<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Infolge Kohlenmangel und zunehmender Arbeitslöhne ist man dazu übergegangen, in grösserem Umfange, z. B. aus Steinkohlenasehe sogenannte Schlackensteine herzustellen. Bei der Herstellung solcher tritt der erwähnte Kohlenmangel nicht in die Erscheinung, jedoch konnten bisher die hohen
EMI1.2
werden. Dazu kommt, dass für eine wirtschaftliche Herstellung von Schlackensteinen in. grossem Umfange man bisher einen viel zu grossen Platz zwecks Trocknens und Abbinden der aus den Pressen kommenden Steine benötigte.
Vorliegende Erfindung bezweckt, diese Nachteile wirtschaftlicher und technischer Art auszuschalten und die Erzeugung zu verbilligen. Man hat bereits vorgeschlagen, die aus den Steinpressen kommenden Steine unter Benutzung von Unterlagen mit Zwischenräumen aufeinander zu schichten und die Steine in diesem Zustande trocknen zu lassen ; auch legt man schon zwecks billigeren Transports von gebrannten Ziegelsteinen diese auf einen Tragboden, mit dem sie bei dem Transport durch Förderwagen, Hebezeuge usw. vereinigt bleiben, so dass die Ziegel auf dem Wege ihrer Beförderung nur ein einziges Mal von Hand aufgenommen und abgelegt zu werden brauchen.
Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich die Erfindung dadurch, dass die der Abbindung bedürftigen Steine mit den Tragbrettern, auf denen sie in bekannter Weise die Presse verlassen, auf einer gemeinsamen Unterlagsplatte unmittelbar aufeinander zusammengestapelt und auf der gleichen Unter- lagsplatte ohne Umsetzen zu den Lagerstellen und von da nach Massgabe der Erhärtung wiederum ohne Umsetzen zu den Verladestellen gefördert werden, so dass die mit ihren Tragbrettern unmittelbar aufeinander gestapelten Steine vom Verlassen der Presse an, während der Erhärtung bis zum Verladen in der Fabrik auf der gleichen Unterlage ruhen und mit letzterer von der gleichen Fördervorrichtung bewegt werden.
Eine zur Durchführung des Verfahrens bestimmte Anlage ist auf der Zeichnung in einem Aus- führungsbeispiel veranschaulicht. Fig. 1 ist die Seitenansicht der Anlage, Fig. 2 eine Vorderansicht derselben, Fig. 3 die Vorderansicht der Hebevorrichtung in Verbindung mit den aufgeschichteten Schlacken- steinen, Fig. 4 die Seitansicht zu Fig. 3.
Die Presse bewegt ein entsprechend grosses Brett 2 von einem in der Maschine befindlichen Brettstapel aus nach vorne ; der Brettstapel wird von einem Mann, der gleichzeitig den Gang der Maschine zu beobachten hat, immer wieder erneuert. Die auf je einem Brett 2 liegenden Steine (z. B. acht) werden automatisch über ein endloses Förderband 3 geleitet, von dem die einzelnen Bretter mit ihren Steinen von Hand abgehoben werden.
Die Steine bleiben, da sie erdfeuchtaind, auf den Brettern liegen ; letztere werden zu einem Stapel zusammengelegt, u. zw. so, dass in einer horizontalen Schicht, z. B. sechs Bretter mit je acht Steinen zu liegen kommen ; s. Fig. 3 und 4. Die Stapelung wiederholt sich in senkrechter Richtung aufeinander, z. B. achtmal, so dass der Stapel 6x8x8= 384 Schlackensteine enthält. Es ist praktisch erprobt, dass auch die untersten Steine diese mit der Stapelung verbundenen Druckbeanspruchungen in frischem Zustande ohne weiteres aushalten. Zur Erleichterung dieser Stapelarbeit dienen zwei, vor jeder Presse
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
mit dem die Bretter in Abständen von etwa zwei Metern automatisch von der Maschine weggebracht werden.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 ist jeder der beiden Ablegetische 4, 5 als Tauchkörper ausgebildet. Sein Querschnitt verjüngt sich nach unten, so dass beispielsweise in der Seitenansicht der Fig. 1 ein etwa dreieckiger Querschnitt sich ergibt. Die wagerechten Querschnitte sind hierbei unter Berücksichtigung des Schlackensteingewichtes derart bemessen, dass die Eintauchtiefe bei Auflage je eines weiteren mit beispielsweise acht Steinen belasteten Brettes nur um die Höhe einer Steinschicht einschliesslich der Brettdicke zunimmt. Der Arbeiter, der das Brett mit den acht Steinen von dem Förderband. 3 auf den Ablegetisch 4 überführt, braucht immer nur eine wagerechte Bewegung zu machen, also keinerlei Hubarbeit zu leisten.
Jeder der beiden Tauchkörper 4, 5 spielt in einem wassergefüllten Kanal 6.
Die senkrechte Führung der Tauchkörper 4, 5 wird durch seitlich angebrachte Rollen 7 gewährleistet.
Auf jedem Ablegetisch 4, 5 liegt eine Tragplatte 8. Darauf werden die Bretter 2 mit z. B. je acht Steinen nach Fig. 3 und 4 aufgelegt, bis z. B. die acht Schichten erreicht und der Stapel z. B. 384 Steine enthält.
Beim Auflegen der obersten (achten) Schicht kommen seitliche Anschläge der Tragplatte 8 auf Rasten 9 des Fussbodens zu liegen, so dass ein weiteres Sinken des Tauchkörpers ausgeschlossen ist.
Der Auftrieb des letzteren ist nur so gross, dass sein Eigengewicht und dasjenige der ersten sieben Schichten des Stapels dadurch in Gleichgewicht gehalten werden.
Der Kran 10, an dem die Tragvorrichtung 11 hängt, hebt, den ganzen Stapel von z. B. 384 Steinen mit den Auflagebrettern. 2 samt Tragplatte 8, nachdem diese von einem Mann eingehakt ist, in die Höhe und fährt damit zù den Lagerräumen, z. B. nach dem ersten Feld derselben. Dort lässt der Kran den Stapel auf den Fussboden nieder und führt nach Aushakung durch den Lagerraum wieder nach der Presse 1 zurück. An dieser hat sich unterdessen der beschriebene Stapelvorgang auf dem anderen zu der gleichen Presse gehörigen Ablegetisch 4 bzw. J wiederholt, so dass wieder ein Stapel zum Abholen beleit ist.
In den Lagerräumen wird eine grössere Anzahl von Stapeln, z. B. 40 Stapel, zu je einem Feld zusammengestellt, die auf diese Weise, z. B. eine Tagesleistung einer der Pressen darstellen. Hiebei macht der Kran 10 nur fünf Fahrten in der Stunde und findet daher inzwischen genügend Zeit, die längere Zeit vorher angefertigten und unterdessen abgebundenen Steine in Waggons oder Schiffe zu verladen, hiebei werden die Steine zum erstenmal in die Hand genommen. Die leeren Bretter 2 kommen wieder
EMI2.2
Nähe derselben abzusetzen. Von dort aus reicht der Mann, der die Stapel 1 am Ablegetisch 4 bzw. 5 einhakt, die Bretter der Presse, welche sie automatisch wieder mit Steinen belegt, ausstosst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren für die Behandlung frisch gepresster oder gestampfter Schlackensteine, dadurch gekennzeichnet, dass die der Abbindung bedürftigen Steine mit den Tragbrettern, auf denen sie die Presse verlassen, auf einer gemeinsamen Unterlagsplatte (8) unmittelbar aufeinander gestapelt und auf der gleichen Unter- lagsplatteohneUmsetzenzu denLagerstellenund von da nach Massgabe der Erhärtung wiederum ohne Um- setzen zu den Verladestellen gefördert werden, so dass die mit ihren Tragbrettern unmittelbar aufeinander gestapelten Steine vom Verlassen der Presse an während der Erhärtung bis zum Verladen in der Fabrik auf der gleichen Unterlage (2, 8) ruhen und mit letzterer von der gleichenFördervorrichtung bewegt werden.