AT95308B - Verfahren zum Glühen von Stahl. - Google Patents
Verfahren zum Glühen von Stahl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Glühen von Stahl. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Der Vorgang ist so zu erklären, dass die aus dem Stahl entweichenden Gase eine wesentliche Rolle als Oxydationsmittel spielen. Diese sind in Gegenwart gewöhnlicher atmosphärischer Luft oder bei Luftabschluss zur Oxydation der Kohle in der Oberflächenschichte des Stahles befähigt, nicht aber oder ungenügend zur Oxydation des Eisens selbst. Diese tritt erst ein, wenn das Oxydationsmittel, also im besonderen die Sauerstoffmenge vermehrt wird. Dafür spricht im besonderen, dass bei solcher Behandlung die von einer früheren Wärmebehandlung des Stahles herrührende Weichhaut abzundert. Dabei treten verwickelte Vorgänge der Oxydation und Wiederreduktion zwischen den entweichenden Gasen der sauerstoffreicheren Atmosphäre und dem Eisen und seinen verschiedenen Oxydationsstufen ein. Um die Wiederaufnahme der ausgetretenen Gase bei dem Erkalten zu vermeiden, kann der zugeführte Sauerstoff auch zum Ausspülen des Glühgefässes vor Beginn oder während der Abkühlung benutzt werden. Hört dann die Sauerstoffzuführung auf, so wird der noch verbliebene Sauerstoff durch Rückbildung des entstandenen Eisenoxyduls zu Eisenoxyd verbraucht und dadurch Luft in das Glühgefäss eingesaugt, deren Sauerstoff in derselben Weise verbraucht wird. So ist beim Erkalten von etwa 600U bis 300 C eine fast gänzlich neutrale Stickstoffatmosphäre im Glühgefäss, die bei dieser Temperatur von dem Stahl nicht absorbiert wird und die Aufnahme schädlicher anderer Gase verhindert. Hienach wird nach dem vorliegenden Verfahren in nachstehender Weise gearbeitet : Die Stähle werden in gutgedichteten Glühgefässen aus möglichst kohlenstoffarmen Weicheisen eingesetzt, um die schädigenden Wirkungen der aus Glühgefässen, welche aus kohlenstoffreichen Eisenlegierungen bestehen, bei der Erhitzung austretenden Kohlensäure zu verhindern. Bei Erreichung des ersten Umwandlungpunktes ässi wird Sauerstoff unter dem zur Anreicherung notwendigen Druck aus einer Flasche oder in anderer Weise zugeführt, u. zw. vorzugsweise zwischen den Umwandlungspunkten Ae, und A. Die Beendigung der Reaktion zeigt sich bei der Abkühlung in der Regel bei Erreichung des unteren Umwand- lungspunktes Ar1 durch einen Sauerstoffüberschuss. Man lässt solange weiter einströmen, bis das Glühgefäss ausgespült ist, und dann weiter erkalten. Hiebei wird der Sauerstoff noch von dem Zunder verbraucht, dadurch ein Vakuum erzeugt und Luft infolge der auch bei guter Dichtung noch vorhandenen Undichtigkeiten eingesaugt, deren Sauerstoff auch verbraucht wird, so dass eine nahezu reine Stickstoffatmosphäre entsteht. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Glühen von Stahl zwecks seiner Gefügeänderung, unter Zuführung von oxydierenden Gasen in die Glühatmosphäre, dadurch gekennzeichnet, dass die oxydierenden Gase, vorzugsweise Sauerstoff, während der Erhitzung und gegebenenfalls bei der Abkühlung in dem Temperaturbereich der Weiehhautbildung, namentlich zwischen den UmwandlungspunktenAci undA'i, in dem Masse, zweck- mässig durch Erhöhung des Sauerstoffgehaltes der atmosphärischen Luft, zugesetzt werden, dass in gleicher Weise das Eisen und der Kohlenstoff der Oberflächenschichte angegriffen werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem Stahl ausgetretenen Gase aus dem Glühgefäss entfernt werden, ehe die Bedingungen für ihre Wiederaufnahme durch den Stahl eintreten.3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch das Wegspiilen der ausgetretenen Gase durch reinen Sauerstoff.
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