CH100746A - Maschine zur Herstellung von Röhren und dergleichen durch Schleuderguss. - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Röhren und dergleichen durch Schleuderguss.

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CH100746A
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      Maschine    zur     Herstellung        Fon        Röhren    und dergleichen durch     Schleuderguss.       Maschinen zur Herstellung von Röhren  und dergleichen durch     Schleuderguss    in um  laufenden Formen mit Hilfe von     wagrechten,     auswechselbaren Giessrinnen sind bereits be  kannt.  



  Die Maschine     gemäss    der Erfindung Zeich  net sich demgegenüber dadurch aus, dass die  Giessform mit regelbarer Geschwindigkeit  umläuft und das Giessrohr auf der Innen  seite verschiedene Isolierschichten besitzt,  sowie seitlich ausschwenkbar ist.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    dieser Maschine  ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar  ist     Fig.    1 ein Aufriss     derselben    mit teil  weisem Schnitt, vor     Inbetriebsetzung;        Fig.    2  ist eine ähnliche Darstellung nach Inbetrieb  setzung;     Fig.    3 zeigt eine der     Fig.    1 entspre  chende Darstellung nach Herstellung     eines     Rohres, das freigelegt worden ist;

       Fig.    4  zeigt einen Teil der Maschine in grösserem       Massstab    im Schnitt,     Fig.    5 einen     Schnitt     nach     A-B    -der     Fig.        .4.        Fig.    6 eine Stirn  ansicht einer Einzelheit,     Fig.    7 einen Längs  schnitt durch das Giessrohr, und     Fig.    8 einen  Schnitt nach     E        Ir'    der     Fig.    7.

      Auf dem Sockel 3 der gezeichneten Ma  schine steht     einerends    der Ständer 4, an dem  drehbar um die Achse 5 sich das Giess  rohr- 6 befindet. An demselben Ständer 4  sitzt der flüssiges Metall enthaltende Be  hälter 1, dessen Inhalt durch den Stöpsel 2  nach dem Rohre 6 freigegeben oder abge  schlossen werden kann. Der Metallbehälter 1  ruht auf Einsatzringen 28     (Fig.    7), von  deren Anzahl die Höhe und somit der Druck  der vom flüssigen Metall gebildeten Säule  abhängig ist. Der unterste Ring 28 sitzt auf  dem Giessrohr 6, dessen Aussenwand 2-9 innen  mit einer aus verschiedenen Schichten (zum       Beispiel    aus Schamotte, Graphit und Asbest)       bestehendexc    Isoliermasse 30 ausgekleidet ist.

    Der Stöpsel .2, der auswechselbar ist, schliesst       das    Metall auf der Isoliermasse des Giess  rohres 6 ab.  



  An dem andern Ende des Sockels 3     (Fig.     1) sitzt ein zweiter Ständer 7, auf dem sich,  drehbar um den Zapfen 8, der Dorn 9 be  findet, der mit Rollen 10 auf einer Stütz  scheibe 11 geschwenkt werden kann.     Ausser-          dem.    kann dieser Dorn durch hydraulischen      Druck, der unter den Zapfen 8 gegeben wird,  gehoben werden. An dem Dorn 3 befindet  sich am rückwärtigen Ende ein Ausgleichs  gewicht 12 in gleicher Weise wie ein Ge  wicht 13 an dem rückwärtigen Ende des  Giessrohres 6; dieses ragt beim Arbeitsbeginn  in eine Trommel 14, in der sich zentrisch  eine drehbare, elektrisch angetriebene Giess  form 15 befindet mit einer Spirale 1.6, wel  che als Schutz der Innenseite der Giessform  dient und das Entweichen der Gase ermög  licht.

   Die Giessform 15 ist vorn durch einen       wegnehmbaren    Kern 18 abgeschlossen. Der  Kern 18     (Fig.    6) besteht aus mehreren Seg  menten 37, welche     zwischen    sich Schlitze  bilden, in die Streifen 45 aus weichem Holz  oder dergleichen eingelegt werden, welche  unter der Einwirkung des     Pressdruckes    und  der Hitze des Rohrkopfes     zusammenschrinnp-          fen    und verkohlen. Die     Segmente    37 sind  durch Laschen 38     (Fig.    4, 6) zusammen  gehalten. An der Innenseite des Kernes sind  verschiebbare Platten 36     angebracht,    welche  die eingelegten Streifen halten.  



  Der Antrieb der Trommel 14 erfolgt  durch eine hydraulische Presse 19     (Fig.    1).  An den beiden Enden der Trommel befinden  sich Rampen 21 und 22. Diese Rampen     stei-          -ren    steil an und gehen dann in die Wag  rechte über. An einem Ende der     Presse    19  ist das Drosselventil 42 angebracht, welches  abwechselnd zwecks     Anlassens        bezw.    An  haltens der Trommel 14 durch die Rampen  21, 22 betätigt wird.

   Der Stöpsel 2 kann  mit dem Hebel des     Anlassventils    50 so ver  bunden werden, dass das Anlassen, (las heisst  die Vorwärtsbewegung der Trommel mit dem  Ausfliessen des     Metalles    aus dem Giessrohr 6  gleichzeitig beginnt.  



  An den Seiten der Trommel sind     Rolire     43 für das Kühlwasser angebracht.     Vrn    die  im Innern der Trommel sich bildenden  Dämpfe oder Gase zu entfernen, kann man  an der Trommel     Absaugevorrichtungen,    zum  Beispiel einen Ventilator, anbringen. Die  Kolbenstange 20     (Fig.    2) ist     mittelst    eines  Bügels 23 mit dem vordern Ende der Trom  mel verbunden. Diese Kolbenstange ist hohl    und führt das     Kühlwasser    nach den Rohren       .13.    Zur Erleichterung der     Bewegung    der  Trommel läuft diese mittelst Rollen 24 längs  einer Bahn 25.  



  Die Wirkungsweise der Einrichtung ist  die folgende:  Vor Inbetriebsetzung     befindet    sich die  Trommel 14 nach     Fig.    1 am linken     Ende     der Bahn 25. Durch     einschalten    des Motors  31 wird die Giessform 15 in drehende Be  wegung gesetzt. Zur gleichen Zeit     wird    der  Ventilkörper 46 des Drosselventils 42 gehoben  und lässt so wenig Druckwasser in die Presse  19 abfliessen,     da,ss    die hierdurch bewirkte  langsame Verschiebung der Trommel 14 dem  flüssigen Metall Zeit lässt, im     erforderlichon     Masse am Ende des Giessrohres 6 auszufliessen.

    Dann gleitet der Ventilkörper 46 an der  Rampe hoch und gibt dem -Wasser den Ab  fluss in die Presse 19 frei. Nun bewegt sich  die Trommel 14, durch das Drosselventil 42  und durch Rampe 22 geregelt und durch die  Kolbenstange 20 mitgenommen, nach vorn,  während aus dem     Austrittkopf    26 des Giess  rohres 6 das geschmolzene Metall in die  Giessform 15 ausfliesst, die gleichzeitig um  ihre Achse umläuft. Zwischen den Elektro  motor 31 und den Antrieb 32 der Giessform  ist ein Differentialgetriebe 33 geschaltet,  welches mittelst des Hebels 34 auf verschie  dene Geschwindigkeiten eingestellt werden  kann.

   Auf dem Wege der Trommel bis zur  äussersten Rechtsstellung     (Fig.    2) wird der  herausgetretene Guss durch Schleuderwirkung  das Rohr 17 bilden, wobei so viel geschmol  zenes Metall in den Behälter 1 jeweils ein  gelassen wird, als zur Herstellung eines Roh  res erforderlich ist. Ist die Trommel am Ende  des Hubes angelangt, dann wird durch die  Rampe 21     selbsttätig    das     Abflusswasser    nahe  zu     abgesperrt,    so dass die Trommel ihre Be  wegung mehr und mehr verlangsamt und  ohne Erschütterung und Stoss beendigt.     Tn-          zwischen    ist das eben erstarrte, gegossene  Rohr über den Dorn 9 geschoben worden       (Fig.    2).

   Der Dorn 9 wird nun durch Ein  lassen des     trttcliwasseis    unter den Zapfen 8  so weit gehoben, dass das Rohr 17 auf den      Dorn frei zu hängen kommt. Jetzt wird eine  zur vorherigen     Verschiebungsbewegung    ent  gegengesetzte Bewegung der Trommel 14  eingeleitet, die nun in- die Ausgangsstellung  zurückkehrt (Fug. 3). Durch die Rampe 22  tritt in gleicher Weise wie beim Ausfahren  durch die Rampe 21 eine     Abdämpfung    der       Schlussbewegung    der Trommel 14 ein. Das       gegossene    Rohr 17 bleibt dabei samt dem  Kopfkern 18 auf dem Dorn 9 zurück, worauf  der Kern 18 vom Rohr abgenommen wird.

    Der Dorn 9 kommt nach Ablassen des Druck  wassers mit seinen Rollen 10 auf die Stütz  scheibe 11 zu sitzen und wird aus der     Ebene     der     Zeichnung        herausgeschwenkt,    um das  Rohr abnehmen zu können, worauf man den  Dorn wieder in die Arbeitsstellung zurück  schwenkt. Während die Trommel in der     End-          stellung    rechts nach     Fig.    2 sich befindet, kann       (h)s    Giessrohr 6 um die Achse 5, und zwar       cmf    dem Ständer 4, mittelst Rollen 35 ge  dreht und durch ein zweites, drittes usw.

    Giessrohr ersetzt werden; das neu eingesetzte  Giessrohr kann dann ohne weiteres in die  Arbeitsstellung zurückgeschwenkt werden,  so dass, wenn die     Trommel--zurückkommt,    sie       bereits    ein neues Giessrohr vorfindet, während  das andere von Schlacke und dergleichen       ges'iubert    werden kann, so dass der Arbeits  betrieb der Maschine keinen Unterbruch er  leidet. Statt des Giessrohres kann eine Spritz  vorrichtung beliebiger Bauart vorgesehen  werden, um in die Giessform eine zum Bei  spiel zur Erzielung von     Weichguss    geeignete  Masse zu stäuben oder zu spritzen.  



  Die Möglichkeit der Auswechslung des  Giessrohres 6 hat den Vorteil, dass dieses von  Schlacke und festgesetztem Eisen in Ruhe  befreit werden kann, ohne die Herstellung  zu unterbrechen. Ausserdem kann das Giess  rohr durch Vorwärmen auf eine     bestimmte     Temperatur gebracht werden. Durch die     Ver-          tvendung    der Giessrohre ergibt sich der wei  tere Vorteil, dass eine     Oxydation    des Schmelz  gutes ausgeschlossen ist. Das Herausheben  des glühenden Rohres aus der Giessform 15  bewirkt, dass die     Lebensdauer    der Giessform  sehr verlängert wird und sie nicht dauernd    einseitig durch die Hitze beansprucht wird.

    Auf dieser Maschine wird nahezu die gesamte  Arbeit auf maschinellem Wege geleistet, so  dass nur eine ganz geringe Inanspruchnahme  menschlicher Hilfskräfte erforderlich ist. Ein  weiterer Vorteil der Maschine besteht darin,  dass man mit einem und demselben Kern 18  sehr viele Rohre herstellen kann, während  man bisher die aus Sand hergestellten Kerne  für jedes Rohr neu anfertigen musste, welche  Kerne auch noch den Nachteil hatten, oft  während des Giessens zu zerbrechen. Endlich  wird durch die Anordnung des     wagrechten     Giessrohres 6 die sonst bei ähnlichen Ma  schinen erforderliche     Schrägstellung    ver  mieden.  



  Die Maschine kann auch in kinematischer  Umkehrung angeordnet sein; es     'bleibt    dann  die Trommel stehen, während die     beiden     Aussenständer, von denen der eine das Giess  rohr, der andere den Dorn trägt, hin- und       herbewegt    werden.

Claims (1)

  1. hATEINTANL SPRUCH Maschine zur Herstellung von Röhren und dergleichen durch Schleuderguss in um laufender Giessform mittelst auswechselbarem Giessrohr, dadurch gekennzeichnet, dass die Giessform mit regelbarer Geschwindigkeit umläuft und das Giessrohr auf der Innenseite .verschiedene Isolierschichten besitzt, sowie seitlich ausschwenkbar ist. UNTERANSPRÜCHE Maschine nach Patentanspruch, gekenn- zeichnet durch ein Differentialgetriebe für einen Elektromotor, um der Giessform verschiedene Umdreliungsgeschwincligl@ei- ten geben zu können.
    Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gussstück nach seiner Fertigstellung von einem schwenk baren Dorn hochgehoben und von dem selben nach dessen Verschwenkung ab genommen werden kann. 3. Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Giessform durch einen Kern abgeschlossen ist, der einzelne federnd zusammengehaltene Ringsegmente besitzt, die Schlitze bilden zur Aufnahme von leicht vcrbrennlicheii, elastischen Strei fen, die während des Erst:
    zrrens des Guss- stüchkopfes sich zusammenziehen und ver kohlen. 1. -Maschine nach Patentanspruch, gekenn- zeichnet durch über dem Giessrohr befind liche Einsatzringe, deren Anzahl geändert -erden kann, um einen das flüssige Me- tall liefernden Behälter so -einzustellen, dass das Metall unter der gewünschten Druckhöhe in d:
    is Giessrohr läuft. 5. Maschine nach Patentanspruch, dadurch gelccnnzeichnet, dA anf dem Giessrohr ein Stöpsel aufsitzt, welcher durch einen das flüssige Metall liefernden Behälter hin durchreicht.
CH100746D 1922-03-20 1923-03-12 Maschine zur Herstellung von Röhren und dergleichen durch Schleuderguss. CH100746A (de)

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