einen solchen von o,i at, die Kurve c für einen solchen von 0,5 at, die Kurve d für einen solchen von i at, die Kurve e für einen Überdruck von 2 at und die Kurve f für einen Überdruck von 3 at. In der Abb. 2 ist ein Siededruck von 2o at zugrunde gelegt, entsprechend einer Temperatur von :211' C. Das Querschnittsmaß an der Ordinate ist dasselbe wie in Abb. i, nämlich cm' für i kg pro Sek. Von den in Abb.2 eingezeichneten Kurven gilt die oberste Kurve a' für einen Überdruck von o at im Wassererhitzer über der Siedetemperatur, die Kurve b' für einen Überdruck von o,i at, die Kurve c' in diesem Falle für einen Überdruck von 0,5 at, die Kurve d' für einen solchen von i at, die Kurve e' für einen solchen von 2 at und die Kurve f' für einen Überdruck von 3 at. In beiden Abbildungen deutet der eingezeichnete Pfeil die Eintrittsrichtung des hocherhitzten Druckwassers in die Düse an. Wie aus beiden Diagrammen ersichtlich, wird, wie die obersten Kurven a und ä zeigen, d. h. dann, wenn kein Überdruck vorhanden ist, sondern das Wasser mit dem Siededruck selbst in die Düse eintritt, die Düsenform theoretisch am Eintrittsende unendlich groß, wie sich aus dem steilen Anstieg der obersten Kurve an diesem Ende ergibt. Die darunterliegenden OOuerschnittskurven für wachsenden Überdruck, d. h. für einen wachsenden Unterschied zwischen dem Siededruck und dem am Eintrittsende der Düse herrschenden Druck, lassen erkennen, daß, wenn der Wasserdruck am Eintrittsende der Düse um mehr als i at über ,dem Siededruck liegt, eine weitere Erhöhung des Druckes selbst in recht weiten Grenzen nur noch geringe, praktisch zu vernachlässigende Änderungen der Düsenform erforderlich macht. Es ist ersichtlich, daß beispielsweise der Düsenquerschnitt gemäß der Kurve f in Abb. i für 5 at Siededruck und 3 at Überdruck angenähert derselbe ist wie der Düsenquerschnitt gemäß der Kurve f' in Abb. 2 für 2o at Siededruck und 3 at Überdruck, nämlich zwischen 0,35 und 0,4 cm2 für i kg Wasser pro Sekunde liegt. Es ist also dieselbe Düse brauchbar für Siededrücke von 5 at bis 2o at und auch noch darüber hinaus. Bleibt die Speisewasser7ufuhr unverändert, wird sie z. B. durch eine Kolbenpumpe mit gleichbleibender Umdrehungszahl bewirkt, und ist für eine beliebigeWärmezufuhr, z.B. eine solche, welche dem Siededruck von 5 at entspricht, die Düse so beschaffen, daß sich an ihr ein nicht zu kleiner Überdruck ausbildet,- beispielsweise 2 at, so bildet sich entsprechend dem engsten Düsenquerschnitt bei erhöhter Wärmezufuhr, z. B. einem Siededruck von 2o at, ein erhöhter Druck, im Falle des Beispiels ein solcher von 2,5 at selbsttätig aus.
  • Weiter besteht bei dem neuen Verfahren der wichtige Vorteil, daß man sicher ist, daß auch bei erheblichen Schwankungen, sei es der Beheizung, sei es der Leistungsentnahme, niemals Dampf im Wassererhitzer entstehen kann. Dadurch entfällt die Gefahr des Verbrennens von Kesselflächen und die Notwendigkeit der Anwendung von Wasserstandsanzeigern, die bekanntlich für hohe Drücke Schwierigkeiten bereiten. Hierdurch ergibt sich eine Ersparnis und eine Vereinfachung gegenüber einem Dampfkessel.
  • Zur Regelung der Leistung der mit dem Dampfflüssigkeitsnebel betriebenen Turbine ist es vorteilhaft, daß man die Speisepumpe gleichmäßig oder annähernd gleichmäßig fördern läßt und lediglich die Brennstoffzufuhr zum Flüssigkeitserhitzer regelnd ändert. Dann ändert sich zwar der Druck vor der Düse, aber gemäß dem an Hand der Diagramme Dargestellten bleibt doch die Form der Düse richtig, indem sich selbsttätig der passende Überdruck einstellt. Soll eine höhere Leistung erzielt werden, so kann dies durch zusätzliche regelnde Änderung der Speisewasserzufuhr geschehen. In Abb.3 ist ein Schnitt senkrecht zur Turbinenachse durch das Düsengehäuse einer solchen Nebelturbine in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt; die Düsen 7 sind spiralförmig gestaltet, der Flüssigkeitszutritt erfolgt bei 6. Die Düsenform selbst, die bei 17 beginnt, wird durch halbmondförmige Platten 16 gebildet, welche einen Teil der in das Gehäuse eingearbeiteten spiralförmigen Nuten so ausfüllen, daß die gewünschte Düsenform entsteht und ferner durch die nach dem Austrittsende hin zunehmende, durch Schraffur angedeutete Tiefe der Nuten. Das Laufrad der Turbine hat man sich vor der Zeichnungsebene liegend zu denken.
  • Für die praktische Durchführung des Verfahrens ist es zur Sicherung einer möglichst gleichförmigen Zuführung der Speiseflüssigkeit zum Erhitzer vorteilhaft, zwischen diesem und der Pumpe einen elastischen Puffer, beispielsweise einen Windkessel, einzuschalten, der die unvermeidliche Schwankung der Fördereinrichtung ausgleicht. Während in erster Linie als Betriebsflüssigkeit Wasser in Frage kommt, so können naturgemäß auch andere geeignete Flüssigkeiten, beispielsweise Kohlensäure, Anilin, Ammoniak, verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung eines gleichförmigen Dampfflüssigkeitsgemisches durch Entspannung einer erhitzten Flüssigkeit in einer Düse zum Betriebe von an einen Kondensator für den Dampfanteil des Gemisches angeschlossenen oder in die Außenluft auspuffenden Turbinen mit diesem Gemisch, dadurch gekennzeichnet, daß, behufs Verwendung derselben Düse für in weiten Grenzen verschiedene Drücke, die unter Druck erhitzte Flüssigkeit der Düse mit einem Druck zugeführt wird, der erheblich, mindestens io vom Hundert, höher ist als der Siededruck der Flüssigkeit bei der zu diesem Siededruck gehörenden Temperatur im Flüssigkeitserhitzer.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Leistung der mit dem Dampfflüssigkeitsgemisch betriebenen Turbine durch Änderung der Wärmezufuhr mit oder ohne Änderung der Speiseflüssigkeitszufuhr erfolgt.
DEB120409D 1925-06-19 1925-06-19 Verfahren zur Erzeugung eines gleichfoermigen Dampffluessigkeitsgemisches durch Entspannung einer erhitzten Fluessigkeit in einer Duese zum Betriebe von Turbinen Expired DE496373C (de)

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