Verfahren und Einrichtung zur Löschung von hydraulischem Kalk. Es ist eine bekannte Tatsache, dass es bisher nicht gelungen ist, auf rasche Weise in ununterbrochenem Betriebe den aus den Brennöfen kommenden hydraulischen Kalk sofort zur restlosen Löschung zu bringen und unmittelbar den Mahlmaschinen zuzubringen. Wohl ist dies bei sogenanntem Luftkalk, Weisskalk, möglich. Hydraulischer Kalk dagegen, welcher unter Wasser erhärtet, ent hält viel mehr Silikate, Tonerde und der gleichen als der Weisskalk.
Die bei prak tischen Versuchen erworbene Erkenntnis, dass beim Löschen von hydraulischem Kalk weniger Wärme frei wird als beim Löschen von Weisskalk, führte dann zur Erkenntnis, dass die unvollständige Löschung wohl jeden falls auf den Mangel einer genügend hohen Temperatur zurückzuführen ist. Hieraus er gab sich das Verfahren der vorliegenden Er findung, dass man den Löschungsvorgang bei einer höheren Temperatur vornimmt, als sich durch den Löschungsvorgang selbst er gibt. Praktische Versuche ergaben, dass durch eine solche Erhöhung der Temperatur eine restlose Löschung von hydraulischem Kalk in ununterbrochenem Betriebe ermög- licht ist, so dass er also nicht noch lange auf Haufen geschichtet liegen muss.
In der Zeichnung ist eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens dargestellt, und zwar in: Fig. 1 in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und in Fig. 2 in Ansicht von hinten.
Es ist 1 eine Vortrommel mit undurch- brochenem Mantel, an welche ein Kamin 2 angeschlossen ist. Auf einer von den Riemen scheiben 3 aus antreibbaren Welle 4 sitzt im Vorderteil der Vortrommel 1 eine Siebtrom mel 5 mit zwei Siebmänteln 6 und 7. Der eine Mantel 6 trägt auf der Aussenseite eine Transportschnecke B. Die Stirnseiten sind geschlossen. An der innern Stirnseite sind grosse Öffnungen 9 vorgesehen, welche zum Austritt der Siebrückstände in den hintern Teil 10 der Vortrommel 1 dienen. Dort be finden sich auf der Welle 4 Rührflügel 11.
12 ist ein an der Trommel 5 endendes Be wässerungsrohr 8, und 13 ist eine Bewässe rungsvorrichtung für den Raum 10 der Vor trommel 1, welche sich über einer Öffnung in der Wand- derselben befindet. 3n die Vortrommel l ist eine von einem Mantel überdeckte, aus zwei Teilen 14 und 15 zusammengesetzte Trommel zur weiteren Verarbeitung des Materials angeschlossea. Diese besitzt ebenfalls Rührflügel 16, dere=n Achse 17 durch Zahngetriebe 18 von der Verlängerung der Welle 4 aus angetrieb(,n wird.
Die Rührflügel haben die Tendenz, das bearbeitete Gut nach rechts in b"zug auf Fig. 1 zu fördern. Diese Teile sind a n und für sich ähnlich wie entsprechende an der üblichen Kalklöschma schine.
Nun ist an der Einrichtung nach vor liegender Erfindung ein Wärmeerzeuger 1;) angeordnet, der beim lX.Lisführuiigsbeispiel als mit Heizmaterial zu beschickender Heiz ofen gedacht ist. Er könnte aber auch durch eine elektrische Heizquelle ersetzt sein. Von diesem Wärnneerzeuger geht, wie Fig. 2 z-jigt, ein Rohr 20 zu der Trommel 14,<B>1155,</B> so dass also durch die Zufuhr heisser Gase die Tem peratur in der Trommel erhöht wird.
Dabei geht der heisse Strom ;gemäss dein Pfeil x (Fig. 1) in Gegenstrom zur Materialbewe- 911111b. Ein Ventilator 20 saugt den zur Tem peraturerhöhung bestimmten Heissgasstron s gleichmässig in Richtring de, Pfeils .x (Fig. l) durch die Trommel 14, 15, und eine Klappe im Rohr 21 dient zur Regulierung des Stro mes.
Hierdurch kann man den Löschvorgang bei einer höheren Temperatur vor sich gehen lassen, als die bei der Lö scliung allein frei werdende Wärme dies erlaubt:, v:odurch, wie Versuche ergaben, eine restlose Löschung er zielt werden kann.
Die in der Trommel 14, 15 etwas abgekühlten Heissgase der Heizquelle drückt der Ventilator 20 durch das Rohr 21 in den Teil 10 der Vortrommel_ 1. durch die Doppeltrommel 5, durch den Kamin \? und durch den obern Kamin 22 ins Freie. Dabei erwärmen sie das Löschwasser, -elches durch das Rohr 23 zutritt, das aussen am Kamin 22 hoch geht.
Das Löschwasser geht dann innen am Kamin wieder nach unten, worauf es vom Teller 25 aus durch ein Rohr 23a zur Bewäs- =@erungsvorrichtung 13 geht. Abzweigungen vom Rohr 23 gehen zu Brauseil 21, so dass das aua diesem ausspritzende V\Tassen durch die erwähnten aufsteigenden (kasf, erwärmt;
und die ZViirme der letzteren so nochmals aus- Olenutzt wird. Das aus den Brausen 2-1 sprit zende Lö scliwasser läuft an der Innenseite des Kamins ?? herunter in ei- 3riffangrinucs 2.5, von welcher die Leitung 26 zum Spritz- rohr l? geht. so dass auch das hier aus spritzende Wasser erwärmt ist.
7 ist der Trichter zum Einfüllen des zu löschenden hydraulischen Kalkes. Nach Abstellung der @Wä.rmequelle 19 kann die Einrichtung auch zum Löschen von Weiss- kAh benutzt -werden.
Process and device for extinguishing hydraulic lime. It is a known fact that so far it has not been possible to bring the hydraulic lime coming from the kilns to the complete extinction immediately in uninterrupted operations and to bring it directly to the grinding machines. This is certainly possible with so-called air lime, white lime. Hydraulic lime, on the other hand, which hardens under water, contains much more silicates, alumina and the like than white lime.
The knowledge gained in practical tests that less heat is released when slaking hydraulic lime than when slaking white lime, then led to the realization that the incomplete slaking is probably due to the lack of a sufficiently high temperature. From this, he gave himself the method of the present invention, that the deletion process is carried out at a higher temperature than the deletion process itself gives. Practical tests have shown that such an increase in temperature enables complete extinguishing of hydraulic lime in uninterrupted operations, so that it does not have to lie in piles for a long time.
The drawing shows a device for carrying out the method, specifically in: FIG. 1 in a side view, partly in section, and in FIG. 2 in a view from the rear.
It is 1 a front drum with an uninterrupted jacket, to which a chimney 2 is connected. On one of the belts 3 from drivable shaft 4 sits in the front part of the pre-drum 1, a Siebtrom mel 5 with two screen jackets 6 and 7. The one jacket 6 carries a screw conveyor B on the outside. The end faces are closed. On the inner end face, large openings 9 are provided, which serve for the exit of the sieve residues into the rear part 10 of the pre-drum 1. There be 4 agitator blades 11 on the shaft.
12 is a watering pipe 8 ending at the drum 5, and 13 is a watering device for the space 10 of the front drum 1, which is located above an opening in the wall of the same. 3n the pre-drum 1 is a drum covered by a jacket and composed of two parts 14 and 15 for further processing of the material. This also has agitator blades 16, the axis 17 of which is driven by toothed gear 18 from the extension of the shaft 4 (, n is.
The agitator blades have the tendency to convey the processed material to the right in b "train in Fig. 1. These parts are a n and for themselves similar to the corresponding ones on the usual lime sizing machine.
Now a heat generator 1;) is arranged on the device according to the present invention, which is intended as a heating furnace to be charged with heating material in the lX.Lisführuiigsbeispiel. But it could also be replaced by an electrical heating source. From this heat generator, as shown in FIG. 2, a pipe 20 goes to the drum 14, <B> 1155, </B> so that the temperature in the drum is increased by the supply of hot gases.
The hot current goes in countercurrent to the movement of the material, according to the arrow x (Fig. 1). A fan 20 sucks the hot gas cylinder s intended to increase the temperature evenly in the directional ring de, arrow .x (FIG. 1) through the drum 14, 15, and a flap in the tube 21 is used to regulate the current.
As a result, the extinguishing process can be carried out at a higher temperature than the heat released during the deletion alone allows this: v: or, as tests have shown, complete extinction can be achieved.
The hot gases of the heating source, which have cooled down somewhat in the drum 14, 15, are pressed by the fan 20 through the pipe 21 into the part 10 of the pre-drum_ 1. through the double drum 5, through the chimney \? and through the upper chimney 22 to the outside. In doing so, they heat the extinguishing water, which enters through the pipe 23 which goes up outside the chimney 22.
The extinguishing water then goes back down inside the chimney, whereupon it goes from the plate 25 through a pipe 23a to the irrigation device 13. Branches from the pipe 23 go to the shower cord 21, so that the V \ cups squirting out from it are heated by the above-mentioned ascending (kasf;
and the benefits of the latter are again exploited. The water spraying from the showers 2-1 runs on the inside of the chimney. down into a 3riffangrinucs 2.5, from which the line 26 to the spray pipe l? goes. so that the water splashing out here is also heated.
7 is the funnel for filling in the hydraulic lime to be slaked. After switching off the heat source 19, the device can also be used to delete white kAh.