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Lebensmittellagerkeller.
Die Erfindung betrifft eine Kältemittel sparende Anordnung eines Lpgerkellers mit Kühlanlage zur Lebensmittelaufbewahrung bei Dauerkühlung und bezweckt, zu grossen Kältemittelverbrauch, überflüssige horizontale Luftbewegung innerhalb der Kellerräume und Kälteverluste im Kälteherde zu vermeiden. Eine solche Anlage ist auf der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen schematischen lotrechten Längenschnitt, Fig. 2 in grösserem Massstabe einen schematichen Grundriss eines Lagerkellers und Fig. 3 einen Hölunschnitt mit Erdgeschossdurorschnitt eines Ausführungsbeispiels des Kellergebäudes.
Nach der Erfindung werden die Nachteile der bisher benutzten Kühlanlagen dadurch vermieden, dass die Kaltluft von ihrer Erzeugungsstelle nach den Lagerräumen und durch diese ins Freie ausschliess-
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wird. Die schwere Kaltluft wird durch Erwärmung ihrer oberen Schichten in den Schläuchen und in den
Lagerräumen infolge der Kältcabgabe leichter, mithin steigt sie auf. Demgemäss ist der Lagerkeller mit einem unter dem zentralen Lagerraum angeordneten Kälteherd versehen, der einen Vorrat von Kaltluft enthält, von dem aus diese Luft nach den Lagerräumen dem Bedarf entsprechend aufsteigt. Es sind Vorkehrungen teils zur Erwärmung der Kaltluft in jeder Lagerzelle, teils zur Förderung des Luftabzuges vorgesehen.
Das Kellergebäude besteht aus sechs Horizonten oder Geschossen T-R". Das Geschoss H6 liegt über der Erde, die andern sind unterirdisch. Das unterste Geschoss ? ist ein Entwässerungshorizont mit Entwässerungsschacht, luftdichtem Syphonabschluss, Wassersperre, eventuell Kanalisierung, oder - bei günstiger geologischer Beschaffenheit-mit Versickerung. Nötigenfalls sind beide Arten vereinigt. Das Geschoss H2 wird durch den Kälteherd K gebildet, in dem ein Vorrat von Kaltluft enthalten ist und der als Lagerraum eines Kältemittels oder als Kälteerzeugungszentrale ausgebildet sein kann.
In dem Zwischengeschosse H3 sind Kaltluftkanäle a angeordnet, die den Kälteherd K mit den Lagerzellen e verbinden, in denen die zu kühlenden Waren gelagert werden und die Kälte nutzbar gemacht wird.
Die Lagerzellen sind in dem Hauptgeschosse H4 angeordnet. Jede Lagerzelle steht für dch durch einen besonderen Kanal a mit dem Kälteherd K in Verbindung, der im Boden der Lagerzelle e mündet. Da die im Kältemittelraum K (Eisraum) vorhandene Luft nach und nach in die Kühlräume aufsteigt, wird für Ersatz dieser Luft dadurch gesorgt, dass von Zeit zu Zeit dem Bedarf entsprechend durch den Füllschacht h des Kältemittelraumes K oder durch die Geschossschläuche b Frischluft von aussen eingeführt wird (Fig. 3).
In dem Zwischengeschoss H5 sind Luftabzugskanäle d dargestellt, die mit den Lagerzellen e durch in deren Decken angebrachte Öffnungen in Verbindung stehen und die Abluft der Lagerzellen nach einer in der Höhe der Erdoberfläche angeordneten Sammelstelle führen. Über der Sammelstelle befindet sich ein Abzugsschlot L, durch den die Abluft aus den Lagerzellen e gesammelt, abgesaugt und ins Freie geführt wird. Diese Ausströmung der Abluft erfolgt teils selbsttätig, da die abziehende Luft durch ihre Kälteabgabe wärmer und daher leichter geworden ist, teils auch-wenn zum rascheren Kühlen erforderlichdurch Erwärmung mittels eines in dem Schlot angeordneten elektrischen Wärmeherdes g.
Das Gebäude ist in mehrere vertikale Zonen Z1, und Z eingeteilt. Die Zone Il liege in der Mitte des Gebäudegrundrisses, konzentrisch umgeben von den Zonen Z2 und Z. Die Zone Zl ist die Zone der stärksten Kühlung, die in den Zonen Z2 und Z3 stufenweise abnimmt.
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